Donnerstag, 2. April 2015

Caritas - 2.Weg/3. Weg - der Stand der Dinge in der Tarifrunde 2014/2015 - kleines Update 2. April 2015

Im letzten Monats-Update vom 2. März 2015 hatten wir angekündigt, die monatliche Vergleichsübersicht zwischen TVöD und AVR vorläufig einzustellen.

Wir halten auch daran fest.

Zwei aktuelle Anmerkungen wollen wir aber machen:


1.
Inzwischen gab es am 28. März eine Tarifeinigung für den TV-L. Dieses Ergebnis gilt für die Anlagen 21 und die am 26. März 2015 von der Bundeskommission neu beschlossenen Anlage 21a (siehe Info akmas vom 27.3.2015 bzw. Dienstgeberbrief  I/2015 zur BK-Sitzung u.a.) der AVR Caritas (weil diese hier auf die Vergütungsregelungen der Länder verweisen). Die Erhöhung der Pflichtbeiträge zur Zusatzversorgung hingegen ist für die Beschäftigten, die unter die AVR Caritas fallen derzeit irrelevant.

2.
Die Bundeskommission hat außerdem einen Beschluss zur Erhöhung der  Ärztevergütung in der Anlage 30 zu den AVR gefasst; die Tabellenwerte sollen erhöht werden:

  • zum 1. Januar 2015 um 2,2 Prozent und
  • zum 1. Dezember 2015 um weitere 1,9 Prozent  anzuheben.

Außerdem soll es zum 1.6.2015 eine Neuregelung der Bereitschaftsdienstvergütung geben.

Vorlage für diese Vorlage - der BK-Beschluss gilt nicht unmittelbar, sondern muss in den Regionalkommissionen noch umgesetzt werden und kann dabei auch abgeändert werden - war der Tarifabschluss des Marburger Bundes am 5. Februar 2015.

  • zum 1. Dezember 2014 Erhöhung um 2,2 Prozent und
  • zum 1. Dezember 2015 Erhöhung um weitere 1,9 Prozent

Die Änderung des Bereitschaftsdienstes erfolgt zum 1. März 2015

Interessant ist, dass die Umsetzung des letztjährigen TVöD-Abschlusses auf Bundesebene fast 6 Monate gebraucht hat, während die Ärztevergütung schon nach genau 7 Wochen umgesetzt wurde. Auch die Verschiebungen der Erhöhungstermine nach hinten fallen für die Ärzte mit einem Monat gegenüber den vier Monaten (vom 1.3. 2014- TVöD  auf 1.7.2014- AVR-C) bei den übrigen Beschäftigten deutlich freundlicher aus.
Matthäus-Effekt* allerorten.


* Das in der Soziologie bekannte Phänomen geht auf  eine neutestamentliche Stelle zurück - Matthäus 13, Vers 12: „Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.“

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