Samstag, 31. Januar 2015

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Veranstalter der diesjährigen Fachtagung zum kirchlichen Arbeitsrecht (aus aktuellem Anlass) diesmal eine Thematik gewählt habe, die überaus Kabarett- und Satire-tauglich ist ("Arbeitsverhältnisse in der Kirche - Anspruch und Wirklichkeit").
Mit großer Spannung werde insbesondere der neueste satirische Tarifvergleichscoup nach "Caritas schlägt Verdi" (2013) und "Diakonie vor allen" (2014) aus der Tabellenschmiede von Wohlfahrt intern erwartet.
Schade, dass die Fachtagung in die Fastenzeit fällt - für Fasching zu spät, für eine Auferstehungsfeier zu früh ...

Vorletztes Gerücht

Freitag, 30. Januar 2015

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Fachkraft zur Arbeits- und Berufsförderung

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

(Übrigens: hier kann man die Kampagne auch schon mal unterstützen!)

Donnerstag, 29. Januar 2015

Fehltage wegen Depressionen - besonders in der Altenpflege und Kinderbetreuung

Krankenkassen schlagen Alarm!
Depressionen: Callcenter, Pflegeheim und Kita als Risiko

Mitarbeiter von Callcentern, in der Altenpflege und in der Kinderbetreuung werden einer Studie zufolge am häufigsten wegen Depressionen krankgeschrieben. ...
das meldet die "Pharmazeutische Zeitung" aktuell unter Bezug auf eine Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK).

Mittwoch, 28. Januar 2015

Was man in Pflegeberufen verdient? - zu wenig! Ver.di fordert bessere Bezahlung in der Altenpflege

Ver.di-Medieninformation vom 27. Januar 2015:
„Die Beschäftigten in der Altenpflege müssen deutlich besser bezahlt werden, damit sie für ihre wertvolle und schwere Arbeit endlich ange- messen entlohnt werden“, fordert Sylvia Bühler, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). ver.di fordere
zudem einen bundesweiten verbindlichen Personalschlüssel in der Al- tenpflege. Ausreichend Personal und eine faire Bezahlung würden der Altenpflege die verdiente Anerkennung bringen und zudem eine bessere Versorgung für die älteren Menschen ermöglichen, betont die Gewerkschafterin.

Dienstag, 27. Januar 2015

Tarifbewegung Aufwertung Sozial- und Erziehungsdienst - hier sind die Betroffenen!

Wo die Betroffenen und (hoffentlich) Aktiven der Aufwertungskampagne für den Sozial- und Erziehungsdienst zu finden sind?

Hier:


Montag, 26. Januar 2015

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Erzieher/-innen in Krankenhäusern und (Kinder- und Jugend-)Psychiatrien

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

(Übrigens: hier kann man die Kampagne auch schon mal unterstützen!)


Samstag, 24. Januar 2015

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Arbeitsrechtsausschuss (ARA) der katholischen Kirche nun doch darauf verzichet, eine Stellungnahme zum geplanten Tarifeinheitsgesetz abzugeben. Grund ist die Befürchtung, es könne jemand darauf aufmerksam werden, dass dieses Gesetz auch in der katholischen Kirche greifen könnte, wo im Bereich der Kindertagesstätten die Dienstgemeinschaft und der 3. Weg gut mit zwei unterschiedlichen Vergütungssystemen (nämlich dem der AVR Caritas und denen der diözesanen oder regionalen KODAen) lebt. (=> 2 mal 3 = 6. Weg)

Vorletztes Gerücht

"Wieviel Wettbewerb verträgt die Solidarität?"

Unter diesem Motto haben am Donnerstag bei der 4. ordentlichen Landesbezirksfachbereichskonferenz unseres Fachbereichs u.a. Eugen Münch, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Rhön-Klinikum-AG und der "Stiftung Münch", Fritz Schösser - Versichertenvertreter in der GKV und Sylvia Bühler vom ver.di Bundesvorstand diskutiert.

Mein Eindruck:
Zum Subsidiaritätsgrundsatz gehörte früher auch der Gedanke, dass der Staat die freigemeinnützigen Träger, die ihn bei der Erfüllung des Anspruchs "Sozialstaat" unterstützen, so hoch subventionieren musste wie es nötig war, um den Standard zu erreichen, den der Staat auch bei eigenen Einrichtungen zugrunde legte.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Heilpädagogen/-innen

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

(Übrigens: hier kann man die Kampagne auch schon mal unterstützen!)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Tarifrunde Helios-Kliniken: ver.di bekräftigt Forderungen nach mehr Gehalt und Entlastung der Beschäftigten

Heute beginnen die Verhandlungen zur Tarifrunde für die 23000 Beschäftigten des Helios-Konzerns.

Tarifverträge fallen nicht vom Himmel, sondern müssen erkämpft werden. Von daher kann ein gelegentlicher Blick auf die Welt jenseits der Caritas ganz lehrreich sein.

Aus der gestrigen Medieninformation von ver.di:

Tarifrunde Helios-Kliniken: ver.di bekräftigt Forderungen nach mehr Gehalt und Entlastung der Beschäftigten

Fernsehhinweis: ZDF-Zoom - Auf Kosten der Alten

...befaßt sich heute im ZDF um 22:45 mit der Situation in Altenheimen.

Dienstag, 20. Januar 2015

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Sozialdienst in Krankenhäusern, Rehaeinrichtungen und Psychiatrien

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

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EXPERTEN/-INNEN IM SCHNITTSTELLENMANAGEMENT

SOZIALDIENST IN KRANKENHÄUSERN, REHAEINRICHTUNGEN UND PSYCHIATRIEN

Montag, 19. Januar 2015

Fernsehhinweis: Pfleger - Opfer des Systems

Die NDR-Doku-Reihe beschäftigt sich heute
NDR, Montag, 19.1.2015, 22:00-22:45
mit dem Thema
"Zeitnot ist in Pflegeheimen eines der drängendsten Probleme - sowohl für Pfleger als auch für die Heimbewohner. Wie schlimm ist die Lage?" 
Hintergrundinformationen zur Sendung und zur Reihe 45 Min  , die sich schon öfters mit dem Thema "Pflege befasst hat, gibt es hier:
NDR - 45 Min/Pfleger - Opfer des Systems
Die Sendung wird nach der Ausstrahlung auch in der Mediathek bzw. als Download zur Verfügung stehen.

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Lebens- und Konfliktberatung

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

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DIE MENSCHEN STÄRKEN

LEBENS- UND KONFLIKTBERATUNG

Sonntag, 18. Januar 2015

Kirchliches Arbeitsrecht in den Medien - Rückblick

...diesmal also kein Wochenrückblick, sondern überhaupt:

Seit langen Jahren hat P. Prof. Dr. Ulrich Rhode SJ eine bzw. die Sammlung von Rechtsquellen zum kirchlichen Arbeitsrecht eingerichtet und gepflegt, in der Dokumente zum kirchlichen Arbeitsrecht aufgelistet, regelmäßig überprüft und auf aktuellem Stand gehalten werden, die im Internet frei zugänglich sind. Z.B. Mitarbeitervertretungsordnungen, KODA-Ordnungen, Schlichtungsordnungen usw. usf.
Diese Sammlung wird seit vergangenen Oktober von Prof. Judith Hahn verdienstvollerweise fortgesetzt und zwar hier: http://www.judith-hahn.de/index.php/kirchl-arbeitsrecht

Auf den Seiten, wo man derartige Hinweise eigentlich vermuten würde, sucht man sie vergebens, dafür gucken wir mal auf die Internetpräsenz der Mitarbeiterorganisationen für die 700000 Beschäftigten der katholischen Kirche:

Samstag, 17. Januar 2015

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass man nach langer Suche nun doch wesentliche positive Merkmale der kirchlichen Betriebsverfassung gegenüber der staatlichen Betriebsverfassung entdeckt hat.

Dem Vorwurf gegenüber, der Deckungsgrad im Bereich der Mitarbeitervertretungsordnung liege zwar geschätzt bei 80 %, aber konkreten Zahlen zufolge nur bei 50 % (vgl. Neue Caritas 10/2012), habe man bemerkenswerte neue Argumente entdeckt, welche die bessere Qualität des MAVO-Systems eindeutig belegen. Anders als die staatliche Betriebsverfassung sei die kirchliche Mitarbeitervertretung schon in ihrer betrieblichen Konstituierung paritätisch organisiert: der mitarbeiterfreundlichen Verpflichtung des Dienstgebers, die Wahl einer MAV zu initiieren, korrespondiert der dienstgeberfreundliche Sachverhalt, dass gegen den Verstoß dieser Verpflichtung keinerlei Sanktion vorgesehen ist. Dieses System stelle sicher, dass der "Deckungsgrad im Bereich der Mitarbeitervertretungsordnung" nicht durch Übertreibungen belastet wird.

Was Kritiker zudem häufig übersehen würden, sei, dass die Etablierung von Freiheitsnormen in diesem Bereich ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal der kirchlichen Betriebsverfassung darstelle: 100 Prozent der kirchlichen Einrichtungen seien frei von Betriebsräten. Dieser Deckungsgrad mit Betriebsräten entspricht auch dem Deckungsgrad von Betriebsräten bei ALDI - dass auch dort kein Betriebsrat besteht belegt, wie gut das Betriebsklima ist. Denn sonst würde es ja Betriebsräte geben ....

Freitag, 16. Januar 2015

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Heilerziehungspfleger/-innen

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

(Übrigens: hier kann man die Kampagne auch schon mal unterstützen!)








BEZUGSPERSON UND PARTNER FÜR MENSCHEN MIT BEHINDERUNG

HEILERZIEHUNGSPFLEGER/-INNEN


Donnerstag, 15. Januar 2015

Diakonie Niedersachsen: Tarifverhandlungen drohen zu scheitern

...meldete gestern abend der ver.di-Landesbezirk Niedersachsen/Bremen:
Die Tarifverhandlungen für die rund 37.000 Beschäftigten in der Diakonie Niedersachsen sind am gestrigen Dienstag (13. Januar) weiter ergebnislos geblieben und stehen nun vor dem Scheitern. Die Gewerkschaft ver.di hat entsprechend der Schlichtungsvereinbarung das drohende Scheitern erklärt und somit die erste Stufe der Schlichtung eingeleitet. ver.di fordert eine Anhebung der Entgelte um 100 Euro und darauf eine Erhöhung von 3,5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Gute Arbeit: ver.di-online-Handlungsfhilfe zur Gefährdungsbeurteilung

 Manchmal etwas zu kurz kommt im Blog der Service für Beschäftigte und Mitarbeitervertretungen in Dingen, die nicht direkt das Sonderarbeitsrecht und den 3. Weg von Kirche und Caritas betreffen.

Die Seite "ver.di-Online-Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung" stellt umfangreiche Materialien und Infos zum betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz bereit. Auch wenn sie (leider) nicht ausdrücklich erwähnt werden: auch für Mitarbeitervertretungen ist das Material sehr brauchbar!

GUTE ARBEIT
Ver.di-online-Handlungsfhilfe zur Gefährdungsbeurteilung

Dienstag, 13. Januar 2015

Vor 95 Jahren...

...am Blutigen Dienstag 1920  haben die Arbeitnehmer der 15 größten Berliner Gewerkschaften für ein Betriebsrätegesetz demonstriert*, das auch die wirtschaftliche Bestimmung auf Betriebsebene nicht ausklammert; 45 Demonstranten werden getötet, 105 verletzt. Die Demonstration war vergeblich: das Betriebsrätegesetz wurde ohne wirtschaftliche Mitbestimmung auf Betriebsebene am 18. Januar 1920 beschlossen und dabei ist es dann - mit Ausnahme der Branchen Kohle und Stahl 1951 - bis zum heutigen Tag geblieben.

Montag, 12. Januar 2015

WISO-Diskurs zur (prekären) Alterssicherung bei Beschäftigten im deutschen Sozialsektor

WISO-Diskurs befasst sich in einer soeben veröffentlichten Expertise mit dem Thema "Altersarmut und Alterssicherung bei Beschäftigten im Sozialsektor.

Altenpflege muss deutlich attraktiver werden - ver.di fordert Personalbemessung und bessere Bezahlung

Altenpflege muss deutlich attraktiver werden – ver.di fordert Personalbemessung und bessere Bezahlung (ver.di-Pressemitteilung vom 8.1.2015)

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) setzt sich dafür ein, die Altenpflege dauerhaft attraktiver zu machen. „Wer es ernst meint mit der Aufwertung der Altenpflege, muss sich für ein bundeseinheitliches, verbindliches Personalbemessungsverfahren in der ambulanten und stationären Pflege einsetzen. Gleichzeitig müssen die Einkommen deutlich angehoben werden“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler anlässlich der Veröffentlichung des Zwischenberichts der „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ aus dem Bundesfamilienministerium.

Sonntag, 11. Januar 2015

Papst verteidigt Kapitalismuskritik...

...meldet soeben Radio Vatikan:
Franziskus: „Es gibt kein unbedingtes Recht auf Eigentum“
Papst Franziskus hat seine Kritik am Kapitalismus erneut bekräftigt. In einem Interview, das am Sonntag auszugsweise veröffentlicht wurde, differenziert der Papst: die Globalisierung habe einerseits viele Menschen aus der Armut gerettet, andererseits aber auch neue Armut geschafft, neuen Hunger und neue Ungleichheiten. Weiterhin unterstreicht Franziskus, dass seine Ansichten in dieser Frage keine Neuerungen darstellten. Vielmehr gründeten seine Ansichten zum Umgang der Kirche mit den Armen tief in der christlichen Tradition. (rv)
Hier mehr dazu
Tief verwurzelt in der christlichen Tradition: Ein Kommentar zum Papstinterview von Pater Bernd Hagenkord.  


Auch der  Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat vergangenen Mittwoch vor Wirtschaftsvertretern in Wuppertal bezugnehmend auf den irischen Textil-Discounter Primark den Manchesterkapitalismus einer scharfen Kritik unterzogen: Domradio/Ansprache Kardinal Woelki vor Wirtschaftsvertretern.

Mindestlohn - dran bleiben!

Morgen beginnen die bundesweiten Pendler-Aktionen zum Mindestlohn.
Bundesweit werden am 12. Januar 2015 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter unterwegs sein, um Beschäftigte über das neue Mindestlohngesetz zu informieren und für die DGB-Mindestlohn-Hotline zu werben.

Zur Extraseite geht es hier:

Mindestlohn - dran bleiben

mit vielfältigen Informationen zu Einzelfragen!




Der gesetzliche Mindestlohn gilt natürlich auch bei der Caritas!

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PS. Normalerweise nutzen wir den Sonntag für Hinweise zu Fundstücken in der Medienlandschaft des Internet. Die ersten Tage im Jahr gab es aber - außer zur gescheiterten RK-Sitzung Nord am 7. Januar, auf deren Medienresonanz wir schon hingewiesen haben - nichts nennenswertes zu berichten und zu verlinken. 

Samstag, 10. Januar 2015

Samstagabend - keine Zeit für das jüngste Gerücht

Jetzt erst recht: 
Flagge zeigen gegen die, die den Terroranschlag instrumentalisieren, um die liberale, tolerante Gesellschaft und die freie Presse zu verachten!
Gegen Dummheit, Gemeinheit und Gleichgültigkeit: 

Für ein buntes Deutschland - eine Million Unterschriften gegen Pegida!













Sehr schön: Domprobst Norbert Feldhoff : Licht aus für Rassisten
wdr-Mediathek: Anschlag auf die Freiheit/Betroffenheit und Solidarität in NRW (ab 22:45)


Witze gegen Gewalt:
Greser-Lenz: Im Himmel ist der Teufel los

Freitag, 9. Januar 2015

Streitzeit: Arm-Reich-Schere immer größer

 Streitzeit - DGB Bayern  8.1.2015 beschäftigt sich in der aktuellen "Streitzeit" mit der wachsenden Arm-Reich-Schere:

Wir dokumentieren diesen Beitrag, weil wir der Auffassung sind, dass die Problematik auch in der Tarifkommission der Caritas eine Rolle spielen sollte, denn unser Eindruck ist: wo und insoweit die AVR Caritas von den Regelungen des öD -  den Dienstgeberwünschen folgend - abweicht,  tut sie dies in einer Weise, die in der Regel auch in den AVR die Spaltung zwischen Oben und Unten weiter auseinandertreibt.

Hier nun zum Streitzeit-Beitrag:

Arm-Reich-Schere immer größer

„Armer Mann und reicher Mann, standen da und sah’n sich an. Da sagte der Arme bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Das schrieb Bertolt Brecht vor vielen Jahrzehnten. Alles alter Käse?

Donnerstag, 8. Januar 2015

Stimmen zur gescheiterten Verhandlung der Regionalkommission Nord

Inzwischen berichten die "Neue Osnabrücker Zeitung" und die "Welt" über die gescheiterten "Caritas-Tarifgespräche". Die Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet außerdem über eine im Vorfeld der RK-Sitzung stattgefundene Mahnwache von Mitarbeitervertretungen in Osnabrück.

Auch die Dienstgeberseite hat sich in einem Dienstgeberbrief über die Verhandlungen aus ihrer Sicht erklärt. Verwiesen wird auf die Refinanzierungssituation im Bereich der stationären Altenhilfe und die Konkurrenz durch Altenheime in privater Trägerschaft, wo es "kaum Tarifverträge" gäbe.

Sozial- und Erziehungsdienst: RICHTIG GUT - AUFWERTEN JETZT! - heute: Erzieher/-innen in der Kita

Die Kampagnenseite von Ver.di http://www.soziale-berufe-aufwerten.de informiert über Berufsfelder, die in der aktuellen Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst betroffen sind.

Wir dokumentieren im Blog in loser Folge die Infos der Kampagnenseite zu den Berufen, die auch im Bereich der Caritas von Bedeutung sind. Das was ver.di durchzusetzen in der Lage ist, wird auch auf die kirchlichen Wohlfahrtsverbände Einfluss haben.
Was durchgesetzt werden kann, ist auch abhängig von der Kampfkraft, die die Beschäftigten in den entsprechenden Branchen an den Tag legen.

(Übrigens: hier kann man die Kampagne auch schon mal unterstützen!)


Mittwoch, 7. Januar 2015

Verhandlungen in der RK Nord erneut gescheitert

Am heutigen Abend meldet die akmas, dass die Verhandlungen der Regionalkommission Nord erneut gescheitert sind, die Caritas-Beschäftigte im Norden bleiben damit weiter von Lohnerhöhungen ausgeschlossen. Die übrigen 5 Regionalkommission haben die Tariferhöhungen des öffentlichen Dienstes zum 1. März 2014 nach dem BK-Beschluß  vom 27. September mit Einbußen gegenüber dem Vorbild der Erhöhungen des öffentlichen Dienstes in unterschiedlicher Höhe im letzten Quartal 2014 umgesetzt. Die Einbußen bestehen in den westlichen Regionen im Wesentlichen in der verspätet vorgenommen prozentualen Erhöhung von 3 % (nämlich frühestens ab Juli 2014) und darin, dass die Sockelbetragserhöhung erst ein Jahr später, nämlich am 1. 3. 2015 erfolgt. Die Ergebnisse der Region Ost sind noch einmal sehr speziell gestaltet. (Einzelheiten siehe unser monatliches Tarifupdate vom 2. Januar 2015)

Zur jetzt gescheiterten Verhandlung in der Region Nord führt die akmas aus:
Die von den Dienstgebern immer wieder geforderte Spartenregelung für die Altenpflegeeinrichtungen war am Ende zwar vom Tisch; der Preis, den sie dafür hätte zahlen müssen, war der Mitarbeiterseite dann aber doch zu hoch. Für 2014 sollte es überhaupt keine Erhöhung geben, ab dem 01.01.2015 dann drei Prozent mehr und ab Dezember 2015 noch einmal 2,4% mehr..
Nun hat der Vermittlungsausschuss das Wort. Dieser tagt voraussichtlich Anfang Februar 2015.

Heute tagt die Regionalkommission Nord zum achten mal seit der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst

...und unternimmt einen erneuten Versuch, eine regionale Übernahme des BK-Beschlusses vom 27. September für die Region Nord hinzubekommen.
(Es ist die 8. Sitzung nach der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst vom 2. April 2014 und die 4. Sitzung seit dem BK-Beschluss vom 27. September 2014)

Die letzte Sitzung fand am 8. Dezember 2014 statt.

Die Neue Osnabrücker Zeitung vom 3. Januar 2015 befürchtet schwierige Gespräche.

Dienstag, 6. Januar 2015

Zitat der Woche, diesmal von Friedhelm Hengsbach...

Die Tarifautonomie als friedliche Konfliktbewältigung, die sich in den Flächentarifverträgen verkörpert, wird selbst von Arbeitgebern und Unternehmen wieder positiv bewerte. Sie gewährleistet nämlich gleiche Wettbewerbsbedingungen auf den sogenannten Arbeitsmärkten. Dass die Kirchen Tarifverträge und die Kooperation mit bewährten Gewerkschaften verweigern, ist aus politischen Gründen nicht, aus religiösen Motiven schon gar nicht vertretbar.

(aus: Friedhelm Hengsbach SJ, TEILEN, nicht TÖTEN, Frankfurt/M. 2014, Seite 107f)

Sonntag, 4. Januar 2015

Wochenrückblick - kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

In den ersten Tagen des neuen Jahre ist das kirchliche Arbeitsrecht noch nicht allzu heftig Thema in den Medien gewesen.

3 Artikel fanden wir dann doch bemerkenswert:

Samstag, 3. Januar 2015

Mindestlohn greift auch bei der Caritas in der Region Ost

Obwohl die Situation bekannt gewesen sein müsste, hat es die Regionalkommission Ost am 10. Dezember 2014 unterlassen, mit ihren Beschlüssen ein Wirksamwerden der Mindestlohnregelung für die Beschäftigten der Anlage 23 (Fahrdienste) zu vermeiden.

Freitag, 2. Januar 2015

Caritas - 2.Weg/3. Weg - der Stand der Dinge in der Tarifrunde 2014/2015 - Update 2. Januar 2015

Tarifrunden 2012 bis 2014

Wegstreckenübersicht 2. Weg/3. Weg
Update 2. Januar 2015

Seit unserer Übersicht vom 1. Dezember 2014 ist folgendes passiert:

  • am 8. Dezember 2014 ist die Regionalkommission Nord auch mit ihrem 3. Anlauf zur Umsetzung des BK-Beschlusses gescheitert. Die Verhandlungen sollen am kommenden Mittwoch, den 7. Januar 2015 fortgesetzt werden

  • Die Region Ost hat am 10. Dezember 2014 einen Beschluss gefaßt mit folgenden Inhalten:
  1. Erhöhung der Tabellenwerte um 3 % zum 1.1.2015
  2. zweiter Schritt der Erhöhung der Tabellenwerte um 2,4 % zum 1.10.2015 mit Ausnahme der Altenhilfe und einzelner unterer Lohngruppen (mit 90 Euro Sockelbetrag)
  3. zweiter Schritt Erhöhung der Tabellenwerte um 2,4 % zum 1.1.2016 in der Altenhilfe (mit 90 Euro Sockelbetrag)
  4. zweiter Schritt Erhöhung der Tabellenwerte in unteren Lohngruppen der Anlage 3 (Ost und West) und Anlagen 31 und 32 (nur Ost) in zwei Teilschritten zum 1.1.2016 und 1.3.2016
Eine nähere Betrachtung der Beschlüsse der RK Ost werden wir am kommenden Montag vornehmen.

Donnerstag, 1. Januar 2015

Ein gutes neues Jahr

wünschen wir allen unseren Lesern!

Und den Blog lassen wir das Jahr mit einem programmatischen Zitat von Oswald von Nell-Breuning beginnen:
Gelänge es der Kirche (den Kirchen), sich zu den Entschluss durchzuringen, auch für ihre Anstalten und Einrichtungen sich des Tarifvertrags als einer vom staatlichen Recht dargebotenen Möglichkeit "zur Wahrung und Förderung der Arbeitsbedingungen" zu bedienen, dann würde(n) sie nach meiner festen Überzeugung nicht nur sich nicht das Allergeringste vergeben, sondern dürfte(n) sich davon einen hohen Gewinn an Ansehen und Vertrauen in breiten Kreisen der Arbeitnehmerschaft versprechen. - Die Unternehmerschaft hat lange gebraucht, um die hohen Vorzüge unseres Tarifvertragssystems zu begreifen, die selbstverständlich auch ihren Preis kosten. Mein dringender Wunsch ist, dass auch bei den Kirchen diese Einsicht sich bald siegreich durchsetzt.