Mittwoch, 5. Februar 2020

Papst Franziskus zur "Entweltlichung"

Wir haben uns hier schon mehrfach mit dem Aufruf von "unserem deutschen" Papst em. Benedikt zur "Entweltlichung" befasst. Mit seiner Rede im Freiburger Konzerthaus hatte der Papst - damals noch in Amt und Würden - der versammelten Elite der deutschen Kirche und den Berufsfunktionären die Leviten gelesen.
Aktuell hat sich nun auch Papst Franziskus zum Thema geäussert. Und es ist nicht überraschend: zwischen beide "passt kein Blatt":
Papst Franziskus in Santa Marta: „Weltlichkeit lässt uns abrutschen“
Eines der Übel unserer Zeit ist es, in einen Zustand abzugleiten, in dem man den Sinn für Sünde verloren hat. In seiner Predigt in der Casa Santa Marta erinnerte Papst Franziskus daran, dass auch ein Heiliger wie David gesündigt habe. Doch diese Gefahr bedrohe uns alle, deshalb sei es nötig, sich immer darüber Rechenschaft abzulegen, ob wir dem Geist der Welt nachgeben.
Franziskus ging in seiner Predigt von diesem Freitag von der Tageslesung aus dem 2. Buch Samuel aus. Darin wird von König David berichtet, „dem heiligen König David“, der in seinem Wohlstand vergisst, dass er ein von Gott Auserwählter ist. So wie einst David gehe es heute vielen Menschen, sagte Franziskus. Damit meinte er Menschen, die nach außen anständig scheinen, „jeden Sonntag zur Messe gehen und sich christlich nennen“, aber die doch „das Bewusstsein für die Sünden“ verloren haben.
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Es stehe gefährlich, wenn uns Sünden nach und nach sogar „normal“ vorkommen, so Franziskus. Und er zählte ein paar Beispiele auf: Hausangestellte um ihren Lohn prellen. Hilfsarbeitern nur die Hälfte des Lohns zahlen, der ihnen eigentlich zusteht.
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Wir brauchen manchmal eine Ohrfeige des Lebens

„Das sind gute Menschen, so scheint es, die so etwas machen. Sie gehen jeden Sonntag in die Messe, nennen sich christlich. Aber warum tust du das? Oder andere Sünden? Das kann ich dir sagen. Ja, weil du in einen Zustand abgerutscht bist, in dem du das Bewusstsein für die Sünde verloren hast. Und das ist eines der Übel unserer Zeit. Pius XII. hat das einmal gesagt: Das Bewusstsein für die Sünde verlieren. Zu denken, dass man sich alles erlauben kann…“
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Wir möchten diese klare Aussage mit einem weiteren Punkt verbinden - einer Stellungnahme aus der ersten Synodalversammlung. "Katholisch.de" berichtet:
Das kirchliche System der Angst bröckelt
Einer der stärksten Redebeiträge der ersten Synodalversammlung stammt wohl von einer Ordensschwester, die das System der Angst in der Kirche beschreibt. ...
Es waren eindrucksvolle und starke Worte, die die Benediktinerin Philippa Rath bei der Synodalversammlung formulierte. Die Ordensfrau attestierte der Kirche noch immer ein großes Angstpotenzial – bei Missbrauchsopfern, bei den Gläubigen in den Gemeinden und bei den Mitarbeitern in den Generalvikariaten. Der Auslöser sei für sie immer der gleiche: die (klerikale) Macht.
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Dürfen wir nochmal auf einen Blogbeitrag verweisen?
Deutsche Kirche - und der Vatikan
nachlesen müsst Ihr allerdings schon selber ....

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