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Donnerstag, 23. Juni 2022

ver.di mahnt die Bundesregierung zur Weiterführung des Gute-Kita-Gesetzes

Im Rahmen der Beratungen für den Bundeshaushalt 2023 wird in diesen Tagen auch über die Fortführung der Mittel zum sogenannten Gute-Kita-Gesetz entschieden. Der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wurde in diesem Zusammenhang bekannt, dass die Verhandlungen zwischen dem Bundesfinanzministerium und dem Bundesfamilienministerium zum Gute-Kita-Gesetz ins Stocken geraten sind und dass die Fortführung in Frage steht. ver.di mahnt die Bundesregierung zur Weiterführung des Gesetzes.

Das Gute-Kita-Gesetz dient der Weiterentwicklung der Qualität und der Verbesserung der Teilhabe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege (KiQuTG). Der Bund unterstützt die Länder hierbei seit Januar 2019 bis zum Ende des Jahres 2022 mit 5,5 Mrd. Euro.

„Durch das Gute-Kita-Gesetz sind viele sinnvolle Maßnahmen, wie beispielsweise die Erhöhung der Personalschlüssel, die Aufstockung der Leitungsstunden oder der Ausbau der praxisintegrierten Ausbildung auf den Weg gebracht worden“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. „Das wieder zurückzunehmen wäre grob fahrlässig. Die Kitas und ihre Beschäftigten sind am Limit.“ ver.di habe durch den Tarifabschluss für die Beschäftigten in den Kitas den Anspruch auf Regenerationstage und die Ausweitung der Vor- und Nachbereitungszeiten erreicht. Damit dies zu einer Entlastung der Beschäftigten führe, müssten nun auch Bund und Länder ihren Teil leisten.

Mittwoch, 5. September 2018

Frühkindliche Bildung verbessern ver.di-Forderung nach bundeseinheitlichen Kita-Standards durch Bertelsmann-Stiftung bestätigt

Die eklatanten regionalen Unterschiede in der Qualität der Kindertagesbetreuung werden durch den aktuellen „Ländermonitor frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann-Stiftung konkretisiert. Die Daten untermauern die ver.di-Forderung nach bundesweit einheitlichen Standards für die Fachkraft-Kind-Relation und die Kita-Leitungskapazitäten. Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf Gute-Kita-Gesetz (KiQuEG) der Bundesfamilienministerin Giffey werden keine gleichen Lebensverhältnisse geschaffen. Nachhaltige, strukturelle Qualitätsverbesserungen können nicht auf den Weg gebracht werden. Das Gesetz muss dringend nachgebessert werden.
ver.di fordert bundesweit einheitliche Standards – für mehr Qualität und Entlastung!

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ver.di begrüßt Fachkräfteoffensive - Gute Kitas brauchen gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl:

 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

inzwischen gibt es eine weitere Medieninformation vom 18.12.2018 der Kirchengewerkschaft im DGB:

ver.di begrüßt Fachkräfteoffensive - Gute Kitas brauchen gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl:

Jetzt sind die Länder gefordert“ zur Kenntnisnahme und weiteren Verteilung.

Quelle:

https://gesundheit-soziales.verdi.de/mein-arbeitsplatz/sozial-und-erziehungsdienst/++co++0be9276e-02b0-11e9-bc5f-525400afa9cc

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M e d i e n i n f o r m a t i o n

ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de

ver.di begrüßt Fachkräfteoffensive - Gute Kitas brauchen gut ausgebildetes Personal in ausreichender Zahl: Jetzt sind die Länder gefordert

Berlin, 18.12.2018

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt die Initiative des Bundes-Familienministeriums, neben dem "Gute-KiTa-Gesetz" nun direkt auf den Fachkräftemangel im Kita-Bereich zu reagieren. Die heute durch Bundesministerin Franziska Giffey vorgestellte Fachkräfteoffensive zur Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern sei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, so die beiden ver.di-Bundesvorstandsmitglieder Wolfgang Pieper und Sylvia Bühler.

Montag, 12. August 2019

KiTas: "Milliarden, die die Kitas nicht unbedingt besser machen" - Süddeutsche Zeitung zur Verwendung der Mittel aus dem "Gute-KiTA-Gesetz"

die Süddeutsche Zeitung befasst sich heute in einem ausführlichen Artikel mit der Verwendung der Mitteil aus dem Bundesgesetz, die eigentlich für die Verbesserung der Qualität in den Einrichtungen verwendet werden müssten. "Doch vielerorts dürfte das Geld nicht in die Qualität fließen."
...

Gebühren senken statt in die Qualität zu investieren

Anfang des Jahres ist das Gesetz in Kraft getreten, das Familienministerin Franziska Giffey (SPD) schlau "Gute-Kita-Gesetz" getauft hat. Bis 2022 überweist der Bund den Ländern insgesamt 5,5 Milliarden Euro. Macht das die Kitas besser?

...

Tatsächlich geht der Trend woanders hin: ... anstatt die 5,5 Milliarden Euro größtenteils in Gehälter, Personalentwicklung und die Ausstattung zu stecken, wozu Experten dringend raten, senken viele Landesregierungen lieber die Kitagebühren, auch für Gutverdiener. Eine Logik, die Gewerkschafterin Alsago kritisiert: "Dem System durch die Gebührenfreiheit für alle sogar noch Geld zu entziehen, halten wir angesichts des Mangels für absurd."

...

Freitag, 25. Januar 2019

"Gutes KiTA-Gesetz" - Geld für Personal oder KiTA-Gebühren?

Wir haben hier unter der Überschrift "Gute-Kita-Gesetz noch nicht da – Geld schon weg" bereits auf die unterschiedlichen Vorstellungen zur Verwendung der Mittel aus dem sogenannten "Gute-Kita-Gesetz" hingewiesen. *)

Die Problematik ist nicht unwichtig.
In Bayern wie auch in Nordrhein-Westfalen betreiben die beiden großen Kirchen die meisten Kindergärten. Und obwohl in Deutschland hunderttausende von KiTA-Plätzen fehlen übernehmen diverse Bistümer (z.B. Münster) - auch aus finanziellen Gründen - keine weiteren KiTA-Trägerschaften.

Freitag, 7. Oktober 2022

ver.di mahnt Bundesrat: Die Fortführung des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes muss sich auf die wesentlichen Faktoren für Kita-Qualität fokussieren

 Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt das Vorhaben der Bundesregierung, das sogenannte Gute-Kita-Gesetz fortzuführen und bis zum Ende der Legislatur in ein Qualitätsentwicklungsgesetz mit bundesweiten Standards für Kindestageseinrichtungen zu überführen. Anlässlich der Bundesratssitzung am 7. Oktober 2022 ermahnt die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) Bund und Länder, sich auf die wesentlichen Faktoren für eine gute Kita-Qualität zu konzentrieren und nachhaltige Strukturen, beispielsweise durch mehr Fachpersonal zu schaffen.

 „Diese bundesweiten Standards sind notwendiger denn je, denn aktuell ist die Qualität der frühkindlichen Bildung abhängig von der Kassenlage der Länder und Kommunen. Das wirkt sich negativ auf Kinder, Eltern und Fachkräfte aus“, kritisiert die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Der jetzt vorgelegte Gesetzentwurf „Zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung“ (KiTa-Qualitätsgesetz) und die damit verbundenen 4 Milliarden Euro, die die Länder für die Kitas erhalten, müssten daher als Vorbereitung für Standards sinnvoll genutzt werden.

 „Die Fortführung des Gute-Kita-Gesetzes muss jetzt einen Schwerpunkt auf die Faktoren legen, die für eine gute Bildungs- und Erziehungsarbeit in Kitas maßgeblich sind: Das sind in erster Linie gut qualifizierte Fach- und Leitungskräfte, die den Kindern und Familien in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen und Trägerstrukturen, die die Arbeit in den Kitas unterstützen“, so Behle. Zu diesen Faktoren seien bundesweite Standards notwendig. ver.di habe in den vergangenen Jahren mehrfach auf diese Notwendigkeit hingewiesen und konkrete Vorschläge präsentiert. 

 ver.di begrüße, dass das Gesetz nun endlich die verbindliche Staffelung der Beiträge nach dem Einkommen der Eltern vorsieht. „Kinder haben ein Recht auf Bildung. Ihre Teilhabe an den öffentlichen Bildungsangeboten darf nicht vom Portemonnaie der Eltern abhängen“, mahnte die ver.di-Vize den Bundesrat.

Mehr zu den ver.di-Vorschlägen:

ver.di fordert bundeseinheitliche Qualitätsstandards für Kindertageseinrichtungen 


[Quelle: Ver.di-Pressemitteilung 5.10.2022]



Donnerstag, 7. Februar 2019

"Was die Länder mit den Kita-Milliarden planen"

Bereits vor Wochen haben wir darauf hingewiesen:
 
Inzwischen greifen auch andere Medien den Missbrauch der Bundesmittel auf - die für mehr Qualität in den Kindertagesstätten bestimmt waren:
 
 
Wie die Länder das Geld einsetzen, können sie selbst entscheiden - Hauptsache, es kommt der Kinderbetreuung zu Gute. Die Finanzspritze kann also sowohl für längere Kita-Öffnungszeiten oder mehr Personal eingesetzt werden, als auch für eine Senkung der Kitabeiträge.
 
Rund 5,5 Milliarden Euro sollen durch das „Gute-Kita-Gesetz“ an die Bundesländer gehen. Eine Handelsblatt-Umfrage zeigt, was sie damit vorhaben.

Donnerstag, 26. September 2019

Kitas brauchen weitere 106 000 Fachkräfte

Gestern haben wir aus dem (am Montag der Woche gehaltenen) mündlichen Rechenschaftsbericht von Frank Bsirske auf dem Bundeskongress der ver.di zitiert, und dabei auch einige Ausführungen zum Sozial- und Erziehungsdienst wiedergegeben.
Heute bestätigt eine Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung (im Blogtitel wiedergegeben) die Dringlichkeit des Themas:
Die Zahl der Fachkräfte in den Kitas hat sich deutlich erhöht - doch vielerorts steht noch immer kein Personal zur Verfügung. …

… die Personalausstattung vieler Kitas, vor allem in den östlichen Bundesländern, entspricht nach wie vor bei weitem nicht den Standards, welche Experten für eine gute frühkindliche Betreuung fordern. Schuld ist vielfach der Personalmangel. Dieser belaste nicht nur die Kita-Qualität, sondern auch die Erzieherinnen und Erzieher und erschwere es, mehr Menschen für den Beruf zu begeistern, heißt es in der Studie. Veränderungen im Ausbildungssystem wären eine Lösung, aber auch eine höhere Vergütung und vor allem bessere Arbeitsbedingungen für das Kitapersonal.

"Gute-Kita-Gesetz" - eine "vertane Chance"

Das "Gute-Kita-Gesetz", über das der Bund den Ländern 5,5 Milliarden Euro für eine Verbesserung der Kita-Qualität zukommen lässt, hält der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger, für eine "vertane Chance". In vielen Bundesländern wird das Geld nicht in die Qualität der Kitas investiert, sondern in die Senkung oder Abschaffung der Kitagebühren. ...
und auch zu dieser "verpassten Chance" haben wir uns hier im Blog schon mehrfach geäußert.

Aber auch die Tagesschau widmet sich dem Thema:
Mehr unter Dreijährige in der Kita
und macht damit auf einen weiteren Aspekt aufmerksam, der den Fachkraftmangel verstärkt und noch weitere Qualitätsoffensiven benötigt.

Dazu ver.di:
„Wir appellieren an den Bund, die Länder, die Kommunen und alle Träger, mit ver.di an einem Strang zu ziehen und die Ausbildung sozialpädagogischer Fachkräfte attraktiver zu machen. Wir brauchen einheitliche und gute Ausbildungsbedingungen. Das Qualifikationsniveau muss erhalten bleiben“
Die Medieninformation unserer ver.di vom 26.09.2019: „ver.di fordert deutschlandweite Standards für Kitas und für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern“ zur Kenntnisnahme und Verteilung ist auch hier abruf- und in sozialen Medien teilbar: https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/++co++c86871b2-df85-11e9-af68-525400b665de

Donnerstag, 16. August 2018

Pressemeldung: Kita-Gewerkschaft ver.di fordert ein wirklich "Gutes-Kita-Gesetz"

trotz Ferien - die Arbeit geht weiter, und Pflege oder Sonntagsarbeit ist nicht das einzige Betätigungsfeld der Gewerkschaft. Dazu die folgende Pressemeldung:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de


Kita-Gewerkschaft ver.di fordert ein wirklich "Gutes-Kita-Gesetz"

Berlin, 10.08.2018


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert, dass der Referentenentwurf für ein "Gute-Kita-Gesetz" hinter dem Ziel des Ministeriums zurückbleibt. Dennoch begrüßt ver.di, dass der Bund Mittel für die Kitas zur Verfügung stellt, die über den vereinbarten Betrag in der Koalitionsvereinbarung hinausgehen. Leider ist im Entwurf nicht verbindlich vorgesehen, dass dauerhaft Mittel vom Bund zur Verbesserung der Qualität der Kitas und zum Ausbau des Angebots sowie zur Gewinnung von Fachkräften zur Verfügung gestellt werden.

Freitag, 14. Dezember 2018

Bundestag heute: "Gutes-KiTA-Gesetz" - ver.di: Kitas brauchen gute Arbeitsbedingungen

Der Bundestag entscheidet heute über das sogenannte "Gute-Kita-Gesetz", obwohl sich in einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses neun von zehn Sachverständigen gegen den Entwurf ausgesprochen *) hatten. Wenn die Abgeordneten sich mit Mehrheit dafür entscheiden, muss der Bundesrat noch zustimmen.

Montag, 14. Januar 2019

Gute-Kita-Gesetz noch nicht da – Geld schon weg

unter diesem Titel hat "DER PARITÄTISCHE" zusammen gestellt, wie die Länder die Gelder aus dem Gesetz der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiGuTG, BT-Drucksache 19/4947) verwenden wollen. Mit dem - als "Gute-KiTa-Gesetz" bekannten Werk will der Bund ausdrücklich "bundesweit gleichwertige qualitative Standards" in den Kindertagesstätten erreichen.

Montag, 9. Oktober 2023

Hundertausende an Krippenplätzen fehlen

Prof. Dr. Stefan Sell twittert
Fast 300.000 U3-Kitaplätze fehlen. Deutschlandweit fehlt für rund jedes siebte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz, so Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)
Die entsprechende Berechnung findet sich hier:
Deutschlandweit fehlt für rund jedes siebte Kind unter drei Jahren ein Betreuungsplatz, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt. Besonders in Bremen und im Saarland haben es Eltern schwer.
In dem Zusammenhang dürfen wir auf unseren Beitrag vom 25. Januar 2019 verweisen. Bremen und das Saarland gehörten zu den Bundesländern, die Gelder aus dem "Gute KiTA-Gesetz" nicht zur Verbesserung der Qualität sondern zur Senkung der Elternbeiträge genutzt haben.
Zurück zur Veröffentlichung des IW:

Dienstag, 18. Dezember 2018

KiTAs: Länder müssen in Qualität investieren und Fachkräfte ausbilden

Wie die Tagesschau gestern berichtete, will Familienministerin Franziska über fünf Jahre hin 300 Millionen für Erzieher-Azubis ausgeben und damit das Personal der Einrichtungen fördern.
Das Geld soll dem Bericht zufolge unter anderem dazu verwendet werden, die Erzieherausbildung zu vergüten. Derzeit werden die ersten beiden Ausbildungsjahre im Erzieherberuf, die an einer Fachschule stattfinden, nicht bezahlt.

Die Funke-Zeitungen zitieren aus einer aktuellen Prognos-Studie im Auftrag des Bundesfamilienministeriums, nach der bis zum Jahr 2025 in deutschen Kitas 191.000 Fachkräfte *) fehlen, bis zum Jahr 2030 sind es demnach 199.000. Der Studie zufolge ließen sich durch die Einführung einer Ausbildungsvergütung 50.000 zusätzliche Schulabgänger für eine Erzieherausbildung gewinnen.
Hintergrund ist ein schwelender Konflikt über die Verwendung der Mittel aus dem nun beschlossenen "Gute-Kita-Gesetz". Die Länder bestehen darauf, dass diese Mittel auch für die Beitragsfreiheit des KiTA-Besuches verwendet werden können.
Aus Sicht der Arbeitnehmer ist es dagegen schon aufgrund des zunehmenden Fachkräftemangels nötig, die Attraktivität des Berufes massiv zu verbessern.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Geldsegen für Kitas: Was tun mit der Milliarde aus dem Konjunkturpaket?

mit dieser Frage steht das Handelsblatt seit gestern online und verbindet seine Frage mit der Feststellung:
… Doch die Länder sollten sich gut überlegen, wie sie den neuen Geldsegen verplanen. Denn erste Auswertungen zum „Gute-Kita-Gesetz“ zeigen: Viel Geld muss nicht zwangsläufig große Fortschritte bei der Qualität der Einrichtungen bringen. Es gibt Zweifel, ob das Gesetz langfristig wirkt. …
Dass u.a. auch unsere ver.di erhebliche und ungeklärte Fragen zu diesem Gesetz sah, kann der aufmerksame Leser in diesem Blog feststellen. Das - sicher nicht gewerkschaftsfreundliche - Handelsblatt sieht die seinerzeitige Kritik inzwischen wohl als bestätigt an und zitiert die - ebenfalls wohl nicht gewerkschaftlich orientierte - kinder- und jugendpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Matthias Seestern-Pauly mit den Worten:
Die Beratungen zur Fortsetzung des „Gute-Kita-Gesetzes“ liefen nur halbherzig, im Bereich der Sprachkitas seien keine zusätzlichen Programme geplant, und selbst beim so wichtigen Thema Fachkräfte sehe der Bund seine Arbeit als erledigt an. „Die Zeche hierfür zahlen am Ende einmal mehr Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und vor allem unsere Kinder“, sagte Seestern-Pauly dem Handelsblatt.
Man muss natürlich sehen, dass es keine tarifvertragliche Regelung "Qualifizierung für bessere KiTAs und mehr Entlohnung" zwischen den Gewerkschaften und den kommunalen Arbeitgebern gibt. Aber das wäre eine Lücke, die etwa mit den kirchlichen Trägern geschlossen werden könnte. Die kirchlichen Fachakademien könnten mit einem gezielten Qualifizierungsprogramm genauso profitieren wie die SozialpädagogInnen, ErzieherInnen, KinderpflegerInnen und nicht zuletzt vor allem auch die Kinder in den kirchlichen KiTAs. Dafür müssten aber die kirchlichen Träger - bei der katholischen Kirche vor allem die Bischöfe - "über ihren Schatten springen" und endlich auch das tun, was ihnen das päpstliche Lehramt und das universelle Kirchenrecht aufgibt.

Dienstag, 7. Januar 2020

Beim Ausbau der Kinderbetreuung bleibt die Qualität auf der Strecke.

das hat jetzt die sicher nicht linkslastige WELT festgestellt und dazu geschrieben:
… Das sogenannte Gute-Kita-Gesetz setze auf Masse statt Klasse und somit die völlig falschen Prioritäten.
In dem Gesetz hat der Bund den Ländern bis 2022 Mittel in Höhe von 5,5 Milliarden Euro zugesichert. Die Ländern verwenden es allerdings in großem Umfang, um das Angebot kostenfrei zu machen – und nicht zur Qualitätsverbesserung der Kitas.
Tatsächlich fließe sogar knapp die Hälfte der Mittel in die Finanzierung von Elternbeiträgen, ...
Es ist erstaunlich, dass die WELT jetzt erst auf diese Problematik aufmerksam wird.
Wir haben schon vor längerer Zeit und immer wieder auf diese falsche Verwendung von Fördergeldern hingewiesen.
Aber leider finanzieren die Länder, in deren Verantwortung die Kindertagesstätten liegen, ja lieber Wahlgeschenke. Solange verbindliche tarifliche Regelungen fehlen, geht das leider auch - ohne den Vorwurf des "Subventionsbetruges" kassieren zu müssen. Und leider sind auch die kirchlichen Einrichtungen dank ideologischer Vorbehalte nicht bereit, mit ver.di einen Tarifvertrag zu schließen, der z.B. über "Bildungsbausteine" sowohl die Entlohnung (z.B. über Zulagen für Praxisanleiterinnen mit entsprechender Qualifikation) wie auch die Qualität in den Kindertagesstätten verbessern könnte.
Über unverbindliche "Allgemeine Geschäftsbedingungen", von denen individualrechtlich auch zu Lasten der Arbeitnehmer abgewichen werden kann, geht das mit der Sicherstellung einer besseren Refinanzierung halt doch nicht.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ver.di zur KiTA - Fachkräfteoffensive des Bundes - BMFSFJ

 
 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

Bundesfamilienministerin Giffey hat nun die Fachkräfteoffensive des Bundes vorgestellt.

Das Programm umfasst drei Säulen:

·        Praxisintegrierte-vergütete Ausbildung

·        Praxisanleitung

·        Aufstiegsbonus

 

 

Die Träger müssen beim BMFSFJ direkt die Förderung beantragen. Das Interessenbekundungsverfahren beginnt im Februar, dir Förderung im Herbst 2019. Die Fakten hat das BMFSFJ auf einem „Factsheet“ zusammengefasst.

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Alarmruf - Leiterin des kath. Pfarrkindergartens St. Albert in München zur Personalsituation:

Die Situation in den Münchner Kitas ist brisant: Jede zehnte Stelle ist dort nicht besetzt. Personalmangel herrscht, es gibt zu wenig Personal. Wer drunter leiden muss: Letztendlich wohl die Kinder.
Die Leiterin des katholischen Kindergarten St. Albert des Pfarrverbands St. Albert - Allerheiligen in Freimann erklärt gegenüber der TZ, wie prekär die Lage ist.

Freitag, 15. Februar 2019

Kita-Milliarden nicht für Beitragsfreiheit nutzen

Experten mahnen Länder, die Milliarden aus dem „Gute-Kita-Gesetz“ der Bundesregierung in Qualität statt in Beitragsfreiheit zu investieren.
 
Experten mahnen die Länder, vorwiegend in Qualität statt in Beitragsfreiheit zu investieren. Eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hatte zum Jahreswechsel allerdings ergeben, dass viele Länder mit den Bundes-Milliarden die Kitagebühren abschaffen oder senken wollen.
 

Donnerstag, 19. September 2019

Unterfinanzierung kirchlicher Kindergärten - Könnten Konsequenzen drohen?

Unter dieser Überschrift berichtet das DOMRADIO (Köln) über die Novellierung des Kinderbildungsgesetz in Nordrhein-Westfalen.
"Aus der Sicht der konfessionellen Träger von Kindertageseinrichtungen ist die Auskömmlichkeit der zur Verfügung stehenden Mittel nicht erreicht", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme des Katholischen Büros an den Düsseldorfer Landtag. Dort wird derzeit eine umfassende Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) beraten. Die katholische Kirche unterhält in Nordrhein-Westfalen 2.456 Kindergärten.

Wir haben über die Befürchtungen schon früher informiert

Dienstag, 4. März 2025

Trend in deutschen Kitas wird uns in 20 Jahren zum Verhängnis

berichtet die Frankfurter Rundschau unter Bezug auf das „Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme“ der Bertelsmann Stiftung und die stetig sinkende Fachkraftquote.
In 13 von 16 Bundesländern ist laut Studie ein Rückgang von Kita-Fachkräften zu beobachten. Wie wirkt sich dieser Fachkraft-Mangel in den Kitas auf die Entwicklung der Kinder aus? „Wir wissen, dass ein sehr starker Effekt auf die sogenannte alltagsintegrierte Sprachbildung erfolgt“, sagt Kathrin Bock-Famulla BuzzFeed News Deutschland von IPPEN.MEDIA. Sie ist Expertin für frühkindliche Bildung bei der Bertelsmann Stiftung.

Wir haben dazu auch auf die falsche Verwendung der Fördermittel aus dem "Gute-Kita-Gesetz" hingewiesen. Anstatt die Qualität in den Einrichtungen zu verbessern, und die Mittel für Fort- und Weiterbildung der Mitarbeitenden einzusetzen, wurden mit der Gießkanne diverse Wahlgeschenke an Eltern finanziert.