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Dienstag, 4. März 2025

Trend in deutschen Kitas wird uns in 20 Jahren zum Verhängnis

berichtet die Frankfurter Rundschau unter Bezug auf das „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung und die stetig sinkende Fachkraftquote.
In 13 von 16 Bundesländern ist laut Studie ein Rückgang von Kita-Fachkräften zu beobachten. Wie wirkt sich dieser Fachkraft-Mangel in den Kitas auf die Entwicklung der Kinder aus? „Wir wissen, dass ein sehr starker Effekt auf die sogenannte alltagsintegrierte Sprachbildung erfolgt“, sagt Kathrin Bock-Famulla BuzzFeed News Deutschland von IPPEN.MEDIA. Sie ist Expertin für frühkindliche Bildung bei der Bertelsmann Stiftung.

Wir haben dazu auch auf die falsche Verwendung der Fördermittel aus dem "Gute-Kita-Gesetz" hingewiesen. Anstatt die Qualität in den Einrichtungen zu verbessern, und die Mittel für Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden einzusetzen, wurden mit der Gießkanne diverse Wahlgeschenke an Eltern finanziert.

Freitag, 11. Oktober 2024

Breaking news: Landesarbeitsgerichte untersagen Streiks

Update +++ Das Landesarbeitsgericht Berlin hat am heutigen Freitag, dem 11. Oktober 2024, den Streik für pädagogische Qualität und Entlastung bei den Kita-Eigenbetrieben Berlin untersagt. ver.di sieht in dem Urteil eine deutliche Abweichung von der bisherigen Rechtsprechung sowohl in Berlin als auch bundesweit. Die Gewerkschaft kündigt vor diesem Hintergrund eine intensive Prüfung des Urteils an. Auf der Grundlage dieser Prüfung behält sich ver.di vor, das Land Berlin zu zwingen, ein Hauptsacheverfahren einzuleiten.
Quellen und mehr:
ver.di
Kommentar nd: "Überall Verlierer - Das gerichtlichen Verbot des Kita-Streiks trifft alle Beteiligten"

Auch das Thüringer Landesarbeitsgericht hat heute dem Vernehmen nach die vorläufige Untersagung des Streiks am Wophien- und Hufeland-Klinikum in Weimar bestätigt. Der endgültige Ausgang des Rechtsstreites um das Streikrecht ist damit weiterhin offen.

Quellen und mehr:
mdr Thüringen:

Montag, 9. Oktober 2023

Hundertausende an Krippenplätzen fehlen

Prof. Dr. Stefan Sell twittert
Fast 300.000 U3-Kitaplätze fehlen. Deutschlandweit fehlt für rund jedes siebte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz, so Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)
Die entsprechende Berechnung findet sich hier:
Deutschlandweit fehlt für rund jedes siebte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Besonders in Bremen und im Saarland haben es Eltern schwer.
In dem Zusammenhang dürfen wir auf unseren Beitrag vom 25. Januar 2019 verweisen. Bremen und das Saarland gehörten zu den Bundesländern, die Gelder aus dem "Gute KiTA-Gesetz" nicht zur Verbesserung der Qualität sondern zur Senkung der Elternbeiträge genutzt haben.
Zurück zur Veröffentlichung des IW:

Sonntag, 21. Mai 2023

Sonntagsnotizen zum Subsidiaritätsgrundsatz - ist die jetzige Finanzierung der Sozialbranche wie etwa mit Fallpauschalen verfassungswidrig?

Wir haben schon vor Jahren auf den Subsidiaritätsgrundsatz als elementaren Grundsatz der deutschen Verfassung hingewiesen. Dabei haben wir unter Bezug auf entsprechende Fundstellen unter anderem den Rechtswissenschaftler Joseph Listl zitiert:
Die grundsätzlich beste und letztlich allein befriedigende Lösung für dieses Abgrenzungsprobleme (Anm.: zwischen dem Staat, der nach dem Sozialstaatsprinzip verpflichtet ist, für eine gerechte Sozialordnung zu sorgen - und den religiösen Wohnfahrtsverbänden, die caritative Tätigkeit als Bestandteil ihres religiösen Auftrags sehen) bildet der aus dem Wesen des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats abgeleitete Subsidiaritätsgedanke, der, wie E.Friesenhahn hervorhebt, einen >Grundsatz des objektiven Verfassungsrechts< darstellt, kraft dessen der Staat Einrichtungen finanziell zu fördern hat, die ihn unter Einsatz eigener Mittel von Aufgaben entlasten, die er andernfalls allein erfüllen und finanzieren müßte, und zwar bis zu dem Grad, daß die Träger der freien Wohlfahrtseinrichtungen den Standard erreichen können, den der Staat nach den jeweiligen Umständen für notwendig erachtet und erforderlichenfalls auch bei den von ihm selbst getragenen Einrichtungen verwirklicht.

Der Subsidiaritätsgrundsatz hat danach drei Auswirkungsbereiche:

Freitag, 7. Oktober 2022

ver.di mahnt Bundesrat: Die Fortführung des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes muss sich auf die wesentlichen Faktoren für Kita-Qualität fokussieren

 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, das sogenannte Gute-Kita-Gesetz fortzuführen und bis zum Ende der Legislatur in ein Qualitätsentwicklungsgesetz mit bundesweiten Standards für Kindestageseinrichtungen zu überführen. Anlässlich der Bundesratssitzung am 7. Oktober 2022 ermahnt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Bund und Länder, sich auf die wesentlichen Faktoren für eine gute Kita-Qualität zu konzentrieren und nachhaltige Strukturen, beispielsweise durch mehr Fachpersonal zu schaffen.

 „Diese bundesweiten Standards sind notwendiger denn je, denn aktuell ist die Qualität der frühkindlichen Bildung abhängig von der Kassenlage der Länder und Kommunen. Das wirkt sich negativ auf Kinder, Eltern und Fachkräfte aus“, kritisiert die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Der jetzt vorgelegte Gesetzentwurf „Zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung“ (KiTa-Qualitätsgesetz) und die damit verbundenen 4 Milliarden Euro, die die Länder für die Kitas erhalten, müssten daher als Vorbereitung für Standards sinnvoll genutzt werden.

 „Die Fortführung des Gute-Kita-Gesetzes muss jetzt einen Schwerpunkt auf die Faktoren legen, die für eine gute Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kitas maßgeblich sind: Das sind in erster Linie gut qualifizierte Fach- und Leitungskräfte, die den Kindern und Familien in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen und Trägerstrukturen, die die Arbeit in den Kitas unterstützen“, so Behle. Zu diesen Faktoren seien bundesweite Standards notwendig. ver.di habe in den vergangenen Jahren mehrfach auf diese Notwendigkeit hingewiesen und konkrete Vorschläge präsentiert. 

 ver.di begrüße, dass das Gesetz nun endlich die verbindliche Staffelung der Beiträge nach dem Einkommen der Eltern vorsieht. „Kinder haben ein Recht auf Bildung. Ihre Teilhabe an den öffentlichen Bildungsangeboten darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen“, mahnte die ver.di-Vize den Bundesrat.

Mehr zu den ver.di-Vorschlägen:

ver.di fordert bundeseinheitliche Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen 


[Quelle: Ver.di-Pressemitteilung 5.10.2022]



Donnerstag, 23. Juni 2022

ver.di mahnt die Bundesregierung zur Weiterführung des Gute-Kita-Gesetzes

Im Rahmen der Beratungen für den Bundeshaushalt 2023 wird in diesen Tagen auch über die Fortführung der Mittel zum sogenannten Gute-Kita-Gesetz entschieden. Der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wurde in diesem Zusammenhang bekannt, dass die Verhandlungen zwischen dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesfamilienministerium zum Gute-Kita-Gesetz ins Stocken geraten sind und dass die Fortführung in Frage steht. ver.di mahnt die Bundesregierung zur Weiterführung des Gesetzes.

Das Gute-Kita-Gesetz dient der Weiterentwicklung der Qualität und der Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiQuTG). Der Bund unterstützt die Länder hierbei seit Januar 2019 bis zum Ende des Jahres 2022 mit 5,5 Mrd. Euro.

„Durch das Gute-Kita-Gesetz sind viele sinnvolle Maßnahmen, wie beispielsweise die Erhöhung der Personalschlüssel, die Aufstockung der Leitungsstunden oder der Ausbau der praxisintegrierten Ausbildung auf den Weg gebracht worden“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. „Das wieder zurückzunehmen wäre grob fahrlässig. Die Kitas und ihre Beschäftigten sind am Limit.“ ver.di habe durch den Tarifabschluss für die Beschäftigten in den Kitas den Anspruch auf Regenerationstage und die Ausweitung der Vor- und Nachbereitungszeiten erreicht. Damit dies zu einer Entlastung der Beschäftigten führe, müssten nun auch Bund und Länder ihren Teil leisten.

Donnerstag, 26. August 2021

Am kommenden Dienstag - ver.di-Thementag „Gute Bildung“ als Online-Veranstaltung

Trotz massivem Kita-Ausbau zeigt sich seit Jahren dasselbe Bild: Im Westen gibt es zu wenig Plätze und im Osten betreut eine Fachkraft zu viele Kinder. Dieses doppelte Ost-West-Gefälle können Bund und Länder innerhalb der kommenden zehn Jahre weitgehend auflösen, wenn jetzt die richtigen Weichen gestellt werden. Notwendig sind insbesondere mehr Erzieher:innen.berichtet eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung.
Aber: Mehr als 230.000 Fachkräfte fehlen bis 2030
(u.a. zitiert von der Tagesschau - klick)
mehr unter Sozial- und Erziehungsdienste, Behindertenhilfe und Kitas - Kindertagesstätten im Blog


Am 31. August findet nun der ver.di-Thementag „Gute Bildung“ als Online-Veranstaltung statt. In diesem im Rahmen wird auch folgendes eine wichtige Rolle spielen: „Mehr Qualität braucht mehr Qualifikation – Ausbildungen in sozialen Berufen attraktiv gestalten“. Im Fokus stehen dabei die Ausbildungen zur Erzieher*in und zur Heilerziehungspfleger*in, in der Zeit ab 15.30 Uhr.

Wir laden euch herzlich ein, selbst zahlreich teilzunehmen und es wäre toll, wenn ihr die Veranstaltung auch bei euren Kontakten im Sozial- und Erziehungsdienst und der Behindertenhilfe bewerbt. Wir sind sicher, dass es spannende Diskussion geben wird. Es gibt auch einen offenen Chat und wir freuen uns über eine rege Beteiligung und Fragen, die über den Chat an die Diskussionsteilnehmer*innen gestellt werden können.

Zum Livestream gelangt ihr am 31.08. hier: https://www.youtube.com/watch?v=dpUFslacKFY Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Neben ehrenamtlichen ver.di-Kolleg*innen aus der Praxis werden dabei sein:

Cansel Kiziltepe, MdB, SPD
Matthias Seestern-Pauly, MdB, FDP
Norbert Müller, MdB, DIE LINKE
Nina Stahr, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Berlin und Kandidatin für den Bundestag
Christine Behle, stellvertretende ver.di-Vorsitzende
Sylvia Bühler, ver.di Bundesvorstand

Alle Veranstaltungen im Format Livestream werden aufgenommen und nach der Veranstaltung als Video zur Verfügung gestellt.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Geldsegen für Kitas: Was tun mit der Milliarde aus dem Konjunkturpaket?

mit dieser Frage steht das Handelsblatt seit gestern online und verbindet seine Frage mit der Feststellung:
… Doch die Länder sollten sich gut überlegen, wie sie den neuen Geldsegen verplanen. Denn erste Auswertungen zum „Gute-Kita-Gesetz“ zeigen: Viel Geld muss nicht zwangsläufig große Fortschritte bei der Qualität der Einrichtungen bringen. Es gibt Zweifel, ob das Gesetz langfristig wirkt. …
Dass u.a. auch unsere ver.di erhebliche und ungeklärte Fragen zu diesem Gesetz sah, kann der aufmerksame Leser in diesem Blog feststellen. Das - sicher nicht gewerkschaftsfreundliche - Handelsblatt sieht die seinerzeitige Kritik inzwischen wohl als bestätigt an und zitiert die - ebenfalls wohl nicht gewerkschaftlich orientierte - kinder- und jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Matthias Seestern-Pauly mit den Worten:
Die Beratungen zur Fortsetzung des „Gute-Kita-Gesetzes“ liefen nur halbherzig, im Bereich der Sprachkitas seien keine zusätzlichen Programme geplant, und selbst beim so wichtigen Thema Fachkräfte sehe der Bund seine Arbeit als erledigt an. „Die Zeche hierfür zahlen am Ende einmal mehr Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und vor allem unsere Kinder“, sagte Seestern-Pauly dem Handelsblatt.
Man muss natürlich sehen, dass es keine tarifvertragliche Regelung "Qualifizierung für bessere KiTAs und mehr Entlohnung" zwischen den Gewerkschaften und den kommunalen Arbeitgebern gibt. Aber das wäre eine Lücke, die etwa mit den kirchlichen Trägern geschlossen werden könnte. Die kirchlichen Fachakademien könnten mit einem gezielten Qualifizierungsprogramm genauso profitieren wie die SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, KinderpflegerInnen und nicht zuletzt vor allem auch die Kinder in den kirchlichen KiTAs. Dafür müssten aber die kirchlichen Träger - bei der katholischen Kirche vor allem die Bischöfe - "über ihren Schatten springen" und endlich auch das tun, was ihnen das päpstliche Lehramt und das universelle Kirchenrecht aufgibt.

Dienstag, 7. Januar 2020

Beim Ausbau der Kinderbetreuung bleibt die Qualität auf der Strecke.

das hat jetzt die sicher nicht linkslastige WELT festgestellt und dazu geschrieben:
… Das sogenannte Gute-Kita-Gesetz setze auf Masse statt Klasse und somit die völlig falschen Prioritäten.
In dem Gesetz hat der Bund den Ländern bis 2022 Mittel in Höhe von 5,5 Milliarden Euro zugesichert. Die Ländern verwenden es allerdings in großem Umfang, um das Angebot kostenfrei zu machen – und nicht zur Qualitätsverbesserung der Kitas.
Tatsächlich fließe sogar knapp die Hälfte der Mittel in die Finanzierung von Elternbeiträgen, ...
Es ist erstaunlich, dass die WELT jetzt erst auf diese Problematik aufmerksam wird.
Wir haben schon vor längerer Zeit und immer wieder auf diese falsche Verwendung von Fördergeldern hingewiesen.
Aber leider finanzieren die Länder, in deren Verantwortung die Kindertagesstätten liegen, ja lieber Wahlgeschenke. Solange verbindliche tarifliche Regelungen fehlen, geht das leider auch - ohne den Vorwurf des "Subventionsbetruges" kassieren zu müssen. Und leider sind auch die kirchlichen Einrichtungen dank ideologischer Vorbehalte nicht bereit, mit ver.di einen Tarifvertrag zu schließen, der z.B. über "Bildungsbausteine" sowohl die Entlohnung (z.B. über Zulagen für Praxisanleiterinnen mit entsprechender Qualifikation) wie auch die Qualität in den Kindertagesstätten verbessern könnte.
Über unverbindliche "Allgemeine Geschäftsbedingungen", von denen individualrechtlich auch zu Lasten der Arbeitnehmer abgewichen werden kann, geht das mit der Sicherstellung einer besseren Refinanzierung halt doch nicht.

Montag, 25. November 2019

Weiterentwicklung Tarif Sozial- und Erziehungsdienst: Erstes Gespräch zur Evaluierung des Tarifvertrags

Erstes Gespräch zur Evaluierung des Tarifvertrages

Wir sind noch lange nicht am Ziel - die Aufwertung im Sozial- und Erziehungs- dienst geht weiter. Nach der Tarifrunde ist bekanntlich vor der Tarifrunde.

Mit der Tarifeinigung 2015 im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst haben ver.di und VKA vereinbart, bereits im Sommer 2019 Gespräche zu Erfahrungen der Umsetzung des Tarifergebnisses 2015 aufzunehmen und die Frage der Weiterentwicklung zu erörtern.
Das erste von insgesamt zwei Evaluierungsgesprächen mit der VKA fand am 21. November 2019 statt.
Auf diesen Termin hat sich ver.di gut vorbereitet. Bereits im Frühjahr wurden die Mitglieder vor Ort zu ihren Erfahrungen in der täglichen Arbeit und ihren Erwartungen befragt. Auf der tarifpolitischen Konferenz für den Sozial- und Erzie- hungsdienst im Juni 2019 wurden alle Rückmeldungen und Informationen zusammengetragen, ausführlich beraten und bewertet.
Die Handlungsfelder sind vielschichtig. Sie richten sich neben der betrieblichen Ebene vor allem an die Tarifvertragsparteien und die Politik und betreffen u.a. folgende Punkte:

1. Eingruppierungsmerkmale

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Schwierige Finanzierung der katholischen Kitas

Unter diesem Titel gibt das DOMRADIO (Köln) gestern ein Interview mit dem Stellvertrtender Generalvikar, Leiter der Hauptabteilung Seelsorgebereiche im Erzbistum Köln, Msgr. Markus Bosbach wieder. Neben dem Fachkräftemangel und den Auswirkungen auf die Personalaquise (jetzt muss man im Einzelfall schon nichtkatholische Erzieherinnen und Erzieher einstellen)
Der Fachkräftemangel ist ein drängendes Thema für alle Kita-Träger. In der Tat, der Markt ist relativ leer.

Wir haben hier und da auch Ausnahmegenehmigungen von der Grundordnung, wenn wir Erzieherinnen oder Erzieher einstellen, die zum Beispiel nicht katholischen Glaubens sind. Da schauen wir uns dann jeden Einzelfall an. Da wird dann auch vom Generalvikar oder von mir immer im Einzelfall entschieden. Da ist auch jeder Einzelfall anders, das kann man nicht pauschal sagen.

Die Tendenz steigt, dass wir mehr Ausnahmegenehmigungen geben müssen, weil die Arbeitsmarktsituation so ist, wie sie ist.
kommt auch die finanzielle Situation in den katholischen Kitas zur Sprache:

Donnerstag, 26. September 2019

Kitas brauchen weitere 106 000 Fachkräfte

Gestern haben wir aus dem (am Montag der Woche gehaltenen) mündlichen Rechenschaftsbericht von Frank Bsirske auf dem Bundeskongress der ver.di zitiert, und dabei auch einige Ausführungen zum Sozial- und Erziehungsdienst wiedergegeben.
Heute bestätigt eine Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung (im Blogtitel wiedergegeben) die Dringlichkeit des Themas:
Die Zahl der Fachkräfte in den Kitas hat sich deutlich erhöht - doch vielerorts steht noch immer kein Personal zur Verfügung. …

… die Personalausstattung vieler Kitas, vor allem in den östlichen Bundesländern, entspricht nach wie vor bei weitem nicht den Standards, welche Experten für eine gute frühkindliche Betreuung fordern. Schuld ist vielfach der Personalmangel. Dieser belaste nicht nur die Kita-Qualität, sondern auch die Erzieherinnen und Erzieher und erschwere es, mehr Menschen für den Beruf zu begeistern, heißt es in der Studie. Veränderungen im Ausbildungssystem wären eine Lösung, aber auch eine höhere Vergütung und vor allem bessere Arbeitsbedingungen für das Kitapersonal.

"Gute-Kita-Gesetz" - eine "vertane Chance"

Das "Gute-Kita-Gesetz", über das der Bund den Ländern 5,5 Milliarden Euro für eine Verbesserung der Kita-Qualität zukommen lässt, hält der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger, für eine "vertane Chance". In vielen Bundesländern wird das Geld nicht in die Qualität der Kitas investiert, sondern in die Senkung oder Abschaffung der Kitagebühren. ...
und auch zu dieser "verpassten Chance" haben wir uns hier im Blog schon mehrfach geäußert.

Aber auch die Tagesschau widmet sich dem Thema:
Mehr unter Dreijährige in der Kita
und macht damit auf einen weiteren Aspekt aufmerksam, der den Fachkraftmangel verstärkt und noch weitere Qualitätsoffensiven benötigt.

Dazu ver.di:
„Wir appellieren an den Bund, die Länder, die Kommunen und alle Träger, mit ver.di an einem Strang zu ziehen und die Ausbildung sozialpädagogischer Fachkräfte attraktiver zu machen. Wir brauchen einheitliche und gute Ausbildungsbedingungen. Das Qualifikationsniveau muss erhalten bleiben“
Die Medieninformation unserer ver.di vom 26.09.2019: „ver.di fordert deutschlandweite Standards für Kitas und für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern“ zur Kenntnisnahme und Verteilung ist auch hier abruf- und in sozialen Medien teilbar: https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++c86871b2-df85-11e9-af68-525400b665de

Donnerstag, 19. September 2019

Unterfinanzierung kirchlicher Kindergärten - Könnten Konsequenzen drohen?

Unter dieser Überschrift berichtet das DOMRADIO (Köln) über die Novellierung des Kinderbildungsgesetz in Nordrhein-Westfalen.
"Aus der Sicht der konfessionellen Träger von Kindertageseinrichtungen ist die Auskömmlichkeit der zur Verfügung stehenden Mittel nicht erreicht", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme des Katholischen Büros an den Düsseldorfer Landtag. Dort wird derzeit eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) beraten. Die katholische Kirche unterhält in Nordrhein-Westfalen 2.456 Kindergärten.

Wir haben über die Befürchtungen schon früher informiert

Montag, 12. August 2019

KiTas: "Milliarden, die die Kitas nicht unbedingt besser machen" - Süddeutsche Zeitung zur Verwendung der Mittel aus dem "Gute-KiTA-Gesetz"

die Süddeutsche Zeitung befasst sich heute in einem ausführlichen Artikel mit der Verwendung der Mitteil aus dem Bundesgesetz, die eigentlich für die Verbesserung der Qualität in den Einrichtungen verwendet werden müssten. "Doch vielerorts dürfte das Geld nicht in die Qualität fließen."
...

Gebühren senken statt in die Qualität zu investieren

Anfang des Jahres ist das Gesetz in Kraft getreten, das Familienministerin Franziska Giffey (SPD) schlau "Gute-Kita-Gesetz" getauft hat. Bis 2022 überweist der Bund den Ländern insgesamt 5,5 Milliarden Euro. Macht das die Kitas besser?

...

Tatsächlich geht der Trend woanders hin: ... anstatt die 5,5 Milliarden Euro größtenteils in Gehälter, Personalentwicklung und die Ausstattung zu stecken, wozu Experten dringend raten, senken viele Landesregierungen lieber die Kitagebühren, auch für Gutverdiener. Eine Logik, die Gewerkschafterin Alsago kritisiert: "Dem System durch die Gebührenfreiheit für alle sogar noch Geld zu entziehen, halten wir angesichts des Mangels für absurd."

...

Freitag, 15. Februar 2019

Kita-Milliarden nicht für Beitragsfreiheit nutzen

Experten mahnen Länder, die Milliarden aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ der Bundesregierung in Qualität statt in Beitragsfreiheit zu investieren.
 
Experten mahnen die Länder, vorwiegend in Qualität statt in Beitragsfreiheit zu investieren. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hatte zum Jahreswechsel allerdings ergeben, dass viele Länder mit den Bundes-Milliarden die Kitagebühren abschaffen oder senken wollen.
 

Donnerstag, 7. Februar 2019

"Was die Länder mit den Kita-Milliarden planen"

Bereits vor Wochen haben wir darauf hingewiesen:
 
Inzwischen greifen auch andere Medien den Missbrauch der Bundesmittel auf - die für mehr Qualität in den Kindertagesstätten bestimmt waren:
 
 
Wie die Länder das Geld einsetzen, können sie selbst entscheiden - Hauptsache, es kommt der Kinderbetreuung zu Gute. Die Finanzspritze kann also sowohl für längere Kita-Öffnungszeiten oder mehr Personal eingesetzt werden, als auch für eine Senkung der Kitabeiträge.
 
Rund 5,5 Milliarden Euro sollen durch das „Gute-Kita-Gesetz“ an die Bundesländer gehen. Eine Handelsblatt-Umfrage zeigt, was sie damit vorhaben.

Montag, 14. Januar 2019

Gute-Kita-Gesetz noch nicht da – Geld schon weg

unter diesem Titel hat "DER PARITÄTISCHE" zusammen gestellt, wie die Länder die Gelder aus dem Gesetz der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiGuTG, BT-Drucksache 19/4947) verwenden wollen. Mit dem - als "Gute-KiTa-Gesetz" bekannten Werk will der Bund ausdrücklich "bundesweit gleichwertige qualitative Standards" in den Kindertagesstätten erreichen.

Montag, 7. Januar 2019

Dramatische Personalnot in Kindertagesstätten

berichtet das Bildungsmagazin NEWS4TEACHERS:
Dramatische Personalnot: Manche Kita muss mittlerweile tageweise dichtmachen

4. Januar 2019

BERLIN. In vielen Kitas fehlen Erzieherinnen und Erzieher. Mitunter ist die Not so groß, dass Einrichtungen die Betreuungszeiten herunterfahren oder tageweise schließen müssen – extrem schwierig für berufstätige Eltern.


Die Brisanz der Lage zeigen exemplarisch die Zahlen der niedersächsischen Stadt Achim zum Kita-Jahr 2017/2018: An 78 Tagen musste diese Kita mit mehreren Gruppen das Betreuungsangebot reduzieren oder schließen. «Wir wissen, wie schwer das für Eltern ist», sagt Wiltrud Ysker, die in Achim für den Fachbereich Bildung zuständig ist.


Die Gewerkschaft geht davon aus, dass Deutschland bis 2025 mindestens 300.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher braucht, um den jetzigen Standard zu halten. Wenn Deutschland die Qualität verbessern wolle, seien wahrscheinlich rund 500.000 zusätzliche Fachkräfte nötig, sagt Köhler, der darauf verweist, dass ein großer Teil der Frauen in den Kitas älter als 50 Jahre ist. Eine Studie für das Familienministerium geht davon aus, dass bis 2030 fast 200.000 Fachkräfte in Kindergärten und Grundschulen fehlen. Auch wenn die Zahlen von Gewerkschaft und Ministerium weit auseinander liegen: Der Ernst der Lage ist klar. Von Helen Hoffmann, dpa

Quelle: https://www.news4teachers.de/2019/01/dramatische-personalnot-manche-kita-muss-tageweise-dichtmachen/

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ver.di begrüßt Fachkräfteoffensive - Gute Kitas brauchen gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl:

 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

inzwischen gibt es eine weitere Medieninformation vom 18.12.2018 der Kirchengewerkschaft im DGB:

ver.di begrüßt Fachkräfteoffensive - Gute Kitas brauchen gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl:

Jetzt sind die Länder gefordert“ zur Kenntnisnahme und weiteren Verteilung.

Quelle:

https://gesundheit-soziales.verdi.de/mein-arbeitsplatz/sozial-und-erziehungsdienst/++co++0be9276e-02b0-11e9-bc5f-525400afa9cc

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M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de

ver.di begrüßt Fachkräfteoffensive - Gute Kitas brauchen gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl: Jetzt sind die Länder gefordert

Berlin, 18.12.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Initiative des Bundes-Familienministeriums, neben dem "Gute-KiTa-Gesetz" nun direkt auf den Fachkräftemangel im Kita-Bereich zu reagieren. Die heute durch Bundesministerin Franziska Giffey vorgestellte Fachkräfteoffensive zur Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so die beiden ver.di-Bundesvorstandsmitglieder Wolfgang Pieper und Sylvia Bühler.

Dienstag, 18. Dezember 2018

KiTAs: Länder müssen in Qualität investieren und Fachkräfte ausbilden

Wie die Tagesschau gestern berichtete, will Familienministerin Franziska über fünf Jahre hin 300 Millionen für Erzieher-Azubis ausgeben und damit das Personal der Einrichtungen fördern.
Das Geld soll dem Bericht zufolge unter anderem dazu verwendet werden, die Erzieherausbildung zu vergüten. Derzeit werden die ersten beiden Ausbildungsjahre im Erzieherberuf, die an einer Fachschule stattfinden, nicht bezahlt.

Die Funke-Zeitungen zitieren aus einer aktuellen Prognos-Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, nach der bis zum Jahr 2025 in deutschen Kitas 191.000 Fachkräfte *) fehlen, bis zum Jahr 2030 sind es demnach 199.000. Der Studie zufolge ließen sich durch die Einführung einer Ausbildungsvergütung 50.000 zusätzliche Schulabgänger für eine Erzieherausbildung gewinnen.
Hintergrund ist ein schwelender Konflikt über die Verwendung der Mittel aus dem nun beschlossenen "Gute-Kita-Gesetz". Die Länder bestehen darauf, dass diese Mittel auch für die Beitragsfreiheit des KiTA-Besuches verwendet werden können.
Aus Sicht der Arbeitnehmer ist es dagegen schon aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels nötig, die Attraktivität des Berufes massiv zu verbessern.