Freitag, 19. Oktober 2018

"You'll never walk alone" - auf dem 3. Weg?

Die Verheißung "You'll never walk alone" ist offensichtlich nicht auf den 3. Weg gemünzt. Das aktuelle Info der RK-Ost-Mitarbeiterseite schildert eine neue Variante den paritätischen Konsens zu vereiteln: man lässt die andere Seite alleine suchen.

"Wir sind allein in LeipzigDienstgeberseite erscheint nicht zur SitzungKein einziger Vertreter der Dienstgeberseite erscheint zur Sitzung der Regionalkommission Ost am 18. Oktober 2018 in Leipzig, obwohl hierzu rechtzeitig geladen wurde. Auf Nachfrage bei der Geschäftsstelle der Arbeitsrechtlichen Kommission in Freiburg wurde uns mitgeteilt, dass die Dienstgeberseite ihre Teilnahme abgesagt hätte.
Am Morgen des 18. Oktober 2018 erreichte uns ein Schreiben der Dienstgeberseite. Darin stellte sie eine weitere Zusammenarbeit erst für die Sitzung am 13. Dezember 2018 und deren Vorbereitung in Aussicht. Diese Entscheidung bedauern wir sehr."

...meldet jedenfalls das aktuelle Info der Mitarbbeiterseite der RK Ost. 

Montag, 15. Oktober 2018

100 Jahre Sozialpartnerschaft – erfolgreich in die Zukunft (ohne die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände)

Der DGB informiert heute per Pressemitteilung: 
In diesem Jahr feiern Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften 100 Jahre Tarifautonomie. 1918 schlossen Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften erstmals eine umfangreiche Kollektivvereinbarung – das sogenannte Stinnes-Legien-Abkommen.
Heute gehört es zum Selbstverständnis dieses Landes, dass die Arbeitsbedingungen, insbesondere Entgelte und Arbeitszeiten, von den Tarifvertragsparteien autonom ausgehandelt und in Tarifverträgen geregelt werden. Diese Unabhängigkeit von staatlichem Einfluss und das verantwortungsvolle Zusammenwirken der Tarifpartner sind ein starkes Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands.  

Donnerstag, 11. Oktober 2018

In Krankenhäusern fehlen rund 100.000 Pflege-Stellen – Gesetze und Gesetzesvorschläge des Gesundheitsministeriums greifen zu kurz

Heute tritt die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung in Kraft.

Eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Expertise befasst sich kritisch mit aktuellen Gesetzesregelungen:
Im Pflegedienst deutscher Krankenhäuser fehlen schätzungsweise gut 100.000 Vollzeitstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Expertise. Zwei geplante Gesetzesregelungen aus dem Haus von Gesundheitsminister Jens Spahn sollen nun für „ausreichend“ Pflegepersonal sorgen. Die vorliegenden Entwürfe des Bundesgesundheitsministeriums werden die große Personallücke aber nicht schließen, zeigt die Studie von Prof Dr. Michael Simon, Pflegeexperte von der Hochschule Hannover.
mehr: Pressemitteilung der Hans-Böckler-Stiftung vom 8. Oktober 2018

Die Studie selber gibt es hier: https://www.boeckler.de/pdf/p_fofoe_WP_096_2018.pdf

Dienstag, 9. Oktober 2018

Fachtagung Altenhilfe am 21. November 2018 in München

Fachtagung Altenpflege im Münchener Gewerkschaftshaus,
 am 21.11.2018 in München

Folgende Themen werden auf der Fachtagung behandelt:

Aktueller Stand der Vereinigung der Pflegenden in Bayern

Auswirkungen des PSG II + III auf die Bewohner, Leistungserbringer und die Beschäftigten

  • Referent: Timo Balmberger (Geschäftsführer CAIDAO Institut für Betriebsratsberatung)

Schwerpunkt Altenpflege „Drei Wege sollst Du gehen…“
Referent: Lorenz Ganterer (ver.di Bayern, Landesfachbereich 3)

Arbeitsgruppen wird es z folgenden betrieblichen Themen geben:

  • Dienstplangestaltung
  • „brennende“ Themen wie Entlastung im Arbeitsalltag
  • Ausbildung in der Altenpflege

Weitere Information zur Anmeldung und den Tagungskosten sowie zur Freistellung finden sich in der Einladung, welche zum Download bereit steht.

Montag, 8. Oktober 2018

Evaluation Entgelttransparenzgesetz

Im Sommer 2019 soll die erste Evaluation des Gesetzes zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern vorliegen. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird diese von der Kienbaum Consultants International GmbH erstellt.

Wichtiger Bestandteil der Evaluation ist eine Online-Befragung unter Betriebs- und Personalräten - und natürlich Mitarbeitervertretungen - zu ihren Erfahrungen mit dem Entgelttransparenzgesetz in der Praxis. Dadurch sollen Rückmeldungen zum Gesetz bzw. Anregungen zur Weiterentwicklung der gesetzlichen Regelungen erfasst werden, um darauf aufbauend Handlungsempfehlungen abzuleiten.

 Die Online-Befragung kann über folgenden Link aufgerufen werden:

https://survey.kienbaum.com/studio/050920181551/entgeltgleichheit/

Dort finden sich auch weitere Informationen zur Befragung und Hinweise zum Ausfüllen des Fragebogens. Der Fragebogen sollte bis zum 15. Oktober 2018 bearbeitet werden. Für die Beantwortung der Fragen werden ca. 20 Minuten Zeit benötigt.

Die im Rahmen der Befragung erhobenen Daten werden streng vertraulich behandelt und nur anonymisiert ausgewertet. Im Rahmen der Aufbereitung der Ergebnisse wird keine Identifikation von handelnden Personen möglich sein.

 Sollten weitere Informationen zur Online-Befragung benötigt werden oder sich Fragen ergeben, können diese an entgelttransparenz@kienbaum.de gestellt werden.

Eine rege Beteiligung an auch durch Mitarbeitervertretungen wäre wichtig. Sie erhöht die Chance, Kritikpunkte am Entgelttransparenzgesetz in der ersten Evaluation sicher zu verankern und die notwendige Weiterentwicklung des Gesetzes voranzutreiben.

Anmerkungen:
Das Entgelttransparenzgesetz gilt selbstverständlich auch für die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände, sie sind im Gesetz mit ihren Besonderheiten ausdrücklich erwähnt. Die Befragung von Kienbaum erwähnt die Kirchen allerdings nicht und auch nicht die Mitarbeitervertretungen. Der Versuch, bei der Befragung sich der Alternative Unternehmen / Privater Sektor - Institution der öffentlichen Verwaltung
zu verweigern, führt zum Ausschluss bei der Befragung. Wenn man sich entweder als "privat" oder "öffentlich" charakterisiert und die Anrede als Betriebs-/Personalrat überhört, gelingt die Beteiligung an der Befragung, die auch insgesamt lehrreich ist.
Warum das zuständige Bundesministerium die Kirchen und ihre Beschäftigten nicht in den Evaluationsauftrag mit einbezogen hat, wissen wir auch nicht.



Samstag, 6. Oktober 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass eine Reihe von professoralen Advokaten des 3. Wegs und des Sonderarbeitsrechts der katholischen Kirche weder persönlich vom 3. Weg noch vom kirchlichen Mitbestimmungsrecht betroffen und gelegentlich nicht mal katholisch sind.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 5. Oktober 2018

Fachtagung Behindertenhilfe am 5. November 2018 in Nürnberg

Die Fachtagung Behindertenhilfe am 05.11.2018

wird sich mit folgenden Themen befassen:

Wie das Bundesteilhabegesetz die Behindertenhilfe neu steuert – neue Rollen, Finanzierung und Auswirkungen auf die Beschäftigten

  • Referenten: Timo Balmberger (Geschäftsführer CAIDAO Institut für Betriebsratsberatung) und Detlev Blitz (langjähriger Geschäftsführer eines Wohlfahrtsverbandes und Kooperationspartner von CAIDAO)

Schulische Inklusion in Förderschulen für geistige Entwicklung in Bayern – Vorgaben, Konzepte, Erfahrungen, Perspektiven

  • Referent: Ullrich Reuter (Schulleiter der Jakob-Muth-Schule für geistige Entwicklung der Lebenshilfe Nürnberg e. V., Vorsitzender des Ausschusses für Kindheit und Jugend des Landesverbandes der Lebenshilfe Bayern e. V.)

Arbeitsgruppen wird es zu folgenden Themenfelder geben:

  • Arbeitszeitmodellen
  • Aufwertungskampagne (HEP – Ausbildung)
  • Meister - FK in den Werkstätten
  • Situation von SozialpädagogInnen

Es sind noch Plätze frei!

Infos und Anmeldemöglichkeit:
https://gesundheit-soziales-bayern.verdi.de


Donnerstag, 4. Oktober 2018

Fachtagung Altenhilfe: Altenhilfe braucht Bewegung

ver.di-Fachtagung: Beschäftigte fordern Entlastung und Aufwertung. Doch die Pläne der Bundesregierung sind unzureichend. Es braucht Engagement und Druck aus den Betrieben.


"Den Teufelskreis durchbrechen!"
ist das wesentliche Fazit der Fachtagung Altenhilfe am 4./5. September 2018 in Göttingen:

Ein der Befragung im Rahmen einer wissenschaftlichen Studie von Prof. Wolfgang Schröder zufolge...
..sind viele Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen durchaus bereit, sich zu engagieren und an Aktionen bis hin zu Streiks teilzunehmen. Das Problem ist nur: Sie wissen nicht, wie. Vier von fünf Beschäftigten geben an, noch nie von einem oder einer Gewerkschafter/in angesprochen worden zu sein. »Das ist ein Teufelskreis«, erklärte Schroeder. »Die Gewerkschaft hat wenige Mitglieder, verfügt deshalb über geringe Ressourcen und ist in den Betrieben kaum präsent – und gewinnt dadurch wenige neue Mitglieder.«
Diesen Teufelskreis zu durchbrechen, haben sich die Teilnehmer/innen der Göttinger Tagung fest vorgenommen. In einer Resolution riefen sie »unsere Kolleginnen und Kollegen in allen stationären und ambulanten Einrichtungen (…) dazu auf, aktiv zu werden, betriebliche Interessenvertretungen zu wählen, sich gewerkschaftlich zu organisieren, Tarifverträge zu erkämpfen. Nur so lässt sich die Abwärtsspirale aus geringer Bezahlung, schlechten Arbeitsbedingungen und fehlenden Pflegekräften durchbrechen. Mehr von uns ist besser für alle!«

Einen ausführlichen Bericht mit weiterführenden Hinweisen gibt es hier:
ver.di-Fachtagung: Beschäftigte fordern Entlastung und Aufwertung