Donnerstag, 16. März 2023

„Großstreiktag“ steht bevor

Für den 21. März kündigt Verdi einen „Großstreiktag“ an. Vor allem München soll ein Schwerpunkt werden, wo Verdi mehrere Bereiche des öffentlichen Dienstes lahmlegen möchte.

München – Nach zwei Streiktagen im öffentlichen Dienst in Bayern wird nun der nächste Streik angekündigt. Die Gewerkschaft Verdi ruft für Dienstag (21. März) zum „Großstreiktag“ auf und München wird voraussichtlich der Schwerpunkt davon werden. Die Gewerkschaften wollen damit alle Bereiche des öffentlichen Dienstes zum Streik aufrufen, was mehrere zehntausend Beschäftigte umfasst, unter anderem aus der Stadtverwaltung, Bundeswehr, Straßenreinigung und dem Jobcenter. ..
berichtet der "Münchner Merkur":
Geplant ist eine Streikkundgebung am Dienstag um elf Uhr auf dem Münchner Marienplatz. Bis zur nächsten Verhandlungsrunde will Verdi die Anzahl der Streiks schrittweise erhöhen. Die Ankündigung des „Großstreiktag“ kam nach zwei Warnstreiks an bayerischen Kliniken diese Woche.
Warnstreik in Bayern: Am Donnerstag streiken Kliniken für besseren Tarif
Am Dienstag (14. März) begann der erste von zwei Warnstreiks an bayerischen Kliniken. Am Mittwoch war die Beteiligung noch besser als am Vortag gewesen, wie ein Sprecher der Verdi erklärte. Gestreikt wurde an den Standorten Altötting, Bamberg, Bayreuth, Günzburg, Haar, Kempten, Landshut und Nürnberg sowie Regensburg. Für Donnerstag (16. März) sind Warnstreiks in Kliniken unter anderem in München, Kitzingen und Freising geplant...

Die Ergebnisse des Arbeitskampfes im Sozial- und Erziehungsdienst wirken sich aufgrund der "Vergütungsautomatik" wirken sich aufgrund der "Vergütungsautomatik im ABD" unmittelbar auf die Entlohnung der Beschäftigten in den bayerischen katholischen Pfarrkindergärten und den kirchlichen Verwaltungen aus. Es wäre daher wünschenswert, wenn zumindest die Mitarbeitenden der katholischen Pfarrkindergärten den Arbeitskampf bei der Stadt München und in anderen Gemeinden solidarisch unterstützen würden.
Für die Gesundheits- und Pflegedienste, die nach AVR Caritas vergütet werden, ist das Ergebnis der Tarifverhandlungen wenigstens noch die Zielmarke für die Nachverhandlungen in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas. Da bietet beispielsweise der Streik der "München Klinik" die Möglichkeit zu Solidaritätskundgebungen.

Aber Achtung! Auch in kirchlichen Einrichtungen darf erst gestreikt werden, wenn eine Gewerkschaft dazu aufruft. Der Solidaritätsbesuch einer Demonstration ist dagegen noch kein Streik. Und was kirchliche Mitarbeitende außerhalb der Dienstzeit machen, geht die Arbeitgeber ohnehin nichts an.

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