Freitag, 20. Oktober 2017

Aufgemerkt Caritas: ver.di Bundestarifkommission läutet den Beginn der Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der VKA ein!

Bekanntlich trüge ein Großteil der Tabellen der AK Caritas, wenn ein solche üblich wäre, einen Copyrightvermerk der Tarifparteien des öffentlichen Dienstes. Dort werden die Tabellen verhandelt und es wird um sie gekämpft. Wenn dann die Ergebnisse durchgesetzt wurden und und als konsensual (nämlich von allen Beteiligten unterschrieben) per Tarifvertrag ihre Rechtsverbindlichkeit erhalten, beginnt die Arbeit der AK Caritas und das Ringen darum, wann und wie die Tabellen abgeschrieben werden und den Segen des kirchlichen Konsenses erhalten.
Mit heftigen Rügen hingegen müssen diejenigen leben, die, wie etwa in der Marienhausklinik Ottweiler tätige Solidarität üben, über Sonntagsreden hinausgehen und selbst aktiv werden und sich am Kampf für bessere Arbeitsbedingungen engagiert beteiligen.
[Vergleichbare Verhältnisse gibt es natürlich auch im sogenannte verfassten Bereich der katholischen Kirche, wo häufig per Tarifautomatik der Konsens dort hergestellt wird, wo die Tarifparteien den Streit beendet haben.]

Das aktuelle Ver.di-Flugblatt informiert über die Lage:



In der Sitzung am 17./18. Oktober 2017 hat die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst die Kündigung der Entgelttabellen zum TVöD, zum TV-V und zu den Tarifverträgen für Auszubildende und für Praktikantinnen und Praktikanten zum 28. Februar 2018 beschlossen.

Ziel ist, gemeinsam mit den ver.di-Mitgliedern deutliche Einkommenserhöhungen im öffentlichen Dienst von Bund und kommunalen Arbeitgebern ab dem 1. März 2018 zu erreichen.

Die Forderungen für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 werden von der Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst am 8. Februar 2018 beschlossen.

Bis dahin haben die ver.di- Mitglieder die Möglichkeit, in den Dienststellen und Betrieben ihre Forderungen und deren Durchsetzungsmöglichkeiten zu diskutieren.



Flugblatt als pdf


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Zahl des Monats

das wiff (Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte) hat in diesem Monat eine Abschätzung zum Fachkräftemangel zur Zahl des Monats gemacht.

Demzufolge fehlen bis 2025 bis zu 329.000 Fachkräfte in der frühkindlichen Bildung an Kitas und Grundschulen. (https://www.fachkraeftebarometer.de/zahl-des-monats/)

Um diese Lücke füllen zu können, müssten die Ausbildungskapazitäten mehr als verdoppelt und der Beruf deutlich attraktiver werden. ver.di weist seit Jahren auf den bereits bestehenden Fachkräftemangel hin, der zuletzt 2015 von den öffentlichen Arbeitgebern noch bestritten wurde.
Politik ist gefordert nun die notwendigen Anstrengungen zu unternehmen und Ausbildungskapazitäten zu schaffen, Ausbildungspersonal zu qualifizieren und zu gewinnen. Das Arbeitsfeld muss attraktiver werden. Für uns bedeutet das: Verbesserung aller Arbeitsbedingungen. Gleichzeitig müssen die notwendigen Bedingungen geschaffen werden, um die Praxis zu einem Ort guter praktischer Qualifizierung zu machen.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Ottweiler - Um Gottes Willen: Entlastung jetzt

unter diesem Titel berichtet ver.di Saar-Trier über den Streik am Marienkrankenhaus
Erstmals hat am 11.10.17 auch das Pflegepersonal eines katholischen Krankenhauses, des Marienhausklinikums in Ottweiler, gestreikt.

Die Streikenden machten deutlich, dass die Überlastung des Krankenhauspersonals auch in Häusern unter kirchlicher Trägerschaft kein Deut besser ist, als in anderen deutschen Kliniken. Das war ein beeindruckender Tag in der saarländischen Kleinstadt Ottweiler. Solidarität wurde an diesem Tag großgeschrieben. Es war auch ein historisches Ereignis. Gestaltet von den Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern des Marienhausklinikums Ottweiler. Wir zeigen hier einen kurzen Film von verdi.TV, der Euch einen Eindruck vermittelt:

Montag, 16. Oktober 2017

Berliner Manifest für gerechte Arbeitsbedingungen in der Diakonie

Nicht nur in katholischen Krankenhäusern stehen die Beschäftigten auf. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Diakonie prangern schon seit Jahren die Missstände an. Am Freitag haben sie ein am Vortag beschlossenes "Berliner Manifest für gerechte Arbeitsbedingungen in der Diakonie" an die Tür der VdDD (Verband diakonischer Dienstnehmer Deutschlands) Geschäftsstelle „genagelt“, mit dem auch die gemeinsame Verantwortung beider kirchlicher Wohlfahrtsverbände angesprochen wird:
...
Diakonie und Caritas stehen im politisch gewollten Wettbewerb miteinander und gegenüber anderen öffentlichen und privaten Trägern. Sie üben zu Recht Kritik an den Folgen von Markt und Wettbewerb in dieser Branche, doch das reicht nicht. Ein gemeinsamer Einsatz für einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag ist dringend erforderlich. Reformen und Aktionen sind angesagt!
Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Mitarbeitervertretungen in den Diakonischen Werken Niedersachsens



Abschließend möchten wir noch einige Berichte aus dem Saarland nachtragen:

Peter Tiefenbrunner hat im Saarländischen Rundfunk unter dem Titel "Wegerecht" einen Kommentar zum Nachhören und Nachlesen gesprochen:
...
„Jede Religionsgesellschaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten selbständig innerhalb der Schranken des für alle geltenden Gesetzes“ bestimmt der Artikel 140. Und da hört die eine Seite halt gerne nach der Hälfte auf zu lesen. ...

Sonntag, 15. Oktober 2017

"Wenn sich nichts ändert, bricht das System zusammen" - Michael Quetting im Interview mit katholisch.de

"Wenn sich nichts ändert, bricht das System zusammen"
Erstmals haben Mitarbeiter eines katholischen Krankenhauses gestreikt. Ihr Ziel: Entlastung für Pflegende. Verdi-Gewerkschaftssekretär Michael Quetting hat den Streik begleitet. Im Interview erzählt er, wie es jetzt weiter geht – und was droht, wenn es zu keiner Einigung kommt.

Weiter auf: http://www.katholisch.de



Samstag, 14. Oktober 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Caritaseinrichtungen, welche die Tarifbindung an die AVR Caritas (obwohl diese als zwingende Verpflichtung beziehungsweise Mitgliedschaftsbedingung  gestaltet ist), missachten, keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen befürchten müssen. Arbeitsrechtliche Konsequenzen seinen auch bei der Caritas in "deutlich über 90 % der Fälle" für Mitarbeiter gedacht und nicht für Dienstgeber.
Im übrigen sei die Formulierung "deutlich über 90 %", mit der die Dienstgeber üblicherweise die Tarifbindung der AVR bezeichnen natürlich ein bescheidenes Understatement: selbstverständlich liege der Anteil der AVR-Anwender unter den AVR-Anwendern bei exakt 100 %!

Vorletztes Gerücht

Freitag, 13. Oktober 2017

Ein Streiktag, der in die Geschichte eingehen wird

 
 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, 
Der erste Streik an einem katholischen Krankenhaus liegt hinter uns. Wir sind immer noch sprachlos, wie unglaublich viele Menschen uns in den letzten Tagen unterstützt haben. Wir haben unzählige Solidaritätsbotschaften über die unterschiedlichsten Wege erhalten. Wir wurden im Streiklokal besucht, zur Demonstration kamen hunderte Unterstützer und diese Petition wurde inzwischen von über 3000 Menschen unterzeichnet.

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Klinikpersonal entlasten - Marienhaus macht mit

"Klinikpersonal entlasten - Marienhaus macht mit":

Einen ausführlichen Beitrag zum spektakulären gestrigen Warnstreik gibt es auf der Themenseite


Erstmals beteiligt sich ein katholisches Krankenhaus an den Streiks für mehr Personal und Entlastung. Am 11. Oktober 2017 legten Pflegekräfte der Marienhausklinik im saarländischen Ottweiler die Arbeit nieder. Sie wollen nichts anders als ihre Kolleginnen und Kollegen in öffentlichen und privaten Krankenhäusern: Arbeitsbedingungen, die eine gute Pflege ermöglichen und die Beschäftigten nicht krank machen.[mehr...]
Das Medienecho zum gestrigen Streik war enorm, wenn auch sachverständige Einordnung gelegentlich Glücksache ist (auch eine noch so intensive Suche in bundesdeutschen Gesetzesbüchern vermag kein angebliches "Streikverbot" für kirchliche Einrichtungen zum Vorschein zu bringen.)

Die Dienstgeberseite der AK Caritas sieht den Warnstreik als "zur falschen Zeit am falschen Ort" angesiedelt und hat kein Verständnis. 

Ein erfreulich katholischer Artikel findet sich auf 
  • http://katholisch.de

    der dann doch eine größere Meinungsvielfalt auch innerhalb der katholischen Kirche dokumentiert als manche für erlaubt halten.
Und Stefan Sell hat sich in erfreulicher Breite und der bei ihm gewohnten Substanz dem Warnstreik und dessen Medienecho gewidmet und weiterführende Anmerkungen dazu gemacht:

Mittwoch, 11. Oktober 2017

In der Marienhausklinik Ottweiler hat der Warnstreik des Pflegepersonals begonnen

Erste Medienberichte:

Saarländischer Rundfunk 11.10.2017:


Spiegel online:


FOCUS online:

  • Warnstreik an katholischem Klinikum ... Rund 50 Beschäftigte haben sich am Mittwoch im Saarland an dem nach Gewerkschaftsangaben bundesweit ersten Warnstreik an einem katholischen Krankenhaus beteiligt.

WELT online:

25 Jahre Katechismus der Katholischen Kirche - Streik ist berechtigt

Am 11. Oktober 1992 feierte er seine Weltpremiere: der Katechismus der Katholischen Kirche. Papst Johannes Paul II. hat ihn am 25. Juni 1992 approbiert und seine Veröffentlichung am 11. Oktober 1992 durch die Apostolische Konstitution Fidei Depositum angeordnet. Das Handbuch dient der Unterweisung in den Grundfragen des römisch-katholischen Glaubens. Entwickelt wurde er von der Katechismuskommission unter Vorsitz von Kardinal Joseph Ratzinger. Der damalige Sekretär der Kommission hieß Christoph Schönborn. Mit katholisch.de hat der heutige Wiener Kardinal über die Herausforderungen gesprochen, die die Erstellung eines "Weltkatechismus" mit sich brachten.
 


siehe auch Ratio Vatikan:
Kirche \ Die deutschsprachige Kirchen

25 Jahre Weltkatechismus: „Referenzwerk schlechthin"

Das Vorhaben, den katholischen Glauben kurz und bündig darzustellen, sei voll aufgegangen, sagte der Wiener Erzbischof, der damals als Redaktionssekretär am Weltkatechismus mitgewirkt hatte, im Gespräch mit uns. „Der Katechismus ist heute das Referenzwerk schlechthin - auch für das Lehramt. Und er ist das Referenzwerk weltweit für die Katechese.“ Allerdings hätte die Aufnahme dieses katholischen Standardwerks gerade im deutschsprachigen Raum in diesen 25 Jahren besser sein können, merkte der Kardinal „mit einem gewissen Kummer“ an.
...


Wir zitieren aus dem Werk in der vom Vatikan veröffentlichten Fassung:
...
2432 Die Unternehmensleiter sind gegenüber der Gesellschaft für die wirtschaftlichen und ökologischen [Vgl. CA 37] Folgen ihrer Tätigkeiten verantwortlich. Sie sind verpflichtet, auf das Wohl der Menschen und nicht nur auf die Steigerung der Gewinne Bedacht zu nehmen. Gewinne sind jedoch notwendig. Sie ermöglichen Investitionen, die die Zukunft des Unternehmens und die Arbeitsplätze sichern.

...

2435 Streik ist sittlich berechtigt, wenn er ein unvermeidliches, ja notwendiges Mittel zu einem angemessenen Nutzen darstellt. Er wird sittlich unannehmbar, wenn er von Gewalttätigkeiten begleitet ist oder wenn man mit ihm Ziele verfolgt, die nicht direkt mit den Arbeitsbedingungen zusammenhängen oder die dem Gemeinwohl widersprechen.
...
(Hervorhebungen durch die Redaktion)

Dienstag, 10. Oktober 2017

Bsirske fordert Sofortprogramm gegen den Pflegenotstand

Erneut Streiks in Kliniken für einen Tarifvertrag Entlastung – Bsirske fordert Sofortprogramm gegen den Pflegenotstand

Klinikbeschäftigte in vier Bundesländern treten heute und morgen (Dienstag, den 10., und Mittwoch, den 11. Oktober 2017) in den Streik für einen Tarifvertrag Entlastung. Hintergrund sind die für die Beschäftigten psychisch und gesundheitlich untragbaren und belastenden Arbeitsbedingungen, die mit der akuten Personalnot einhergehen. "Die Arbeitgeber sind in der Verantwortung, die Arbeit so zu organisieren, dass die Beschäftigten nicht krank werden. Bitter, dass ein Streik nötig ist, damit im Krankenhaus das passiert, was in anderen Branchen eine Selbstverständlichkeit ist," sagte das für die Gesundheitspolitik zuständige Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Sylvia Bühler. Sie wisse, wie viel Mut es bräuchte, die Arbeit gerade im Krankenhaus, niederzulegen und sich nicht mehr moralisch erpressen zu lassen, so Bühler. Erstmals schließen sich am Mittwoch Beschäftigte eines katholischen Krankenhauses den Streikenden an, Beschäftigte der katholischen Marienhausklinik Ottweiler (Saarland).

Saarbrücker Zeitung zu Marienhausklinik Ottweiler: "Aufregung vor der großen Premiere"

Die Saarbrücker Zeitung befaßt sich in einem weiteren Beitrag mit dem geplanten Streik in der Marienhausklinik Ottweiler:

Aufregung vor der großen PremiereAuch an der Berliner Charité hat Verdi mit Streiks Druck auf den Arbeitgeber gemacht. Bundesweit will die Gewerkschaft an mehreren Krankenhäusern auf diese Art und Weise bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen. Besonderheit im Saarland: Hier soll ein kirchliches Krankenhaus bestreikt werden. 
 
Ottweiler. Morgen soll ein katholisches Krankenhaus bestreikt werden – ein Novum. Auch die Bundespolitik ist interessiert.
Der Streik von Beschäftigten der Marienhausklinik...[mehr..]


Bundesweit sind Kolleginnen und Kollegen der Krankenhäuser Kreiskliniken Günzburg-Krumbach, Klinikum Augsburg, Städt. Klinikum Frankfurt Höchst, Universitätsklinikum Düsseldorf und Universitätsklinikum Gießen und Marburg heute in einen 48stündigen Streik getreten.
Konkret fordern die Klinikbeschäftigten die Festlegung einer Mindestpersonalausstattung im Tarifvertrag sowie Regelungen zum Belastungsausgleich, falls die tarifvertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden. Zudem will die Gewerkschaft die Ausbildungsqualität verbessern, beispielsweise durch die Freistellung von Ausbilder/innen für die Zeit der praktischen Anleitung von Auszubildenden. Es müsse ausgeschlossen werden, dass Auszubildende für die Kompensation von Personalengpässen herangezogen werden.

Morgen werden auch die Beschäftigten der Marienhausklinik Ottweiler dazustehen!

Marienhausklinik Ottweiler: Petition zu Versuchen, Kolleginnen und Kollegen einzuschüchtern

 Morgen, am 11.10. streiken Pflegekräfte der katholischen Marienhausklinik im saarländischen Ottweiler für mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen.

Gegen Versuche,  den Streik im Vorfeld zu unterbinden und die Kolleginnen und Kollegen einzuschüchtern, richtet sich eine Petition auf

Weact/Comapt

(Die Petition bietet eine einfache Möglichkeit, auch aus der Ferne Solidarität zu üben!)

Wir dokumentieren den offenen Brief, in dem die Kolleginnen und Kollegen ihre Entscheidung bezgründen,  zu streiken:
Ja, wir werden streiken. Für mehr Personal. Für Arbeitsbedingungen, die es uns ermöglichen, diesen Beruf auch in den nächsten Jahren noch mit Freude auszuüben. Für eine menschenwürdige Pflege, in der ausreichend Zeit bleibt für die Patientinnen und Patienten. Für ein Gesundheitssystem bei dem der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht das Geld.

Montag, 9. Oktober 2017

Bayerisches Krankenhauspersonal setzt Grenzen

Die Gewerkschaft ver.di hat das Krankenhauspersonal für Dienstag und Mittwoch, den 10./11. Oktober, zu Protestaktionen aufgerufen. 
„Wir begleiten die Koalitionsverhandlungen, damit niemand die Personalnot in den Krankenhäusern vergisst und Union und Grüne an ihre Wahlkampfversprechen erinnert werden“, so Robert Hinke, Landesfachbereichsleiter für Gesundheit und Soziales bei ver.di-Bayern. „Von der FDP erwarten wir, über den eigenen ideologischen Schatten zu springen: Krankenhäuser sind keine Fabriken, Gesundheit keine Ware, Beschäftigte keine Zahnräder“, so Hinke. Weitergehende Aktionen sind für den 23./24. Oktober angekündigt.

Zur Seligsprechung des Bischof Graf von Galen (Münster)

Am 9. Oktober 2005 wurde Bischof Clemens August Graf von Galen durch Papst Benedikt XVI. seliggesprochen.
 
Was wir daraus lernen können?
 
Auch und gerade in schwierigen Zeiten ist der Einsatz für Behinderte, Kranke und Schwache und der Widerstand gegenüber falschen Autoritäten ein Gebot christlichen Handelns.
 
"Wir sind nicht Hammer sondern Amboss. Der Amboss kann nicht und braucht nicht zurückzuschlagen, er muss nur fest, nur hart sein. Meist hält der Amboss länger als der Hammer. Bleibet fest, bleibt standhaft." 
 

Bei "Hart aber fair" diskutieren jetzt Plasberg und seine sechs Gäste heute über das Thema Pflege. Eingeladen sind Menschen, die das Thema aus der Praxis kennen.
 

Kirchenappell Pflege: Solidarität mit der Ver.di-Betriebsgruppe Marienhausklinik Ottweiler.


solidarisieren sich zahlreiche Aktive und Amtsträger der katholischen und evangelischen Kirchen (Pfarrer, Diakone,Gemeindereferenten, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Theologinnen und Theologen, Mitglieder von kirchlichen Verbänden) mit den Forderungen der Kolleginnen und Kollegen der Marienhausklinik Ottweiler

7. Oktober 2017
Liebe Pflegerinnen und Pfleger in den Marienhauskliniken,
wir als Aktive und Amtsträger der katholischen und evangelischen Kirchen (Pfarrer, Diakone,Gemeindereferenten, Seelsorgerinnen und Seelsorger, Theologinnen und Theologen, Mitglieder von kirchlichen Verbänden) sind geleitet von den christlichen Werten der Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Sonntagsnotizen: Marienhausklinik Ottweiler zum Streik gerufen

 Man kann auf Entlastung hoffen und man kann dafür kämpfen:

Die Gewerkschaft ver.di ruft alle Beschäftigten und Auszubildende der Marienhausklinik Ottweiler am Mittwoch,11. Oktober 2017 für alle Schichten in 24 Stunden beginnend mit der Frühschicht zu einem Warnstreik auf.

ver.di fordert einen Tarifvertrag Entlastung. Dort soll eine Mindestpersonalausstattung festgelegt und Regelungen zum Belastungsausgleich getroffen werden. Auch die Verbesserung der Ausbildungsqualität wird gefordert, so sollen Auszubildende nicht mehr zur Kompensation von Personalengpässen herangezogen werden dürfen.

siehe: http://saar-trier.verdi.de/







Ver.di beruft sich insbesondere auf das verfassungsrechtlich unabdingbar geschützte Koalitionsrecht, das auch das Streikrecht einschließt:
Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. Abreden, die dieses Recht einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig. Maßnahmen nach den Artikeln 12a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87a Abs. 4 und Artikel 91 (Anm. der Redaktion: dort wird für den Kriegs- und Katastrophenfall eine Beschränkung der Grundrechte geregelt) dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.
Quelle: Artikel 9 Abs. 3 Grundgesetz


Erste Medienberichte zur Ankündigung, in einer katholischen Klinik zum Streik aufzurufen:


Der aktuelle Erwachsenenkatechismus zum Thema:
"Koalitionsrecht, Streik und Aussperrung 

Samstag, 7. Oktober 2017

Menschenwürdige Arbeit ist ein Menschenrecht - Kirche und Gewerkschaften fordern konkrete Zusagen im Koalitionsvertrag


Anlässlich des Welttags für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober fordern der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), MISEREOR, die Deutsche Kommission Justitia et Pax, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands, das Lateinamerika-Hilfswerk Adveniat und Kolping International die künftigen Regierungsparteien auf, im Koalitionsvertrag konkrete Schritte zur Sicherung der Menschenwürde in der Wirtschaft hierzulande und weltweit zu vereinbaren. Soziale Rechte müssen Priorität haben und dürfen von der künftigen Regierung nicht in Frage gestellt werden.
Moderne Sklaverei in der Textilproduktion und Bananenplantagen sowie die Zerstörung von Umwelt und Lebensgrundlagen beim Rohstoffabbau prägen immer noch den Alltag in der globalen Wirtschaft. Jeden Tag verunglücken 6.400 Arbeiter/-innen tödlich, weil Unternehmen keinen angemessenen Schutz gewährleisten. Die Anzahl „moderner Sklaven“ wird weltweit auf 46 Millionen geschätzt. Auch in Deutschland sind ausbeuterische Arbeitsverhältnisse immer noch häufig anzutreffen.
Ende vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung deutsche Unternehmen in einem Nationalen Aktionsplan aufgefordert, auch in ihren globalen Wertschöpfungsketten die Menschenrechte zu achten und spätestens bis 2020 ihre „Sorgfaltspflichten“ umzusetzen. „Die Achtung der Menschenrechte ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass auch die Armen von wirtschaftlicher Entwicklung profitieren können“, erklärt der für MISEREOR zuständige Erzbischof Stephan Burger. „Die Regierungspartner sollten eine ambitionierte Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte im Koalitionsvertrag vereinbaren. Wenn die Unternehmen die internationalen Standards bis 2020 nicht erfüllen, brauchen wir dringend eine gesetzliche Regelung, wie sie im Aktionsplan erwogen wird“, so Erzbischof Burger.
Die Gewerkschaften und Kirchen fordern die künftige Bundesregierung auf, auch in Deutschland ausbeuterische Arbeitsbedingungen konsequent zu bekämpfen. „Menschenunwürdige Arbeitsbedingungen sind nicht hinnehmbar, sei es bei Wanderarbeitnehmern auf Baustellen oder in der Fleischindustrie“, sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Die Handlungsmöglichkeiten für Gewerkschaften müssen gestärkt werden und bei grenzüberschreitenden Arbeiten dürfen keine rechtsfreien Räume entstehen. Zur konkreten Durchsetzung der Rechte bedarf es wirkungsvoller Arbeitsinspektionen in allen Ländern“, so Hoffmann. Dadurch werde einer Zersplitterung der Überwachungs- und Kontrollbehörden entgegengewirkt. Zudem müsse ein Verbandsklagerecht im Arbeitsrecht eingeführt werden. Die kollektive Interessenvertretung schütze die Akteure und erleichtere die Durchsetzbarkeit ihrer Ansprüche.

[Quelle: DGB-Pressemitteilung vom 5. Oktober 2017]

Freitag, 6. Oktober 2017

Aufruf zur Solidarität Charité auf saarländisch heißt Ottweiler

Aufruf zur Solidarität
Charité auf saarländisch heißt Ottweiler
Demo am 11.10.17

Diese Auseinandersetzung hat aber für das ganze Land eine große Bedeutung. Ohne die Einbeziehung der kirchlichen Träger wird es keine Entlastung in den Krankenhäusern geben. Wenn ver.di Entlastungstarifverträge nur in den kommunalen Häusern erreichen würde, würde dies unter den aktuellen Finanzierungsbedingungen das Aus für die kommunalen Häuser bedeuten.

Die Situation ist nicht nur in Ottweiler unerträglich. Im September haben überall in Deutschland Aktionen und Streiks für mehr Personal stattgefunden. Auch an der Charité wurde erneut gestreikt und wird jetzt erneut verhandelt. Überall erwarten wir, dass man mit uns über Entlastung verhandelt. Wir wollen nicht durch unsere Arbeit selbst krank werden. So der Tenor in den Krankenhäusern in Deutschland. So auch der Tenor in Ottweiler.

Nun wird seitens der Marienhaus Unternehmensgruppe behauptet, „dass Streiks in caritativen Einrichtungen … grundsätzlich unzulässig“ seien. Das ist so nicht richtig.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

KAB- Landesbezirk Saar: Solidarität mit dem Personal der Marienhausklinik Ottweiler


Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) - Landesbezirk Saar ruft dazu auf, sich an der ver.di-Demonstration für mehr Pflegepersonal sowie gerechte und faire Arbeitsbedingungen zu beteiligen.
Diese startet am Mittwoch, 11. Oktober um 16.30 an der Marienhausklinik in Ottweiler.
Im Aufruf der KAB heißt es: „Wir unterstützen die Bemühungen, eine spürbare Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Pflegebereich für die MitarbeiterInnen zu erreichen!“ Die katholische Arbeitnehmerbewegung hält den von ver.di und kirchlichen Mitarbeitervertretungen (MAV) in der Pflege initiierten Saarbrücker Appell „Aufstehen für die Pflege“ nach wie vor für
notwendig. Sie solidarisiert sich aktuell besonders mit den Beschäftigten der Marienhausklinik Ottweiler, sowie den VertreterInnen in der MAV.

KAB Trier 4. Oktober 2017 - Aufruf: Aufstehn für die Pflege

siehe auch: Aufruf der Ver.di-Betriebsgruppe

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Kolleginnen und Kollegen kämpfen für das Bleiberecht für Anwar Khan Safi

Die MitarbeiterInnen des Klinikums Augsburg machen sich große Sorgen, dass ihrem Arbeitskollegen Anwar Khan Safi mit hoher Wahrscheinlichkeit in wenigen Tagen die Abschiebung in das Bürgerkriegsland Afghanistan droht. In einer Petition an den Bayerischen Landtag fordern hochrangige VertreterInnen von ver.di, unter anderem der Bundesvorsitzende Frank Bsirske, die Abschiebung zu stoppen und dem Kollegen ein Bleiberecht zumin-dest für die Dauer seiner Ausbildung einzuräumen.

Anwar ist 2014 aus seiner kriegszerstörten Heimat Afghanistan nach Deutschland geflohen. Während seines Asylverfahrens lernte er fließend Deutsch und hat 2016/17 im Klinikum Augsburg erfolgreich eine einjährige Ausbildung zum Krankenpflegehelfer absolviert. Seit August 2017 ist Anwar am Klinikum angestellt und im KollegInnenkreis außerordentlich beliebt. Er engagiert sich darüber hinaus seit über zwei Jahren als ehrenamtlicher Sanitäter bei den Johannitern in Augsburg. Er hat bereits die Zusage, ab 1. Oktober diesen Jahres die fachlich höherwertige Ausbildung am Klinikum zum Gesundheits- und Krankenpfleger beginnen zu können.

Dienstag, 3. Oktober 2017

Deutsche Einheit: wenig Feierstimmung

Der DGB mahnt in einem aktuellen Beitrag

Deutsche Einheit: Gleichwertige Lebensverhältnisse überfällig

an, die gesellschaftliche Spaltung zu überwinden und betont "dass jedes Beschwören deutscher Einheit zur hohlen Phrase verkommt, wenn damit nicht auch ein aktives Handeln zur Beseitigung der ungleichen Arbeits- und Lebensverhältnisse einhergeht."

klartext 35/2017:
Aktives Handeln statt hohler Phrasen
Aus wirtschaftspolitischer Perspektive tritt damit offen zu Tage, dass jedes Beschwören deutscher Einheit zur hohlen Phrase verkommt, wenn damit nicht auch ein aktives Handeln zur Beseitigung der ungleichen Arbeits- und Lebensverhältnisse einhergeht. So weist der Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der deutschen Einheit aus, dass in Ostdeutschland gegenüber einem Bevölkerungsanteil von rund 15 % mehr als 26 % aller Erwerbslosen in Deutschland leben. Wer im Osten als Arbeitnehmer erwerbstätig ist, verdient je Stunde nur knapp 80 % des Einkommens eines westdeutschen Beschäftigten und auch die gesamtwirtschaftlichen Investitionen je Einwohner sind mit rund 70 % des westdeutschen Niveaus weit unterdurchschnittlich (siehe Grafik).

Montag, 2. Oktober 2017

Aufruf der ver.di Betriebsgruppe im Marienkrankenhaus Ottweiler: "Wir fordern: Verhandlungen über Entlastung jetzt!"

In Ottenweiler demonstrieren am 11. Oktober 2017 um 16:30 Kolleginnen und Kollegen des
Marienkrankenhauses Ottweiler zusammen mit (hoffentlich zahlreichen) Unterstützern im Rahmen der Kampagne
Auch Bundesfachbereichsleiterin und Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes Sylvia Bühler kommt nach Ottweiler.

Wir dokumentieren den Brief der  ver.di Betriebsgruppe im Marienkrankenhaus Ottweiler:
„Wir fordern: Verhandlungen über Entlastung jetzt!
Liebe Kolleginnen und Kollegen, 
Die Arbeitsbelastung im Klinikalltag ist nicht länger hinnehmbar. Seit Anfang des Jahres haben wir deutlich vernehmbar das ausgesprochen, was sowieso alle wissen: wir brauchen mehr Personal. Wir haben demonstriert, eine aktive Mittagspause gemacht, Briefe an den Bischof geschrieben und vieles mehr. Verändert hat sich bisher nichts. Der Arbeitsalltag und die im Leitbild festgehaltenen Werte stehen im offenen Widerspruch.Dieser Ruf nach Entlastung ist eine Reaktion auf die von der Marienhaus-Geschäftsführung einseitig abgebrochenen Entlastungs-Gespräche mit ver.di. Jede und jeder von uns ist es Wert, unter guten Arbeitsbedingungen zu arbeiten. Jede Patientin und jeder Patient verdient eine würdevolle und menschliche Pflege. Es ist jedem bewusst, dass es in einem Krankenhaus Zeiten gibt, in denen die Arbeitsbelastung besonders hoch ist. Doch so wie jetzt wird Stress zum Dauerzustand. Resignation, gefährliche Pflege und vielfältige Gefährdung unserer Gesundheit sind die Folge.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Internationaler Tag der älteren Menschen: Lebenssituation Älterer verbessern

Di Pasquale: Sozialen Abstieg im Alter verhindern

Der 1. Oktober ist der Internationale Tag der älteren Menschen. Dieser Tag steht dafür, Männern und Frauen ein Alter in Sicherheit und Würde zu ermöglichen. Aus diesem Anlass fordert Verena Di Pasquale, stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, ihre Lebenssituation zu verbessern: „Immer mehr Ältere sind von Armut bedroht. Um hier einen Riegel vorzuschieben und sozialen Abstieg im Alter zu verhindern, brauchen wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik. Die Stärkung  der gesetzlichen Rente muss ganz oben auf der politischen Agenda stehen. Zuallererst geht es darum, das Rentenniveau zu stabilisieren und anschließend deutlich anzuheben, damit die Rente ihrer Lohnersatzfunktion auch nachkommen kann.“

Samstag, 30. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass ungeachtet der laufenden Koalitionsverhandlungen die AK Caritas an der Obergrenze festhalten möchte. Und zwar soll weiterhin der TVöD die Obergrenze bilden für Tarifbeschlüsse, die durch die AK für die Beschäftigten bei der Caritas festgelegt werden.
Auch bei den sogenannten mittleren Werten sei es gelungen, diese als Obergrenze zu gestalten, so dass nur der untere Bereich der Bandbreiten genutzt wird und die Caritas-Einrichtungen wirksam vor Belastungen durch die etwaige Nutzung der Bandbreite oberhalb der mittleren Werte geschützt werden.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 29. September 2017

Mehr Personal auch nach der Wahl

Die zahlreichen bundesweiten Proteste und kreativen Aktionen der Beschäftigten in den Krankenhäusern mit ihrer Gewerkschaft ver.di zeigen Wirkung: Die Pflege war Top-Thema in der letzten Woche vor der Bundestagswahl. Alle Parteien haben zugesichert, sich für mehr Personal, eine bessere Bezahlung oder gar einen „Neustart“ in der Pflege einsetzen zu wollen. Nun, nach der Wahl, werden wir sie an ihren Worten messen.

Bereits im Juni 2017 hat der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das Personaluntergrenzen für pflegesensitive Bereiche vorsieht. Endlich wird der Zusammenhang zwischen Personalausstattung und Versorgungsqualität nicht mehr bestritten, Die Politik hat verstanden,  dass sie das Gesundheitssystem nicht Markt und Wettbewerb überlassen darf. Doch dieses Gesetz reicht uns nicht. Denn es soll erst ab 2019 wirken, nur bestimmte Bereiche umfassen und die Finanzierung ist offen. Wir wollen Vorgaben für alle Pflegebereiche und umgehend Entlastung.

Arbeitgeber in die Pflicht  nehmen


Nach der Charité haben nun bundesweit Klinikbeschäftigte nachgelegt und für Entlastung gestreikt. Ein Prozent der Krankenhäuser haben wir im Juli zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert. Und diejenigen Arbeitgeber, die sich nicht gesprächsbereit zeigten, haben am
19. September die Kraft der Beschäftigten zu spüren bekommen. Je nachdem, wie die Tarifverhandlungen sich entwickeln, sind weitere Streiks im Oktober nicht ausgeschlossen.

Auch die Krankenhäuser, in denen wir zurzeit keine Tarifverhandlungen führen, sind in Bewegung. Zahlreiche Teams und Stationen beteiligen sich an unseren Aktionstagen und erhöhen so den Druck auf Arbeitgeber und Politik. Wir zeigen gemeinsam: Wir meinen es ernst und lassen nicht locker.

Wie können  wir  uns beteiligen?

Mittwoch, 27. September 2017

ver.di macht weiter mobil gegen die Überlastung der Krankenhausbeschäftigten

Am 25. September 2017, dem Tag nach Bundestagswahl, legten mehr als 400 Kolleginnen und Kollegen am Klinikum Augsburg die Arbeit nieder, um für einen Tarifvertrag Entlastung zu demonstrieren. Die Aktion zeige, »dass immer mehr Beschäftigte bereit sind, sich mit gewerkschaftlichen Mitteln für eine Verbesserung ihrer Arbeitssituation und der Patientenversorgung einzusetzen«, erklärte Bayerns ver.di-Landesfachbereichsleiter Robert Hinke.

Der zuständige Gewerkschaftssekretär Stefan Jagel sagte, die Streikbeteiligung sei »noch besser, als wir erwartet hatten«. 13 von 21 OP-Sälen wurden infolge der Arbeitsniederlegung geschlossen, 200 von 1.751 Betten konnten nicht belegt werden. Der ursprünglich für vergangenen Dienstag geplante Warnstreik war wegen Differenzen über die Notdienstvereinbarung um eine Woche verschoben worden. Seither habe die Streikbereitschaft von Tag zu Tag zugenommen, berichtete Jagel. Grund sei die schlechte Personalausstattung, die zur permanenten Überlastung der Beschäftigten führe. »Zu wenig Personal heißt zu wenig Zeit. Die ständige Zeitnot macht die Beschäftigten krank«, kritisierte der Gewerkschafter. »Eine gute Gesundheitsversorgung ist unter diesen Umständen nicht möglich.« Das gelte für alle Krankenhäuser, ob in öffentlicher oder privater Trägerschaft. Deshalb habe ver.di bundesweit Kliniken verschiedener Träger zu Tarifverhandlungen über Entlastung aufgefordert.

Montag, 25. September 2017

Belastungscheck Kirche


Wieder aus dem Frei eingesprungen? Ständig überarbeitet und keine Zeit für PatientInnen?

Zeit für #Entlastung! Lass die Arbeitsbelastung in deinem kirchlichen Krankenhaus checken. Melde dich an auf www.belastungscheck.de



Siehe hierzu auch: Auch in den Marienhaus-Kliniken aktiv



Sonntag, 24. September 2017

Sonntagsnotizen - egal wie die Wahl heute ausgeht: die wesentlichen Verbesserungen kommen nicht von selbst und nicht "von der Politik", wir Betroffene müssen uns auch selbst darum kümmern

Spiegel-Online hat sich in dieser Woche in mehreren interessanten Artikeln mit der Situation in der Altenpflege befasst.

Deutlich wird: wenn die Beschäftigten in der Altenpflege nicht auch selber aktiv werden, wird es die notwendigen Veränderungen nicht geben!

Wahlversprechen
Was sich Pfleger wirklich wünschen
Mehr Lohn, weniger Stress: Alle großen Parteien versprechen, die Situation für Pflegekräfte zu verbessern. Doch der wichtigste Punkt, sagen die Betroffenen, findet sich in keinem Wahlprogramm.

Personalmangel in der Altenpflege
"Wir laufen auf eine Katastrophe zu"
Kurz vor der Wahl wird der Pflegenotstand zum Thema. Im Interview spricht Ökonom Stefan Sell von Niedriglöhnen und Personalmangel - und erklärt, weshalb Altenpfleger in die Gewerkschaft eintreten sollten.
"Gesundheitsökonomen haben die Kosten für gleiche Löhne in Alten- und Krankenpflege mit 5,9 Milliarden Euro berechnet. Aber das Geld muss auch bei den Altenpflegern ankommen. Das wird absehbar nicht geschehen, wenn man sich darauf beschränkt, nur mehr Geld ins System zu geben."
Denn fast die Hälfte der Heime von werden von privatgewerblichen Trägern betrieben, deren wesentlicher Zweck es ist, Gewinne zu machen, die um so höher ausfallen können, je weniger man ihn mit den Beschäftigten teilt.
Und ein weiteres Zitat von Prof. Sell:
"...und zumindest in der ökonomischen Theorie müssten die Heimbetreiber ordentlich mehr Geld bieten, um überhaupt Personal zu bekommen. Allerdings besteht in der Altenpflege ein starkes Kräftegefälle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern, und zwar aus zwei Gründen: Zum einen werden viele Heime von kirchlichen Trägern betrieben - und nach wie vor wird ihren Angestellten das fundamentale Recht zum Streik verwehrt. Und wo das nicht der Fall ist, sind zum anderen nur sehr wenige Pflegekräfte in einer Gewerkschaft, die gute Flächentarifverträge durchsetzen könnte. Man kann den Pflegekräften nur raten: Organisiert euch!"

Anders wird es nicht gehen!

Samstag, 23. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchen den Parteien sehr dankbar seien, dass diese, bis auf die notorische Ausnahme zweier Parteien, das kirchliche Arbeitsrecht im Wahlkampf nicht thematisiert haben. Das lasse hoffen, dass von Seiten der kommenden Regierung keine Gefahr drohe und die Dienstgeber mit ihren Beschäftigten weiterhin die Annehmlichkeiten der Dienstgemeinschaft genießen können.

Vorletztes Gerücht

Freitag, 22. September 2017

Solidaritätserklärung aus der Fachtagung Behinderthilfe mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken

An die Kolleginnen und Kollegen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen, mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus einsetzen und sich seit Dienstag, dem 19.09.2017 im Arbeitskampf befinden

Wir, die knapp einhundert anwesenden Betriebs- und Personalräte sowie Mitarbeitervertretungen der ver.di-Fachtagung Behindertenhilfe in Dortmund, bekunden unsere Solidarität mit den streikenden Kolleginnen und Kollegen in den Kliniken in Bayern, Hessen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin.

Zu wenig Personal, zu wenig Zeit für den Menschen und Arbeitsbedingungen, die krankmachen. Auch wir Beschäftigte in der Behindertenhilfe kennen das leider nur zu gut. Der Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Personal ist daher ein Kampf, der uns Beschäftigte in allen Bereichen des Gesundheits- und Sozialwesens verbindet. Es ist ein wichtiges Signal, den Druck nun weiter zu erhöhen!

Wir stehen an eurer Seite und wünschen euch viel Ausdauer, Kraft und Erfolg!

Mittwoch, 20. September 2017

Was könnte man tun, um Ungleichheit zu reduzieren?

Politik und Sozialpartner können auf vielen verschiedenen Ebenen etwas bewirken.

Bildung: Der kostenlose oder staatlich gestützte Zugang zu frühkindlicher Bildung, aber auch zu höheren Bildungseinrichtungen ist ein zentrales Element, um Chancengleichheit zu gewährleisten und soziale Mobilität zu ermöglichen.

Gewerkschaftlicher Organisationsgrad: Gemäß Forscherinnen des Internationalen Währungsfonds steigt die Einkommensungleichheit mit fallendem Einfluss von Gewerkschaften an. Dies ist neben einer sinkenden Verhandlungsmacht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch darauf zurückzuführen, dass starke Gewerkschaften über ihre politische Einflussnahme einen umverteilenden Wohlfahrtstaat fördern. Eine Stärkung des gewerkschaftlichen Organisationsgrads sollte folglich eine ungleichheitsmindernde Wirkung haben.

Dienstag, 19. September 2017

Tarifvertrag Entlastung in Kliniken: ver.di zieht positive Zwischenbilanz des Streiktags

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zieht eine positive Zwischenbilanz des Streiktags für einen Tarifvertrag Entlastung. „Die Beschäftigten haben deutlich gemacht, dass sie dringend Entlastung und Hilfe benötigen. Die unternehmerische Freiheit endet dort, wo der Gesundheitsschutz der Beschäftigten beginnt“, sagte Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Dienstag. Die Arbeitsniederlegungen fanden zunächst in Kliniken in Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin statt.

Klinikbeschäftigte streiken für Entlastung

Nachdem die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Juli bundesweit Kliniken zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag Entlastung aufgefordert hatte, finden heute (Dienstag, 19. September 2017) die ersten Streiks statt. „Leider zeigten einige Arbeitgeber keine Bereitschaft, Entlastung für die Beschäftigten zu schaffen, so dass sich ein Streik nicht verhindern ließ“, so Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstand. Aufgerufen zum Streik wurden Beschäftigte in Kliniken in Bayern, Hessen, NRW, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Berlin. An anderen Kliniken sind die Arbeitgeber gesprächsbereit.

Anlass für die Tarifauseinandersetzung ist die schlechte Personalausstattung in den Krankenhäusern, die zur permanenten Überlastung der Beschäftigten führt. „Zu wenig Personal heißt zu wenig Zeit. Die ständige Zeitnot macht die Beschäftigten krank. Eine gute Versorgung der Patienten ist unter diesen Umständen oft nicht möglich. Das betrifft alle Krankenhäuser, egal ob öffentlich oder privat. Deshalb führen wir die Auseinandersetzung bundesweit und haben Kliniken verschiedenster Träger zu Verhandlungen aufgefordert“, betonte Bühler. Dass ausgerechnet in Krankenhäusern immer wieder gegen den Gesundheitsschutz verstoßen werde, der gesetzlichen Verpflichtung der Arbeitgeber zum Trotz, sei nicht länger hinnehmbar. „Da hilft den Arbeitgebern auch kein Verweis auf die unternehmerische Freiheit. Die endet dort wo der Gesundheitsschutz der Beschäftigten beginnt“, so Bühler.

Montag, 18. September 2017

Bundestagswahl 2017 - am 24. September wählen gehen!

Entscheide mit über die Zukunft des Gesundheitswesens und der Pflege! Deine Stimme für eine sichere Versorgung und gute Arbeit: für eine gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus und für mehr Personal in der Altenpflege.
Geh zur Bundestagswahl! Wir brauchen im Deutschen Bundestag Mehrheiten für eine soziale Gesundheits- und Pflegepolitik. Wir brauchen Abgeordnete, die die Gesundheitsversorgung und die Pflege als Kernbereich öffentlicher Daseinsvorsorge verstehen und sich dafür einsetzen.

Entlastung für die Pflege

Ob in Krankenhäusern, Altenheimen oder der ambulanten Pflege – überall mangelt es an Personal, sind Beschäftigte überlastet, fehlt die Zeit für eine gute Versorgung. Eine zentrale Ursache ist, dass der Alltag in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zunehmend von betriebswirtschaftlichen Kennziffern bestimmt wird. Wie in der Industrie herrscht ein ständiger Druck, noch flexibler, noch billiger zu arbeiten. Fachkräfte werden durch weniger qualifiziertes Personal ersetzt. Pro Pflegekraft sind im Durchschnitt immer mehr Patient/innen bzw. Bewohner/innen zu versorgen. Tausende Überlastungsanzeigen dokumentieren: Die Arbeitsverdichtung, der Zeit- und Leistungsdruck machen die Beschäftigten krank.
Längst ist belegt, dass die Versorgungsqualität in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen stark davon abhängt, ob genug qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. In anderen europäischen Ländern sind rechtliche Vorgaben für die Personalausstattung durchaus verbreitet. Wird das Verhältnis Pflegekraft pro Patient/in betrachtet, ist Deutschland im internationalen Vergleich das Schlusslicht. Das muss sich ändern.

Samstag, 16. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Kirchensteuereinnahmen der Katholischen Kirche in den vergangenen 5 Jahren mit einer deutlich besseren Performanz aufwarten können, als die AVR-Vergütungen von Fachkräften in der Pflege bei der Caritas. So hätten sich die Kirchensteuereinnahmen zwischen 2011 und 2016 von 4918 Millionen auf 6146 Millionen €, also um 24,97 % gesteigert, während die Vergütungen in der Anlage 32, 7a nur von 2801,05 auf 3220,01, also um 14,57 % gestiegen sind. Man wolle die Verhältnisse nicht weiter vertiefen (!), aber man fände es doch bemerkenswert, dass die Wirtschaftskraft von Katholiken, soweit sie im Steueraufkommen zum Ausdruck komme, deutlich besser sei als die Wirtschaftskraft von Pflegekräften, auch wenn diese als Katholiken in Caritaseinrichtungen beschäftigt sind.
Man wolle diese Umstände aber keinesfalls skandalisieren.

Vorletztes Gerücht



Donnerstag, 14. September 2017

Fast schon prophetische Worte ....

... mit dieser Überschrift würdigt "katholisch.de" am 14. September letzten Jahres die Sozialenzyklika "Laborem exercens" und führt weiter aus:
Fast schon prophetische Worte

Ob Kapitalismus- oder Flüchtlingskrise oder gerechte Familienpolitik - mit seiner am 14. September 1981 veröffentlichten Enzyklika "Laborem Exercens" legte Johannes Paul II. eine bestechende gesellschaftliche Analyse vor.
...

Dem Grundsatz "Arbeit vor Kapital" folgend, hält "Laborem Exercens" auch die Arbeiterrechte hoch. Ansprüche haben die Arbeiter sowohl gegen den "direkten Arbeitgeber", also etwa das Unternehmen, das den Arbeiter beschäftigt, wie gegen den "indirekten Arbeitgeber": die sozialen und rechtlichen Strukturen, die die Arbeit in einer Gesellschaft regeln. Dazu gehören etwa das Arbeitsrecht, Tarifverträge und nationale und internationale Institutionen, die die Rechte der Arbeitnehmer beeinflussen und gestalten.

Ein Jahr nach Gründung der polnischen oppositionellen Gewerkschaft Solidarnosc überrascht es nicht, dass Johannes Paul II. sich auch stark macht für das Recht, Gewerkschaften zu gründen, und für das Streikrecht der Arbeiter – eine Forderung, die immer wieder in der Soziallehre der Kirche erhoben wird; auch wenn die Kirche als Arbeitgeber davon nicht immer etwas wissen will.
...
Einige Jahre zuvor hat der "deutsche Papst" Benedikt, der seine deutsche Kirche wie kaum ein anderer kennt, diese Sozialenzyklika bei seiner Abschiedsrede auf dem Flughafen München seiner Heimat besonders an's Herz gelegt.

Dienstag, 12. September 2017

Bündnis für Pflege - Antworten auf Wahlprüfsteine

Die im Bundestag vertretenen Parteien haben auf die Wahlprüfsteine des Bündnisses für Gute Pflege geantwortet. Die ausführlichen Antworten finden Sie in einer Synopse zusammengestellt auf der Homepage des Bündnisses (Synopse_Wahlbausteine

Das Bündnis für Gute Pflege setzt sich für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege zugunsten der pflegebedürftigen Menschen, ihrer pflegenden und begleitenden Angehörigen und der beruflich Pflegenden ein. Von den aktuell im Bundestag vertretenen politischen Parteien wollte das Bündnis wissen, was diese unternehmen, damit sich die Situation der Pflege verbessert.

Dazu wurden Positionen erfragt, zu beispielsweise den Themen: Personalausstattung, verbesserte Arbeitsbedingungen, Pflegeausbildung und der  Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Das Bündnis für Gute Pflege ist der Ansicht, dass Beschäftigte in der Pflege als auch pflegende Angehörige für ihre Tätigkeit nach wie vor nur geringe gesellschaftliche und persönliche Wertschätzung erfahren. Um dies zu ändern, fordert das Bündnis:

  •  maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige,
  • Unterstützung und Anerkennung für pflegende Angehörige,
  • bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen der Pflegeberufe und
  • eine gerechte Finanzierung der Pflege, die nicht zu einseitigen Belastungen der Betroffenen führt, sondern von der sozialen Pflegeversicherung getragen wird.

Montag, 11. September 2017

Altenpflege darf nicht zum Spekulationsobjekt verkommen

ver.di warnt vor Hedgefonds

Sylvia Bühler: Altenpflege darf nicht zum Spekulationsobjekt verkommen

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) warnt davor, dass die Altenpflege zunehmend zum Spekulationsobjekt von Finanzinvestoren und Großkonzernen wird. Das belegten aktuelle Übernahmediskussionen. "Die kommende Bundesregierung muss erklären, wie sie diese für pflegebedürftige Menschen und Beschäftigte gefährliche Entwicklung unterbindet", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.
"In der Pflege muss es um die Menschen gehen. Doch stattdessen spielen immer häufiger Profitinteressen die zentrale Rolle", kritisiert Bühler. Der Anteil privatwirtschaftlicher Betriebe stieg zwischen 1999 und 2015 von 43,7 auf 52,3 Prozent. Die Tendenz sei weiter steigend. Zuletzt hätten insbesondere Finanzinvestoren und ausländische Großkonzerne die Pflege als Profitquelle entdeckt.

Samstag, 9. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Dienstgeberseite der AK Caritas  das gewerkschaftliche Zutrittsrecht neu geregelt hat: Gewerkschaften, die über Benutzername und Passwort verfügen, haben künftig auch Zugang zum 3. Weg.

Vorletztes Gerücht


Freitag, 8. September 2017

RK Nord: wenig Konsens in der RK-Sitzung am 30. August 2017 in Hannover

Inzwischen sind sowohl der Dienstgeberbrief als auch das RK Info Nord der Mitarbeiterseite erschienen, die zur Sitzung am 30. August 2017 in Hannover den Konsens dokumentieren, dass kein Konsens besteht:

  • 6 Anträge gemäß § 14 der AK-Ordnung konnten nicht bearbeitet werden und auch die Geschäftsordnung zur Arbeit in der UK wurde nicht weiter beraten. Hintergrund sind Auseinandersetzungen über die personellen Ressourcen der Mitarbeiterseite, in denen sich die Mitarbeiterseite in ihrer Arbeitsfähigkeit behindert sieht.
  • Keine Einigung kam zustande zu der Problematik, dass in der Region Nord die Beschäftigten in der P4 (Pflegehelfer) durch die zeitliche Verschiebung der Tariferhöhung einen finanziellen Nachteil erleiden.
    Hier gab es einen Vermittlungsvorschlag des Vermittlungsausschusses, der an der Dienstgeberseite scheiterte.
    Ein Ausgleich für diese Benachteiligung der niedrigsten Lohngruppe in der Pflege wäre noch möglich noch, wenn der erweiterte Vermittlungsausschuss angerufen wird und für ein poslitives Ergebnis sorgt.
  • "Etliche Caritas-Einrichtungen betreiben eigene Servicegesellschaften. In diesen wird teilweise die AVR nicht angewendet." stellt die Mitarbeiterseite fest und startet eine Online-Umfrage zum zu ermitteln, "wie viele Einrichtungen eigene Servicegesellschaften" betreiben. 



Mittwoch, 6. September 2017

Überwachung am Arbeitsplatz

Wie gestern die größeren Medien berichtet haben, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einem Kläger Recht gegeben, dem wegen privater Kommunikation gekündigt worden war. Die Art und Weise, wie der Mitarbeiter überwacht worden sei, habe sein Recht auf Privatleben verletzt.
Die Entscheidung der 17 Richtern der Großen Kammer des Gerichts ist rechtskräftig und dürfte die Rechtsprechung in den 47 Mitgliedsländern des Europarats maßgeblich beeinflussen.
(Fall Bogdan Barbulescu)

Quellen:
FAZ - Bericht vom 05.09.2017, 10:41 Uhr
Tagesschau, Bericht vom 05.09.2017, 12:24 Uhr
Süddeutsche Zeitung, Bericht vom 05.09.2017, 12:47 Uhr


Das deutsche Bundesarbeitsgerichts, Az: 2 AZR 681/16 (Pressemitteilung), hielt ebenso eine heimliche Überwachung nur im Ausnahmefall für erlaubt, also nur, wenn es konkreten Anlass für die Vermutung einer schweren Pflichtverletzung gibt (Entscheidung von Ende Juli d.J.).

Montag, 4. September 2017

Bedingungen und Potentiale kollektiven Handelns in der Altenpflege

...ist der Titel einer geplanten Veröffentlichung des Politologen Prof. Dr. Wolfgang Schroeder, die sich auf der Grundlage einer Erhebung unter 749 Altenpflegekräften mit den Arbeitsbeziehungen in der Pflege auseinandersetzt. Wesentliche Zielsetzung der Untersuchung ist es, den Handlungsspielraum der Beschäftigten in der Altenpflege auszuloten.
In den WSI-Mitteilungen 3/2017 (Schwerpunktheft ERWERBSTÄTIGKEIT IM SOZIAL- UND GESUNDHEITSSEKTOR: AUSGEBAUT, AUFGEWERTET, AUSGEBREMST?) hat Schroeder unter dem Titel "Altenpflege zwischen Staatsorientierung, Markt und Selbstorganisation" eine erste Zusammenstellung der Ergebnisse vorgelegt.

Schroeder verweist darauf, dass der "fulminanten Aufstieg der frauendominierten Care-Arbeit in einer zunehmend wettbewerblich strukturierten Sozialwirtschaft" sich in "enormen Wachstumsraten" und einem "starken gesellschaftlichen Bedeutungs- und Reputationsgewinn der Beschäftigten" niedergeschlagen hat, dabei aber selbstbewusstes, kollektives Beschäftigtenhandeln sich nicht in dem Maße entwickelt hat, wie es angesichts des Ausbau der ökonomischen Logik auf der Arbeitgeberseite notwendig gewesen wäre.

Sonntag, 3. September 2017

Sonntagsnotiz: Wählt Menschlichkeit

Die Caritas-Kampagne „Wählt Menschlichkeit“ findet bundesweit im Aktionszeitraum vom 16. August bis 22. September 2017 statt unter www.waehltmenschlichkeit.de, #waehltmenschlichkeit, auch auf der Facebookseite des Caritasverbandes Köln: www.facebook.com/caritaskoeln werden Beiträge zur Kampagne gepostet.
Mit dieser Kampagne wollen wir unserer Gesellschaft ins Gewissen reden. Wir wollen Zeichen setzen gegen Fremdenfeindlichkeit und Vorurteile, wollen gesellschaftlichen Tendenzen zur Ausgrenzung von Gruppen entgegenwirken und an die Solidarität unserer Gesellschaft appellieren.

Es heißt "liebe deinen Nächsten wie dich selbst" und nicht "frag vorher nach seinem Pass"
Quelle: Blog Caritas Köln "klick"

Samstag, 2. September 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Mitarbeiterseite der AK Caritas nach den kürzlich getroffenen Feststellungen der ArbeitDienstgeberseite der AK, die tariflichen Arbeitsbedingungen in Einrichtungen und Diensten der Caritas seien besser als die von der Gewerkschaft ver.di abgeschlossenen Tarifverträge, ihre wiederholte Forderung, den TVöD jeweils zeitnah zu übernehmen, auf den Prüfstand stellen wolle.

Die Mitarbeiterseite wolle mit dieser Prüfung sicherstellen, dass nicht aus Versehen schlechtere Tarife für die Caritasbeschäftigten beschlossen würden. Als Alternative würde auch überlegt, den Dienstgebern endlich mal wieder entgegenzukommen und ihnen zuzugestehen, vom Luxustarif AVR weg und hinunter zum Billigtarif TVöD zu kommen.



Vorletztes Gerücht

Freitag, 1. September 2017

Rentenniveau im sozialen Dienstleistungsbereich

Der aktuelle WSI Policy Brief Nr. 13/2017 von Florian Blank befasst sich unter dem Titel "Das Rentenniveau in der Diskussion" mit den Folgen eines sinkenden Rentenniveaus bei Mindest- und Tariflöhnen. Der Mindestlohn, der Pflegemindestlohn sowie die tarifliche (TVöD-) Vergütung werden stehen dabei im besonderen Fokus.


  • Die Berechnungen in diesem Report illustrieren den Effekt der Absenkung des Rentenniveaus anhand von Mindest-  und Tariflöhnen. Sie zeigen, wie lange bei einem gegebenen Rentenniveau gearbeitet werden muss, um die Grundsicherungs- bzw. Armutsgefährdungsschwelle zu überschreiten.  So erreicht eine Person, die als Pflegerin nach TVöD bezahlt wird (BT-B, EG 7a Stufe 6), die Grundsicherungsschwelle beim 2015 geltenden Rentenniveau nach 25,2 Jahren, bei einem geringeren Rentenniveau von 41,7 % erst nach 28,8 Jahren.
  • Unter der Annahme einer 45jährigen Erwerbsbiografie war bei Vollzeitbeschäftigung 2015 ein Stundenlohn  von 11,42 Euro notwendig, um die Grundsicherungsschwelle zu erreichen, bei einem Rentenniveau von 41,7 % wäre ein Stundenlohn von 13,06 Euro notwendig. Bei kür- zeren Erwerbsbiografien ist entsprechend  ein höherer Lohn notwendig. 

Mittwoch, 30. August 2017

Pflegetarif im Blickpunkt der Politik

Der Arbeitgeberverband der AWO Deutschland hat in einem aktuellen Newsletter die zuständigen Experten der fünf Parteien CDU/CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und FDP zum Thema Pflegepolitik/Pflegetarif befragt.

Peter Weiß, Hilde Mattheis, Elisabeth Scharfenberg, Matthias M. Birkwald und Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann haben sich den Fragen zu den Themen

  • tariflich geregelte Arbeitsbedingungen und Fachkräftemangel in den Pflegeberufen
  • allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für die Pflegebranche
  • Initiative Tarifvertrag "Pflege in Bremen"
gestellt. Die Positionen der Parteien sind im Newsletter übersichtlich dargestellt, ein ergänzendes Dokument enthält die Interviews im Wortlaut. 


Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands AWO Deutschland e.v. (AGV AWO), Rifat Fersahoglu-Weber, gibt in diesem Zusammenhang ein klares Bekenntnis zu einem "flächendeckenden Entgelttarifvertag Soziales" ab: 
„Der Bereich der Sozialen Arbeit wird auch in Zukunft von zentraler Bedeutung für unsere Gesellschaft sein. Gute Arbeitsbedingungen, eine angemessene Bezahlung und
Perspektiven für die berufl iche Weiterbildung sind wichtige Bausteine, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Dies gilt insbesondere auch für die Pflegeberufe.
Der neue Mindestlohn für Pflegehilfskräfte liegt deutlich unter den üblicherweise gezahlten Tariflöhnen und kann deshalb die Gesamtsituation der meisten Pflegekräfte
kaum verbessern. Der AGV AWO sieht die Lösung in der Einführung eines flächendeckenden Entgelttarifvertrags Soziales, der weit über die bisherigen gesetzlichen Regelungen hinausgeht. Bis dieses Ziel erreicht ist, soll die Tarifbindung der Beschäftigten durch regionale Tarifabschlüsse weiter ausgebaut und verbreitert werden.
Durch klare und transparente Regelungen sichern Tarifabschlüsse gute Rahmenbedingungen für die Beschäftigten in allen Bereichen der Arbeiterwohlfahrt. Gleichzeitig sollten sich alle Tarifpartner regelmäßig für eine bessere Refinanzierung einsetzen, um die Attraktivität in diesen Berufsfeldern weiter zu steigern.“ 

Quellen:

Dienstag, 29. August 2017

Personalbemessung in der RK-Mitte - Sitzung vom 6. Juli

mit Ihrem neuen August - AK Info berichtete die Mitarbeiterseite gestern von der Sitzung der RK Mitte am 6.7.17:
....

Die RK Mitte hat sich über das Thema Personalbemessung in der Pflege intensiv ausgetauscht und wird dies weiter verfolgen.

Übrigens …
Zur Eingruppierung von Leitungskräften in der Pflege hat die Arbeitsgemeinschaft der caritativen Unternehmer (AcU) einen Leitfaden erstellt. Wir weisen darauf hin, dass es sich hierbei um eine unverbindliche Einschätzung handelt, die sich nicht an dem Text des AK Beschlusses zur Entgeltordnung Pflege orientiert.
in gewohnt diplomatischer Form wird also darüber informiert, dass
= hinsichtlich der Personalbemessung in der Pflege noch keinerlei Übereinstimmung ersichtlich und weitere Diskussion nötig ist
= und die AcU ohnehin ihren eigenen Stiefel macht, der mit dem AK Beschluss nichts mehr zu tun hat.

Nun ja, dass sich ver.di inzwischen um die Personalbemessung bemüht und dabei auch die kirchlichen Krankenhäuser im Blick hat, ist ja inzwischen bekannt. Und dass wir "Caritativ" (also uneigennützig) und Unternehmen (also mit Gewinnerzielungsabsicht) für einen Widerspruch in sich halten, haben wir hier schon des Öfteren deutlich gemacht.


Den "Dienstgeberbrief Nr. 2 vom Juli 2017", also die Arbeitgebersicht, kann übrigens hier eingesehen werden. Dort wird dann auch inhaltlich etwas mehr zur Diskussion ausgeführt:

Montag, 28. August 2017

Aktionstag Händedesinfektion - 12. September 2017


Beim Aktionstag Händedesinfektion, heute in 15 Tagen, am 12. September 2017  Aktionstag Händedesinfektion machen Beschäftigte in Krankenhäusern in ganz Deutschland auf das Dilemma aufmerksam:
Hände desinfizieren? Klar! Nur wann?
Wir fordern dafür Zeit und mehr Personal


Eine gute Gelegenheit auch für katholische Kliniken, sich am Kampf für Entlastung im Krankenhaus zu beteiligen!

Die Personalnot in den Krankenhäusern führt dazu, dass Beschäftigte nicht alle notwendigen Aufgaben erfüllen können. Etwas bleibt auf der Strecke. Jeden Tag.

Beispiel Hygiene.

Alle wissen, dass die Händedesinfektion das A und O bei der Vermeidung nosokomialer Infektionen ist. Alle wissen aber auch: dafür fehlt die Zeit. Insgesamt etwa zwei Stunden braucht eine Pflegekraft pro Schicht durchschnittlich für die vorgeschriebene Desinfektion. Doch wenn sie sich diese Zeit für die Desinfektion nimmt, fällt notgedrungen etwas anderes weg. Diesen Skandal machen wir sichtbar: Beim Aktionstag am 12.9.2017 werden sich Teams aus Krankenhäusern in ganz Deutschland ordnungsgemäß die Hände desinfizieren und die Zeit dafür einfordern.

Ist euer Team dabei?

Diese Aktion braucht das gesamte Team. Der erste Schritt ist deshalb, euch im Team zu verabreden: Sind wir dabei? Was können wir uns vorstellen? Von ver.di erhaltet ihr detaillierte Informationen zu Ablauf und Handlungsschritten. Kontaktiert eure Betriebsgruppe oder eure/n ver.di-Sekretär/in. Wer nicht weiß, wer das ist, schreibt eine Mail an gesundheit-soziales@verdi.de.

Quelle (und mehr): https://gesundheit-soziales.verdi.de/tarifvertrag-entlastung

Flugblatt als pdf

Sonntag, 27. August 2017

Sonntagsnotiz - in einem Monat startet der Vatikan die Spenden- und Solidaritäts-Kampagne „Share the Journey“, „Teile die Reise“.

Bei der Initiative gehe es darum „eine Menschenkette aus Liebe und Barmherzigkeit“ zu bilden, formuliert der Präsident des Caritas-Dachverbandes Caritas Internationalis in einem Brief, der in den vergangenen Tagen an die insgesamt 165 Mitgliedsverbände der weltweiten Caritas ging.

Freitag, 25. August 2017

Klinikpersonal entlasten: Das Soll ist voll!

Teams diskutieren notwendige Mindestbesetzungen

 Am Ende des Personals ist noch viel Monat übrig. Soll-ist-voll-Aktion in Heilbronn
Arne GailingAm Ende des Personals ist noch viel Monat übrig. Soll-ist-voll-Aktion in Crailsheim
„Das Soll ist voll! Und zwar am 27. des Monats“. So oder ähnlich könnte ein Ergebnis des neuen „Soll-ist-Voll-Rechners“ von ver.di aussehen. Dieser wird seit einigen Wochen in Baden-Württemberg erprobt. Sinn ist, dass Pflegeteams sich Gedanken darüber machen, wie viel Personal sie eigentlich haben müssten, um alle erforderlichen Aufgaben unter Einhaltung von Arbeitsschutzvorschriften durchzuführen – also um ganz normal zu arbeiten. Denn klar ist: mit den vorhandenen Personalressourcen können auf den meisten Stationen wichtige, zum Teil lebenswichtige Aufgaben entweder nicht vollständig abgedeckt werden, oder die Kolleg/innen gehen ständig über ihre Grenzen und verletzen gesetzliche Arbeitsschutzregeln. Der Rechner macht die Rahmenbedingungen sichtbar, die zu dieser Zwickmühle führen. Er errechnet aus den von den Kolleg/innen gemeinsam definierten Mindestbesetzungen pro Schicht, mit denen alle Aufgaben gut erledigt werden können, die Anzahl notwendiger Vollkräfte für die Station. Und er rechnet aus, wie viele Tage pro Monat mit dem vorhandenen Personal eigentlich  abgedeckt werden könnten, wenn pro Schicht ausreichend Personal geplant wird. Dabei könnte z.B. die eingangs erwähnte 27 herauskommen. Das bedeutet: Eigentlich reicht das Personal nur bis zum 27. des Monats – danach wären eigentlich keine Kolleg/innen mehr da.

Erste Erfahrungen in Baden-Württemberg zeigen, dass die Kolleg/innen die Diskussion sehr engagiert führen und im Anschluss mit neuen Argumenten in Aktionen und Aktivitäten für eine bedarfsgerechte gesetzliche Personalbemessung gehen.

[Quelle und mehr: https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/entlastung]

Donnerstag, 24. August 2017

Wünsch dir was in Weimar - Spielarten des Dritten Wegs in der Diakonie

Altenhilfe Sophienhaus setzt weiter auf Niedriglöhne und »Ersten Weg«. Erst mit »Gastmitgliedschaft« im Diakonischen Werk, jetzt durch Fusion mit Schwestergesellschaft.


Auf der Internetseite der Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gibt es eine eigene Rubrik zum sogenannten Dritten Weg kircheninterner Lohnfindung. »Zweiter oder Dritter Weg – welcher Weg führt zum Ziel?«, so der Titel einer der dort präsentierten Publikationen. Doch in Teilen des diakonischen Trägers müsste es heißen: weder noch. So werden die Arbeitsbedingungen der rund 600 Beschäftigten in der Altenhilfe Sophienhaus gGmbH überhaupt nicht kollektivrechtlich festgelegt, sondern auf dem »Ersten Weg« des Arbeitgeberdiktats.

...


[Quelle (und mehr): https://gesundheit-soziales.verdi.de/themen/kirchen-und-arbeitsrecht]

Hochmut ist seitens der Caritas eher nicht angebracht: bei den Abwegen des Dritten Wegs bereichern sich die Phantasien der beiden kirchlichen Wohlfahrtsverbände gegenseitig.

Mittwoch, 23. August 2017

Da ist Musik drin - ver.di-Info-Post Altenpflege

Da ist Musik drin!

300 Kolleginnen und Kollegen demonstrieren in Bremen laut- stark für mehr Personal und Entlastung in den Kranken- häusern und in der Altenpflege....

Kommentar
Großartiger Beruf mit schlimmen Bedingungen...

Bundestagswahl
Entscheidend
  • Mehr Personal
  • Einheitliche Personalbemessung
  • Gute Pflege für Zuhause
  • Attraktive Ausbildung
  • Solidarische Bürgerversicherung
  • Pflegevollversicherung - das Zukunftsmodell
Interview
"Die Aussicht ist nicht vielversprechend"


Dienstag, 22. August 2017

ver.di-Wahlprüfsteine für den Sozial- und Erziehungsdienst

 ver.di setzt sich für bessere Lohn – und Arbeitsbedingungen und mehr Gerechtigkeit ein. Das bedeutet: Der Fachbereich Gemeinden hat klare Anforderungen an eine fortschrittliche und arbeitnehmer/-innenfreundliche Politik in den Sozial- und Erziehungsdienstes. In zwei Flyern wurden nun diese Anforderungen zusammengefasst.

Unter andrem dringt ver.di darauf, dass der Ausbau der Kindertagesbetreuung fortgesetzt wird, dass die Arbeitsbedingungen in Kitas und den sozialen Diensten verbessert werden, dass die Tarifbindung und die Mitbestimmungs- und Beteiligungsrechte zur Beschäftigungssicherung und Qualifizierung gestärkt werden.

Und was wollen die Parteien? Der Fachbereich Gemeinden hat ausgewählte Aussagen der Parteien ver.dis-Forderungen gegenübergestellt. Wobei ein Flyer die Kindertagesbetreuung in den Mittelpunkt stellt, ein zweiter die Kinder- und Jugendhilfe.

Die Flyer Wahlprüfsteine als pdf:


Montag, 21. August 2017

Wählt Menschlichkeit Kampagne des Deutschen Caritasverbandes

Eine tolle Aktion des Deutschen Caritasverbandes; die Kampagne zur Bundestagswahl 2017:

WÄHLT MENSCHLICHKEIT

Die Kampagne bietet vielfältige Möglichkeiten, sich zu informieren und sich aktiv zu beteiligen!