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Sonntag, 6. Dezember 2015

Fernsehtipp: Der Katakombenpakt

Heute, 6. Dezember 2015, 0:10 Uhr im ZDF: Der Katakombenpakt

"Wir verzichten auf Titel, Luxus und leben mit den Armen!" So schwören 40 katholische Bischöfe 1965 im Katakombenpakt. Heute fordert Papst Franziskus diesen Stil für alle. Eine Revolution?
Die Dokumentation deckt zum einen auf, was damals kurz vor Ende des II. Vatikanischen Konzils geschehen und bis heute kaum bekannt ist. Sie zeigt zugleich die Konsequenzen für heute auf. Sie zeigt die Machtkämpfe, die damals wie heute in der Kirche stattfinden.

ZDF-Infoseite zur Sendung

Donnerstag, 31. März 2016

BR - Mediathek "stationen" zum Katakombenpakt

Das Zweite Vatikanische Konzil, zu dem sich zwischen 1962 und 1965 fast 3.000 Bischöfe in Rom versammelt haben, gehört zu den bedeutendsten Kirchenversammlungen der Geschichte. Kaum bekannt ist, dass sich kurz vor Ende des Konzils eine Gruppe von 40 Bischöfen in einer Katakombe traf, um einen Pakt zu schließen: Sie versprachen einen einfachen Lebensstil ohne Prunk und Ehrentitel. Weitere 500 Bischöfe schlossen sich der Selbstverpflichtung an.
der Beitrag von gestern Abend befasste sich mit dem "Katakombenpakt", dem wir uns im Blog auch schon gewidmet hatten
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Wir wollen nicht mehrere Programmhinweise an einem Tag bringen - und wenn ein Thema schon mehrfach erörtert wurde, dann haben die aktuellen Meldungen entsprechend Vorrang. Aber - zumindest einen Hinweis auf die Mediathek wollen wir uns nicht verkneifen. Wer den Beitrag also in aller Ruhe anschauen will ... "Der Katakombenpakt - Das geheime Vermächtnis des Konzils"

Dienstag, 8. Dezember 2015

50 Jahre "II. Vatikanum" - Ad limina und Katakombenpakt

Bereits am 25. November haben wir auf das heute beginnende "Jahr der Barmherzigkeit" hingewiesen. Wir können unseren heutigen Blogbeitrag daher mit einem etwas geänderten Schwerpunkt einbringen.

Alle 67 Bischöfe und Weihbischöfe aus Deutschland, alle Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz, waren ab Mitte November in Rom, um im Vatikan Bericht über Ihre Bistümer zu erstatten. Die "Visitatio ad limina Apostolorum" (der offizielle Ausdruck für den Besuch der Bischöfe an den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus) dient der Verbundenheit der diözesanen Bischöfe mit der Weltkirche genauso wie der Besinnung auf die Wurzeln der Kirche.

Sonntag, 16. November 2025

Sonntagsnotizen: 60 Jahre "Katakombenpakt" – Eine Frucht des Konzils

die Seite "katholisch.de" befasst sich mit einem eher geheimnisvollen Treffen geistlicher Würdenträger in den Katakomben von Rom:
Rom ‐ Er war ein Nebenschauplatz des Zweiten Vatikanischen Konzils. Und doch betraf er eine Kernbotschaft der Kirche: Der "Katakombenpakt" von rund 40 Bischöfen der Weltkirche wies ihr denselben Weg wie zuletzt Papst Franziskus.

"Wie sehr wünsche ich mir eine arme Kirche für die Armen!" Dieser Ausruf aus den ersten Tagen der Amtszeit von Papst Franziskus (2013-2025) hat viele in der Kirche aufgeschreckt. Eine arme Kirche? Bitte nicht! Immer wieder zielte der Papst aus Lateinamerika auf Pomp, Selbstzufriedenheit und Äußerlichkeiten, auf Klerikalismus und auf die Beschäftigung mit sich selbst. ...
wir haben diesem faszinierenden Ereignis bereits vor Jahren immer wieder Blogbeiträge gewidment. Sie sind "hier" nachzulesen. Viel Spaß - und gerade die richtige Lektüre an einem grauen Novembersonntag.
Vielleicht ist an diesem Sonntag dann auch noch die heutige Botschaft von Papst Leo zum Welttag der Armen eine ergänzende Lektüre in diesem Kontext.

Sonntag, 11. September 2016

Sonntagsnotizen: "Letzte Gespräche"

Unter dem Titel "Letzte Gespräche" sind jetzt Notizen von Benedikt XVI. veröffentlicht worden. 1)

Die Texte stellen eine Art "Lebensrückblick", ein "biographisches Testament" unseres "papa eremitus" dar, das Benedikt seinem langjährigen Gesprächspartner Peter Seewald mit gegeben hat. Wer die feinsinnige, loyale und zurückhaltende Art Benedikts kennt, der weiß, dass Kernaussagen sicher nicht gegen die Intentionen von Papst Franziskus getroffen wurden.

Auf Seite 245 ff geht Benedikt auch auf seine Freiburger Ansprache zur Nomenklatur der deutschen Katholiken 2) ein, die auf viel Echo und Desinformation gestoßen ist.

ENTWELTLICHT EUCH !

Donnerstag, 2. April 2015

Wir wünschen besinnliche Kartage und ein befreiendes Osterfest

befreiend als Überwindung der Drangsal und Not, als Licht nach der Nacht der Düsternis, und wollen als "Querdenker" die Osterwoche mit einer "Meldung der anderen Art" einleiten:
Mögliche Seligsprechung Helder Camaras
Rom ebnet Weg für «roten Bischof»
2.4.2015, 10:06 Uhr
srs. Der Vatikan hat den Weg für einen Seligsprechungsprozess des früheren brasilianischen Bischofs Dom Helder Camara (1909-1999) freigemacht. Das berichtet die katholische Mailänder Tageszeitung «Avvenire» am Dienstag.

Wie wenige andere verkörperte Camara nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das 1965 zu Ende ging, die Theologie der Befreiung und die Hinwendung der katholischen Kirche zu den Armen, die auch Papst Franziskus immer wieder betont. Camara setzte sich für die Anliegen der Arbeiterschaft ein und wurde deshalb auch als «roter Bischof» bezeichnet.
...
Quelle: Neue Züricher Zeitung - NZZ

Bei der Gelegenheit dürfen wir auf unseren Beitrag vom 15 November 2013 verweisen:
Katakombenpakt - Kirche für die Armen und "Entweltlichung"


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Freitag, 8. November 2019

St. Martin von Tours

die Geschichte ist heute noch bekannt - an einem Tag im Winter begegnete ein römischer Offizier am Stadttor von Amiens einem armen, unbekleideten Mann. Außer seinen Waffen und seinem Militärmantel trug Martin nichts bei sich. In einer barmherzigen Tat teilte er seinen Mantel mit dem Schwert und gab eine Hälfte dem Armen. In der folgenden Nacht sei ihm dann im Traum Christus erschienen, bekleidet mit dem halben Mantel, den Martin dem Bettler gegeben hatte.
Die Folgerung beschreibt Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung:

Die Martins-Geschichte lehrt zu begreifen, dass es eine Schnapsidee ist, 
Europa mittels Wettbewerb und Konkurrenz stärken zu wollen.

Die Vita des ersten Heiligen, der nicht wegen seines Todes als Martyrer sondern seines Lebens verehrt wurde, ist bei Wikipedia wieder gegeben. Er entsagte seinem sicheren Offiziersleben und legte sich als Sozialbischof mit Staat und Kirche an meint MK-online.

Wir erinnern an diesem Tag an einen neuen Pakt. Unter dem Titel;


haben die katholischen Hilfswerke Adveniat und Misereor zur Unterstützung des "Katakombenpakts für das Gemeinsame Haus", für eine arme und dienende Kirche, aufgerufen.
Im Katakombenpakt verpflichten sich die Unterzeichnenden zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Lebensstil, zum Schutz der Schöpfung und der indigenen Völker sowie zu einem synodalen Miteinander in der Kirche.
Nun können Unterschriftenlisten auf den Websites der beiden Organisationen abgerufen werden.

Zur Unterschriftenseite von Adveniat und Misereor.

Mit der Unterschrift einzelner ist es nicht getan. Wir erinnern an den Aufruf des Papstes an die Honoratioren der (und die) deutschen Kirche:

"Entweltlicht Euch".

Freitag, 15. November 2013

Katakombenpakt - Kirche für die Armen und "Entweltlichung"

Am 16. November 1965 – drei Wochen vor dem Abschluss des II. Vatikanischen Konzils – trafen sich in den Domitilla-Katakomben außerhalb Roms 40 Bischöfe der ganzen Welt. Sie griffen ein Leitwort auf, das Johannes XXIII. einige Jahre vorher ausgegeben hatte.

Johannes hatte das Leitwort von einer “Kirche der Armen” in seiner Rundfunkansprache vier Wochen vor der Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils am 11. Sept. 1962 ausgegeben. Er meinte damit keine Sonderkirche, die im Gegensatz zu einer anderen Kirche oder zu einer anderen Gruppierung in der Kirche steht – etwa die Armen gegen die Reichen oder die Laien gegen die Priester. Sondern er wollte darauf aufmerksam machen, dass die Armen die Kirche überhaupt repräsentierten. Sie sind die Mehrheit des Volkes Gottes in der heutigen Welt. Mehrfach hat er auch Kardinal Lercaro aufgefordert, zu diesem Thema im Konzil zu sprechen. ...
Quelle *klick*

Papst Franziskus scheint diesen Ansatz zu verfolgen. Bei seiner ersten Pressekonferenz am 16. März 2013 sagte er:
„Ich möchte eine arme Kirche und eine Kirche für die Armen.“
Auch die Wahl seines Papstnamens steht für das Programm einer Kirche, die auf Reichtum und Privilegien verzichtet, um für die Armen da sein zu können.

Was aber ist eine Kirche für die Armen?