Samstag, 30. Juni 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen dem EuGH außerordentlich dankbar seien für die Anregung, überzeugendere und differenziertere Antworten für die Diskriminierung bei Stellenausschreibungen und der Kündigungsfreiheit zu suchen. Für unterbeschäftigte Juristen eröffneten sich hier auch weitreichende theologische Betätigungsfelder.

Freitag, 29. Juni 2018

Regionalkommission NRW: unveränderte Übernahme des Beschlusses der Bundeskommmission vom 14. Juni 2018

Die Mitarbeiterseite der RK NRW berichtet soeben vom Ergebnis der heutigen Verhandlungen der Regionalkommission NRW:


Regionalkommission NRW bestätigt Caritas Tarifabschluss – mehr Geld für Caritas-Beschäftigte in NRWRund 200.000 Beschäftigte in den Krankenhäusern, Heimen und Pflegediensten, die unter das Tarifrecht der Caritas fallen, dürfen sich auf zum Teil deutliche Gehaltssteigerungen freuen. Die Gehälter werden in drei Schritten um insgesamt rund 7,5 Prozent erhöht.
Düsseldorf. Die Caritas-Beschäftigten in NRW erhalten ab dem 1. Juni 2018 mehr Geld. Die Gehälter werden in drei Schritten um insgesamt rund 7,5 Prozent erhöht. Die für die fünf nordrhein-westfälischen (Erz-) Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn zuständige Regionalkommission (RK) hat am 29. Juni 2018 den Beschluss der Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission vom 14. Juni 2018 unverändert übernommen. Nicht unter den Tarifabschluss fallen die Ärzte, deren Gehälter erst 2019 verhandelt werden.
Olaf Wittemann, Vorsitzender der Mitarbeiterseite in der RK: „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, noch vor der Sommerpause das Ergebnis für Nordrhein-Westfalen unverändert zu übernehmen. Mit dem Beschluss haben wir es geschafft, auf dem Niveau des Tarifvertrages für den Öffentlichen Dienst (TVöD) zu bleiben und vor allem für die unteren Lohngruppen eine fühlbare Steigerung zu erreichen.“

Nach dem Beschluss ist vor den Beschlüssen: heute tagt die Regionalkommission NRW

Heute tagt die Regionalkommission NRW; auf der Tagesordnung der Sitzung steht die regionale Umsetzung des Beschlusses der Bundeskommission vom 14. Juni 2018.

In der vergangenen Woche hat die Region Mitte des Beschluss für ihren Bereich ohne Änderungen übernommen. Für die Region Ost gelten die BK-Beschlüsse teilweise in einer schon im Dezember 2017 für die Region beschlossenen Form; die RK Ost hat in der vergangenen Woche darüber hinaus nichts beschlossen.)

In dieser Woche haben die Region Nord (am Montag) sowie die Region Bayern (am Dienstag) sich mit der BK-Vorlage befasst.

In der Region Nord gab es keine Einigung, die Verhandlungen werden im August fortgesetzt. Die Region Bayern hat den Bundesbeschluss ohne Änderungen übernommen.

Für die heutige Sitzung der Regionalkommission NRW sind eher keine Überraschungen zu erwarten: die Region NRW pflegt die Tradition, rasch zu entscheiden und nah an den Beschlüssen der Bundeskommission zu bleiben.

Der Beschluss der Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission orientiert sich am Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes (der keine Regionen kennt und ohne regionale Bestätigungen wirksam wird).

Wer sich über die Gründe für die Unterschiede zwischen den Regionen interessiert, findet noch immer in Michaela Evans Analyse Arbeitsbeziehungen der CARE-Arbeit im Wandel einleuchtende Hinweise auf die Gründe der regionalen Verschiedenheit:
die unterschiedlichen, historisch gewachsenen Formen regionaler Governance der Arbeitsbeziehungen in der Care-Arbeit dürften für Ergebnisse sehr viel wirksamer sein als die Verhandlungskunst der Kommissionsmitglieder, die Kraft der Argumente, Fragen der Lohngerechtigkeit, die Leidenschaft der Konsensorientierung und der Glaube an den 3. Weg sowie die Einheit des kirchlichen Dienstes.

Mittwoch, 27. Juni 2018

Region Nord: Beschluss vertagt - Region Bayern: BK-Beschluss übernommen

In der Region Nord wurde vorgestern die Sitzung vertagt:

  • RK-Nord vertagt Tarifverhandlungen

"Noch zu keiner Einigung haben die ersten Verhandlungen über einen Tarifabschluss für die Caritas-Beschäftigten in den Bundesländern Niedersachsen und Bremen geführt. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 22. und 23. August 2018 statt. "
 (Quelle: https://www.caritas-dienstgeber.de)
Die Region Bayern hat den BK-Beschluss vom 14. Juni 2018 unverändert übernommen:

  • Dienstgeber-Info + BK-Beschluss :
  • "In ihrer Sitzung am 26.06.2018 in Würzburg hat die Regionalkommission Bayern beschlossen, den BK-Beschluss vom 14.06.2018 zur Tarifrunde zu übernehmen. " - BK-Beschluss zur Tarifrunde" 

Nach der BK-Sitzung noch nicht getagt haben die Region NRW, die am kommenden Freitag tagt und die Region Baden-Württemberg, wo der BK-Beschluss am 19. Juli 2018 auf der Tagesordnung steht.


Dienstag, 26. Juni 2018

Nach dem Beschluss ist vor den Beschlüssen: heute tagt die Regionalkommission Bayern

Heute tagt die Regionalkommission Bayern; auf der Tagesordnung der Sitzung steht die regionale Umsetzung des Beschlusses der Bundeskommission vom 14. Juni 2018.

In der vergangenen Woche hat die Region Mitte des Beschluss für ihren Bereich ohne Änderungen übernommen. Für die Region Ost gelten die BK-Beschlüsse teilweise in einer schon im Dezember 2017 für die Region beschlossenen Form; die RK Ost hat in der vergangenen Woche darüber hinaus nichts beschlossen.)
Gestern hat die Region Nord getagt. Von dieser Sitzung gibt es noch keine Informationen.


Der Beschluss der Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission orientiert sich am Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes (der keine Regionen kennt und ohne regionale Bestätigungen wirksam wird).

Montag, 25. Juni 2018

Region Ost: aktuelle Tariferhöhungen und zwar zum 1. 7. 2018 wurden bereits im Dezember 2017 (bzw. am 14. Juni 2018) beschlossen

Das aktuelle RK-Info Ost (Juni 2018)  informiert über die Sitzung der Regionalkommission Ost am vergangenen Donnerstag, den 21. Juni 2018 in Magdeburg.

Beschlossen wurde in dieser Sitzung nichts, vielmehr wurden die Themen, die Beschlüsse benötigt hätten, vertagt bzw. die Sitzung wurde bis 18. Oktober 2018 "unterbrochen".

Einzelne Regelungen, die im Dezember 2017 für die Region Ost beschlossen wurden, führen insoweit automatisch zu Erhöhungen, als im Dezember Erhöhungsschritte beschlossen wurden, die relativ zu den Bundesmittelwerten automatisch gelten. Die von der Bundeskommission am 14. Juni gefassten Beschlüsse führen für die Region Ost "automatisch" zu folgenden Erhöhungsschritten:

Nach dem Beschluss ist vor den Beschlüssen: heute tagt die Regionalkommission Nord

Heute tagt die Regionalkommission Nord; auf der Tagesordnung der Sitzung steht die regionale Umsetzung des Beschlusses der Bundeskommission vom 14. Juni 2018.

In der vergangenen Woche hat die Region Mitte des Beschluss für ihren Bereich ohne Änderungen übernommen. Die Region Ost dagegen konnte sich nicht auf einen Übernahme verständigen.

Der Beschluss der Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission orientiert sich am Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes (der keine Regionen kennt und ohne regionale Bestätigungen wirksam wird).

Samstag, 23. Juni 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen und entgegen anderslautender Gerüchte ist zu vernehmen, dass weder das Gesetzbuch der Katholischen Kirche (Codex juris canonici) noch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein Streikverbot für die Beschäftigten der Katholischen Kirche und ihrer Caritas kennen.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 22. Juni 2018

Regionalkommission Ost: offensichtlich kein Beschluss der Region Ost zum Beschluss der Bundeskommission

Keine Nachricht ist auch eine Nachricht:
Nachdem weder in der Nacht noch am frühen Morgen irgendwelche Meldungen aus Magdeburg über Ergebnisse der Sitzung der Regionalkommission Ost in den üblichen medialen Quellen zu finden waren, ist davon auszugehen, dass sich - wie zu erwarten - die Region Ost der AK Caritas nicht auf einen Beschluss verständigen konnte.
Wenn wir Näheres erfahren, werden wir über die Gründe des Scheiterns berichten.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Regionalkommission Mitte: Beschluss der Bundeskommission vom 14. Juni 2018 unverändert übernommen

Die Regionalkommission Mitte (Bistümer Fulda, Limburg, Mainz, Speyer,  Trier) berichtetet soeben, der Beschluss der Bundeskommission vom 14. Juni 2018 sei unverändert für die Region beschlossen worden.

RK-Info als pdf

(Aus der Region Ost gibt es noch keine Informationen)

(Den BK-Beschluss vom 14. Juni 2018 haben wir in unserem gestrigen Post verlinkt.)




Nach dem Beschluss ist vor den Beschlüssen: nach der Bundeskommission der AK Caritas am 14. Juni 2018 tagen heute die Regionen Ost und Mitte

...dann entscheiden die (Erz-)Bischöfe

Am vergangenen Donnerstag hat die Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission der Caritas unter anderem Erhöhungen der Tabellenwerte der AVR Caritas beschlossen.

Zu ihrer konkreten Wirksamkeit benötigen diese Beschlüsse der regionalen Beschlussfassung durch die Regionalkommissionen, die dabei im Rahmen von Bandbreiten (die durch die - nicht paritätisch zugestandegekommene - AK-Ordnung festgelegt sind) abweichen können.

Die ersten Kommissionen, die nach dem Fuldaer Beschluss vom 14. Juni tagen sind heute die
Regionalkommission Ost und die Regionalkommission Mitte.

Über den Beschluss aus Sicht der Mitarbeitersicht informiert das Info Nr. 6, das am Dienstag verbreitet wurde. die Dienstgeberseite hat sich im Dienstgeber-Brief Nr. 2/2018 mit dem Beschluss befasst, der sich in weiten Teilen den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst zum Vorbild genommen hat.

Der Beschlusstext ist inzwischen auch veröffentlicht:  BK-Beschluss 14. Juni 2018

Wir werden, sobald wir Ergebnisse in Erfahrung bringen hier berichten.

Die übrigen Regionalkommissionen tagen wie folgt:

25.6. RK Nord
27.6. RK Bayern
29.6. RK NRW
19.7. RK Bawü

Sowohl der Bundesbeschluss als auch die RK-Beschlüsse benötigen im Übrigen nach der Beschlussfassung durch die Kommission zusätzlich noch die Inkraftsetzung durch die (Erz-)Bischöfe.



Mittwoch, 20. Juni 2018

ver.di-Demonstration zur Gesundheitsministerkonferenz in Düsseldorf: Lautstarker Protest für mehr Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege

Mehr Personal in Krankenhäusern und in der Altenpflege sowie eine bessere Bezahlung vor allem in der Altenpflege – das forderten heute insgesamt 4.000 Beschäftigte bei der ver.di-Demonstration in Düsseldorf anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz. Unter ihnen auch Streikende
aus den Uni-Kliniken in Düsseldorf, Essen und Homburg, die von ihren Arbeitgebern ein Ende der gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen fordern und für einen Tarifvertrag Entlastung kämpfen. Die Abschlusskundgebung fand am Tagungsort der Gesundheitsministerkonferenz im Düsseldorfer Medienhafen statt.