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Mittwoch, 18. November 2015

Wohlfahrt intern feiert 10jähriges:

Wir möchten gratulieren und darauf hinweisen, dass Kritik - vielfach auch von uns geübt - nicht über etwas oder an etwas erfolgt, dass den Kritikern gleichgültig ist.
Insofern war unsere Kritik vom 11. Juni 2013
Caritas schlägt Verdi? Wie Wohlfahrt Intern mit großen Tabellen die Realität in ihr Gegenteil verkehrt
durchaus auch ein Zeichen der Wertschätzung. Damals - zur Erinnerung - haben wir an den scheinbar willkürlich gewählten Vergleichszeitpunkten heftige Kritik geübt. Denn nur aufgrund eines gewählten Vergleichszeitpunktes konnte "die Lokomotive Verdi vom Waggon Caritas überholt" werden.

Dienstag, 2. Juli 2013

Gehaltsvergleiche - für manche mehr als schwierig

Dass Gehaltsvergleiche nicht immer einfach sind, zeigt schon ein Blick in die eigene Gehaltsarbechnung. Die Entgelte für Überstunden, Bereitschaftsdienste, Rufbereitschaft sowie die Zeitzuschläge für Überstunden, Nachtarbeit, Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit, Arbeit an Vorfesttagen, an Samstagen von 13 bis 21, soweit diese nicht im Rahmen von Wechselschicht- oder Schichtarbeit anfallen, und die Wechselschicht- und Schichtzulage können die Monatsabrechnung in der Summe erheblich verändern. Wie ist das mit Einmalzahlungen, Jahressonderzahlungen - etwa Urlaubs- oder Weihnachtsgeld -, wie ist das mit der Höhe der wöchentlichen Arbeitszeit und unterschiedlichern "Erfahrungsstufen"?

Sonntag, 12. März 2017

Sonntagsnotizen: Lohnabstand in der Pflege bei TVöD und AVR Caritas

Das aktuelle Heft von Wohlfahrt Intern hat sich in 2 Artikeln "Pflege neu gruppiert" und "Mehr Abstand,bitte!" mit den neuen P-Gruppen insbesondere im TVöD und bei der Caritas befasst.

Im Beitrag "Pflege neu gruppiert" wird insbesondere über die Tarifwelt der Carits berichtet. Bekanntlich haben im April 2016 Verdi und die kommunalen Arbeitgeber Tariferhöhungen in zwei Schritten (2,4 % zum 1.3.2016 und weitere 2,35 % zum 1.2.2017) sowie neue P-Gruppen beschlossen. Die AVR Caritas hat sich im Juni 2016 und Dezember 2017 dieser Systematik angeschlossen; die Tariferhöhungen werden hier zum 1.6.2016 um 2,4 % und zum 1.1.2017 um weitere 2,35 % vorgenommen. Die neuen P-Tabellen sind identisch bis auf die Vergütung für die (ungelernten) Pflegehelfer: die Caritas vergütet hier nach P4, der TVöD nach P5. P4 gibt es im TVöD nicht, P5 nicht in der AVR Caritas.
Anders als im TVöD müssen die Vergütungen bei der Caritas noch regional umgesetzt werden, wobei sich hier dann der vielbeschworene "Flächentarif Caritas" in all seiner Vielfalt zeigt:

Montag, 28. Januar 2019

Wohlfahrt intern - So zahlt die Sozialwirtschaft 2019 und so berichtet Wohlfahrt intern

Mit einer gewissen Regelmäßigkeit (2014 ,2015...) berichten wir über die Tarifübersichten, die "Wohlfahrt intern" erstellt, weil wir die Darstellung dann doch eher zweifelhaft finden. Im aktuellen Band "Jahrbuch Tarif & Entgelt - So zahlt die Sozialwirtschaft (2019) finden sich mal wieder Tabellen, die eine Einordnung durch uns benötigen.

Als Beispiel für andere Berufsfelder im Tätigkeitsbereich der Caritas nehmen wir die Vergütung in der Altenpflege. Die aktuelle Tabelle etwa für Altenpfleger weist im 1. Berufsjahr eine Vergütung von 2801,30 € aus, für den TVöD (der im Tarifgebiet "Ost" angesiedelt ist) wird eine Vergütung von 2719,60 € ausgewiesen. Die AVR Caritas liegt 3 % über dem TVöD!!!

Man reibt sich verwundert die Augen: die Caritas, die üblicherweise den TVöD (im besten Falle) eins zu eins abschreibt ist besser als der TVöD? Die Erklärung ist einfach: die Caritas hat natürlich auch in der Tarifrunde 2018 den TVöD abgeschrieben. Die Variante, die man gewählt hat, sieht so aus, dass der erste Schritt der dreistufigen Erhöhung im öD zum 1.3.2018 erfolgt ist, während die Caritas in den West-Regionen den ersten Schritt erst zum 1.6.2018 vorgenommen hat. Die Kompensation für diese Verspätung wird bei der Caritas dadurch realisiert, dass der 2. Schritt der Tariferhöhung nicht wie im öD zum 1.4.2019, sondern bereits zum 1.1.2019 erfolgt.
Wenn als Referenzmonat für den Tarifvergleich nun der Januar 2019 gewählt wird, dann ist das schlicht und einfach irreführend. Der Fehler wiederholt sich bei den anderen Tabellenwerten im 5. Berufsjahr und im 25. Berufsjahr!

Dienstag, 11. Juni 2013

Caritas schlägt Verdi? Wie Wohlfahrt Intern mit großen Tabellen die Realität in ihr Gegenteil verkehrt

oder: 

Märchenstunde: Wie einmal die Lokomotive Verdi vom Waggon Caritas überholt wurde ...

Das aktuelle Heft der Zeitschrift Wohlfahrt intern (Juni 2013), das "Entscheider-Magazin für die Sozialwirtschaft" hat eine aufsehenerregende Titelstory:
"Caritas schlägt Verdi - Wie die AVR des Dritten Wegs die Gewerkschaftstarife abhängen"
Die Aussage überrascht: wieso soll derjenige, der - mit immer größeren Verzögerungen - den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes und seine Entgelttabellen abschreibt, plötzlich besser sein als das Original?

Man fängt in der ersten Tabelle an und stellt fest, dass die RK Bayern in 4a 1964,13 Euro zahlt, während der "TVöD Bundesweit" nur 1937,01 Euro zahlt. Die RK ist definitiv besser als TVöD Bund. *hähh?* Da stellt sich die Frage, wie, bei identischen (= abgeschriebenen) Tabellen und identischen (= abgeschriebenen) Tarifsteigerungen dieser Sieg (?) der AVR Caritas zustandekommt.

Warum das so ist, wird nirgendwo erklärt. Interessant ist, dass, hätte man sich diese Frage vor genau einem Jahr gestellt, das Ergebnis folgendes gewesen wäre:

RK Bayern: 1845,77
TVöD Bund: 1910,37

Das macht neugierig - auf eine nähere Analyse.

Mittwoch, 11. Juni 2014

Hanebüchen oder blühend? Wohlfahrt intern bringt neuen Tarifvergleich: "Diakonie vor allen - Warum die Konkurrenz nicht mithalten kann"

"Diakonie vor allen - Warum die Konkurrenz nicht mithalten kann"

Unter diesem Titel findet sich im aktuellen Heft 6 von Wohlfahrt intern auf Basis der Februardaten 2014 ein neuer Tarifvergleich.

Im Heft selbst war der Artikel mit "Diakonie vor Caritas" getitelt.

Grundlagen des Tarifvergleichs von Wohlfahrt intern


Montag, 1. Juli 2013

Hinkende Tarifvergleiche? - das können wir auch!

Die arbeitgebernahe ZAT - Zeitschrift für Arbeitsrecht und Tarifpolitik in Kirche und Caritas stellt im aktuellen Heft 3/2013 unter Bezugnahme auf den Titelknüller der Zeitschrift Wohlfahrt intern vom Juni 2013 "Caritas schlägt Verdi" fest:
"Klarer Sieger in diesem Vergleich ist die Caritas mit ihren Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR). Die Verdi-Tarife - einschließlich TVöD - hinken danach auf Bundesebene, in Bayern, in Baden-Württemberg, in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen weitgehend denen der Caritas hinterher."
Wir hatten dieser Räuberpistole der Wohlfahrt intern ja bereits unseren Senf hinzugefügt: Caritas schlägt Verdi? Wie Wohlfahrt intern....

Mittwoch, 28. November 2018

Wohlfahrt Intern zum kirchlichen Arbeitsrecht: "nicht mehr zeitgemäß"

Wenn sich "das Entscheider-Magazin für die Sozialwirtschaft" mit arbeitgeberkritischen Berichten zu Wort meldet, dann lässt das aufhorchen. In seiner aktuellen Ausgabe nimmt das Magazin eine Umfrage auf:
 

Frage des Monats

Kirchliches Arbeitsrecht nicht mehr zeitgemäß

65 Prozent der Sozial- und Gesundheitswirtschaft hält das kirchliche Arbeitsrecht für nicht mehr zeitgemäß. Das hat die Wohlfahrt Intern Umfrage zur Frage des Monats ergeben.

Donnerstag, 25. September 2014

Gerüchtegetwitter zum Vermittlungsvorschlag in der AK Caritas

Caritas-Arbeitsrecht (Lambertus-Verlag) twittert, dass Wohlfahrt intern von durchgesickerten Einzelheiten ("aus Kreisen des Diözesanverbandes Köln") zum Vermittlungsvorschlag berichtet: Wohlfahrt intern am 23.9.2014.
Die dort wiedergegebenen Informationen sprechen von Erhöhungen von 1 % +2,5 % +2,4 % = 5,9 %.

Dienstag, 13. Mai 2014

Aktuelle Tarifvergleiche?

Die letzten Tarifvergleiche von "Wohlfahrt intern" erschienen Ende Januar 2014. Verzichtet wurde diesmal auf die Überschrift "Caritas schlägt Verdi", weil die Zahlen das dann doch nicht mehr so hergaben.

Um die Wartezeit bis zum nächsten angekündigten Tarifvergleich im Juni 2014 zu verkürzen, machen wir mal selber einen:

Sonntag, 4. Januar 2015

Wochenrückblick - kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

In den ersten Tagen des neuen Jahre ist das kirchliche Arbeitsrecht noch nicht allzu heftig Thema in den Medien gewesen.

3 Artikel fanden wir dann doch bemerkenswert:

Mittwoch, 7. Januar 2015

Heute tagt die Regionalkommission Nord zum achten mal seit der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst

...und unternimmt einen erneuten Versuch, eine regionale Übernahme des BK-Beschlusses vom 27. September für die Region Nord hinzubekommen.
(Es ist die 8. Sitzung nach der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst vom 2. April 2014 und die 4. Sitzung seit dem BK-Beschluss vom 27. September 2014)

Die letzte Sitzung fand am 8. Dezember 2014 statt.

Die Neue Osnabrücker Zeitung vom 3. Januar 2015 befürchtet schwierige Gespräche.

Mittwoch, 3. Mai 2017

Wieder einmal - hunderte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus der Dienstgemeinschaft entlassen

Wie das "Entscheidermagazin Wohlfahrt intern" meldet, wird das Augsburger Vincentinum Krankenhaus zum 1. Juli an die private Artemed-Gruppe verkauft:
Der private Träger will die Mitarbeiter zu gleichen Konditionen weiterbeschäftigen.

...

„Wir .... sehen uns nicht mehr in der Lage, die kommenden Herausforderungen einer Klinik auf dem sich ständig verändernden Gesundheitsmarkt so tatkräftig zu begleiten, wie dies erforderlich wäre“, sagt Generaloberin Schwester M. Michaela Lechner.

Letztlich sei daher ein Verkauf ins Auge gefasst worden, ....
Mit Artemed sei man zusammengekommen, weil das Unternehmen mehrere ehemals kirchliche Häuser übernommen hat....
Quelle und mehr: Wohlfahrt intern

Das Augsburger Vincentinum besitzt nach Wikipedia rund 250 Planbetten auf zehn Stationen (inklusive der Tagesklinik) und ist in die II. Versorgungsstufe (Krankenhaus der Regelversorgung) eingestuft. Nach der Web-Präsentation der Klinik sind hier "über 400 Beschäftigte" tätig, die stolz darauf sind, nach den christlichen Werten des Hauses zu arbeiten:
Die Spiritualität und Überzeugung der Gottes- und Nächstenliebe von Vinzenz von Paul sind Impuls und ideelle Triebfeder unserer Mitarbeiter
(Homepage des Vincentinum, abgerufen am 02. Mai 2017).

Donnerstag, 24. September 2015

Eilmeldung: BRK-Tarifverhandlung in Bayern

Recht hat er, der Kollege,
ein Streikverbot darf schon "im Verteidigungsfall" (Art. 12 a GG usw) nicht erlassen werden. Das gilt für normale Tarifauseinandersetzungen erst recht 
meint
Erich Sczepanski
 
Gesendet: Mittwoch, 23. September 2015 um 15:40 Uhr
Von: ... @gmail.com>
An: ...
Cc: "Mailingliste Rettungsdienst (rd.fb03-bayern-intern@lists.verdi.de)" <rd.fb03-bayern-intern@lists.verdi.de>, "brk.verdi-intern@lists.verdi.de" <brk.verdi-intern@lists.verdi.de>
Betreff: Re: [rd.fb03-bayern-intern] Eilmeldung: BRK-Mitgliederbefragung
Hallo liebe Kollegen,

wollte nur mal etwas klären hatte eben eine Diskussion mit einem Kollegen zwecks Streik, der die Meinung vertritt wir dürften nicht Streiken.

Montag, 25. Mai 2020

Verdi KandidatInnen zur Delegiertenversammlung VdPB

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Bayern gibt es keine "Pflegekammer" mit Zwangsmitgliedschaft und Zwangsbeizrägrn wie in anderen Bundesländern.
Mit tatkräftiger Hilfe unserer ver.di wurde stattdessen eine Vereinigung der Pflegenden in Bayern gegründet. Diese Vereinigung beruht auf FREIWILLIGER Mitgliedschaft und ist keine Alternative zu Gewerkschaften. Letztere können vielmehr auch selbst beitreten und so die gewerkschaftliche Tätigkeit ergänzen.
In der Vereinigung stehen nun Wahlen zur Delegiertenversammlung an. Ver.di hat hierzu einen Wahlaufruf vermailt, den wir Euch nachfolgend zur Beachtung übermitteln. Der angesprochene Flyer kann über unsere ver.di Bayern, Fachbereich 3 bezogen werden, soweit Ihr nicht in einer der Mailinglisten seid.

Mit solidarischen Grüßen
und bleibt gesund

Eure Blogredaktion

> Gesendet: Montag, 25. Mai 2020 um 00:17 Uhr
> Von: fb3bay.kirchen-intern@lists.verdi.de
> Betreff: [fb3bay.kirchen-intern] verdi KandidatInnen zur Delegiertenversammlung VdPB
>
> ver.di-Mailinglisten FB3 Bayern
>
>
> Liebe Kolleginnen und Kollegen,
>
> vielen von euch gingen die Wahlunterlagen zur Wahl der Delegierten für die Delegiertenversammlung der Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) zu - sofern sie Mitglied der VdPB sind. Die Briefwahlunterlagen müssen bis zum 29. Mai bei der Geschäftsstelle der VdPB eingegangen sein.
>
> Nachstehend haben wir euch eine paar wichtige Informationen zu den Aufgaben der VdPB und unserer arbeitsteiligen Zusammenarbeit in einem kurzen Flyer zusammengestellt.
>
> Auf der letzten Seite unseres Flyers findet ihr Verdianer*innen aufgeführt, welche sich für die Vereinigung der Pflegenden engagieren wollen. Sie kandidieren für die Delegiertenwahl. Da wir uns über eine breite regionale Streuung der Delegierten freuen würden, haben wir die Kandidat*innen nach ihrer regionalen Herkunft aufgeführt.
>
> Hierbei können wir nur diejenigen auflisten, welche wir die letzten Tage telefonisch oder per Mail erreicht haben und die sich mit einer Veröffentlichung ihres Namens auf der 'ver.di-Liste' einverstanden erklärt hatten. Leider ging uns die Wahlunterlagen erst am Montag zu, so dass wir uns erst seit Dienstag mit unseren Kolleg*innen in Verbindung setzen konnten. Einige wenige Kolleg*innen haben wir nicht erreicht. Wir setzen die Liste auch auf unsere Homepage und werden diese bei Bedarf aktualisieren.
>
> Wir wünschen allen Beteiligten das nötige Quäntchen Glück für die Wahl!
>
> Solidarische Grüße
>
> Robert
>
> _________________________________________________________
>
> Robert Hinke
> Landesfachbereichsleiter
>
> Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft - ver.di
> Landesbezirk Bayern
> Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
> Schwanthalerstraße 64
> 80336 München
>
> Tel.: 089-59977-1035
> Fax.: 089-59977-1039
>
> robert.hinke@verdi.de
> www.gesundheit-soziales-bayern.verdi.de <www.gesundheit-soziales-bayern.verdi.de%20%20>
> http://macht-immer-sinn.de/
>
>
>
>
> --
>
> -----------------------------------------------------------------------
> Dies ist die 4028. E-Mail dieser Mailingliste.
> Um die Liste abzubestellen, schicke eine Mail an:
> fb3bay.kirchen-intern-unsubscribe@lists.verdi.de
> Um eine Liste aller verfügbaren Kommandos zu bekommen, schicke eine
> Mail an:
> fb3bay.kirchen-intern-help@lists.verdi.de
> -----------------------------------------------------------------------
>
> Verantwortlich:
> ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
> Bundesvorstand
> Paula-Thiede-Ufer 10
> 10179 Berlin
> Telefon (0 30) 69 56 - 0
> Fax (0 30) 69 56 - 31 41
> E-Mail: info@verdi.de
> www.verdi.de
>
> Vertretungsberechtigter Vorstand
> Frank Werneke (Vorsitzender), Andrea Kocsis (stellv. Vorsitzende)
>
>

Dienstag, 4. November 2014

"Flächentarife sind Planwirtschaft"

So wird Bernd Meurer, der Chef des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in der Ausgabe 11/2014 von Wohlfahrt Intern zitiert. "Im Interview", so heißt es weiter, erklärt er, "dass er in solchen gewerkschaftlichen Vereinbarungen einen Ausdruck von Planwirtschaft statt von Gerechtigkeit sieht."

Manchmal kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, wer in der "Sozialbranche" alles aktiv ist. Wer den Unterschied zwischen einem "Tarifvertrag zwischen gleichberechtigten Vertragspartnern auf Augenhöhe" und "staatlich angeordneter Planwirtschaft" nicht kennt, stellt sich schon fachlich selbst ein miserables Zeugnis aus.

Mittwoch, 27. März 2013

Bundestagspetition von ver.di für dynamischen Mindestlohn

Wir bitten Euch, die ver.di Bundestagspetition zu unterzeichnen. Die Petition hat folgenden Wortlaut:
Der Deutsche Bundestag möge einen einheitlichen, allgemeinen, gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro (brutto) die Stunde beschließen, der möglichst schnell auf 10 Euro (brutto) die Stunde ansteigt. Der gesetzliche Mindestlohn wirkt flächendeckend und branchenübergreifend und hat immer Vorrang, auch wenn Tarifverträge niedrigere Entgelte enthalten. Er gilt für jegliche Erwerbsarbeit und Beschäftigungsform in Deutschland.
>

Sonntag, 2. Februar 2020

Sonntagsgedanken: Wie weiter mit den Kliniken?

Während sich die einen über das (nicht besonders üppige) Ergebnis beim Pflegemindestlohn freuen
"Dienstgeber freuen sich über das Ergebnis" (berichtet Wohlfahrt intern)
und ver.di einen seit Jahren eingeforderten Erfolg sieht, sehen andere nur eine Untergrenze erreicht (wir berichteten).
Tatsächlich ist die Krankenhauslandschaft in einem Umbruch, dessen Ergebnis nicht absehbar ist. Das ZDF berichtet

Montag, 2. Februar 2015

Caritas - 2.Weg/3. Weg - der Stand der Dinge in der Tarifrunde 2014/2015 - Update 2. Februar 2015

Tarifrunden 2012 bis 2014

Wegstreckenübersicht 2. Weg/3. Weg
Update 2. Februar 2015

Seit unserer Übersicht vom 1.Januar 2015 ist folgendes passiert:

Die Verhandlungen in der RK Nord sind am 7. Januar 2015 erneut gescheitert. Ein AK/RK-Info hierzu gibt es nicht. Die akmas führt lediglich aus:

Die von den Dienstgebern immer wieder geforderte Spartenregelung für die Altenpflegeeinrichtungen war am Ende zwar vom Tisch; der Preis, den sie dafür hätte zahlen müssen, war der Mitarbeiterseite dann aber doch zu hoch. Für 2014 sollte es überhaupt keine Erhöhung geben, ab dem 01.01.2015 dann drei Prozent mehr und ab Dezember 2015 noch einmal 2,4% mehr..
Nun hat der Vermittlungsausschuss das Wort. Dieser tagt voraussichtlich Anfang Februar 2015.
Die Regionalkommission Ost hat am 29. Januar 2015 die Tarifeinigung vom 10. Dezember in die redaktionelle Endfassung gebracht. Die Ergebnisse sind bislang nicht veröffentlicht. Zum Beschlußinhalt und der Bewertung verweisen wir auf unserere Blogeinträge vom 2. Januar 2015 und 5. Januar 2015

Ab 1. März 2015 werden die Tabellen in den Regionen NRW/Bawü/Mitte/Bayern wieder weitgehend denen des TVöD entsprechen. Für Tarifvergleiche durch die Dienstgeberseite der AK oder durch Wohlfahrt intern lohnt sich bis dahin das Warten.
(Man verzeihe uns diesen ironischen Schlenker, aber bei der Recherche ist uns noch einmal der Beitrag in der Neuen Caritas ("Die Caritas zahlt vergleichsweise gut") unter die Augen gekommen, in dem vor unseriösen Tarifvergleich gewarnt wird und dann gleich ein solcher vorgenommen wird:

"8. Durch die Wahl des 1. Dezember 2012 als Stichtag für den Vergleich liegt die Vergütung nach AVR-Caritas trotz eigentlich identischer Vergütungssystematik in Variante 1 leicht über der des TVöD. Dies liegt daran, dass in der AVR-Caritas am 1. November 2012 eine lineare Erhöhung der Tabellenwerte stattgefunden hat, die im TVöD erst am 1. Januar 2013 vollzogen wird.
Hat doch seinerzeit in der Tarifrunde 2012/2013 die AVR-Caritas mit der auf den 1.11. 2012 vorgezogenen Erhöhung der 2. Stufe  nur die verspätet vorgenommene Erhöhung der 1. Stufe kompensiert. Man glaubt manchmal, dass diese Praktiken nur noch vorgenommen werden, um unseriöse Tarifvergleiche zu ermöglichen.

Freitag, 23. August 2013

Gestern umfassender Protest der Diakoniebeschäftigten in Gießen

In Hessen wollte sich das Diakonische Werk eine neue Arbeitsrechtliche Kommission wählen. Die Wahl sollte nach einer kurzfristigen Verlegung am Donnerstag, den 22. August, in Gießen stattfinden.

Quelle: ver.di Lbz. Hessen - Fachbereich 03 im Internet


Ab 10 Uhr demonstrierten die Beschäftigten. Die Arbeitsrechtliche Kommission konnte nicht gewählt werden und die Forderung nach Tarifverträgen war nicht zu überhören!

Quelle: ver.di Lbz. Hessen: Fachbereich 03 auf facebook

Anmerkung: Selbst nach der umstrittenen Vergleichsmethode von "Wohlfahrt intern" bleibt die KaDaVO der Diakonie Hessen deutlich hinter dem TVöD zurück.

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