Mittwoch, 16. Oktober 2019

TVöD VKA - ergänzender Tarifvertrag: Münchenzulage verdoppelt

Großer Erfolg für ver.di München:


Die Verdopplung der Münchenzulage bei der Landeshauptstadt München ist unter Dach und Fach. Die Landeshaupstadt München und übernehmende Kommunen haben damit nicht nur eine soziale Leistung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im "Hochpreisgebiet München" (Ballungsraum mit teuren Mieten usw.) geschaffen, sondern sich auch einen Vorteil bei der Gewinnung von Personal verschafft.
Hier gibt  du die Details zum Tarifabschluss: "klick" 

https://muenchenzulage.de/Tarifinformation%20Nr.%206_Einigung_11.10.2019.pdf?fbclid=IwAR17BDdU1Frc4AYfZK7Jp0DbCduSjTSPqigoz2maS_UG4x1MAlsO7a8BP_I

Man darf gespannt sein, ob die kirchlichen Arbeitgeber versuchen, eine 1: 1 Übernahme für den kirchlichen Bereich zu blockieren. Das ist aufgrund der Vergütungsautomatik im ABD eher nicht zu erwarten.
„Liebe Kolleginnen und Kollegen, jetzt erwarten wir von euch, dass ihr alle Mitglied der Gewerkschaft ver.di werdet. Wir haben für euch die unglaubliche Summe von 3.240 € (12 x 270 €), bzw. 1.620 € (12 x 135 €) Euro jährlich herausgeholt.“

Montag, 14. Oktober 2019

AVR-Caritas-Vergütung für Ärzte: das Warten geht weiter

Nach der am vergangenen Donnerstag hinsichtlich der Ärztevergütung ergebnislos verlaufenen Sitzung der Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission geht die Dienstgeberseite "zuversichtlich in die nächsten Gespräche" am 31. Oktober 2019, wie sie in einer Pressemitteilung feststellt.

Einer Pressemitteilung des Marburger-Bundes NRW-RLP zufolge hat am Tag der gescheiterten Verhandlung bei der Caritas die Diakonie den Tarifabschluss des Marburger Bundes TV Ärzte/VKA "zeit- und wirkungsgleich" übernommen.

Gespannt darf man daher erwarten, welche "passgenauen Lösungen" für die stärker zu berücksichtigenden "Strukturen der Caritas-Krankenhäuser" angepeilt und gefunden werden.

Ein Fazit lässt sich schon mal ziehen: gegenüber dem zweiten Weg, handelt es sich bei den sich daran orientierenden dritten Wegen um unterschiedliche Varianten von Umwegen.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Sonntagsnotizen - Heute vor 70 Jahren wurde in München der Deutsche Gewerkschaftsbund gegründet. #dgb70 🎂

Seit seiner Gründung am 13. Oktober 1949 tritt der DGB mit seinen Mitgliedsgewerkschaften für soziale Gerechtigkeit, für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Beschäftigten, von Bürgerinnen und Bürgern sowie für Mitbestimmung und eine umfassende Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ein. Für uns als Einheitsgewerkschaft ist Solidarität das starke Band, das die gewerkschaftspolitischen Erfolge der letzten sieben Jahrzehnte begründet hat und uns auch in Zukunft leiten wird. 
Wir gratulieren !

Donnerstag, 10. Oktober 2019

AK Caritas: die Bundeskommission kommt zu keinem Ergebnis für die Ärzte in Einrichtungen der Caritas

Am gestrigen Donnerstag hat die Bundeskommission der AK Caritas getagt:

Die Mitarbeiterseite fasst die gescheiterten Verhandlungen so zusammen:

Caritas-Dienstgeber verweigern Verbesserung der Arbeitsbedingungen
A
uch in der Sitzung der Bundeskommission am 10. Oktober in Fulda kam es zu keinem Abschluss in der Ärzte-Tarifrunde. Die Mitarbeiterseite kämpft weiter für die Reduzierung der Arbeitsbelastung der ca. 30.000 Ärztinnen und Ärzte bei der Caritas.
Die Mitarbeiterseite hatte ihre Forderungen an denen des Marburger Bundes orientiert. Nach dem erfolgten Abschluss für die kommunalen Krankenhäuser (TV-Ärzte/VKA) reduzierte die Mitarbeiterseite der Caritas ihre Forderung auf die Übernahme dieses Ergebnisses.
Das Entgegenkommen der Mitarbeiterseite wurde von den Dienstgebern aber schlicht ignoriert. Den im öffentlichen Dienst erzielten Kompromiss lehnen sie ab und wollen ihn zudem massiv verschlechtern.
Thomas Rühl, Verhandlungsführer der Mitarbeiterseite:
"Wir sind entsetzt, dass die Dienstgeber ihren Ärztinnen und Ärzten diese Einigung und damit die dringend notwendige Entlastung weiter vorenthalten. Wieder einmal versuchen die Dienstgeber sich auf dem Rücken der Beschäftigten einen Wettbewerbsvorteil auf dem hart umkämpften Krankenhausmarkt zu verschaffen."
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen im Öffentlichen Dienst zwischen dem Marburger Bund und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände erwartet die Mitarbeiterseite der Caritas die vollständige Übernahme des Abschlusses – wie in der Vergangenheit auch – in die AVR.
Trotz der Ablehnung der Dienstgeber hat die Mitarbeiterseite weiteren Verhandlungen zugestimmt. Wir werden diese Verhandlungen wieder auf der Grundlage unserer ursprünglichen Forderungen führen.
[Quelle: https://www.akmas.de/aktuelles/tarifrunde-2019-fuer-caritas-aerzte

akmas-Tarifinfo als pdf 

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Neue Verhandlungsrunde Ärzte - AVR Caritas

Am 28. August hatten wir noch darüber informiert, dass die Dritte Verhandlungsrunde für neuen Caritas-Ärzte-Tarif abgesagt wurde. Begründet war dies mit:
Für die Mitarbeiterseite macht es wenig Sinn, vor dem endgültigen Abschluss der Redaktionsverhandlungen im Öffentlichen Dienst zwischen dem Marburger Bund und der VKA die Arbeitsbedingungen für die 30.000 Caritas-Ärztinnen und Ärzte detaillierte Regelungen zu verhandeln.

Dieser Abschluss liegt nun vor. Die Mitarbeiterseite und der Marburger Bund erwarten die Übernahme des Ergebnisses für Caritas. Heute, am 9. Oktober, ist ein neuer Termin der Verhandlungsgruppe der AK Caritas! Nach Meinung der Mitarbeiterseite könnte dort die Einigung für Bundeskommission 10. Oktober in Fulda vorbereitet werden.

In der U-3-Betreung fehlen rund 320.000 Kita-Plätze

Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gibt es zurzeit fast 320.000 Plätze für Kinder unter drei Jahren zu wenig, obwohl die zuständigen Städte und Gemeinden die Zahl der Betreuungsplätze seit 2014 um rund 155.000 auf 818.000 ausgebaut haben.

Differenziert nach Bundesländern weist Bremen mit einem Anteil von 20 Prozent die höchste Betreuungslücke auf, gefolgt von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mit jeweils 18 Prozent. Am kleinsten ist die Lücke in Mecklenburg-Vorpommern mit 4 Prozent und in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit jeweils etwa 5 Prozent.
Zur Studie: klick
zur Pressemitteilung des IW: klick mich
Quelle 2:

Dienstag, 8. Oktober 2019

Streitschrift Tarifverträge in kirchlichen Betrieben

Zur Würdigung von 100 Jahren Mitbestimmung und Tarifverträgen in Deutschland veröffentlicht der ver.di-Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen in diesem Jahr eine Reihe von Streitschriften. Sie verknüpfen die historischen Erfahrungen mit aktuellen Herausforderungen – auch und gerade in Bezug auf kirchliche Betriebe, denn Tarifverträge sind auch in kirchlichen Betrieben ein normales Mittel, um Lohn- und Arbeitsbedingungen zu regeln. Im Fokus der Streitschrift steht die Rolle der Beschäftigten als Entscheider*innen. Sie können ihre Arbeitsbedingungen maßgeblich mitbestimmen – wenn sie sich zusammenschließen, sich gewerkschaftlich organisieren.
Einem kritischen Blick wird die nunmehr 70 Jahre durch die Kirchen etablierte arbeitsrechtliche Nebenrechtsordnung unterzogen inkl. ihrer Darstellung in einer Chronik. Der kirchliche Sonderweg ist nicht in der Lage, kollektiv wirksame Regelungen hervorzubringen und spricht Beschäftigten sogar Grundrechte ab. Anhand ausgewählter Begriffe wird aufgezeigt wie verklärend und irreführend die diesbezüglichen Kirchengesetze sind.
Streitschrift Tarifverträge in kirchlichen Betrieben als pdf

Montag, 7. Oktober 2019

Für kleine Kindergärten könnte es kritisch werden

Unter dieser Überschrift berichtet das DOMRADIO erneut über die drohende Unterfinanzierung kirchlicher Kindertagesstätten. Inhaltlich wird weiter ausgeführt:
Zum 1. August 2020 soll in NRW die Kita-Finanzierung neu geregelt werden. 1,3 Milliarden Euro will das Land investieren. Wohlfahrtsverbände, Kirchen und Kommunen brachten nun im Landtag ihre Stellungnahmen dazu vor.
Das von der Landesregierung geplante neue Finanzierungssystem für die über 10.600 Kindergärten in Nordrhein-Westfalen wird nach Einschätzung der Wohlfahrtsverbände und der Kirchen nicht zu einer besseren Betreuungsqualität führen.
...
Viele Wohlfahrtsverbände plagten aber Zweifel, ob sie den Betrieb neuer Einrichtungen anschließend ausreichend refinanzieren könnten. Zudem fehlten auf dem Arbeitsmarkt derzeit genügend Fachkräfte.
...
Insbesondere für kleinere Kindergärten könne es "kritisch" werden. Auch in Zukunft seien die Kirchen dringend darauf angewiesen, dass ihr Trägeranteil von den Kommunen mitfinanziert werde.
...
Die Kirchen befürchten, dass die Kommunen in den nächsten Jahren nicht weiter ihre Trägeranteile mitfinanzieren und Kitas womöglich vermehrt in Eigenregie führen werden. Das rentiere sich zukünftig für Städte und Gemeinden, weil ihr Trägeranteil vom Land deutlich abgesenkt werde.
ergänzend wird mitgeteilt:
Die schwarz-gelbe Landesregierung hat ein milliardenschweres Paket für eine stabile Kita-Finanzierung, den Ausbau der Kita-Plätze und die Entlastung der Eltern auf den Weg gebracht.
...
Künftig soll ein zweites Kita-Jahr in NRW beitragsfrei werden.
Dass das neue Kinderbildungsgesetz (Kibiz) aus NRW hinsichtlich der Wahlgeschenke (Entlastung der Eltern) in ähnlicher Form auch in Bayern umgesetzt wird, haben wir hier im Blog auch schon beklagt.

Freitag, 4. Oktober 2019

Neues Rundschreiben der BVK Zusatzversorgung

 
im neuen Rundschreiben Nr. 3/September 2019 informiert die BVK Zusatzversorgung über 

1. Versand der Versicherungsnachweise

2. Online-Mitgliederportal - Informationstexte zum Versicherungsnachweis

3. Versicherungspflicht unabhängig von arbeitsvertraglicher Vereinbarung

4. Versicherungspflicht für die praxisintegrierte Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher (Opti-Prax)

5. Versicherungsfreiheit für kurzfristig Beschäftigte

6. Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung

7. Vermögenswirksame Leistungen für die Betriebliche Altersversorgung - keine Förderung nach § 100 EStG

8. Sozialversicherungsfreiheit bei fortgeführten PlusPunktRente-Verträgen

9. Beratungsservice der BVK Zusatzversorgung ohne Haftungsrisiko für den Arbeitgeber



Link zum Rundschreiben <http://www.zkdbg.de/Rundschreiben>
Link zum Portal <http://mitgliederportal.bvk-zusatzversorgung.de/>

Klinik auf der Intensivstation

unter dieser Überschrift berichtet die "junge Welt" über den für heute vorgesehenen Streik bei den Asklepios-Kliniken in Seesen im Landkreis Goslar *) (Schildautalkliniken):
Asklepios-Geschäftsführung droht Beschäftigten mit Kündigung, um sie vom Streik abzuhalten. Verdi erklärt Anweisung für unzulässig
Siehe dazu auch die Veröffentlichung im Ärzteblatt:
Verdi wirft Asklepios-Kliniken illegale Einschüchterung vor
Danach verweigert Asklepios eine geregelte, den Bedürfnissen der Patienten angepasste Notdienstvereinbarung mit ver.di und will stattdessen durch eine Notdienstverpflichtung den Arbeitskampf in der Klinik unterlaufen.