Dienstag, 31. März 2015

Qualität erhalten - Keine Verkürzung der Erzieherinnenausbildung!

die bayerische Staatsregierung plant eine Verkürzung der Erzieherinnenausbildung auf 3 Jahre (3 Tage Arbeit + 2 Tage Schule, alle drei Jahre an einer Praxisstelle, ähnlich wie beim Automechaniker ) plus ein Jahr Vorkurs (ohne nähere Ausdifferenzierung, was damit gemeint ist).

ErzieherIn in der Kindertagesstätte - mehr als Kaffetante in der Kinderaufbewahrungsanstalt! *)
Die seit 1982 geltende "Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung von Erziehern/Erzieherinnen" (Rauschenbach/Beher/Knauer 1996, S. 178) fordert statt des bis dahin geltenden einjährigen Vorpraktikums eine abgeschlossene Berufsausbildung oder eine mehrjährige Berufstätigkeit bzw. eine vergleichbare, von den Ländern bestimmte Alternative (Derschau 1991, S. 979). Die Voraussetzungen für Bewerberinnen an Fachakademien sind im Vergleich zu den 60er/70er Jahren deutlich angehoben worden.

Aufwertung Sozial- und Erziehungsdienst im Bundestag

Vergangenen Donnerstag hat sich der Bundestag in einer 38minütigen Aussprache mit einem Antrag aus der Fraktion Die Linke mit dem Thema "Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe jetzt"  befaßt.
Im Plenarprotokoll findet sich das Thema auf den Seiten 9230 ff.

Die Lektüre gewährt einen deutlichen Einblick in die unterschiedlichen Positionierungen der verschiedenen politischen Parteien.

Bemerkenswert ist die Feststellung von Christel Voßbeck-Kayser (CDU/CSU):
Was Ihre Forderung nach Wertschätzung angeht: Wertschätzung erfährt man neben einer angemessenen Entlohnung und guten Arbeitsbedingungen auch – das sei mir an dieser Stelle gestattet zu erwähnen – durch ein Dankeschön, einen Händedruck, ein Lächeln eines Kindes oder einer zu pflegenden Person. Diese besondere Wertschätzung ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen. (S. 9232)
Dankeschön, Händedruck und Lächeln statt mehr Geld?

Montag, 30. März 2015

Fachbereich 3 Bayern - Mailinglisten für Mitglieder (und Interessierte)

Für Ver.di-Kollegen (und Interessierte) gibt es im Fachbereich 3 Bayern eine Reihe von Mailinglisten, in denen aktuelle Informationen zu Tarifverhandlungen, Seminaren, Lobbyarbeit verbreitet werden und ein Austausch über dienstliche Themen möglich ist.

Im Einzelnen gibt es Mailinglisten zu
- AWO
- Altenpflege
- Behindertenhilfe
- BRK
- Jugend
- Kirchen
- Krankenhaus
- Unikliniken
- Rettungsdienst
- Sozial- und Erziehungsdienst.

Informationsblatt mit Möglichkeit zur Anmeldung.


Im bundesweiten Mitgliedernetz (das nur für ver.di-Mitglieder zugänglich ist) gibt es übrigens noch die Gruppe "Soziale Berufe aufwerten", die Aktivisten in diesem Bereich wärmstens ans Herz zu legen ist.

Samstag, 28. März 2015

Starke Gewerkschaft - stabile Volkswirtschaft:

Eine Studie des Internationalen Währungsfonds (IWF) bestätigt die wichtige gesellschaftliche Rolle von Gewerkschaften. Sie sorgten für eine gerechtere Lohnverteilung. Der Unterschied zwischen den Top- und Normalverdienern sei geringer, wenn der gewerkschaftliche Einfluss hoch ist. Mit abnehmender gewerkschaftlicher Bindung verschärfe sich die soziale Ungleichheit, und damit werden Volkswirtschaften auch instabiler. ...
Quelle: DGB Einblick Nr. 6 v. 23.03.2015, S.4 unter Hinweis auf www.bit.ly/IWF-Studie
Nach dieser bemerkenswerten Logik wird es Zeit, auch in Deutschland die Gewerkschaftsbewegung zu stärken.


Papst Franziskus@pontifex.de "twitterte" vor 6 Stunden:
Als Jünger Christi ist es uns nicht möglich, dass wir uns nicht um das Wohl der Schwächsten kümmern.

Einheit hat Zukunft

In den Turbulenzen um die Tarifauseinandersetzungen
- bei den Ländern (TV-L), die sich wegen der Attacken auf die Zusatzversorgung auch dort auf kirchliche Beschäftigte auswirken, wo der TVöD von Bund und Kommunen (und nicht der TV-L) die Bezugsgrundlage der eigenen Regelungen ist,
- und um den Sozial- und Erziehungsdienst, die sich zumindest mittelbar auf die Beschäftigten bei Caritas- und Kirche auswirken (wenn nicht gar, wie bei den bayerischen Pfarrkindergärten, über die "Vergütungsautomatik" eine unmittelbare Auswirkung besteht)
ist es fast untergegangen.
Höchste Zeit also, zu Beginn der Karwoche 2015 darauf hinzuweisen:

Einheit hat Zukunft

Donnerstag, 26. März 2015

Aktuelles aus der Bundeskommission der AK

Nach aktuellen Informationen der akmas hat Bundeskommission der AK heute Beschlüsse zur Anlage 30 (Ärztevergütung) gefaßt.

Konkret werden die Lohntabellen wie folgt erhöht:

  • zum 1. Januar 2015 um 2,2 Prozent und
  • zum 1. Dezember 2015 um weitere 1,9 Prozent  anzuheben.

Außerdem soll es zum 1.6.2015 eine Neuregelung der Bereitschaftsdienstvergütung geben.

Die Beschlüsse der Bundeskommission gelten allerdings nicht unmittelbar. Vor die Erhöhung hat die AK-Ordnung die Regionalkommissionen gesetzt. Erst wenn diese den BK-Beschluss in reiner oder abweichender Form beschlossen haben, kommen die betroffenen Beschäftigten in den Genuss der Vergütungserhöhungen.

Die Mitarbeiterseite der AK bekennt sich auf ihrer Internetseite www.akmas.de auch deutlich zur Solidarität mit der Aufwertungskampagne SuE von Ver.di:

Arbeitnehmerinnen bei Caritas und Kirche sollten zusammen mit der Gewerkschaft und im Rahmen ihrer Möglichkeiten am selben Strang so kräftig wie möglich mitziehen.

Auseinandersetzungen zur Zusatzversorgung ZVK

Rente

25.03.15

Rentenplus vor schweren Zeiten

Rentenerhöhung: Auf längere Sicht ist die Zukunft der Rente auf heutigem Niveau gefährdet.

Ein Stapel Euromünzen

Berlin (dpa). Langfristig ist die Rente nicht mehr unbedingt sicher. Selbst der Ex-Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) erwartet, dass die Rente in einigen Jahren in die Nähe der Sozialhilfe rückt, wie er jüngst in einem Interview sagte. ...

Quelle: https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=55&tx_ttnews[tt_news]=10743&cHash=244bcbe294d380634c350d2ed1589f91

Umso wichtiger ist die Zusatzrente für das Alter

Auch deshalb diese Hintergrundinfo zur VBL-Auseinandersetzung mit den Ländern für Beschäftigte, die bei einer kommunalen Zusatzversorgungskasse (ZVK) versichert sind.

Vollständiges Flugblatt als pdf

Mittwoch, 25. März 2015

Aufwertungskampagne Sozial- und Erziehungsdienst - Behindertenhilfe

Forderungen der Aufwertungskampagne - besonders wichtig für die Behindertenhilfe

"Fachkräfte für Arbeits- und Berufsförderung" und "Heilerziehungspfleger/innen" profitieren von den ver.di Forderungen zur Aufwertung der Sozialberufe ganz besonders!

Flugblatt als pdf

Montag, 23. März 2015

Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe: Arbeitgeber legen noch kein Angebot vor

Verdi meldet soeben:

Ungeachtet der ersten Warnstreiks im Sozial- und Erziehungsdienst ist auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) ohne Ergebnisse geblieben.
"Trotz deutlicher Signale der Beschäftigten haben die Arbeitgeber noch kein Angebot zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe durch bessere Eingruppierung unterbreitet", sagte ver.di-Verhandlungsführer Onno Dannenberg am Montag in Münster.