Dienstag, 19. März 2013

Nahles: kirchliches Arbeitsrecht bleibt


siehe www.katholisch.de

Andrea Nahles kämpft für das Sonderarbeitsrecht der Kirchen. Naja. Sie verlangt auch das Streikrecht für Kirchenmitarbeiter. Schön.
Warum denn aber immer dieser Respekt vor den Arbeitsrechtsregelungssystemen der Kirchen (der großen Katholiken wie Nell-Breuning SJ immer gefehlt hat), die noch nie etwas anderes zustandegebracht haben als das Tarifsystem des öffentlichen Dienstes zu kopieren. (Wobei in den letzten Jahren die Qualität der Kopien erhheblich nachgelassen hat.)
Warum ist ausgerechnet die SPD nicht in der Lage, zu sehen, dass eine ihrer zentralen Normideen, die sie mit den Kirchen teilt, nämlich die Solidarität im 2. Weg realisiert wird und nicht im 3. Weg, der lediglich die Früchte erntet, die andere gesät haben, indem er den Kampf für und die Gestaltung der Tarifverträge, die er paritätisch und im Konsens findet, an die Kollegen im 2. Weg auslagert.
Was könnten wir für einen Sozialtarifvertrag haben, wenn wir uns als Beschäftigte - egal ob bei kirchlichen oder säkularen Wohlfahrtsverbänden, bei privaten oder öffentlichen Anbietern - gemeinsam für anständige Vergütungen und gegen interne tarifliche Schmutzkonkurrenz organisieren würden?

Kommentare:

  1. wir sind hier bei der "Caritas" und kath. Kirche - also ist unsere Grundlage die kath. Soziallehre, insbesondere in Form der päpstlichen lehramtlichen Schreiben (Sozialenzykliken). Und da gilt Gewerkschaftsprinzip, Tarifvertrag und Streikrecht.
    Wenn die Nahles (ist die überhaupt katholisch) die lutheranische Meinung wiedergibt, dass der "Dritte Weg" als Ausprägung der Theologie quasi zum Glaubensbekenntnis gehört, dann soll das deren Meinung sein.

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  2. Ja.aber spiegelt sie die Meinung der SPD wieder? Falls ja : es ist Wahljahr!

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