Dienstag, 21. September 2021

Sozial- und Erziehungsdienst: Kündigung der Tätigkeitsmerkmale und der Regelungen zum Gesundheitsschutz



Der folgende Ver.di-Aufruf richtet sich natürlich auch an Beschäftigte in Einrichtungen der Caritas - Erfolge im TVöD waren und sind die Grundlage für entsprechende Entwicklungen im Anwendungsbereich der AVR Caritas:


Aufwertung der Sozialen Arbeit - Mehr braucht mehr!
Gestiegene Anforderungen in der Sozialen Arbeit brauchen endlich eine Antwort – wir kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und Aufwertung der Berufe im Sozial- und Erziehungsdienst 

Die Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat die Kündigung der Tätigkeitsmerkmale und der Regelungen zum Gesundheitsschutz zum 31.12.2021 beschlossen. Die im März 2020 begonnene und abgebrochene Tarifrunde geht endlich weiter. Nach der Corona bedingten Unterbrechung, gehen wir wieder an den Start. Einig sind wir uns, die Beschäftigten der Sozialen Arbeit aus Kitas, Sozialarbeit und Behindertenhilfe, über die Zielrichtung unserer Forderungen:

  •  Wir fordern die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen!
  • Wir fordern Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel!
  • Wir fordern die finanzielle Anerkennung unserer Arbeit!

Doch hat sich pandemiebedingt in den Arbeitsfeldern viel verändert, daher brauchen wir eure Meinungen zu den Forderungen. Im September startet deshalb eine aufsuchende Umfrage, welche euch Gelegenheit geben soll, die Forderungen gemeinsam mit euren Kollegen*innen zu reflektieren:

Mittwoch, 15. September 2021

Vor zweihundert Jahren - Verhältnis von Staat und Kirche neu geregelt

Seit etwa 200 Jahren - es handelt sich um einen dynamischen Prozess mit mehreren einschneidenden Daten *) - ist das Verhältnis von Staat und (katholischer) Kirche neu geregelt. Damals wurden die Grundlagen für das heutige einvernehmliche Staatskirchenrecht geschaffen, dessen historische Interpretation (was wollte der kirchliche Partner) gerade kirchenrechtlich immer noch von besonderer Bedeutung ist.

Dienstag, 14. September 2021

14. September 1981 - vor 40 Jahren: Laborem exercens

 Es wird wieder Zeit, an die Sozialenzyklika "Laborem exercens" zu erinnern:


...
Die gerechte Entlohnung für die Arbeit eines Erwachsenen, der Verantwortung für eine Familie trägt, muß dafür ausreichen, eine Familie zu gründen, angemessen zu unterhalten und für die Zukunft zu sichern. ...

Montag, 13. September 2021

Zur Finanzierung der (kirchlichen) Zusatzversorgung

Heute findet in Köln ein Symposium mit Vertretern der Zentral-KODA zur Finanzierung der Zusatzversorgung im kirchlichen Dienst statt.

Bereits vor einigen Jahren hat die NEUE CARITAS verkündet:
Finanzierungslücke: Ursachen und Handlungsoptionen
Den Mitarbeitenden zugesagte Leistungen der kirchlichen Zusatzversorgung genießen Vertrauensschutz. Ihre Finanzierung muss aber wegen der langanhaltenden Niedrigzinsphase derzeit neu justiert werden.
(Quelle)

Um diese Aussage beurteilen zu können ist ein Blick in die Geschichte der Finanzierung der Zusatzversorgung nicht ganz uninteressant:
Nach dem Krieg galt es, die Zusatzversorgung der Angestellten des öffentlichen Dienstes entsprechend den Leistungen für die Beamten neu aufzubauen. Trotz der teils recht unterschiedlichen Leistungssysteme finanzierten sich die großen Zusatzversorgungskassen VBL, BVA und VAP sowie weitere kommunale Anstalten in den ersten Jahren nach dem Krieg einheitlich mit einem Beitrag i.H.v. von 6,9 % der versicherten Entgelte. Davon trugen die Arbeitgeber 4,6 und die Arbeitnehmer 2,3 Prozentpunkte.
Trotz der teils recht unterschiedlichen Leistungssysteme finanzierten sich die großen Zusatzversorgungskassen VBL, BVA und VAP sowie weitere kommunale Anstalten in den ersten Jahren nach dem Krieg einheitlich mit einem Beitrag i.H.v. von 6,9 % der versicherten Entgelte. Davon trugen die Arbeitgeber 4,6 und die Arbeitnehmer 2,3 Prozentpunkte.
(Dissertation Preller S. 145)

In den Jahren 1972/73 wurde schrittweise der Arbeitnehmeranteil an den Beiträgen von den Arbeitgebern übernommen, so dass ab Mitte des Jahres 1973 die Zusatzversorgung bei der VBL vollständig von den Arbeitgebern finanziert wurde. Das war die Folge von Tarifverhandlungen, bei denen die Arbeitgeber anstelle einer "nicht vermittelbaren Lohnerhöhung" die Übernahme der kompleten Finanzierung der Zusatzversorgung angeboten und zugesagt hatten. Bei der Finanzierung der Zusatzversorgung handelt es sich also um erdienten Arbeitslohn, der lediglich aufgrund seiner Zweckbestimmung zur Altersversorgung nicht ausbezahlt wird (BAG, Urteil vom 16.03.1993, 3 AZR 399/92 - AP Nr. 6 zu § 1 BetrAVG TZ, im Anschluss an das Urteil vom 28.07.1992, 3 AZR 173/92 - AP Nr. 18 zu § 1 BetrAVG). Es ist im Endeffekt also Vermögen der Arbeitnehmer, das von den Arbeitgebern lediglich treuhänderisch verwaltet und den jeweiligen Zusatzversorgungskassen anvertraut wird.

Sonntag, 12. September 2021

Protestsignal vor der Wahl

Gesundheitsbeschäftigte demonstrieren in Mainz, Mannheim und Hannover für mehr Personal, gute Bezahlung und bedarfsgerechte Finanzierung – klare Botschaft an die Politik.
Quelle: ver.di

Freitag, 10. September 2021

Bundestagswahl - Parteienaussagen zum kirchlichen Arbeitsrecht:

Die Seite "Abgeordnetenwatch.de" hat alle Wahlprogramme der Parteien aufgegliedert im www bereit gestellt. Wir verweisen hierauf und beschränken uns im Folgenden auf die Parteien, die nach den Umfrageergebnissen zum Redaktionsschluss voraussichtlich in einer neuen Bundesregierung vertreten sein könnten. In alphabetischer Reihenfolge erfolgt eine Bewertung der möglichen Regierungsparteien:

Programm der CDU/CSU Unionsparteien:
Das kirchliche Arbeitsrecht kommt nach unserer Durchsicht im Parteienprogramm der Unionsparteien schlicht nicht vor. Auf S. 133 wird allgemein die "Religion als wertvoller Teil unserer Gesellschaft" bezeichnet und ein Bekenntnis ".. zum bewährten Konzept des Religionsverfassungsrechts und zum Kooperationsmodell zwischen Kirche und Staat" abgelegt, was aber wohl alle Religionsgemeinschaften einschließt.
Bewertung von katholisch.de
Konkret bekennen sich CDU und CSU zum "bewährten Konzept des Religionsverfassungsrechts und zum Kooperationsmodell zwischen Kirche und Staat". Religionsfreiheit könne es nur auf dem Boden des Grundgesetzes geben, das dieser Freiheit Ausdruck verleihe. Zudem betonen beide Parteien ihr Vertrauen in das Potenzial von Religion, Werte zu vermitteln und einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwesen zu leisten. Daraus schlussfolgern sie: "Die Freiheit der Kirchen und Religionsgemeinschaften, in die Gesellschaft hineinzuwirken, muss daher unantastbar bleiben."

Programm der FDP:
Bewertung durch katholisch.de:
FDP: Reine liberale Lehre und Distanz zu den Kirchen

...
... im kurzen Abschnitt "Vom Staatskirchenrecht zum Religionsverfassungsrecht" (S. 41) ... schlagen die Liberalen in nur wenigen Sätzen programmatische Pflöcke ein, die durchaus Sprengstoff bergen. Verbunden mit dem Ziel, allen in Deutschland vertretenen Religionsgemeinschaften, "die das Gleichheitsgebot und die Glaubensvielfalt, die Grundrechte sowie die Selbstbestimmung ihrer Mitglieder anerkennen", die gleichen Rechte zu gewähren, spricht sich die FDP für die Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen, die Abschaffung von Tanzverboten und ähnlichen Einschränkungen an stillen Feiertagen sowie die Abschaffung der kirchlichen Privilegien im Arbeitsrecht aus – letzteres immerhin mit der Einschränkung "soweit sie nicht Stellen betreffen, die eine religiöse Funktion ausüben".
...

Programm der Grünen:
Bewerung durch katholisch.de:
Die Grünen: "Bereit" für eine neue Ära – auch im Umgang mit den Kirchen

...
Die gewachsene Beziehung zwischen dem Staat und den Kirchen wollen die Grünen erhalten, jedoch an die heutigen gesellschaftlichen Realitäten anpassen.
Was das bedeutet, zeigt sich etwa am kirchlichen Arbeitsrecht. Es soll reformiert werden und eine stärkere gewerkschaftliche Mitbestimmung erhalten. Die Grünen wollen außerdem die "Ausnahmeklauseln für die Kirchen im Betriebsverfassungsgesetz und im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz" aufheben. Zudem betonen sie die Notwendigkeit der Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen, wozu sie im Frühjahr gemeinsam mit den Linken und der FDP einen Antrag im Bundestag eingebracht hatten, der von der großen Koalition letztlich abgelehnt wurde.
...

Programm der Linken:
Bewertung durch katholisch.de:
Die Linke: Der Einzelne im Kampf gegen das System – und die Kirchen
Abbau von Privilegien und mehr Distanz: Die Linke will das Verhältnis von Kirche und Staat in Deutschland ganz entscheidend verändern und steht in zentralen Fragen der Meinung der Kirchen entgegen.
... Die Linke ... ist "für die Gleichbehandlung aller Religionen und Weltanschauungen mit den christlichen Kirchen", will einen Ethikunterricht für alle, sowie das kirchliche Arbeitsrecht und die Militärseelsorge abschaffen (alles S. 130). Weiterhin sollen die Kirchen ihre Steuern "selbstständig einziehen. Wir treten für den seit 1919 bestehenden Verfassungsauftrag zur Ablösung der Staatsleistungen an die Kirchen ein. In einer weltanschaulich und religiös vielfältigen Gesellschaft müssen alle die gleichen Möglichkeiten der Finanzierung haben". Auch das kirchliche Arbeitsrecht soll abgeschafft werden (ebenfalls S. 130). Die Linke tritt für einen säkularen Staat und die Entwirrung der vielfältigen Verflechtungen von Staat und Kirche ein – also etwa nach französischem Vorbild. Die Kirchen bestehen dagegen bis heute auf lange gewährten Privilegien wie dem Religionsunterricht oder der Militärseelsorge. Auch das eigene Arbeitsrecht, in dem Beschäftigte etwa wegen einer Wiederheirat gekündigt werden können und nicht streiken dürfen, verteidigen die Kirchen.
...

Programm der SPD:
Bewertung durch katholisch.de:
SPD: Die Kirchen nur als Randerscheinung

....
Die Kirchen treten zunächst als Arbeitgeber auf, wenn es um Pflegeberufe geht: "Unsere Ziele sind allgemeinverbindliche Branchentarifverträge. Wie werden über die Pflegemindestlohnkommission eine weitere Erhöhung der Mindestlöhne verfolgen. Gemeinsam mit den Kirchen wollen wir einen Weg erarbeiten, ihr Arbeitsrecht dem allgemeinen Arbeits- und Tarifrecht sowie der Betriebsverfassung anzugleichen." (S. 28)
Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl an die Caritas, die aus Sorge um die eigenen Mitarbeitenden einen Flächentarifvertrag in der Pflege verhindert hat. Gleichzeitig lässt sich mit einem solchen Satz auch weiterdenken: Soll damit das kirchliche Arbeitsrecht in Frage gestellt werden? Nicht zuletzt das oft als unnötig rigide empfundene Vorgehen der Kirchen als Arbeitgeber, wenn Mitarbeitende austreten oder neu heiraten, hat den Ruf der Kirchen nicht gerade verbessert. Dazu kommen ein Streikverbot und keine Betriebsräte. Wenn die SPD das kirchliche Arbeitsrecht vielleicht nicht abschaffen will, so ist das Signal doch klar: Die Sozialdemokraten streben an, gesetzlich geregelte Arbeitnehmerrechte auch den Angestellten der Kirchen zuzubilligen. Ein klarer Zeitplan oder gar konkrete Maßnahmen fehlen hier allerdings, es bleibt bei einer allgemeinen Absichtserklärung.
...

Die Parteiprogramm weisen darüber hinaus durchaus Aussagen zu Branchen wie Altenpflege und Gesundheitsdiensten oder zur Klima- und Umweltpolitik auf. Da die Kirchen von der Zeugung bis zur letzten Ruhe alle menschlichen Lebensbereiche beeinflussen und regeln wollen, gibt es auch darüber hinaus viele sich überschneidende Berührungspunkte zwischen Kirchenlehre und Parteienprogrammen. All das wieder zu geben würde den Rahmen eines Blogs, der sich mit dem kirchlichen Arbeitsrecht auseinander setzt, allerdings sprengen.

Noch ein Tag

Sonntag, 5. September 2021

Allianz für den freien Sonntag: Kein Wahlkampf gegen den Sonntag!

Gewerkschaften und kirchliche Verbände gemeinsam gegen die Angriffe auf den arbeitsfreien Sonntag
Die Allianz für den freien Sonntag, zu der sich die Gewerkschaft ver.di sowie katholische und evangelische Arbeitnehmerorganisationen zusammengeschlossen haben, warnt vor einem neuen Angriff auf den grundgesetzlich garantierten Schutz des arbeitsfreienSonntags. Anlass sind das von der CSU vorgestellte Programm zur Bundestagswahl sowie Reaktionen der Parteien auf Fragen der Allianz.

Die CSU fordert in ihrem Programm, den Anlassbezug für Sonntagsöffnungen abzuschaffen, um so unabhängig von prägenden Großveranstaltungen wie Festivals oder Messen die Geschäfte öffnen zu können. Nach den Regelungen des Grundgesetzes und der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist die Sonn-und Feiertagsöffnung von Geschäften nur erlaubt, wenn sie als Begleitung zu einem den Tag prägenden Großereignis stattfindet, etwa Messen oder Festivals.

„Als Christ empört mich, dass eine sich als christlich und sozial bezeichnende Partei auf diese Weise die Axt an das Grundgesetz legt“, empört sich Andreas Luttmer-Bensmann, Bundesvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB). „Von einer Ausweitung der Sonntagsöffnungen würden nur einige große Handelskonzerne profitieren, es droht aber ein nicht wieder gut zu machender Schaden an der gesellschaftlich so wichtigen Sonntagsruhe und der gemeinsamen freien Zeit". Seine Kollegin Gudrun Nolte, Vorsitzende des Evangelischen Verbands Kirche Wirtschaft Arbeitswelt (KWA), ergänzt: „Es ist bedauerlich, dass sich die CDU als Schwesterpartei der CSU hier wegduckt. Anstatt öffentlich klar Position für den Sonntag zu beziehen, wie sie es in ihrem Wahlprogramm ursprünglich formuliert, hat die CDU/CSU-Fraktion eine Gesprächsallianz unserer Allianz abgelehnt, aus Termingründen, wie es heißt. Jeder kann daraus seine Schlüsse ziehen."

Auch die FDP fordert eine Ausweitung der Sonntagsöffnungen, wie sie in einem Schreiben an die Allianz für den freien Sonntag mitgeteilt hat. „Das überrascht mich nicht“, kommentiert Orhan Akman, bei ver.di verantwortlich für den Einzel-und Versandhandel. „Die FDP präsentiert sich ohnehin als Greifzange der Konzerne, als Lobbyorganisation des Großkapitals. Für die von ihrem Kurs betroffenen Menschen, etwa die im Handel arbeitenden Kolleginnen und Kollegen, hat diese Partei nur ein Schulterzucken übrig. Über 5,1 Millionen Handelsbeschäftigte werden genau hinschauen, welche Positionen die Parteien bei dieser für sie zentralen Frage des arbeitsfreien Sonntags vertreten."

Die Allianz für den freien Sonntag kündigt an, im Zuge des Bundestagswahlkampfs und auch danach weiter aktiv für den Schutz des Sonntags einzutreten. „Wir werden nicht zulassen, dass diese wichtige Errungenschaft der Arbeiterbewegung zum Abschuss freigegeben wird, weil einigen Konzernherren ihre kurzfristigen Renditen wichtiger sind als die Gesundheitder Beschäftigten und ihrer Familien!"
Quelle: Pressemitteilung ver.di
Pressekontakt:
André Scheer, andre.scheer@verdi.de
Kein Wahlkampf gegen den Sonntag!
Gewerkschaften und kirchliche Verbände gemeinsam gegen die Angriffe auf den arbeitsfreien Sonntag

Unterzeichnet ist der Aufruf u.a. von KWA (Evangelischer Verband Kirche Wirtschaft Arbeitswelt), BVEA, KAB (Katholische ArbeitnehmerBewegung), Katholische Betriebsseelsorge und ver.di

Samstag, 4. September 2021

Nochmal: Wenn ... Pflege-Unternehmen die Altenpflege frei von einem allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrag halten wollen und vor Gericht ziehen, dann gibt es auch ein Urteil. In diesem Fall für die Gewerkschaft ...

berichtet Stefan Sell (mit einem Wort mehr, das wir hier weggelassen haben - wir hoffen, Prof. Dr. Sell akzeptiert das) unter "Aktuelle Sozialpolitik" und führt u.a. aus:
Der Gewerkschaft fehle es an Tariffähigkeit in der Altenpflege, da sie „keine Durchsetzungskraft in der Branche für sich in Anspruch nehmen kann“, so der Entwurf eines Antrags des Arbeitgeberbandes Pflege an das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg. Besonders interessant ist die damalige Pressemitteilung des Arbeitgeberverbandes, denn die war so überschrieben: Arbeitgeberverband Pflege klagt mit Unterstützung der Evangelischen Heimstiftung auf Nichtigkeitsfeststellung des Tarifvertrags ver.di/ BVAP. Da wird sich der eine oder andere die Augen gerieben haben: Mit Unterstützung der Evangelischen Heimstiftung, einem der ganz großen kirchlichen Träger in Baden-Württemberg? Einem diakonischen Unternehmen bzw. besser: Konzern? Auch die evangelischen „Dienstgeber“ hätten so abgestimmt wie ihre katholischen Brüder im Geiste, also gegen die Ermöglichung einer Allgemeinverbindlicherklärung des Tarifvertrags (der übrigens nur Mindestbedingungen geregelt hätte, um das hier nochmals in Erinnerung zu rufen). Mit diesem Anliegen ist man nun also vor das Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg gezogen

Das LAG Berlin-Brandenburg hat den klagenden Pflegearbeitgebern geantwortet. Aber nicht so, wie die sich das gedacht haben

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat Anträge des Arbeitgeberverbands Pflege zur Feststellung fehlender Tariffähigkeit der Gewerkschaft ver.di zurückgewiesen (LAG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 24.6.2021 – 21 BVL 5001/21).
➔ Wer die Entscheidung des LAG in voller Pracht und Länge im Original lesen möchte, der wird hier mit dem Volltext des Beschlusses fündig: LAG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 24.6.2021 – 21 BVL 5001/21.
....
(wir informierten am 31. August schon über den Tenor der Entscheidung)

Und wer nun noch wissen will, was Arbeitskampf bringen kann
Nicht nur ein paar Cent mehr

Die Beschäftigten der Servicetochter des Klinikums Nürnberg kämpften sich in den TVöD zurück
...
(Quelle) wir gratulieren !

Noch eine Woche: Pflegeaufstand



Quelle:
Das Sanatorium des Grauens ist ein ausgebranntes fiktives Krankenhaus, das verraten wurde durch Investoren, Aktionäre, Kranken.-und Pflegekassen sowie der Politik!
In diesem Krankenhaus sind wir als verbrannte Tote gefangen in einer Endlosschleife unseres Gewissens und machen auf die Missstände in der Pflege und die Auswirkungen des Personalnot aufmerksam.
Das Theaterstück… „Ihr habt alle weggesehen!“ Richtet sich an die Gesellschaft.. um zu zeigen Pflege benötigt jeder irgendwann und manchmal schneller als es einem Menschen bewusst ist. Eine Rolle ist die Horrorsr… vom Bournout gezeichnet und habe den Cooldown in den Augen… um zu zeigen das diese Arbeitsbedingungen Pflege krank machen kann! Meine Köpfe am Arm und die Uhr am Körper symbolisieren die zerronnene Zeit … die Köpfe sind die erkrankten KollegenInnen die nicht mehr arbeiten können an der Basis… Das ist unsere Geschichte die wir erzählen…
Die Autorin von "The Horrorcrew care Project" arbeitet als Fachaltenpflegerin der Geriatrie und Gerontopsychiatrie

Donnerstag, 2. September 2021

Morgen Workshop HBS/NBI/CLLaS: "Gute Arbeit für die Live-In-Pflege - Gestaltungsoptionen für Politik und Praxis"

"Die häusliche Pflege durch fast ausschließlich weibliche Live-Ins aus Mittel- und Osteuropa macht Schätzungen zufolge ein Viertel der bezahlten Pflegearbeit in Deutschland aus. Von guter Arbeit ist die Branche auf breiter Ebene weit entfernt: Von Live-Ins wird häufig erwartet, dass sie immer zur Verfügung stehen, sodass sie sich in permanentem Bereitschaftsdienst befinden. Da Arbeitsort und Wohnort bei dieser Form der Erwerbsarbeit zusammenfallen, befinden sich Live-Ins in einer besonderen Situation der Verletzbarkeit und Abhängigkeit.

Einzelne Agenturen sowie Einrichtungen der Wohlfahrtsverbände arbeiten jedoch bereits daran, die Live-In-Pflege in Richtung guter Arbeit weiterzuentwickeln. Das Forschungsprojekt „Modelle der Live-In-Pflege. Rechtswissenschaftliche und sozialethische Vorschläge zur Weiterentwicklung einer personenbezogenen Dienstleistung“ untersucht diese Praktiken und fragt nach den Gestaltungsoptionen für Politik und Praxis. 

Im Rahmen des Workshops „Gute Arbeit für die Live-In-Pflege – Gestaltungsoptionen für Politik und Praxis“ stellt das Forschungsteam seine Analysen und Gedanken zur Diskussion."

Der Workshop findet morgen (Freitag, 3. September 2021) in Berlin statt; der Anmeldeschluss liegt leider bereits in der Vergangenheit. Wir hoffen auf gute Diskussionen und einen informativen Bericht im Anschluss an den Workshop.

[Quellen: https://nbi.sankt-georgen.de, Flyer zur Veranstaltung (pdf), Tweet Prof. Emunds]

Mittwoch, 1. September 2021

Gesellschafspolitische Seminarangebote unserer ver.di Bayern

 Liebe Kolleg*innen,

wir möchten euch auf unsere spannenden gewerkschaftspolitischen Seminare im Herbst aufmerksam machen. Neben unseren Wochenendseminaren in Brannenburg und Muggendorf haben wir auch ein Onlineseminar im Programm:

 

Online-Seminar über Webex:

·         „Prekär ist nicht fair - prekäre Beschäftigungsformen im digitalen Zeitalter“, am 23.10.2021, 10 bis 16 Uhr, Online-Anmeldung unter: https://verdi-bw-bayern.de/events/21-22-417

 

Wochenendseminare in Brannenburg und Muggendorf:

·         „Life in plastic Wohin mit dem Müll?“, 08.10.2021 - 10.10.2021 in Brannenburg, Online-Anmeldung unter: https://verdi-bw-bayern.de/events/21-22-409

·         „Farbe bekennen – gegen Rechtspopulismus“, 05.11-2021 – 07.11.2021 in Brannenburg, Online-Anmeldung unter: https://verdi-bw-bayern.de/events/21-22-401

·         „Auf in die Zukunft – Verkehrspolitik für eine Welt von morgen“, 19.11.2021 - 21.11.2021 in Muggendorf, Online-Anmeldung unter: https://verdi-bw-bayern.de/events/21-22-411

·         „Basisseminar Tarifpolitik oder Tarifrecht – Geld oder frei?“, 03.12.2021 - 05.12.2021 in Brannenburg, Online-Anmeldung unter: https://biz-brannenburg.verdi.de/unsere-seminare/bildungsprogramm#/thema/36

 

Anmeldung direkt online über den Link hinter dem jeweiligen Seminar.

Nähere Informationen findet ihr in den verlinkten Seminareinladungen.

Als bayerisches ver.di-Mitglied könnt ihr an unseren Seminaren kostenlos teilnehmen. ver.di Bayern übernimmt die Teilnahmegebühr, die Übernachtungs- und Verpflegungskosten und zu den Reisekosten bekommt ihr einen Zuschuss.

 

Wenn ihr Interesse habt, dann meldet euch gleich an und werbt bei euren Kolleginnen und Kollegen für die Seminare.

Es lohnt sich!

 

Mit kollegialen Grüßen

Dienstag, 31. August 2021

LAG Berlin-Brandenburg: Gewerkschaft ver.di tariffähig auch für Pflege außerhalb von Krankenhäusern

Falls sich einige Fragen, was aus dem Antrag des Arbeitgeberverbandes einiger kommerzieller Träger in der Altenpflege (AGVP) auf Feststellung der Tarifunfähigkeit von ver.di in der Altenpflege beim LAG Berlin-Brandenburg geworden ist:
Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat Anträge des Arbeitgeberverbands Pflege e. V. zur Feststellung fehlender Tariffähigkeit der Gewerkschaft ver.di zurückgewiesen (LAG Berlin-Brandenburg, Beschl. v. 24.6.2021 – 21 BVL 5001/21).

Im Arbeitgeberverband Pflege e. V. (AGVP) haben sich private Pflegeunternehmen zusammengeschlossen. Daneben bestehen weitere Arbeitgeberverbände der Pflegebranche, u. a. die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP). Die Gewerkschaft ver.di hat am 1. Februar 2021 mit dem BVAP einen Tarifvertrag über Mindestarbeitsbedingungen in der Pflegebranche abgeschlossen. Angestrebt wurde eine Allgemeinverbindlicherklärung dieses Tarifvertrags nach § 7a Arbeitnehmer-Entsendegesetz, zu der es wegen der fehlenden Zustimmung der Caritas nicht kam.

Mit seinem noch während der Auseinandersetzungen über die mögliche Allgemeinverbindlichkeit dieses Tarifvertrags beim Landesarbeitsgericht eingereichten Antrag hat der AGVP eine fehlende Tariffähigkeit der Gewerkschaft ver.di für Pflegebetriebe, die Pflegeleistungen außerhalb von Krankenhäusern erbringen, geltend gemacht.

...
Zur Begründung hat das Landesarbeitsgericht ausgeführt, Voraussetzung für die Tariffähigkeit einer Arbeitnehmervereinigung sei, dass sie sozial mächtig und von ihrem organisatorischen Aufbau her in der Lage sei, die ihr gestellten Aufgaben einer Tarifvertragspartei zu erfüllen. Abzustellen sei auf die Durchsetzungskraft und organisatorische Leistungsfähigkeit in einem zumindest nicht unbedeutenden Teil des von der Arbeitnehmervereinigung beanspruchten Zuständigkeitsbereichs. Es gebe keine partielle, auf bestimmte Regionen, Berufskreise oder Branchen beschränkte Tariffähigkeit. Vielmehr sei die Tariffähigkeit einer Arbeitnehmervereinigung für den beanspruchten Zuständigkeitsbereich einheitlich zu beurteilen. Es sei davon auszugehen, dass eine in erheblichen Teilen des von ihr beanspruchten Zuständigkeitsbereichs durchsetzungsfähige Arbeitnehmervereinigung sich auch in den Bereichen, in denen es ihr an Durchsetzungskraft fehle, beim Abschluss von Tarifverträgen nicht den Forderungen der Arbeitgeberseite unterwerfe.

Daher habe eine etwa fehlende Durchsetzungskraft von ver.di im Bereich der Pflegebranche für sich genommen auch nicht zur Folge, dass ver.di insgesamt tarifunfähig sei. Als Gesamtorganisation sei ver.di im Sinne der Anforderungen an die soziale Mächtigkeit offensichtlich organisations- und durchsetzungsfähig sowie in der Lage, hinreichenden Druck auf den sozialen Gegenspieler aufzubauen.
Quelle: AuA - Arbeit und Arbeitsrecht vom 26.08.2021.
(die Entscheidung ist auch für diejenigen von Interesse die bezweifeln, dass ver.di in kirchlichen Einrichtungen tariffähig sei)

Montag, 30. August 2021

Arbeitsgericht: Streik auch ohne Notdienstvereinbarung mit Klinikleitung zulässig

Anstatt die von ver.di angebotene Notdienstvereinbarung - gegebenenfalls modifiziert - zu akzeptieren, hatte die Geschäftsleitung des landeseigenen Berliner Krankenhauskonzerns "Vivantes" beim örtlichen Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung (Streikverbot) gegen ver.di beantragt - mit der Begründung, dass keine Notdienstvereinbarung bestünde und daher das Wohl der Patienten beeinträchtigt werden könne (Quelle z.B. ver.di und Vivantes).
Demnach braucht ein Arbeitgeber aus einer Einrichtung der Daseinsvorsorge (Altenheim, Behinderteneinrichtung, KiTA, Krankenhaus ...) nur eine Notdienstvereinbarung mit ver.di abzulehnen, um in seinem Haus ein "Streikverbot" zu bewirken. Das wäre eine völlig Umdrehung des verfassungsrechtlich zugesicherten Streikrechts, das nicht einmal im Falle eines Notstandes beeinträchtigt werden darf (Art. 9 Abs. 3 Satz 2 und 3 GG).
Das Verfahren wurde auch von Arbeitgebern aus kirchlichen Einrichtungen mit Interesse verfolgt.
Die Eil-Entscheidung des örtlichen Arbeitsgerichts hat nur wenige Stunden gehalten. Das Arbeitsgericht hat dann in der mündlichen Verhandlung vor der Kammer klar gemacht: so geht es doch nicht.
Die Beschäftigten von Vivantes dürfen ihren zeitweise ausgesetzten Streik gegen ihren Arbeitgeber wieder aufnehmen. Laut Verdi entschied das Berliner Arbeitsgericht am Dienstag zugunsten der Klinikmitarbeiter.

Die Beschäftigten von Vivantes dürfen wieder streiken. "Die Kammer hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung zurückgewiesen. Das heißt, es kann jetzt wieder gestreikt werden", sagte ein Sprecher des Berliner Arbeitsgerichts am Dienstag. ...
Quelle: rbb
https://fb.watch/7ErrZn9VJj/

Bereits vor dieser Entscheidung hat Vivantes - wohl in richtiger Einschätzung der Rechtslage - die Bereitschaft zu zunächst abgelehnten Verhandlungen erklärt (Quelle: Vivantes).

Freitag, 27. August 2021

Bundestagswahl - Anforderungen von ver.di an die KandidatInnen und Parteien

zur Bundestagswahl 2021 hat verdi entsprechend der zentralen Anforderungen zu folgenden fünf Teile eine Synopse erstellt:

1. Arbeit der Zukunft

2. Moderner Sozialstaat/öffentliche Daseinsvorsorge

3. Sozial-ökologischer Umbau

4. Staatsschulden und eine gerechte Steuerpolitik

5. Die Demokratie stärken und den Frieden bewahren

Sie ist hier auf der Kampagnenseite von ver.di eingestellt: Bundestagswahl 2021 – ver.di (verdi.de) und speziell zu den Anforderungen: Stark für eine arbeitnehmerorientierte Politik – ver.di (verdi.de)

Der ver.di-Bundesvorstand hat im Juni sehr sorgfältig die Frage des Umgangs mit der AfD in unsere Synopsen beraten. Diese Partei steht außerhalb des demokratischen Spektrums und unsere Beschlusslage stellt unmissverständlich klar, dass wir zu dieser Partei keine Beziehung haben und ihr kein Forum bieten. Eine Erwähnung birgt immer die Gefahr einer unfreiwilligen Aufwertung. Eine Nicht-Erwähnung birgt die Gefahr, sich dem Vorwurf auszusetzen, nicht transparent zu sein und eine Auseinandersetzung zu scheuen. In Abwägung beider Gefahren erscheint der zielführendere Weg, die Positionen der AfD - und zwar räumlich abgesetzt von den Positionen der demokratischen Parteien - in die Synopse einzubeziehen und damit in einer offensiven Auseinandersetzung sprechfähig zu sein. Die Nennung der AfD in einem Atemzug mit den demokratischen Parteien würde zu einer Normalisierung ihrer Positionen beitragen. Zur AfD im Bundestagswahlkampf hat der DGB eine aktuelle Broschüre erstellt, die digital verfügbar ist, diese können wir euch gerne senden. Wenn diese Broschüre verlinkt ist, bekommt ihr ihn.

Die Prioritäten der WählerInnen und Wähler werden individuell unterschiedlich sein. Die Anforderungen, die der ver.di Bundesvorstand erarbeitet hat, spiegeln natürlich primär die gewerkschaftlichen Interessen wieder. Aber die angesprochenen Fragen können natürlich eine Orientierung für die eigene Wählerprüfung sein.

Donnerstag, 26. August 2021

Zur Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder: ver.di fordert 5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150,00 Euro

Die Gewerkschaften gehen mit einer Forderung nach 5 Prozent mehr Gehalt und einem Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten in die Einkommens- und Besoldungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder. „Diese Ta-rifrunde wird auch zeigen müssen, ob die Versprechen der Politik, dass die Folgekosten der Pandemie nicht allein auf die Arbeitneh-mer*innen abgewälzt werden, gehalten werden“, erklärte dazu der stv. Landesbezirksleiter von ver.di Bayern, Norbert Flach.Beschäftigte des Gesundheitswesens im öffentlichen Dienst der Länder sollen monatlich 300 Euro mehr erhalten. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 100 Euro angehoben werden.

Der öffentliche Dienst der Länder könne nur mit guten Löhnen und guten Arbeitsbedingungen im zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte als attraktiver Arbeitgeber punkten, so Flach. ver.di strebt darüber hinaus mit den Ländern einen separaten „Verhandlungstisch“ zum Gesundheitswesen an.

„Die Beschäftigten im Gesundheitswesen haben mit maximalem Einsatz gegen die Corona-Pandemie gekämpft. Das muss jetzt endlich honoriert werden“
, stellte der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke klar. ver.di habe die Erwartung, dass auch über „Restanten“ aus der Tarifrunde 2019 gesprochen werde. Dies betreffe etwa die Anhebung des Zeitzuschlags bei Wechselschicht- oder Schichtarbeit in Krankenhäusern sowie die Anwendung der dynamischen Zulage für Pflegekräfte auch für die Beschäftigten der ambulanten und stationären Pflege im Justiz- und Maßregelvollzug und den Landeskrankenhäusern. Zudem erwartet ver.di, dass Verhandlungen über tarifliche Regelungen für studentische Hilfskräfte aufgenommen und die Verhandlungszusage über Straßenbetriebsdienst und Straßenbau eingelöst werden.

Die Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) für rund 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte (940.000 Vollzeitstellen) und 48.000 Auszubildende im öffentlichen Dienst der Länder (außer Hessen) werden am 8. Oktober 2021 in Berlin aufgenommen.
ver.di fordert die zeit- und inhaltsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses auf die Beamtinnen und Beamten und die Versorgungsempfänger im Bereich der Länder sowie im Bereich der Kommunen.
Quelle: Pressemeldung ver.di Landesbezirk Bayern
Ein Flugblatt von ver.di mit ausführlicheren Informationen ist hier im Netz
Einen weiteren Bericht mit umfassenderen Informationen gibt es hier
https://unverzichtbar.verdi.de/?fbclid=IwAR37JfpY04daWN-2tErI0I9sds3FYRlMQRNJ5nhkNTXFFOhrhPUDAMWTSQ4


dpa meldete bereits heute morgen
Öffentlicher Dienst vor schwieriger Tarifrunde
dpa 26.08.2021 08:30 Uhr

Knappe Kassen, hohe Inflation: Bei der nächsten Einkommensrunde für den öffentlichen Dienst zeichnen sich schwierige Gespräche ab.
Quelle https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/%C3%B6ffentlicher-dienst-vor-schwieriger-tarifrunde/ar-AANKqWo?ocid=msedgntp

Am kommenden Dienstag - ver.di-Thementag „Gute Bildung“ als Online-Veranstaltung

Trotz massivem Kita-Ausbau zeigt sich seit Jahren dasselbe Bild: Im Westen gibt es zu wenig Plätze und im Osten betreut eine Fachkraft zu viele Kinder. Dieses doppelte Ost-West-Gefälle können Bund und Länder innerhalb der kommenden zehn Jahre weitgehend auflösen, wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Notwendig sind insbesondere mehr Erzieher:innen.berichtet eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung.
Aber: Mehr als 230.000 Fachkräfte fehlen bis 2030
(u.a. zitiert von der Tagesschau - klick)
mehr unter Sozial- und Erziehungsdienste, Behindertenhilfe und Kitas - Kindertagesstätten im Blog


Am 31. August findet nun der ver.di-Thementag „Gute Bildung“ als Online-Veranstaltung statt. In diesem im Rahmen wird auch folgendes eine wichtige Rolle spielen: „Mehr Qualität braucht mehr Qualifikation – Ausbildungen in sozialen Berufen attraktiv gestalten“. Im Fokus stehen dabei die Ausbildungen zur Erzieher*in und zur Heilerziehungspfleger*in, in der Zeit ab 15.30 Uhr.

Wir laden euch herzlich ein, selbst zahlreich teilzunehmen und es wäre toll, wenn ihr die Veranstaltung auch bei euren Kontakten im Sozial- und Erziehungsdienst und der Behindertenhilfe bewerbt. Wir sind sicher, dass es spannende Diskussion geben wird. Es gibt auch einen offenen Chat und wir freuen uns über eine rege Beteiligung und Fragen, die über den Chat an die Diskussionsteilnehmer*innen gestellt werden können.

Zum Livestream gelangt ihr am 31.08. hier: https://www.youtube.com/watch?v=dpUFslacKFY Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Neben ehrenamtlichen ver.di-Kolleg*innen aus der Praxis werden dabei sein:

Cansel Kiziltepe, MdB, SPD
Matthias Seestern-Pauly, MdB, FDP
Norbert Müller, MdB, DIE LINKE
Nina Stahr, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Berlin und Kandidatin für den Bundestag
Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende
Sylvia Bühler, ver.di Bundesvorstand

Alle Veranstaltungen im Format Livestream werden aufgenommen und nach der Veranstaltung als Video zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 25. August 2021

Anmeldeformular zur Fachtagung SuE Bayern

Kontakt für inhaltliche Rückfragen:
ver.di Landesbezirk Bayern
Fachbereich 7 Gemeinden
Fachgruppe Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe
Telefon: 089-59977-350
Fax : 089-59977-494
E-Mail: fb07.Bayern@verdi.de

bzw. Fachbereich 3 Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirche
Telefon: 089-59977-360
Fax : 089-59977-498
E-Mail: fb03.Bayern@verdi.de

Schriftliche Anmeldungen bitte bis spätestens 29.09.2021
Für Mitglieder aus dem FB 7 e-Mail: fb07.bayern@verdi.de
Für Mitglieder aus dem FB 3 e-Mail: fb03.bayern@verdi.de

Coronabedingt kann es zu einer Begrenzung der Teilnehmendenzahl kommen.
Anmeldung
Hiermit melde ich mich verbindlich zu der Fachtagung „Die Aufwertung geht weiter im Sozial- und Erziehungsdienst“ am 06.10.2021 in München, Adolf-Kolping-Haus, Raum Festsaal an:



Name, Vorname: _______________________________________________________



Mitgliedsnummer: _____________________________________________________



Dienststelle bzw. Betrieb:____________________________________________



E-Mail-Adresse: _____________________________________________________



Datum, Unterschrift _________________________________________________

Teilnahme am vegetarischen Mittagessen:

 ja  nein

Regionale Tarifkonferenzen für die MitarbeiterInnen aller Träger im Sozial- und Erziehungsdienst: hier - Bayern am 06. Oktober 2021

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

hier ist die Ausschreibung für die regionale Tarifkonferenz SuE Bayern am 06. Oktober 2021 mit der Bitte um Beachtung und Weiterleitung.

Einladung zur Fachtagung:

Die Aufwertung geht weiter im Sozial- und Erziehungsdienst
am 06. Oktober 2021 im


Tagungszentrum Kolpinghaus
München-Zentral GmbH
Adolf-Kolping-Str.1, Fußweg vom HBF München ca. 7 Minuten
80336 München

Ablauf der Fachtagung
ab 09:30 Uhr Anreise & Anmeldung
10:00 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Martina Meyer, Linda Sewald und Angela Merkl
Vorsitzende und Stellvertretungen der Landesfachgruppe Sozial-, Kinder und Jugendhilfe
in Bayern

10:10 Uhr Bericht über den aktuellen Stand im Sozial- und Erziehungsdienst und
anschließende Diskussion
Christine Behle

Stellvertretende Vorsitzende von ver.di, Mitglied des Bundesvorstands und Verhandlungsführerin

12:15 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr Fortsetzung des Austauschs und Arbeitsgruppen
nach Berufsgruppen (Kita, Soziale Dienste & Behindertenhilfe)
15:00 Uhr Kaffeepause
15:30 Uhr Vorstellung der Ergebnisse
und Aussprache dazu
16:15 Uhr Zusammenfassung und Schlussworte
Dr. Brigitte Zach und Dr. Robert Hinke
Landesfachbereichsleiter/in im ver.di Landesbezirk Bayern
16:30 Uhr Veranstaltungsende

Zielgruppe:
In der Tarifarbeit erfahrene oder daran einschlägig interessierte ver.di-Mitglieder mit Anbindung an eine/n Betrieb/Dienststelle im Bereich des Sozial- und Erziehungsdienstes.

Teilnahmebeitrag:
Ein Teilnahmebeitrag wird nicht erhoben.

Freistellung:
Für Personalrät*innen kann nach Art. 46 Abs. 6 BayPVG, für Betriebsrät*innen nach § 37 Abs. 6 BetrVG, für MAVen § 19 Abs. 3 MVG, § 16 Abs. 1 MAVO oder § 179 Abs. 4 SGB IX die Freistellung vom Dienst beantragt werden.

Fahrtkosten:
Wegen der Fahrtkosten bitte an den vom entsendenden bzw. zuständigen ver.di-Bezirk und an den bzw. die zuständige/n Gewerkschaftssekretär bzw. Gewerkschaftssekretärin wenden.

Bitte bewerbt diese Veranstaltung und weist bitte darauf hin, dass für eine Teilnahme coronabedingt und den sich möglicherweise ändernden Regelungen für Veranstaltungen eine Anmeldung unbedingt erforderlich ist.
nachdem die aufgenommenen Gespräche zwischen ver.di und der VKA im März 2020 coronabedingt unterbrochen wurden, werden diese nunmehr fortgesetzt. Denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Wir bleiben dran an der Aufwertung der Sozial-und Erziehungsberufe. Gemeinsam haben wir in den beiden zurückliegenden Tarifrunden im SuE in den Jahren 2009 und 2015einigeserreicht. Unsere Erfolge: die gesellschaftliche Wahrnehmung ist wertschätzender, der hohe Verantwortungsgrad wird gesehen. In den Köpfen ist angekommen, dass Bildung bereits vor Schuleintritt beginnt.Für die 3-jährigen OptiPrax-Studierenden sind tarifvertraglich die Anwendung des TVAöD und der Tabellenwerte des Besonderen Teils seit 2018 vereinbart, das ist gut. Und das ist ein erster Schritt.

Die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie zeigen uns, dass dringender Handlungsbedarf vorliegt. Die Problemlagen aus der Zeit vor der Pandemie, wie die Auswirkungen der Digitalisierung auf den sozialen Bereich, die demografische Entwicklung und neue Vorhaben in der Gesetzgebung, sind noch nicht gelöst und haben sich eher verstärkt. Es fehlen Fachkräfteund Standards, die Beschäftigten des Sozial-und Erziehungsdienstes sollen immer mehr stemmen und müssen sich neuen Herausforderungen stellen.
Dies und den grundlegenden Umbauder Gesellschaft beantworten wir tarifpolitisch mit der Aufwertung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Sozial-und Erziehungsberufe. Interaktionsarbeit bleibt in unseren Berufen unersetzlich. Das muss sich in einer guten Bezahlung und guten Rahmenbedingungen widerspiegeln.

Mit dieser Fachtagung blicken wir auf unsere tarifpolitischen Themen und berichten wir über die Gespräche im Sozialministerium: Es gibt weiteren Regelungsbedarf und es muss weiter verbessert werden. Das zeigt auch die Umfrage im Kita-Personalcheck. Wir fragen uns, welches die Herausforderungen für die künftige Tarifarbeit sind: was ist uns wichtig, wofür wollen wir uns wie mit voller Kraft einsetzen?

Wir freuen uns, in dieser Fachtagung Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende von ver.di, Mitglied des Bundesvorstandsund Verhandlungsführerin in dieser Tarifrunde mit einem Bericht über den aktuellen Stand begrüßen zu können.
Nach diesem Bericht haben die Teilnehmenden dieser Fachtagung die Möglichkeit zum Austausch und zur Diskussion. Hierfür werden auch Ansprechpartner aus dem Tarifsekretariat in Berlin und die Tarifkoordination Bayern teilnehmenund für Fragen zur Verfügung stehen können. Nach der Mittagspause werden wir in Arbeitsgruppen mit einer Bestandsaufnahme vor Ortbeginnen und mit der Planung gemeinsamer Aktivitäten, der Beteiligung in allen Bezirken und in der Fläche, der Entwicklung von Ideen, der Bildung von Expertinnen, der Netzwerkbildung, der Ansprache von Bündnispartnernund Aktione nAktionsformate und -beteiligte weitermachen.
Wir freuen uns auf einen guten Austausch, spannende Diskussionen, kreative Ideen und nach der langen Zeit ohne Präsenzveranstaltungen auf euch!
(bitte mit den persönlichen Angaben zur Anmeldung, siehe extra Anmeldeformular im nachfolgenden Blogbeitrag)

Montag, 23. August 2021

Tipps für Mitarbeitervertretungen in katholischen Einrichtungen

Mitarbeitervertreter*innen in den Dienststellen der katholischen Kirche und den Betrieben der Caritas können sich freuen. Kürzlich hat der Bund-Verlag die Ratgeberreihe für Mitarbeitervertretungen „aktiv in der Mitarbeitervertretung“ mit einem entsprechenden Band für den katholischen Bereich ergänzt und erweitert.
Quelle und mehr: ver.di "klick"

Sonntag, 22. August 2021

Aufruf für Umverteilung und eine gerechte Gesellschaft

Eine große Anzahl von Verantwortlichen von Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Sozialwissenschaftlern, Gewerkschaftern und Kulturschaffenden haben einen Aufruf gestartet, mit dem insbesondere auch auf dem Hintergrund der Corona-Pandemie  ein politischer Kurswechsel hin zu einer ökologischen und sozial gerechten Gesellschaft für alle gefordert wird. 

Der Aufruf, der unter anderem auch von den Präsidenten von Caritas und Diakonie mitgetragen wird, lenkt den Blick auf sozialstaatliche Defizite, denen eine sehr viel stärkere Aufmerksamkeit im Hinblick auf die anstehenden Bundestagswahlen zu wünschen ist. 

Download "Aufruf für Umverteilung und eine gerechte Gesellschaft als pdf

Weitere und vertiefende Informationen finden sich auf der Internetseite der Kampagne:

https://gerechte-gesellschaft.de/

Die Kernforderungen sind:

  • Wir fordern einen politischen Kurswechsel: Wir wollen eine ökologische und sozial gerechte Gesellschaft für alle!
  • Wir fordern die Sicherung und Stärkung des Sozialstaates sowie massive Investitionen in den sozial-ökologischen Umbau unserer Wirtschaft und Gesellschaft.
  • Wir fordern eine Abkehr von der Schuldenbremse, mehr Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit, eine konsequente Verfolgung von Steuerflucht und -umgehung sowie den Abbau umwelt- und klimaschädlicher Subventionen, um die gesellschaftlich notwendigen Veränderungen finanzieren zu können.


Es ist etwas Besonderes, dass wir diesen Beitrag heute veröffentlichen können. Denn am 21. August 1991 - also vor 20 Jahren und einem Tag - starb Oswald von Nell-Breuning (SJ), der "Nestor der katholischen Soziallehre". Sein "Input" trägt wenigstens in diesem Aufruf noch Früchte, wenn schon die Bischöfe der katholische Kirche in Deutschland mit ihren Einrichtungen selbst nichts von den essentiellen Forderungen des Sozialethikers und Theologen umsetzen wollen.
Die große Bedeutung N.s für die Sozialgeschichte der Bundesrepublik liegt darin, daß er kritische Vermittlungsdienste über trennende politische Gräben hinweg leisten konnte. So nahm er einen gesellschaftlichen Standort zwischen der kath. Kirche und den Arbeitern sowie den Einheitsgewerkschaften ein. Das spröde Verhältnis der beiden gesellschaftlichen Gruppen empfand er als „fortwirkenden Skandal“, wie es in dem Dokument der Würzburger Synode formuliert wurde. In diesem Beschluß sah er das schwere Unrecht wieder gutgemacht, das die Bischöfe zu Beginn des Jahrhunderts den Arbeitern|zugefügt hatten, als sie ihnen verboten, sich in christlichen Gewerkschaften zusammenzuschließen. Aus Sympathie für die abhängig Beschäftigten und ihre Gewerkschaften lehnte er das Sonderarbeitsrecht der Kirchen, den sog. dritten Weg einer „Dienstgemeinschaft“ ab, weil den kirchlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Tarifvertrag und die betriebliche Mitbestimmung verwehrt blieb.
Quelle und mehr: Deutsche Biographie

Er war und ist ein "einsamer Rufer" in der Kirche, wie Dr. Michael Schäfers, Leiter des KAB Grundsatzreferates, zum 40jährigen der "Würzburger Synode" deutlich machte.
Hier ein Bericht des WDR zu seinem Todestag

Freitag, 20. August 2021

Bundestagswahl - Veranstaltungen zum kirchlichen Arbeitsrecht

Veranstaltungen, die sich kritisch mit dem kirchlichen Arbeitsrecht auseinander setzen, sind inzwischen selten geworden. Die etablierten Tagungen befassen sich in geschlossenen Zirkeln allenfalls kritisch mit wenigen Auswüchsen, ansonsten wird die generelle "Selbstbestimmung der Kirchen", die kirchliche Mitarbeiter in elementaren Fragen wie der Selbstbestimmung über die eigenen Arbeitsbedingungen unmündig hält, nicht in Frage gestellt. Die Machtstellung der kirchlichen Arbeitgeber, die einen partnerschaftlichen "Umgang auf Augenhöhe" verhindert und sich auch auf Dritte (Tarifvertrag Altenpflege - wir berichteten) desaströs auswirkt, bleibt unangetastet.
Umso bemerkenswerter ist es, wenn in Wahlkampfzeiten dazu eingeladen wird. Wir übernehmen den Text der Einladung, die uns erreicht hat:
Das kirchliche Arbeitsrecht schafft es in den letzten Jahren immer wieder in den Fokus der Medienberichterstattung. Vom Chefarzt, der wegen seiner Wiederheirat nach seiner Scheidung entlassen wurde, bis zum fehlenden Streikrecht unter dem „dritten Weg“ muten die Vorgaben, denen sich Beschäftigte bei kirchlichen Arbeitgebern ausgesetzt sehen, häufig bemerkenswert und nicht selten rechtspolitisch fragwürdig an. Welche besonderen Rahmenbedingungen dabei der Staat den Kirchen setzt, wie sich diese vom „normalen“ Arbeitsrecht unterscheiden und wo etwaiger Reformbedarf besteht, wollen wir näher beleuchten. Gemeinsam mit dem Netzwerk der Säkularen Sozis lädt die ASJ Münster/Münsterland deshalb zum Vortrag von Ingrid Matthäus-Maier ein, Juristin und ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages. Sie ist ausgewiesene Kennerin des kirchlichen Arbeitsrechts, meldet sich regelmäßig mit Beiträgen zur Trennung von Staat und Kirche zu Wort und ist Sprecherin der Kampagne „Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz“. Im Anschluss an den Vortrag gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

Die Veranstaltung findet am

24.08.2021 um 19 Uhr per Zoom statt.


Anmeldung unter: ASJ Münster asj@spd-muenster.de – die Zugangsdaten kommen dann per E-Mail

Mittwoch, 18. August 2021

Ver.di Publik - "WENN WIR VIELE SIND ERREICHEN WIR VIEL"

Mit dieser Überschrift leitet die Mitgliederzeitung unserer ver.di Ausgabe 5/2021 einen ganzseitigen Bericht zum Sozial- und Erziehungsdienst ein:
Noch immer wird in den Kindertagesstätten in Deutschland unterschiedlich bezahlt, Personal fehlt allerorts. Mit einem Organizing-Projekt und neuen Mitgliedern will ver.di die Arbeitsbedingungen in den Kitas verbessern.
Der Artikel ist auch online verfügbar: Link https://publik.verdi.de/ausgabe-202105/wenn-wir-viele-sind-erreichen-wir-viel/

zum Online - Mitgliedsantrag hier klicken

Montag, 16. August 2021

Wie weiter mit der Zusatzversorgung in kirchlichen Einrichtungen?

Im kommenden Monat findet in Köln eine Diskussionsveranstaltung bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse Köln (KZVK) statt. 

Die KZVK sichert die Zusatzversorgung der dort versicherten kirchlichen MitarbeiterInnen über die so genannte "Kapitaldeckung". Das heißt, dass die Versorgungsansprüche durch entsprechende Kapitalbildung und die daraus erzielten Zinseszinsen abgesichert werden sollen. Wenn die tatsächliche Rendite höher ist, kann auch eine höhere Rente ausbezahlt werden. Wenn aber die Erträge niedriger ausfallen, als von den Verantwortlichen prognostiziert wurden, wird das eng. Die Kölner Caritas-Pensionskasse und der Caritas-Versicherungsverein sind Beispiele für die Problematik dieses Systems (wir berichteten).

Samstag, 14. August 2021

Vorankündigung: Pflegeaufstand Mainz !

 Sylvia Bühler vom ver.di-Bundesvorstand kommt am 11.9. nach Mainz und wird an der Pflegedemo des Bündnisses "Pflegeaufstand Rheinland-Pfalz" teilnehmen und dann auch auf dem Ernst-Ludwig-Platz sprechen.

Mittwoch, 11. August 2021

Noch einen Monat - Pflegeaufstand!

GESUNDHEITSWESEN: NACH DEM KLATSCHEN NUN DIE KLATSCHE?
11. SEPTEMBER, 11 UHR

DEMONSTRATION UND FORDERUNGSÜBERGABE AN DIE PARTEIEN

Trotz Applaus und öffentlichen Zuspruchs während der Pandemie bestehen die Probleme im Gesundheitswesen fort. Es gibt noch immer zu wenig Pflegekräfte. Die Arbeitsbedingungen sind noch immer viel zu belastend. Noch immer führt der politisch herbeigeführte Kostendruck in Krankenhäusern, Altenpflege - und in Niedersachsen auch im Rettungsdienst - zu Problemen bei Versorgung und Arbeitsbedingungen. Noch immer gibt es keine flächendeckenden Tariflöhne in der Altenpflege. Noch immer üben Politik und Krankenkassen Druck auf Tariflöhne im Rettungsdienst aus.
Vor den Bundestagswahlen und niedersächsischen Kommunalwahlen machen wir auf unsere Forderungen aufmerksam und übergeben unsere Forderungen an die Parteien.
Du willst dabei sein? Dann wende dich an ver.di vor Ort.
WANN und WO ??
z.B. 11. SEPTEMBER, 11 UHR, 30159 Hannover, TREFFPUNKT: GOSERIEDE 10, VER.DI, Quelle und mehr: https://facebook.com/events/s/gesundheitswesen-nach-dem-klat/535121470865376/

ebenso in Mannheim, Mainz,

Montag, 9. August 2021

ver.di fordert bundeseinheitliche Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen

Gerade rechtzeitig zum Ferienende in einzelnen Bundesländern (ja, in Bayern haben die Ferien erst begonnen) kommt eine erneute Initiative von ver.di:
ver.di fordert bundeseinheitliche Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen

Kindertageseinrichtungen sind wichtige Bildungseinrichtungen für junge Menschen. Sie zu besuchen, ist für den weiteren Lebenslauf von Kindern von hoher Bedeutung. Die emotionale, soziale, körperliche, kognitive, sprachliche, musische und kreative Entwicklung von Kindern wird hier individuell begleitet, unterstützt und angeregt und ermöglicht einen guten Start in das Leben. ....
Quelle und mehr: ver.di

Sonntag, 8. August 2021

Sonntagsnotizen: Ist die katholische Kirche in Deutschland noch katholisch?

In einem Beitrag von Radio Vatikan wird aktuell auf das Dilemma der Kirche eingegangen:
Theologen sehen Kirche „am Kipppunkt“
Die Theologen Hans-Joachim Sander und Rainer Bucher sehen die katholische Kirche „am Kipppunkt“. Das schreiben sie in einem Gastbeitrag für das österreichische Internetportal „feinschwarz.net“.

Der Verfall der Glaubwürdigkeit werde sich nicht abschwächen, solange der Ernst der Lage nicht „benannt, ernsthaft anerkannt und reumütig bekannt“ werde. ...
Original 1. Teil: https://www.feinschwarz.net/am-kipppunkt-1/
Original 2. Teil: https://www.feinschwarz.net/am-kipppunkt-2/

Es ist nicht unsere Art, österreichische Quellen zu verwenden, wenn wir auf die Fehlentwicklung des "kirchlichen Arbeitsrechts" in Deutschland und dem Beharren auf einen historisch schwer belasteten Begriff als Basis für diesen "Dritten Weg" verweisen wollen. Zumal ja schon in Österreich das dortige Betriebsverfassungsrecht für die Kirchen gilt und kirchliche Tarifverträge mit den Gewerkschaften üblich sind (Quelle). Was aber in Kufstein oder Scharnitz selbstverständlich "katholisch" ist, kann in Kiefersfelden oder Mittenwald nicht kirchenfeindlich oder unkatholisch sein. 

Wir können daher nicht umhin zu bemerken, dass der sektiererische "Dritte Weg" der Kirchen in Deutschland ein weiteres Problem für die Glaubwürdigkeit der kirchlichen Verkündigung ist. Von einer Einheit mit der Weltkirche (siehe c. 1286 CIC) sind wir diesbezüglich weit entfernt. Und daher müssen wir die Folgerung der beiden Autoren Sander und Bucher leider auch auf diesen deutschen Sonderweg ausweiten:
Räumt man den Kipppunkt ein, dann ergeben sich einige ebenso schlichte wie naheliegende Postulate.
  • Kein Gesundbeten von dem, was absterben wird: Selbsttäuschungen und Heuche­leien sind wirkliche Verführungen, also falsche Versprechen.  
  • Keine kulturpessimistischen Restaurationsillusionen: Man steigt schlicht nicht zweimal in denselben Fluss.  
  • Keine progressistischen Zukunftsidyllen: Denn das Wünschen hat tatsächlich noch nie geholfen.  
  • Keine Gemeinschafts- und Einmütigkeitsfiktionen: Ohne eine strukturierte Konflikt- und Entscheidungskultur kann eine komplexe Organisation heute nicht mehr bestehen.  
  • Abbau der kirchlichen Menschenrechtsdefizite: Anders wird neue Glaubwürdigkeit nie entstehen. 
  • Pastorale Aufgaben- statt Sozialformorientierung: Denn die Kirche verliert sich nicht im Außen, sondern sie findet sich dort, weil dort ihre konstitutive Aufgabe, die kreative Konfrontation von Evangelium und heutiger Existenz, wartet. 
  • Es braucht Vertrauen, Freiheit und selbstrelativierende Demut. Und Gottes Rest wird sich weisen.

Donnerstag, 5. August 2021

9 Jahre Blog und dann: "Es ist paradox: die miese Situation der Beschäftigten bei den Kirchen scheint niemanden zu interessieren ..."

berichtet ein Beitrag im "Gewerkschaftsforum", meint aber wohl die (kollektiven) Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten und überzogenen (Loyalitäts-)Anforderungen an die einzelnen Mitarbeiter'Innen. Im Text des Beitrags wird nämlich weiter ausgeführt:
Die kirchlichen Unternehmen sind in eine unüberschaubare Anzahl von Einrichtungen und Rechtsträgern aufgesplittert, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts, als eingetragene Vereine oder gemeinnützige GmbH firmieren. Sie werden je nach Sichtweise und Interessenlage unterschiedlich zugeordnet und gezählt und bilden auch bei gleicher Trägerschaft einen bunten Flickenteppich.

Diese Einrichtungen haben sich zu profitablen Unternehmen mit ständig wachsenden Beschäftigtenzahlen entwickelt.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Gemeinsamer Aufruf der Sozialpartner Bayerns zur weiteren Erhöhung der Impfbeteiligung



 Die Sozialpartner vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und DGB Bayern appellieren in einer gemeinsamen Erklärung an die Menschen in Bayern und Deutschland, sich impfen zu lassen. Eine höhere Impfbeteiligung und damit das notwendige höhere Schutzniveau sind der Schlüssel für die Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens. Es ist auch zwingende Voraussetzung für wirtschaftliche Stabilität und den Schutz der Beschäftigten.

Hierzu sagt Verena Di Pasquale, kommissarische Vorsitzende des DGB Bayern: „Die Corona-Impfung ist das mit Abstand wirksamste Instrument, um die Pandemie zeitnah zu überwinden. Jetzt braucht es mehr niedrigschwellige Impfangebote, um die Impfquote weiter zu erhöhen und gerade auch Beschäftigte in kleineren Betrieben flächendeckend zu erreichen.“ Denkbar sei laut Di Pasquale der Einsatz mobiler Impfteams oder die Buchung von Sammelterminen bei den Impfzentren. „Allerdings ist hierfür eine noch intensivere Zusammenarbeit der Betriebe mit den Impfzentren und der Betriebe untereinander erforderlich“, so Di Pasquale.

vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Trotz erheblicher Fortschritte bei den Corona-Impfungen müssen wir die Impfquote noch weiter erhöhen. Es ist inzwischen mehr als genug Impfstoff da. Es gilt jetzt, diejenigen Beschäftigten, die einer Impfung noch skeptisch gegenüberstehen, von den Vorteilen der Impfung zu überzeugen. Wenn das nicht gelingt, droht vor dem Hintergrund der Delta-Variante ein weiterer schwieriger Herbst.“

Die Botschaft der Sozialpartner im Freistaat: Impfen ist Solidarität mit seinen Mitmenschen und der einzige Weg, die Corona-Pandemie zu bewältigen. Machen Sie mit!

[Quelle: https://bayern.dgb.de]


Montag, 26. Juli 2021

Benedikt XVI. erläutert seine Freiburger Rede: "Entweltlichung"

Die an die gesamte deutsche katholische Nomenklatur gerichtete Rede hat zu wilden Interpretationsversuchen geführt. Kardinal Paul Josef Cordes hat es im gemeinsamen Vorwort zum Buch "Benedikts Vermächtnis und Franziskus´ Auftrag - ENTWELTLICHUNG - Eine Streitschrift" so formuliert:
Wenn bewusste Verdrehungen der Freiburger Rede nicht verfingen, blieb als Verteidigungslinie gegen diese gefährliche Rede die Behauptung, Papst Benedikt XVI. habe in Freiburg vor allem als Papst der Weltkirche gesprochen. Er habe natürlich nicht die deutsche Situation gemeint, die Kirchensteuer nicht, die Institutionen nicht und auch nicht den Umgang mit Macht. Man scheute sich also nicht zu behaupten, dass ein deutscher Papst, wenn er in einer deutschen Stadt vor Deutschen auf Deutsch rede, vor allem Lateinamerika gemeint haben müsse ..."
Auch wir haben uns bemüht, den Begriff der "Entweltlichung", auch mit Hinweisen Benedikts selbst, zu interpretieren - und dabei in dem uns erkennbaren Kontext die u.a. von Cordes angeprangerten Verschleierungsversuche zu kontern.

Nun - da es etwas ruhiger um die Diskussion zur Freiburger Rede geworden ist, gleichzeitig aber der "klerikale Machtmissbrauch" immer heftiger in den Schlagzeilen der weltlichen Medien aufscheint - hat Benedikt XVI. in einem persönlichen Rückblick auf sein Wirken in Deutschland wohl selbst das Wort ergriffen, um seiner Ansprache den Weg zur richtigen Interpretation zu ebnen:

Dienstag, 20. Juli 2021

Vor 100 Jahren starb Franz Hitze

... Hitze wer?

Franz Hitze war Priester und führender Sozialpolitiker der Kaiserzeit. Gegen den Widerstand Bismarcks (preußischer Kulturkampf - Kanzelparagraph, Zivilehe und Maigesetze) war Hitze von Kaiser Wilhelm II. in den Staatsrat berufen worden, wo die sozialpolitischen Gesetze beraten wurden.
Das Gremium sei durch namenlose Personen unterwandert, "teils aus dem Arbeiterstand", teils aus dem katholischen Klerus.
zitiert "katholisch.de" den alten Reichskanzler.
"Arbeiterpapst" Leo XIII. unterstützte die (von Hitze aktiv geförderen Arbeiter-) Vereine. 1890 wurde zum Epochenjahr, als sich der Papst in seiner Sozialenzyklika "Rerum novarum" für das Streikrecht *) als letztes Mittel im Arbeitskampf aussprach.
(Domradio)

Hitze ist damit auch ein Symbol dafür, was erreicht werden könnte, wenn "Arbeiterstand" (Gewerkschaften) und katholischer Klerus endlich einmal die gemeinsamen Interessen erkennen und kooperieren würden, anstatt sich von Unternehmerinteressen dominieren zu lassen (wir berichteten mehrfach).

In dem Zusammenhang darf auch daran erinnert werden, dass das Ende des "preußischen Kulturkampfes" zugleich auch den Beginn des heute noch geltenden deutschen Staatskirchenrechts markiert. Sowohl durch entsprechende Konkordatsvereinbarungen wie auch durch die Übernahme der "Kirchenregelungen" aus der Weimarer Verfassung ist klar geregelt:
1. Die Kirchen können ihre eigenen Angelegenheiten
2. im Rahmen der vom Staat vorgegebenen, für alle geltenden Gesetze
3. selbst ordnen und verwalten.

Mit den Konkordatsvereinbarungen hat die Kirche also dem Staat eingeräumt, die Grenzen des kirchlichen Selbstverwaltungsrechts durch einfachgesetzliche Regelungen fest zu legen. Der Staat tut dies, indem er Kirchen von Gesetzen ausnimmt (z.B. im Betriebsverfassungsgesetz oder den Personalvertretungsgesetzen) oder den Geltungsbereich für die Kirchen beibehält (z.B. im AGG, im Denkmalschutzgesetz, dem Kündigungsschutzgesetz usw.). Wenn die Kirchen die Ihnen eingeräumten "Sonderrechte" maßlos überdehnen, dann ist das ein "Spiel mit dem Feuer".


*)
Die Ausübung des Streikrechts ist im "Katechismus" ausdrücklich und ausnahmslos anerkannt und auch innerhalb kirchlicher Einrichtungen weltweit nicht unüblich, so berichtet Radio Vatikan aktuell
Sri Lanka: Katholische Schulen schließen sich Lehrerstreik an
- nur in Deutschland wird ein angebliches theologisch begründetes "Streikverbot" behauptet.

Montag, 19. Juli 2021

Gewerkschaftlich aktiv im Unternehmen - geht auch bei der Caritas!

 Die soeben erschienene Broschüre "Gewerkschaftlich aktiv im Unternehmen" von ver.di befasst sich mit den Möglichkeiten gewerkschaftlicher Aktivitäten in Betrieben. 

Download der Broschüre hier:


Mit den Besonderheiten gewerkschaftlicher Betätigungsrechte in kirchlichen Betrieben befasst sich die Broschüre:

  • Möglich und erlaubt: Gewerkschaftliche Arbeit in kirchlichen Betrieben.

Download dieser Broschüre hier:


Kirchen sind normale Arbeitgeber. Indem sie Arbeitsverträge abschließen, unterwerfen sie sich den Regeln des staatlichen Arbeitsrechts. Diakonie und Caritas betreiben ganz gewöhnliche Unternehmen und Betriebe. Sie setzen auf Unternehmenskonzentration sowie auf, politisch gewollte, Wettbewerbsorientierung und Marktmechanismen. Die Folgen haben die Arbeitnehmer/innen zu (er)tragen.

Freitag, 16. Juli 2021

Ver.di-Fachtagung Altenpflege: Mitbestimmung in der Altenpflege - Nach Pflegereform und Corona-Pandemie Fachtagung für betriebliche Interessenvertretungen aus der Altenpflege am 19. und 20.10.2021 in Berlin

Die Fachtagung für betriebliche Interessenvertretungen in der Altenpflege am 19./20. Oktober 2021 in Berlin findet endlich wieder in Präsenz statt.

Themen sind u.a.:

  • Das „Pflegereförmchen“ aus Sicht der betrieblichen Interessenvertretungen
  • Personalbemessung nach §113c SGB XI und Implikationen für die Arbeit der Interessenvertretungen
  • Betriebsratsarbeit nach der Corona-Pandemie
  • Planspiel – Digitale Transformation in der Pflege beteiligungsorientiert gestalten
  • Arbeits- und Gesundheitsschutz – Corona als Berufskrankheit
  • Aktuelle arbeitsrechtliche Fragen in der Altenpflege
  • Umsetzung des Pflegeberufegesetzes: Zwischenstand und Herausforderungen für die Altenpflege
  • Ganzheitliches Betriebliches Gesundheitsmanagement in der Altenpflege

Natürlich wird auch der Austausch und die Vernetzung nicht zu knapp kommen.

Weitere Infos zur Veranstaltung und Anmeldemöglichkeiten gibt es hier: 



P.s.:
Zwischendurch auch einmal auf unsere Unterseite "Altenpflege" schauen - da gibt's weitere Informationen

Mittwoch, 14. Juli 2021

Papst: entschiedene Absage gegen Kommerzdenken in kirchlichen Krankenhäusern

Wir mussten schon oft darüber berichten: kirchliche Krankenhäuser auch in Deutschland unterwerfen sich dem Diktat des Wirtschaftsdenkens. Die Ökonomen handeln nicht anders als private, gewinnorientierte Krankenhauskonzerne. Papst Franziskus hat nun in seiner Ansprache diesen Sonntag beim Angelus aus der römischen Gemelli-Klinik diesem kommerziellen Ansatz eine entschiedene Ablehnung erteilt:
....
In diesen Tagen meines Krankenhausaufenthalts habe ich einmal mehr am eigenen Leib erfahren, wie wichtig es ist, eine gute, für alle zugängliche Gesundheitsversorgung zu haben – wie das in Italien und in anderen Ländern der Fall ist. Ein Gesundheitswesen, das einen guten Service garantiert, der für alle zugänglich ist. Dieses wertvolle Gut dürfen wir nicht verlieren. Wir müssen es pflegen! Und dafür müssen wir uns alle engagieren, denn es dient allen und erfordert den Beitrag aller. Auch in der Kirche kommt es vor, dass man ein Krankenhaus, das schlecht geführt ist und wirtschaftlich auf der Kippe steht, verkaufen will. Aber deine Berufung in der Kirche besteht nicht darin, Geld zu machen, sondern darin, zu dienen, und Dienst ist immer gratis! Vergesst nicht: Es gilt, die kostenlosen Einrichtungen zu retten.
...
Im Wortlaut: Die Ansprache des Papstes beim Angelus "klick"

Dienstag, 13. Juli 2021

Deutsches Ärzteblatt über erhöhten Krankenstand von Pflegekräften

 COVID-19-Pandemie: Pflegende deutlich häufiger krank

Eine aktuelle Auswertung von AOK-Daten zeigt: Der ohnehin schon erhöhte Krankenstand von Pflegenden im Vergleich zu allen anderen Berufen ist in der Pandemie noch einmal angestiegen. Ein Grund dafür ist der schlechte Pflegeschlüssel in den Krankenhäusern.

Quelle: Dtsch Arztebl 2021; 118(27-28): A-1352 / B-1120 - Link: https://www.aerzteblatt.de

Montag, 12. Juli 2021

Ver.di-Infopost Altenpflege: Proteste zur Gesundheitsministerkonferenz, Regierungsbilanz Pflege, Tarifvertrag bei Korian in Lüneburg...

 Die aktuelle Infopost Altenpflege - Juli 2021 ist soeben erschienen, Themen sind u.a.:


  • Proteste zur Gesundheitsministerkonferenz: Versprochen. Gebrochen. Lehren ziehen!
  • Gefährlicher Stress
  • Pflegepolitik: Regierungsbilanz ungenügend!
  • Solidarität gewinnt: Beschäftigte bei Korian in Lüneburg setzen Tarifvertrag durch
  • Pflegekammer Rheinland-Pfalz
  • Termine & Links



Alle Ausgaben der Infopost Altenpflege gibt es hier: 

https://gesundheit-soziales.verdi.de/service/publikationen