Am 29. September befasst sich eine Veranstaltung des Frankfurter Haus am Dom anläßlich des 30. Todestags von Oswald von Nell-Breuning unter dem Titel „Solidarisch aus der Krise kommen – Impulse aus dem Denken von Oswald von Nell-Breuning“ mit der Frage, welche Anregungen seine Gedanken angesichts der aktuellen Covid-19-Krise noch geben können.
Am 21. August 1991 verstarb im Alter von 101 Jahren Pater Oswald von Nell-Breuning – in Gesellschaft und Politik sowie zuletzt auch in der Kirche als „Nestor der Katholischen Soziallehre“ hoch angesehen. Sein Verständnis der Soziallehre bezeichnete er im Anschluss an den Jesuitenpater Heinrich Pesch (1854 – 1926) als „Solidarismus“.
In der Covid 19-Krise ist viel von Solidarität die Rede. Die starken Verteilungswirkungen, die in der Krise bereits zu Tage getreten sind und die ihre Bewältigung auf jeden Fall noch haben wird, verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass „die Politik“ eine solidarische Antwort auf die Krise findet.
Anlass genug, im Werk des „Solidaristen“ Pater von Nell-Breuning nach Impulsen für aktuelle gesellschaftspolitische Debatten zu fragen!
Dr. Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising und Kardinal, Sozialethiker und eine der wichtigsten sozialen Stimmen der Katholischen Kirche in der Gegenwart, wird im Werk Oswald von Nell-Breunings nach Anregungen für den Weg aus der Covid 19-Krise suchen. Auf seine Ausführungen antwortet Prof. Dr. Hans Günter Hockerts, prägender Denker der Geschichte der Sozialpolitik und intimer Kenner des Werks von Oswald von Nell-Breuning.
[aus dem Flyer zur Veranstaltung]
Der Abendvortrag wird über Youtube gestreamt und findet – abhängig von der Pandemieentwicklung – auch in Präsenz statt.