Montag, 15. Februar 2021

Experte für Epochenwandel: Kirche in ihrer Existenz bedroht

unter dieser Überschrift berichtet Katholisch.de über die Existenzbedrohung der katholischen Kirche in Deutschland, die durch die Kette von nicht abreißenden Skandalen droht:
Die Kirche steckt derzeit in einer tiefen Krise und muss sich zudem mit gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzen. Angesichts dieser Konflikte prophezeit der Historiker Martin Kaufhold der Glaubensgemeinschaft eine düstere Zukunft.
Der Historiker Martin Kaufhold sieht die katholische Kirche in Deutschland angesichts nicht abreißender Skandale in ihrer Existenz bedroht. "Wenn es so weitergeht, würde ich der katholischen Kirche als Institution in Deutschland in dieser Form noch etwa 20 Jahre geben", sagte der Augsburger Geschichtsprofessor und Experte für Epochenwandel der "Augsburger Allgemeinen" (Donnerstag).
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Wir brauchen für diese Feststellung keinen "Bezahlartikel", schließlich beklagen wir die Unglaubwürdigkeit kirchlicher Institutionen in Deutschland seit Jahren. Wir meinen auch nicht, dass alleine die "Affäre Woelki großen Schaden für katholische Kirche" anrichtet (wie die Augsburger Allgemeinen den Münchner Kardinal und langjährige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Reinhard Marx zitieren möchte). Ob ein Auftraggeber ein von ihm beauftragtes juristisches Gutachten veröffentlicht oder nicht ist für sich genommen keine Affäre, die Grundmauern der Kirche erschüttern und langfristigen Schaden bewirken könnte.
Der langfristige Schaden hat sich vielmehr seit Jahrzehnten in die tägliche Praxis der "Machtausübung durch die Kirche" eingeschlichen. Dieser schleichende Verlust der Tragfähigkeit erfolgt nahezu unbemerkt, so, als ob eine teuflische Termitenschar die Balken des Tragwerks von innen aushöhlen würde, ohne dass dies großartig sichtbar würde. Allenfalls etwas Bohstaub zeugt für aufmerksame Beobachter vom entstehenden Problem. Mittlerweile vergeht aber kaum ein Monat, in dem nicht in der Folge wieder ein Balken der kirchlichen Machtausübung krachend zu Boden stürzt.
- Finanzskandale (Eichstätt, Freiburg, Limburg, Würzburg)
- Arbeitsrechtsprobleme (unverständliche Loyalitätspflichten und Gewerkschaftsboykott) und nicht zuletzt
- das alles überlagernde ständige Thema "Mißbrauch"
sorgen dafür, dass unsere Kirche nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus kommt. Zumindest diese Probleme könnten die deutschen Bischöfe lösen, ohne in Rom um die oberhirtliche Erlaubnis bitten zu müssen.
Wir finden es nun aber bemerkenswert, dass nun auch Medien wie die mehrfach ausgezeichnete "Augsburger Allgemeine" aus der regionalen Bischofsstadt in dieses Klagelied mit einstimmen.

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