Donnerstag, 16. August 2018

Pressemeldung: Kita-Gewerkschaft ver.di fordert ein wirklich "Gutes-Kita-Gesetz"

trotz Ferien - die Arbeit geht weiter, und Pflege oder Sonntagsarbeit ist nicht das einzige Betätigungsfeld der Gewerkschaft. Dazu die folgende Pressemeldung:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de


Kita-Gewerkschaft ver.di fordert ein wirklich "Gutes-Kita-Gesetz"

Berlin, 10.08.2018


Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert, dass der Referentenentwurf für ein "Gute-Kita-Gesetz" hinter dem Ziel des Ministeriums zurückbleibt. Dennoch begrüßt ver.di, dass der Bund Mittel für die Kitas zur Verfügung stellt, die über den vereinbarten Betrag in der Koalitionsvereinbarung hinausgehen. Leider ist im Entwurf nicht verbindlich vorgesehen, dass dauerhaft Mittel vom Bund zur Verbesserung der Qualität der Kitas und zum Ausbau des Angebots sowie zur Gewinnung von Fachkräften zur Verfügung gestellt werden.

Sonntag, 12. August 2018

Sonntagsnotizen - Sonntagsarbeit

Es ist eigentlich längst geklärt - Sonntagarbeit ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Trotzdem versuchen immer wieder neu verschiedene Interessenten - Einzelhändler, Kommunen - die gesetzliche Regelung zu unterlaufen. Ver.di und katholische Organisationen wie die KAB scheinen die einzigen zu sein, die den Sonntag noch nicht dem Kommerz opfern wollen. Inzwischen ist es erneut zu einem Gerichtsverfahren gekommen:

Donnerstag, 9. August 2018

Sommerpause? Trotzdem tut sich was - sachgrundlose Befristung

Während sich die Mitarbeiterseite der Bayerischen Regional-KODA seit längerer Zeit bemüht, die sachgrundlose Befristung durch einen KODA-Beschluss verbindlich abzuschaffen (vgl. KODAKOMPASS Nr. 69, März 2018, S. 4 "woran wir arbeiten und Bericht aus Sicht der Mitarbeiterseite von der 182. Vollversammlung der Kommission für das Arbeitsvertragsrecht der bayerischen Diözesen am 20. und 21. Juni 2018 in Augsburg), schafft das Bistum Eichstätt "Fakten".


Das Bistum Eichstätt verzichtet künftig darauf (aufgrund eines Beschlusses der Ordinariatskonferenz), und der Vermittlungsausschuss der Regional-KODA NW hat am 18. Juli den Beschluss gefasst, den Plan der Großen Koalition in die KAVO zu übernehmen. Der Text dazu ist auf "katholisch.de" veröffentlicht worden.
Exklusiv: Kirche in NRW schränkt sachgrundlose Befristungen ein

Schon lange sind sachgrundlose Befristungen den kirchlichen Mitarbeitern ein Dorn im Auge: Sie fordern die Prinzipien der katholischen Soziallehre auch für ihre Arbeitsverträge ein. Nun gibt es in den NRW-Bistümern eine neue Regelung. Der neue Gesetzestext liegt katholisch.de exklusiv vor.
Wir warten auf Nachfolger - auch bei der Caritas!

Mittwoch, 8. August 2018

Boeckler-Studie: Arbeitsbedingungen von Pflegenden - In Schweden läuft manches besser

Ähnlich wie in Deutschland ist bei den Arbeitsbedingungen von Altenpflegekräften in Japan und Schweden noch viel Luft nach oben. Manches läuft insbesondere in Schweden allerdings besser, zeigt eine von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Vergleichsstudie.*

Die Altenpflege wird angesichts des demografischen Wandels in den Industriestaaten immer wichtiger. Ein "Best Practice"-Beispiel, das gute Leistungen für Pflegebedürftige, gute Arbeitsbedingungen für Pflegende und eine gesicherte Finanzierung zusammenbringt, gibt es bislang in keinem Land. Interessante Unterschiede dagegen schon. Das zeigt die Studie der Sozialwissenschaftlerin Prof. Dr. Hildegard Theobald von der Universität Vechta, die die Situation in Deutschland, Schweden und Japan vergleicht. Zeitdruck, Erschöpfung und prekäre Arbeitsverhältnisse sind demnach unter den Pflegekräften in allen drei Ländern verbreitet. Schweden tut sich immerhin durch eine umfassende Qualifizierungsstrategie hervor. In Japan ist der Männeranteil  in der stationären Versorgung vergleichsweise hoch. Deutschland verfügt im Ländervergleich über ein relativ hohes Qualifikationsniveau in der ambulanten Pflege, während die stationären Einrichtungen in dieser Hinsicht relativ schlecht dastehen. Außerdem haben es Beschäftigte mit Migrationshintergrund hierzulande vergleichsweise schwer.

Freitag, 3. August 2018

Kirchen als Hindernis bei Verbesserungen in der Altenpflege?

In den Extraseiten "Christ & Welt" der Wochenzeitung "Die Zeit" findet sich in der aktuellen Ausgabe vom 2. August 2018 ein ungewöhnlich prägnanter Beitrag zur problematischen Rolle, welche die kirchlichen Wohlfahrtsverbände für das Elend der Altenpflege spielen:

Frank Drieschner befasst sich unter dem Titel
"Wie schwer wiegt das Elend? Die Altenpflege soll reformiert, aber nicht ernsthaft verbessert werden - und die Kirchen unterstützen das"
Als problematisch ordnet Drieschner insbesondere die Doppelrolle der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände ein:
"Sie machen, wie andere Anbieter von Pflegeleistungen, das Beste aus schlechten Bedingungen. Und sie verpassen der Altenpflege ihr Gütesiegel. Wer wirklich nicht wissen will, wie es in den Heimen zugeht, der kann sich damit trösten: So schlimm können die Verhältnisse nicht sein, wenn doch die Kirchen daran mitwirken, sie zu gestalten." 

Montag, 30. Juli 2018

Volksbegehren in Bayern: Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern

Am vergagnenen Donnerstag, den 26. Juli 2018, hat in Bayern die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren „Stoppt den Pflegenotstand an Bayerns Krankenhäusern“ gestartet. Ziel ist es, eine gesetzliche Personalbemessung für die Pflege und andere Berufsgruppen im bayerischen Krankenhausgesetz zu verankern.

Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di fehlen alleine in Bayerns Krankenhäusern derzeit 12.000 Pflegestellen. Dies hat tagtäglich negative Auswirkungen auf die Versorgung der Patient*innen und auf die Gesundheit des Pflegepersonals. Dies wollen die Initiator*innen gemeinsam mit Bündnispartner*innen und über 200 Erstunterzeichner*innen ändern und starten deshalb ein Volksbegehren, um die Qualität der Patient*innenversorgung im Krankenhaus zu verbessern und die chronisch überlasteten Pflegekräfte zu entlasten.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Verhandlungen zu Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern gescheitert: Jetzt ist der Gesundheitsminister gefragt

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat gestern das Scheitern der Verhandlungen über die Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern verkündet. 

Hier die ver.di Pressemitteilung dazu:

Verhandlungen zu Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern gescheitert: Jetzt ist der Gesundheitsminister gefragt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) begrüßt das Scheitern der Verhandlungen zu den vollkommen unzureichenden Pflegepersonaluntergrenzen in Krankenhäusern. Mit der heutigen Erklärung der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), sie weise den Verhandlungsstand mit den Krankenkassen zurück, sei "der Weg frei für die große Lösung", so Sylvia Bühler, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand.

Montag, 23. Juli 2018

Pressemeldung: Historische Chance in der Altenpflege

berichtet die Stuttgarter Zeitung und führt aus:
Kann die Altenpflege endlich aufgewertet werden? Im Ringen um flächendeckende Tariflöhne in der Altenpflege gibt es jedenfalls deutliche Fortschritte.


„Wir werden mit den weltlichen Wohlfahrtsverbänden Tarifverhandlungen führen“, kündigte Bühler an. „Mit Caritas und Diakonie wieder­um suchen wir einen gangbaren Weg, damit sie adäquat beteiligt sind.“


Da auch die Gewerkschaft, die weltlichen und die kirchlichen Wohlfahrtsverbände dahinter stünden, „muss die Politik diese historische Chance jetzt nutzen und in dieser Wahlperiode die flächendeckenden Tariflöhne ermöglichen“.
Quelle und mehr: Stuttgarter Zeitung

Sonntag, 22. Juli 2018

Sonntagsnotizen - 6 Jahre Blog - was nun bei Caritas und ver.di ?

…. eine kleine Rückschau auf 6 Jahre Blog (seit dem ersten Beitrag am 13.07.2012) kann jeder selbst machen.


Eine kleine Vorschau bietet vielleicht die Süddeutsche Zeitung (print, S. 4) vom Wochenende. Unter der Überschrift "Neue Glaubwürdigkeit" schreibt OLIVER DAS GUPTA anlässlich des Umgangs mit Flüchtlingen:
" … Die Kirchen sind dabei sich zu emanzipieren. …

Diese klare Kante verschafft den Kirchen neue Glaubwürdigkeit, sie sind auf dem richtigen Weg. Aber die Strecke, die bisher zurück gelegt wurde, reicht nicht. Die Mitgliedszahlen werden weiter sinken, wenn es den Kirchen nicht gelingt, ihre Relevanz und Funktion für Kopf und Herz schlüssig zu begründen. Dazu gehört auch der faire Umfang mit den Menschen, die in kirchlichen Institutionen arbeiten. Die Kirchen sollten sich auch um sie bemühen. sind sie doch in einer besonderen Spannungslage: In einer säkularen Gesellschaft muss man nicht mehr Mitglied einer Religionsgemeinschaft sein, um Menschen in Not zu helfen."

Freitag, 20. Juli 2018

Info-Post Altenpflege Nr. 9/Juli 2018

Soeben ist die Info-Post Altenpflege Nr. 9/Juli 2018 erschienen.

Auch dieses Mal gibt es Informationen und Berichte zu ver.di-Aktionen und zu aktuellen gewerkschaftlichen Themen in der Altenpflege.

Mit dabei ist auch ein Bericht zu unserer großartigen Demonstration anlässlich der Gesundheitsministerkonferenz am 20. Juni 2018 in Düsseldorf.
4.000 Kolleginnen und Kollegen auf der Straße, unter der Woche, früh um 11 Uhr!

Außerdem:
Was verdient die Altenpflege und was verspricht die Bundesregierung?
Gibt es gute Tarife auch bei kommerziellen Anbietern in der Altenpflege?


Die Antworten und viele weitere Infos gibt es in der Infopost Altenpflege Nr. 9!