Samstag, 17. Februar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen es als grobes Mißverständnis betrachteten, wenn der gemeinsame Aufruf der Kirchen, Betriebsräte zu wählen auch auf den eigenen Bereich der Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände bezogen würde. In diesem Bereich verfüge man natürlich mit vielen Mitarbeitervertretungsordnungen und Mitarbeitervertretungsgesetzen über einen starken Schutz gegen Betriebsräte, die in der freien Welt agierten. Selbstverständlich sei es in Ordnung, Wein zu predigen und Tee zu trinken.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 16. Februar 2018

Medientipp: Frontal 21 - Auf Kosten der Alten + SWR Odysso: Notstand im Krankenhaus - Woran scheitert gute Pflege?

Die Frontal 21-Sendung vom vergangenen Dienstag hat sich kritisch mit der Situation in privaten Pflegeheimen auseinandergesetzt.
Auf Kosten der Alten
Kommerzielle Altenpflegeheime können derzeit in Deutschland gut verdienen. Denn Pflegekräfte sind rar und preiswert. Jeder Euro, der nicht fürs Personal ausgegeben wird, erhöht die Rendite.
Dabei bezahlen Pflegebedürftige oft Tausende Euro im Monat dafür, dass sich in Heimen sorgfältig um sie gekümmert wird. Doch das ist nicht immer der Fall.
Frontal 21 wollte eigentlich nur nachrechnen, wie viel kommerzielle Heimbetreiber am Pflegegeschäft verdienen. Doch die Recherchen ergaben neben hohen Gewinnen für die Konzerne auch vernachlässigte Bewohner bis hin zu Schwerverletzten in den Einrichtungen.
Der Beitrag ist als Mediathek-Beitrag und als Sendungsmanuskript verfügbar.

Die Sendungsseite bietet darüber hinaus weitergehende Tipps und Informationen.


Und gestern abend hat sich die SWR Odysso mit dem Thema 



befasst:

Mittwoch, 14. Februar 2018

Nicht nur im Krankenhaus, auch in der Altenpflege ...

wie desaströs die Situation in der Pflege ist, macht ein aktúeller Artikel der Süddeutschen Zeitung deutlich. Diese berichtete am 9. Februar:
Selbst Prämien locken Pfleger nicht

Mehrere Heime im Landkreis nehmen keine neuen Bewohner auf, weil Personal fehlt. Da finanzielle Anreize wenig bringen, setzen viele Träger auf die gezielte Anwerbung und Ausbildung ausländischer Fachkräfte

Montag, 12. Februar 2018

Flugblätter zur Tarifforderung in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst

Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat in ihrer Sitzung am 8. Februar 2018 die Forderung für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände beschlossen.

Das was in dieser Tarifrunde durchgesetzt wird, bildet bekanntlich den Rahmen dafür, was im sogenannten 3. Weg für die Beschäftigten der Caritas vereinbart werden kann (die Vokabel "durchsetzen" ist für die dienstgemeinschaftliche Konsenssystem, das über 3/4-Mehrheiten seine Beschlüsse organisieren muss, eher nicht angemessen).

Es ist derzeit nicht herauszufinden, was in den einschlägigen Berufsfeldern durchsetzbar wäre, wenn sich auch die Beschäftigten der Caritas am Kampf für gute Tarifverträge zusammen mit den anderen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, in der Gesundheitshilfe und in der Altenpflege beteiligen würden.

Die FAZ beklagt derweil (FAZ, 9.2.2018), dass die Tarifforderung eine Steigerung um über 11 Prozent bedeuten würde: 

Sonntag, 11. Februar 2018

Sonntagsnotiz zum Weltkrankentag - Papst warnt katholische Krankenhäuser vor Gewinnstreben

In seiner Botschaft zum heutigen Weltkrankentag warnt der Papst die katholischen Krankenhäuser davor, Krankenpflege nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betreiben:
„Dieses Erbe der Vergangenheit hilft dabei, ... katholische Krankenhäuser vor der Gefahr der Betriebsmentalität zu bewahren, die auf der ganzen Welt versucht, die Gesundheitspflege in den Bereich des Marktes eintreten zu lassen und so darin endet, die Armen auszuschließen. Die empathische Intelligenz und die Liebe verlangen vielmehr, dass die Person des Kranken in ihrer Würde geachtet wird und immer im Mittelpunkt des Behandlungsprozesses gehalten wird. ,
so der Papst.

Samstag, 10. Februar 2018

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass - anders als im Umgang mit den Finanzen - den Bistümern im Umgang mit den Mitarbeitern deutlich weniger Fehler und insbesondere auch keine der kostspieligen Art oder der medialen Skandalisierung unterlaufen. Verstöße kirchlicher Einrichtungen etwa gegen das Betriebsverfassungsgesetz seien praktisch unbekannt.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 9. Februar 2018

ver.di-Tarifkommission für den öffentlichen Dienst fodert sechs Prozent, mindestens 200 Euro mehr und 100 Euro für Auszubildende

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft heute (8.2.) in Berlin beschlossen.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Koalitionsvereinbarung zu Krankenhaus und Altenpflege: ver.di mahnt zügige und konsequente Umsetzung an


Richtige Weichenstellungen im Krankenhaus


Die geplanten Maßnahmen von SPD, CDU und CSU im Bereich der Krankenhauspflege bezeichnet Sylvia Bühler, Mitglied im Vorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als "teils kleine, teils große Schritte in die richtige Richtung“. Die Koalitionsvereinbarung sieht vor, dass für alle bettenführenden Abteilungen in Krankenhäusern Untergrenzen für die Personalausstattung eingeführt werden sollen. Ein entsprechender Auftrag an die Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) aus dem letzten Jahr solle erweitert werden. GKV und DKG hatten zuletzt Untergrenzen für sechs Stationen diskutiert, was aus Sicht von ver.di die Gefahr eines "Verschiebebahnhofs" in den Krankenhäusern berge. Auch seien Untergrenzen nun nicht mehr nur für die "Vermeidung unerwünschter Ereignisse" gedacht. Nach Auskunft der SPD sollen sie sich am Pflegebedarf der Patienten orientieren und für Entlastung der Beschäftigten sorgen. „Wir werden Union und SPD daran messen, wie diese qualitativen Verbesserungen umgesetzt werden“, so Bühler.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Altenpflege - höhere Gehälter? - Das geht!

Altenpflege

Höhere Gehälter – mehr Fachkräfte

Münchens kommunaler Pflegeheimbetreiber zahlt Pflegefachkräften in den ersten zehn Jahren mehr als im Flächentarif TVöD. Seither hat er weniger Probleme bei der Personalgewinnung.
Arnim ThomaßAltenpflege
ver.di meint: Fachkräfte in der Pflege sollten mindestens 3.000 Euro brutto im Monat verdienen. Im Münchenstift wird das bereits seit einem Jahr umgesetzt – mit positiven Folgen, auch für den Arbeitgeber. Der kommunalen Pflegeheimbetreiber hat deutlich weniger Schwierigkeiten, neues Personal zu finden, die Ausgaben für Leasingkräfte sind drastisch gesunken. Hintergrund ist ein von ver.di bei der Münchenstift GmbH Ende 2016 unterzeichneter Tarifvertrag, der unter dem Titel »TVöDplus« firmiert, weil er teilweise über dem Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst liegt. In anderen Münchner Betrieben soll das nun Nachahmer finden.

Dienstag, 6. Februar 2018

Die GroKo und die Pflege

unter dieser Überschrift berichtete gestern Abend das ZDF und erläutert dazu:
... 8.000 neue Pflegerstellen soll es geben, so der Plan der Großen Koalition. Die überwiegende Reaktion darauf: "Das kann nur der Anfang sein". Denn diese Stellen verändern nur wenig am aktuellen Pflegenotstand.
Quelle und Video (verfügbar bis 05.02.2019, 19:25 Uhr)

Eine wesentliche Verbesserung der Situation dürfte erreichbar sein, wenn der Beruf deutlich attraktiver wird. Der Kosten- und Preiswettbewerb der unterschiedlichen Träger ist dazu kontraproduktiv.