Mittwoch, 31. Dezember 2014

Seit 305 Tagen...

...ist die Arbeit der Caritas-Beschäftigten bei all jenen, deren Tabellenvergütungen unter 3000 Euro monatlich liegen, in allen 6 Regionen weniger wert als wenn die Tabellen des öffentlichen Dienstes Anwendung fänden.
Und das wird auch mindestens bis zum 1. März so bleiben. 



Wochenrückblick: kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

In der letzte halben Woche des Jahres haben wir den Blick in Zeitungen und ihre Internetpräsenzen doch nicht ganz vermeiden können. Im letzten Wochenrückblick des Jahres müssen wir dann doch nochmal auf einen Artikel zurückkommen, der die uns interessierenden Themen und den medialen Blick darauf  symptomatisch zusammenfasst - und damit fast einen konzentrierten Jahresrückblick ermöglicht.
(Unser Fazit: auch im Jahr 2015 gibt es für die kritische Begleitung und Würdigung der Arbeitsverhältnisse bei den Kirchen noch unendlich viel zu tun!)

28.12.2014 - Die Welt befasst sich unter dem Titel "Selbst die Kirchen in Bayern sind in der Krise" mit verschiedenen Aspekten der gesellschaftlichen Lage und finanziellen Verfassung der Kirchen. Die uns besonders interessierende Passage

Dienstag, 23. Dezember 2014

Frohes Fest!

Auch die Blogredaktion zieht sich ganz ohne Schnörkel für die Feiertage zurück...

Unseren Lesern wünschen wir ein schönes, friedvolles Weihnachstfest und ein gutes neues Jahr!

Und wenn das begonnen hat, melden wir uns wieder zurück.


Montag, 22. Dezember 2014

Mit der heutigen Ansprache des Papstes...

Udienza del Santo Padre alla Curia Romana in occasione della presentazione degli auguri natalizi, 22.12.2014
die ein gewaltiges Medienecho ausgelöst hat, siehe z.B.

Süddeutsche Zeitung "Gerechte Schelte für den Hofstaat" 
Tagesschau "Die 15 Krankheiten der Kurie"
FAZ: "... geistliches Alzheimer ..." 
ebenso im "SPIEGEL"

...bestreiten wir den vorletzten Blogeintrag dieses Jahres.

Nachtrag: in der Zeit gibt es inzwischen eine Liste der "15 Krankheiten".
Nachtrag 30.12. - hier gibt es den vollständigen Text der Rede.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Wochenrückblick

In unserem letzten Medienrückblick des Jahres heben wir ausnahmsweise die Beschränkung auf Themen des kirchlichen Arbeitsrechts auf (die Bezüge sind zwar da, aber teils zu weit hergeholt, als dass wir dies noch für den Normalleser plausibel machen könnten):

Spiegel Online hat sich am 18.12.2014 mit der Ver.di-Forderung für den Sozial- und Erziehungsdienst befaßt: Gehaltsrunde für Erzieher: Schlecht bezahlt - gut gefordert.

Samstag, 20. Dezember 2014

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Arbeitsrechtsausschuss (ARA) der katholischen Kirche beabsichtigt, wie schon bisher seine erfolgreiche Politik fortzusetzen, keine Einwendungen zu erheben zu Anträgen auf Allgemeinverbindlichkeit in den Branchen

Freitag, 19. Dezember 2014

Sozial- und Erziehungsdienst: ver.di-Bundestarifkommission beschließt Eckpunkte der Forderung


Am 18. Dezember 2014 hat die ver.di-Bundestarifkommission die Eckpunkte der Forderung für die 2015 beginnende Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) beschlossen. ver.di fordert:
  1. Statusverbessernde Einkommenserhöhungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst durch Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften und der Tätigkeitsmerkmale innerhalb der S-Tabelle im Umfang von durchschnittlich 10 Prozent sowie zusätzliche Verbesserungen für die Behindertenhilfe. Für die Neuzuordnung der Tätigkeitsmerkmale gilt grundsätzlich die als Anlage beigefügte Tabelle.
  2. Zwingende Anerkennung aller Vorbeschäftigungszeiten bei der Stufenzuordnung.
  3. Die belegbaren Plätze, die Gruppenanzahl und die Beschäftigtenzahl müssen alternative Heraushebungskriterien für die Kita-Leitungen sein.
  4. Verbesserung der Eingruppierung bei nicht erfüllter Formalqualifikation (z.B. bei Einsatz von Sozialassistentinnen als Erzieherinnen).

SOZIALE BERUFE: RICHTIG GUT. RICHTIG WICHTIG,

Ohne die Menschen, die in den sozialen Berufen tagtäglich ihr Bestes geben, würde nicht viel in unserer Gesellschaft laufen. Sie sind als die wichtigen Garanten für die soziale und solidarische Ausgestaltung unserer Gesellschaft unbestritten. Sie wirken in unterschiedlichen Bereichen
mehr hier "klick"

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"Und geben Sie den Hinweis auf diesen Blog auch an Freunde und Kolleginnen und Kollegen weiter! Denn nur in einer großen Gemeinschaft kommen wir voran!" FlyerzumBlog

Donnerstag, 18. Dezember 2014

ver.di fordert Einkommenerhöhung von 5,5 Prozent für den öffentlichen Dienst der Länder

Die Bundestarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die Tarif- und Besoldungsrunde 2015 im öffentlichen Dienst der Länder eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent,
mindestens aber um 175 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. "Die Einkommen der Beschäftigten im öffentlichem Dienst müssen Schritt halten mit den Gehaltssteigerungen in der
Privatwirtschaft", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag in Berlin. Noch immer gebe es einen Abstand zwischen den Einkommen im öffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft. "Deutliche
Lohnsteigerungen sind außerdem notwendig, weil sie die Binnennachfrage stärken und damit wichtige Impulse für die weitere positive wirtschaftliche Entwicklung setzen", so Bsirske.

Heute bestimmt die Bundestarifkommission die Tarifforderungen im Sozial- und Erziehungsdienst für den Kirchenbereich...

...und zwar dort, wo der TVöD per Tarifautomatik wirksam wird.
Das Durchsetzen entsprechender Tarifforderungen besorgen die Gewerkschaften auf dem 2. Weg alleine.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Angriffe auf das Streikrecht – ver.di NEWS 18-2014 im Internet freigeschaltet

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wenn BDA-Präsident Ingo Kramer sich in aller Öffentlichkeit rundum freut über den Regierungsentwurf eines Gesetzes zur Änderung des Tarifrechts, dann müsste jede Gewerkschafterin und jeder Gewerkschafter aufhorchen.
Aber wer glaubt, mit dem jüngsten Kabinettsbeschluss zur Erzwingung der Tarifeinheit im Betrieb habe es mit Angriffen auf das Streikrecht bis auf weiteres sein Bewenden, sieht sich getäuscht: Nur einen Tag nach der Entscheidung fädelte das Münchner ifo-Institut einen neuen Coup ein mit der Behauptung: „Streiks im Nahverkehr belasten auch die Gesundheit.“
Der passende Gesetzentwurf zur Regelung von Arbeitskämpfen im Bereich der Daseinsvorsorge liegt schon vor. „Angriffe auf das Streikrecht“ lautet demzufolge die Titelschlagzeile der letzten Ausgabe von „ver.di NEWS" in diesem Jahr (Nr. 18/2014), deren elektronische Version soeben unter http://www.verdi-news.de/abonnenten.html im Internet freigeschaltet worden ist.

PS.: Der Aufruf der Gewerkschaften ver.di, NGG und GEW unter dem Motto „Tarifeinheit: ja – Eingriff ins Streikrecht: nein“ gegen eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit hat bis heute, dem 17. Dezember 2014 mehr als 20.000 Unterstützer/innen gefunden und steht im Internet unter der Adresse http://www.verdi.de/ weiterhin zur Unterzeichnung bereit.

Vorankündigung und Newsletter Altenpflege in Bayern

erst mal vorab: heute haben wir die mitarbeiterseitige Information zum Abschluss in der Caritas RK Ost erhalten. Wir möchten diesem ersten Abschluss (mit Ausnahme der Ärzte) "im Osten" bzw. unmittelbar nördlich von Bayern eine ausführlichere Würdigung angedeihen lassen. Dafür lassen wir uns etwas mehr Zeit für eine ausführliche Analyse und sorgfältige Arbeit.

In der Zwischenzeit dürfen wir auf den 3. Newsletter Altenpflege von ver.di Bayern verweisen:
Unser 3. Newsletter Altenpflege berichtet über unsere diesjährige Arbeitstagung für die Altenpflege (Gute Arbeit in der Altenpflege im Herbst 2014). Wir konnten den Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Herrn Hermann Imhof, MdL, zu unserer Tagung begrüßen. ...
Quelle und mehr: ver.di Gesundheit und Soziales in Bayern *klick*

Dienstag, 16. Dezember 2014

Wir brauchen eine gesetzliche Personalbemessung für die Krankenhäuser!

Herr Gröhe und Herr Spahn! Blockieren Sie nicht länger!
Anlässlich des CDU - Parteitages hat ver.di am 9.12.2014 in Köln für eine gesetzlich Personalbemessung demonstriert. Quelle *klick mich*

Das Bild auf der ver.di Seite zeigt die Demonstranten vor dem Kölner Dom.
Dieses Foto hat für mich etwas symbolhaftes.
Es macht den Eindruck, als ob ein offizieller kirchlicher Vertreter "am Rande stehen" würde. Sollte es wirklich so sein? Oder sollten nicht Kirche und Gewerkschaft gemeinsam und "Hand in Hand" für entsprechende Arbeitsbedingungen eintreten?

Sonntag, 14. Dezember 2014

Wochenrückblick: kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

Nachdem die Überlegungen der Kirchen, welche Stellungnahmen sie zur Frage von Mindesttarifbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie einnehmen sollen, keinen Niederschlag in den Medien gefunden hat, lassen wirs damit zum Thema "kirchliches Arbeitsrecht" bewenden und wenden uns dem Thema "Pflege" zu.

Die Süddeutsche Zeitung verweist in ihrem Artikel Altenpflege macht krank auf eine AOK-Studie zum Thema. Mit demselben Studie der AOK Bayern befaßt sich auch Die Welt ("Wichtige aber anstrengende Arbeit") und der Bayerische Rundfunk ("Pfleger sind öfter krank - Unbeliebte, aber wichtige Arbeit")

Samstag, 13. Dezember 2014

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Arbeitsrechtsausschuss (ARA) der katholischen Kirche beabsichtigt, die SuE Aufwärtungskampagne Kampagne von ver.di nicht nur verbal zu unterstützen.
In einem Schreiben an ver.di hat der Vorsitzende der Zentral-KODA deutlich gemacht, dass er bisher nur noch nicht dazu gekommen sei, die "Magdeburger Erklärung" von der Startseite der Homepage der Zentralkoda zu entfernen, um über die verbale Unterstützung hinaus eine wirksame aktive Teilhabe der Zentral-KODA bei möglichen Arbeitskampfmaßnahmen von ver.di Mitgliedern zu leisten.

Zugleich wurden – aus dem Blickwinkel der kirchlichen und caritativen Einrichtungen – einige vorrangige Regelungsbedarfe benannt, die von der Gewerkschaft für die Beschäftigten der kirchlichen Sozialeinrichtungen erkämpft werden sollen.


Ältere Gerüchte:

Freitag, 12. Dezember 2014

Zwölf Infobriefe der AG MAV Württemberg: Tarifvertrag - weil's besser ist














Die Herbstsynode der Landeskirche Württemberg hat sich am 25. November 2014 mit der Änderung des ARRG (Arbeitsrechtsregelungsgesetz) befasst, die unmittelbare Auswirkungen auf die Arbeitsverhältnisse der 45.000 Beschäftigten in der Diakonie Württemberg hat.
Zur Information der Beschäftigten hat die AG MAV eine bunte Schar von Fachleuten zusammengetrommelt, die Infobriefe verfasst haben, die auch für uns im Caritasbereich von Interesse sind!

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Erste Einzelheiten zum Beschluss der Region Ost

Die Caritas-Dienstgeberseite informiert soeben per Pressemitteilung, Dienstgeberbrief und Eckpunktebeschluss über die gestern gefundene Einigung:


  • Erhöhung der Tabellenwerte um 3 % zum 1.1.2015
  • zweiter Schritt der Erhöhung der Tabellenwerte um 2,4 % zum 1.10.2015 mit Ausnahme der Altenhilfe und einzelner unterer Lohngruppen (mit 90 Euro Sockelbetrag)
  • zweiter Schritt Erhöhung der Tabellenwerte um 2,4 % zum 1.1.2016 in der Altenhilfe (mit 90 Euro Sockelbetrag)
  • zweiter Schritt Erhöhung der Tabellenwerte in unteren Lohngruppen der Anlage 3 (Ost und West) und Anlagen 31 und 32 (nur Ost) in zwei Teilschritten zum 1.1.2016 und 1.3.2016
Fazit: deutlich verspätete Erhöhung der (ohnehin schon niedrigeren) Tabellenwerte in der Region Ost mit zusätzlicher Verzögerung in der Altenhilfe und noch einmal zusätzlicher Verzögerung in den unteren Lohngruppen. (Auch eine Form der differenzierten Wertschätzung!)

Ein ungewöhnliches Bündnis - In Baden-Württemberg wollen sich ver.di, Diakonie und Caritas für eine vollständige Refinanzierung der Tariflöhne im Sozialwesen einsetzen.

Ein ungewöhnliches Bündnis
In Baden-Württemberg wollen sich ver.di, Diakonie und Caritas für eine vollständige Refinanzierung der Tariflöhne im Sozialwesen einsetzen. Dieses gemeinsame Ziel verfolgt ein am 8. Dezember in Stuttgart gegründetes Bündnis. „Tarife, insbesondere Flächentarife dürfen kein Wettbewerbsnachteil sein“, heißt es in dessen Gründungserklärung. „Daraus entstehende, nachgewiesene Personalkosten müssen refinanziert werden, um attraktive Arbeitsplätze zu erhalten und vor allem denjenigen, die Hilfe benötigen, diese in hoher Qualität zukommen zu lassen.“

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Regionalkommission Ost: es gibt ein Ergebnis...

...ist am späten Abend zu vernehmen, aber noch keine Einzelheiten.

Wir informieren, sobald wir Näheres in Erfahrung gebracht haben.

Regionalkommission Ost verhandelt seit gestern über die Tarifentwicklung in der Region Ost

Die Dienstgeberseite bietet, einer Pressemitteilung vom 5.12.2014 zufolge eine "Gehaltserhöhung von drei Prozent zum 1. März 2015 und für die Beschäftigten in der Altenpflege zum 1. Juni 2015 an". Über eine "zweite Erhöhungsstufe soll separat weiterverhandelt werden."

Dh., wenn dieses Ergebnis zu Stande kommt, wird man sich in der Region Ost noch weiter vom Rest der Republik entfernt haben:
  • erst zum 1. März 2015 haben die Regionen Bawü, Bayern, NRW und Mitte den Anschluss zu den Tabellen erreicht, die im TvöD bereits seit 1. März 2014 gelten. (Erst dann wird der 90 Euro-Sockelbetrag, er im öD bereits im März 2014 gegriffen hat, auch bei der Caritas realisiert). 
  • Von diesem Ergebnis würde sich die Region Ost für den Fall, dass sie für einen Teilbereich der Beschäftigten nur 3 % Erhöhung vereinbart, noch einmal noch weiter entfernen.
Die Erfahrung der Tarifrunde 2014/2015, wie auch schon diverser Runden zuvor, ist:
  • AVR-Caritas gegenüber TVöD: immer später, oft niedriger.
  • AVR-Caritas Ost gegenüber TVöD: immer viel später und  immer noch niedriger
Übrigens: außer bei den Ärzten gab es in den vergangenen Tarifrunden in der Region Ost keine Ergebnisse auf Kommissionsebene, sondern nur über den erweiterten Vermittlungsausschuss.

Dienstag, 9. Dezember 2014

Gestern keine Einigung in der Region Nord - Fortsetzung der Gespräche am 7. Januar 2015

...meldet heute die Neue Osnabrücker Zeitung.



...was wenig verwunderlich ist, wenn man die Entfernung der Positionen betrachtet, die im Dienstgeberbrief vom 19.11.2014 dargestellt werden.

Die Verständigung auf den Beschluss der Bundeskommission scheitert offensichtlich an der Absicht der Diensgeberseite, den Bereich Altenpflege nach unten abdriften zu lassen.


Nachtrag:
Ver.di Hamburg berichtet auf der Homepage über die Demo "klick" vom Donnerstag
Nachtrag 9.11.2014
Die Dienstgeber informieren im DG-Brief vom 8.12.2013 über die Verhandlung und Hintergründe. Unsere Prognose, dass in der RK Nord eine eins zu eins-Übernahme des BK-Beschlusses unwahrscheinlich erscheint, bestätigt sich.
Deutlich wird auch ein Strukturprinzip des 3. Weges: die Zeit arbeitet für die Dienstgeber.

Montag, 8. Dezember 2014

Regionalkommission Nord startet heute den 3. Anlauf zur Umsetzung des BK-Beschlusses

Nach dem 8. Oktober und 20. November 2014 startet die Regionalkommission Nord heute ihren 3. Versuch, das Ergebnis der Bundeskommission vom 27. September 2014 (Reinfassung 23. Oktober 2014) für die Region Nord umzusetzen.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Wochenrückblick: kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

Christ und Welt 27.11.2014: Wenn das Bett, das wir teilen, als Rose blüht - schöner Leitartikel über Willkür, Doppelmoral und eingeschüchterte und abgetauchte Reformer
und eine ebenso lesenswerte Antwort eine Woche später durch den Freiburger Theologen Magnus Striet:
Christ und Welt 4.12.2014: Bischof, tu was!

Freitag, 5. Dezember 2014

ver.di-news zur Aufwertungskampagne SuE

Die aktuellen ver.di-news informieren über die Aufwertungskampange für den Sozial- und Erziehungsdienst:

Gutes Geld für gute Arbeit

ver.di fordert Aufwertung durch bessere Bezahlung


Den hohen Stellenwert der Arbeit von Erzieher/innen, Sozialarbeiter/innen, Beschäftigte im Sozialen Dienst, in der Behindertenhilfe und vielen anderen Bereichen bestreitet niemand. Dass frühkindliche Bildung entscheidend ist für das Leben der Kinder, und dass diese Arbeit nicht nebenbei von "erfahrenen Hausfrauen" erledigt werden kann, sondern hohe Ansprüche an Wissen und Können, Qualifikation und Motivation stellt, erleben viele Eltern Tag für Tag.

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Region Ost: betroffene DiAGen und AK rufen zu Protesten gegen die Entwicklung und Perspektiven in der Region Ost auf

Die Mitarbeiterseite der AK Caritas ruft heute zu Protestaktionen von Caritas-Mitarbeitern in Hamburg und Berlin gegen die bei der Caritas wachsende Tarifkluft zwischen Ost und West auf.

Die Aktionen beginnen
               um 11:00 Uhr in Berlin, Pariser Platz
und
               um 14:00 Uhr in Hamburg, Am Mariendom 4

Mittwoch, 3. Dezember 2014

"Gewerkschaften ante portas" - Zur Pressemeldung der DBK

In "unserer Gerüchteecke" haben wir am Samstag auf Pläne verwiesen, die Gewerkschaften in den "Kommissionen des Dritten Weges" zu beteiligen. Auch die katholische Nachrichtenagentur "kath.net" hat unter dieser Überschrift auf folgenden Sachverhalt hingewiesen (Zitat):
Katholische Bischöfe reformieren kirchliches Arbeitsrecht. Mehrere Bischöfe, darunter auch der DBK-Vorsitzende Kardinal Marx, hatten sich in den vergangenen Monaten für eine Liberalisierung stark gemacht.
Bereits vor Monaten sind erste Informationen über Pläne zur Umsetzung der "Streikurteile des BAG" vom November 2012 publik geworden.

Montag, 1. Dezember 2014

Caritas - 2.Weg/3. Weg - der Stand der Dinge in der Tarifrunde 2014/2015 - Update 1. Dezember 2014

Tarifrunden 2012 bis 2014

Wegstreckenübersicht 2. Weg/3. Weg
Update 1. Dezember 2014

Seit unserer Übersicht vom 3. November 2014 ist folgendes passiert:
Mitte November haben die Regionalkommissionen Bayern und NRW getagt.

Samstag, 29. November 2014

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass die ursprüngliche Absicht der katholischen Kirche, den Anteil der Gewerkschaftsvertreter in den KODAen am Umfang der Tariftexte und -tabellen zu orientieren, der in kirchlichen Arbeitsvertragsordnungen und KODA-Regelungen Eingang gefunden hat, am erfolgreichen Widerstand der Arbeitnehmervertreter in den Kommissionen gescheitert ist. Die Bischöfe haben nun festgelegt, dass das Verhältnis zwar proportional zu jenem Anteil gestaltet wird, dies aber in der umgekehrten Variante.


Donnerstag, 27. November 2014

Aufwertung 2015 heißt: Neubewertung der Tätigkeiten

Hunderttausende Menschen arbeiten im Sozial- und Erziehungsdienst, leisten tagtäglich unschätzbar wichtige Arbeit. Nur: Angemessen bezahlt werden sie dafür bisher nicht


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Tarifarbeit wird von Gewerkschaften gemacht.
Auch die von Caritas und Kirche.

Wer gute Ergebnisse will, muss daran mitarbeiten!

Mittwoch, 26. November 2014

Gesetzliche Personalbemessung im Krankenhaus - Wir waren noch nie so dicht dran

»Berliner Appell«

Sie schlagen Alarm. Rund 300 Betriebsräte, Personalräte, Mit- arbeitervertreter/innen und Jugend- und Auszubildendenver- treter/innen aus Krankenhäusern in ganz Deutschland wenden sich mit dem Berliner Appell für eine gesetzliche Personalbemes- sung an die Politik: »Trotz hohem Engagement der Beschäftigten in den Krankenhäusern ist die Arbeitsmenge nicht mehr zu bewältigen. Unserem eigenen Anspruch an gute Behandlung und Versorgung können wir nicht mehr gerecht werden. Die Sicherheit der Patienten ist gefährdet«, bringen die Interessen- vertreter/innen auf der ver.di-Krankenhaustagung am 13. und
14. November ihre Erfahrungen auf den Punkt. Sie sorgen sich auch um den Nachwuchs für die ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Berufe: »Auszubildende in der Pflege bekom- men keine ausreichende Praxisanleitung. Reinigung und Küche haben Not, mit immer weniger Personal die geforderten Standards zu erfüllen. Mangelnde Hygiene kostet Leben.«


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Dienstag, 25. November 2014

Der Papst im Europaparlament

Aus der Rede des Papstes an das Europaparlament vom 25. November 2014:
Es ist Zeit, die Beschäftigungspolitik zu fördern, vor allem aber ist es notwendig, der Arbeit wieder Würde zu verleihen, indem man auch angemessene Bedingungen für ihre Ausübung gewährleistet. Das schließt einerseits ein, neue Methoden zu finden, um die Flexibilität des Marktes mit der Notwendigkeit von Stabilität und Sicherheit der Arbeitsperspektiven zu verbinden, die für die menschliche Entwicklung der Arbeiter unerlässlich sind. Andererseits bedeutet es, einen angemessenen sozialen Kontext zu begünstigen, der nicht auf die Ausbeutung der Menschen ausgerichtet ist, sondern durch die Arbeit die Möglichkeit garantiert, eine Familie aufzubauen und die Kinder zu erziehen.

Dieser Text stammt von der Webseite http://de.radiovaticana.va/news/2014/11/25/rede_des_papstes_an_das_europaparlament/ted-837878
des Internetauftritts von Radio Vatikan 



Die Ansprachen des Papstes am 25. November 2014 an das Europaparlament sowie  an den Europarat sind überaus anregende Texte.

Suche nach einer neuen Grundordnung vertagt

Wie wir vermutet haben hat heute der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz im Anschluss an die Veröffentlichung des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Oktober 2014 am vergangenen Donnerstag die geplante Veränderung der Grundordnung auf das nächste Jahr verschoben. "Spätestens zum 27. April 2015" soll eine "abschließende Formulierung" vorliegen, mit der der Ständige Rat dann die Loyalitätsverpflichtungen in der Grundordnung neu geregelt werden könnten.


Tarifrunde für Beschäftigte in Sozial- und Erziehungsdiensten - Aufwertung durch bessere Bezahlung

Wir dokumentieren hier ausführliche Materialien aus der ver.di-Pressekonferenz vom 24. November 2014 zur anstehenden Tarifrunde im Sozial- und Erziehungsdienst.

Die Tarifrunde wirkt nicht nur für die ca. 187000 Beschäftigten im kommunalen öffentlichen Dienst, die direkt betroffen sind, sondern darüber hinaus auch für die ca 535000 Beschäftigten bei freien und kirchlichen Trägern, zumindest indirekt.
Zumindest bei den Pfarrkindergärten der katholischen Kirche in Bayern gilt aufgrund der "Vergütungsautomatik des ABD" das Verhandlungsergebnis des öffentlichen Dienstes direkt und unmittelbar.
Bei anderen "freigemeinnützigen" Kindergartenträgern - wie in Kindertagesstätten der Caritas - findet eine Orientierung am TVöD statt, allerdings häufig mit Eingruppierungen unterhalb des TVöD-Niveaus und/oder mit einer verzögerten Übernahme.
Ein möglichst guter Abschluss ist daher sowohl für Beschäftigten in den Kindertagesstätten der katholischen Kirche wie auch der Caritas im wohlverstandenem eigenem Interesse.
Für die Refinanzierung der Personalkosten ist der TVöD zudem weitgehend die prägende Bemessungsgrundlage.




Montag, 24. November 2014

Jeff Bezos: Behandeln Sie die Amazon-Mitarbeiter/innen fair!

Bei Amazon kämpfen die Beschäftigten für faire Arbeitsbedingungen.
Eine Petition auf change.org organisiert die Unterstützung für die Forderung an Amazon:
Stimmen Sie Tarifverhandlungen endlich zu!
Eine Initiative, die unsere Unterstützung verdient!

siehe auch:
verdi.de: Her mit dem Tarifvertrag!

Samstag, 22. November 2014

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Ständige Rat der katholischen Deutschen Bischofskonferenz befürchtet, in der kommenden Woche bei der Veränderung der Grundordnung den  Barmherzigkeitserwartungen der Bevölkerung nicht entsprechen zu können, nachdem das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 22. Oktober 2014 die Katholische Kirche in ihrer klaren Haltung bestätigt hat.

Freitag, 21. November 2014

Mindestlohn auch für Bereitschaftsdienst

Vor fast 2 Jahren haben wir auf ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg vom 28.11.2012 hingewiesen. Mit diesem Urteil hat sich nun das Bundesarbeitsgericht in einem Urteil vom 19.11.2014 befasst, wie der Pressemitteilung 63/14 des BAG zu entnehmen ist.

Das Bundesarbeitsgericht kommt zu dem Ergebnis, dass "arbeitsvertragliche Vereinbarungen, die für Bereitschaftsdienst in der Pflege ein geringeres als das Mindestentgelt nach § 2 PflegeArbbV vorsehen, unwirksam" sind.

Donnerstag, 20. November 2014

Bundesverfassungsgericht: auch in Zukunft gibt es katholische und andere Menschen

Stefan Sell hat in seinem Beitrag zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 22. Oktober 2014 zur Frage des Umfangs der arbeitsvertraglichen Festlegung glaubensbezogener Loyalitätserwartungen durch einen kirchlichen Arbeitgeber die Problematik ausführlich dargestellt und einer eingehenden Würdigung unterzogen:

Katholische und andere Menschen.Das Bundesverfassungsgericht steht (weiter) fest an der Seite der Kirche. Es wird Zeit für eine grundlegende Änderung.

Wir müssen der eingehenden Darstellung und Kritik nichts hinzufügen.

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Eine Kleinigkeit aber doch:
Interessant ist freilich die Frage, wie die Deutsche Bischofskonferenz mit der Sache umgeht. Vor 6 Wochen war im Spiegel zu lesen:
"Mehr Rechte für Geschiedene: Katholische Kirche plant moderneres Arbeitsrecht Geschieden, neu verheiratet - und prompt gefeuert: So erging es Angestellten von katholischen Arbeitgebern bisher. Doch offenbar zeichnet sich in der Kirche jetzt ein Umdenken ab."
In diesem Artikel ist die Rede davon, dass die Deutsche Bischofskonferenz sich mit einem Papier befassen will, dessen "finale Fassung" nächsten Montag vorliegen soll und das eine liberalere Regelung vorsieht.

Franziskanischer Humor wäre es, wenn die Deutsche Bischofskonferenz sich als liberaler erweisen würde als das BVerfG.

Regionalkommission Nord: weiterhin kein Ergebnis

Die Neue Osnabrücker Zeitung meldet, dass die Verhandlung der Caritas-Reginoalkommission Nord gestern ohne Ergebnis vertagt worden seien.

Der Bereich Altenpflege soll nach dem Willen der Dienstgeberseite "eine Reduzierung der Gehaltszuwächse" erfahren.

Am 8. Dezember soll weiterverhandelt werden, offenbar ist aber auch der Weg in die Vermittlung ("Schlichtungsstelle") angedacht.

In der Region Nord harrt der Bundesbeschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission des DCV vom 27. September 2014 damit weiterhin auf seine regionale Umsetzung.
Umgesetzt haben bisher die Regionen Mitte, Bawü, Bayern und NRW.


Nachtrag (20.11., abends):
Inzwischen haben sich auch
- die Mitarbeiterseite der AK - http://www.akmas.de/ -
- die Dienstgeberseite mit einem Dienstgeberbrief und einer Presseinformation

zu Ergebnis und Hintergründen geäußert.

Mittwoch, 19. November 2014

Erklärung der 8. ver.di Tarifkonferenz der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienstes bei öffentlichen, freien und konfessionellen Trägern

ver.di Tarifkonferenz fordert Aufwertung für den Sozial- und Erziehungsdienst

Am 14. und 15. November 2014 fand in Göttingen die 8. ver.di-Tarifkonferenz mit über 200 Fachkräften aus den Sozial- und Erziehungsdiensten (SuE) des öffentlichen Dienstes sowie der freien und konfessionellen Träger statt.
Die Aufwertung des SuE soll ins Zentrum der von ver.di geforderten Verhandlungen zu den Eingruppierungsvorschriften gestellt werden.
Die Fachkräfte in Kindertagesstätten, der offenen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit, in den Sozialen Diensten, Beratungsstellen, Einrichtungen der Kinder- und Jugend-, der Eingliederungs- und der Behindertenhilfe, Seniorenheimen und Krankenhäusern u.v.m. leisten bzw. sichern Bildung, Beratung, Versorgung und Betreuung von Menschen.
Angesichts gestiegener Anforderungen und anspruchsvoller Ausbildungen sagen wir: Richtig gut – aufwerten jetzt! Es ist Zeit für angemessene Bezahlung der Fachkräfte im SuE.
Der von vielen Politikern und auch in der Koalitionsvereinbarung für notwendig erklärten Aufwertung der Sozialen Berufe müssen nun Taten folgen.
Ver.di hat die Tarifverträge für den SuE gekündigt und erwartet von den Arbeitgebern zeitnah die Aufnahme von Verhandlungen.
Die Attraktivität der Berufe auch bei der Bezahlung anzuheben ist notwendig, auch um dem regional bereits akuten und weiter absehbaren Fachkräftemangel zu begegnen und der demografischen Entwicklung Rechnung zu tragen.
Zeit, dass über Investitionen in die Bildung und nicht über Ausgaben gesprochen wird!
Wir, die TeilnehmerInnen der Tarifkonferenz haben verabredet, jetzt verstärkt aktiv zu werden und durch breite Beteiligung und Aktionen die Verhandlungen zu begleiten. Die Öffent-lichkeit, vor allem die Eltern, bitten wir um Solidarität.

Die TeilnehmerInnen der ver.di Tarifkonferenz

Erklärung als pdf

Dienstag, 18. November 2014

RK-Infos Bayern und NRW vom 14.11.2014

Inzwischen sind die aktuellen Infos zu den RK-Beschlüssen der vergangenen Woche in den Regionen Bayern und NRW erschienen. 
Neben der Darstellung der jeweiligen Beschlüsse nehmen die Mitarbeiterseiten der RKs auch kritische Bewertungen der Ergebnisse vor. 
Fazit: erst ab März 2015 (nach einjähriger Unterbrechung) hat es bei der Caritas wieder einigermaßen TVöD-Niveau.


RK-Infos Bayern als pdf
RK-Info NRW als pdf

Montag, 17. November 2014

Tagung zum neuen Arbeitsrechtsregelungsgesetz der Evangelischen Kirche in Bad Boll

Blick zu unseren evangelischen Geschwistern:

Heute befaßt sich eine Fachtagung in Bad Boll mit dem neuen Arbeitsrechtsregelungsgesetz der Evangelischen Kirche.

  • Flyer zu: Das neue Arbeitsrechtsregelungsgesetz/Evangelische Landeskirche Württemberg und Gewerkschaften. 

Samstag, 15. November 2014

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass nach dem durchwachsenen und differenzierten Erfolg der Regionalkommissionen Mitte, Ost (mit West), Nord, Bawü, Bayern und NRW die Zentral-Koda nun die Absicht verfolge, eine Novellierung der Magdeburger Erklärung anzugehen.

Freitag, 14. November 2014

Klinikpersonal schlägt Alarm: Appell für eine gesetzliche Personalbemessung - Kritik an CDU/CSU - ver.di-Krankenhaustagung in Berlin

Berlin, 14.11.2014

Mit einem "Appell für eine gesetzliche Personalbemessung" haben sich am Freitag rund 300 Betriebs- und Personalräte, Mitarbeiter- und Auszubildendenvertreter aus Krankenhäusern in ganz Deutschland an die Politik gewandt, um gegen die wachsende Arbeitsüberlastung der Beschäftigten infolge des Personalmangels und die negativen Folgen für die Patienten zu protestieren.

Vor das Wirksamwerden der RK-Beschlüsse haben die Richtlinien noch die Inkraftsetzung durch die Bischöfe gesetzt

Bevor jetzt die Begeisterung überhand nimmt über die erfolgreichen RK-Beschlüsse in Bayern und NRW:

  • wirksam werden die Beschlüsse erst (gemäß der Richtlinien für die Inkraftsetzung der Beschlüsse der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes durch die Diözesanbischöfe in der Fassung vom 26. November 2007)

Donnerstag, 13. November 2014

Regionalkommission NRW: Tariferhöhungen 2014/2015 beschlossen

Auch in der Regionalkommission NRW wurde heute (nachmittags) der Bundesbeschluss der Arbeitsrechtlichen Kommission umgesetzt. Die Region folgt dabei eins zu eins der Vorlage*:


  • Erhöhung der Vergütungen/Entgelte um 3 % zum 1.7.2014
  • Erhöhung um weitere 2,4 % zum 1.3.2015 (davor wird die Steigerung vom 1.7.2014 auf 90 Euro angehoben)
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütungen zum 1.9.2014 um 60 €
  • Urlaubsanspruch ab 2015 für alle: 30 Tage 

Es fehlen jetzt noch die Regionen Nord und Ost. Nord tagt kommende Woche, Region Ost in der zweiten Dezemberwoche.

*gemeint ist die Vorlage BK-Beschluss vom 27.9.2014 in der Fassung des BK-Beschlusses vom 23. Oktober 2014. Die Vorlage der Vorlage (=TVöD) hat dann doch nochmal andere Varianten 



Nachtrag 15.11.2014 - inzwischen sind Dienstgeberbrief und Presseinfo zur RK-Sitzung erschienen. Wir werden in der nächsten Woche einen Blick auf die Einschätzung der Dienstgeberseite werfen.

Regionalkommission Bayern: Tariferhöhungen 2014/2015 beschlossen

Die Regionalkommission hat heute vormittags die Umsetzung des Beschlusses der Bundeskommission vom 27.9.2014 wie folgt beschlossen:

  •  Erhöhung der Regelvergütungen und Tabellenentgelte der Anlagen 3, 3a, 31, 32 und 33 zu den AVR um 3,0 Prozent ab 01.01.2015
  • eine Erhöhung der Regelvergütungen und Tabellenentgelte der Anlagen 3, 3a, 31, 32 und 33 zu den AVR unter Berücksichtigung des 90 € Mindestbetrages um 2,4 Prozent ab 01.03.2015
  • eine Einmalzahlung für Mitarbeiter der Anlagen 2, 2a, 2b, 2c und 2d sowie Anlagen 22, 23, 31, 32 und 33 zu den AVR in Höhe von 20,9 Prozent des/der im Dezember 2014 gültigen individuellen Tabellenentgeltes / individuellen Regelvergütung; die Einmalzahlung ist im Dezember 14 fällig, Anspruch auf die Einmalzahlung haben Mitarbeiter, die an mindestens 1 Tag im Dezember 2014 einen Anspruch auf Dienstbezüge haben
  • alle sonstigen Inhalte des BK-Beschlusses vom 27.09.14 wurden 1 : 1 übernommen

Nachtrag 15.11.2014 - inzwischen sind Dienstgeberbrief und Presseinfo zur RK-Sitzung erschienen. Wir werden in der nächsten Woche einen Blick auf die Einschätzung der Dienstgeberseite werfen.



Gesundheitsberufe: ver.di fordert von kommunalen Arbeitgebern mehr Bewegung bei Eingruppierung

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) aufgefordert, sich nicht länger gegen eine angemessene Eingruppierung von Gesundheitsberufen im Ta- rifvertrag für  den  öffentlichen  Dienst  (TVöD)  zu  sperren.  „Die  tarifliche Neubewertung der Berufe im Gesundheitswesen ist überfällig. Die Entgelt- ordnung im öffentlichen Dienst für die Gesundheitsbranche ist fast 25 Jah- re alt, die letzen Änderungen gab es 1994. In dieser Zeit haben sich Aus- bildungen stark verändert und die Anforderungen an die Gesundheitsberu- fe deutlich erhöht“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler nach der vierten Runde der Verhandlungen über Eingruppierungen, die am 10. und 11. November 2014 in Dortmund stattgefunden hat. Vom Ergebnis der Gespräche gehen dabei auch wichtige Signale an private Gesund- heitskonzerne und Wohlfahrtsverbände aus, weil sich das gesamte Gesundheitswesen traditionell stark an der Eingruppierung in öffentlichen Kliniken orientiert. 

Mittwoch, 12. November 2014

Mindestlohn: Arbeitgeber sollen in Beschäftigte investieren statt in die Suche nach Gesetzeslücken - Gewerkschaftlicher Rechtsschutz steht bereit

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rät den  Arbeitgebern dringend, ihr Geld anstatt in juristische Beratung zur  Umgehung des gesetzlichen Mindestlohns besser in ihre Beschäftigten  zu investieren. "Das Mindestlohngesetz ist so eindeutig abgefasst,  dass sich die Unternehmen das Geld für derlei Beratungen sparen  können", betont Prof. Dr. Jens Schubert, Leiter der  ver.di-Rechtsabteilung. 

Dienstag, 11. November 2014

[DGB Bayern Pressemitteilung] DGB-Chef Jena gratuliert neuenEKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm

 

Betreff: [DGB Bayern Pressemitteilung] DGB-Chef Jena gratuliert neuenEKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm

 

PM Nr. 41 // München, 11. November 2014

 

DGB-Chef Jena gratuliert neuen EKD-Ratsvorsitzenden Bedford-Strohm

Konstruktiven Dialog zum kirchlichen Arbeitsrecht fortsetzen

 

Der Vorsitzende des DGB Bayern, Matthias Jena, hat dem neu gewählten EKD-Ratsvorsitzenden, dem bayerischen Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, ganz herzlich im Namen des Deutschen Gewerkschaftsbundes Bayern, aber auch persönlich gratuliert. „Für Ihre neue, überaus wichtige Aufgabe wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen viel Kraft, gutes Gelingen und viel Erfolg.", beglückwünschte Jena Bedford-Strohm.


Jena weiter: „Heinrich Bedford-Strohm hat bewiesen, dass ihm die Sorgen und Nöte der arbeitenden Menschen ein besonderes Anliegen sind. Wir kennen und schätzen ihn als Freund der Gewerkschaften, als Streiter für mehr soziale Gerechtigkeit und als engagierten Befürworter eines gesetzlichen Mindestlohnes."


Jena verband seine Gratulation mit der Hoffnung, dass der gute und konstruktive Dialog zwischen Evangelischer Kirche und Gewerkschaften in Bayern zu den Fragen des kirchlichen Arbeitsrechtes nun auch auf Bundesebene fortgesetzt werden könne.

Soziale Arbeit hat ihren Wert - auch in Bayern! ver.di-Betriebsgruppe Ursberg meldet sich zur entscheidenden Sitzung der Regionalkommission am 12./13. 11. 2014

Damit das, was im öffentlichen Dienst schon längst der Fall ist - mehr Geld in den Taschen der
Beschäftigten -, auch in der Caritas Bayern umgesetzt wird, müssen am 12./13. November in Nürnberg die entsprechenden Beschlüsse der Regionalkommission Bayern gefasst werden.

Die ver.di-Betriebsgruppe im Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg formuliert hier klar, was die Beschäftigten erwarten:

Keine weiteren Gehaltsverluste gegenüber dem TVöD!

Danke aus der Redaktion an dieses klare Zeichen aus Ursberg gegenüber dem Vorsitzenden der Regionalkommission Bayern!

Schreiben an den Vorsitzenden der Regionalkommission Bayern als pdf



----------- "Und geben Sie den Hinweis auf diesen Blog auch an Freunde und Kolleginnen und Kollegen weiter! Denn nur in einer großen Gemeinschaft kommen wir voran!" FlyerzumBlog

Montag, 10. November 2014

Die rechte und die linke Hand der Caritas*

Im Trierer Volksfreund war in der vergangenen Woche ein Artikel zu lesen mit dem Titel "Caritas-Lohnstreit: Berlin warnt Trier".

Der Artikel ist sehr lesenswert. Es geht um ein Entlohnungsmodell, bei dem Minijob und Übungsleiterpauschale miteinander kombiniert werden. Dieses Modell wird offensichtlich im Caritasverband Trier eingesetzt, gleichzeitig aber vom Deutschen Caritasverband kritisiert. Derzeit läuft nach Informationen des Volksfreund  ein Arbeitsgerichtsverfahren, bei dem es auch um die Legalität und Legitimität des genannten Modells geht.

Die Sache wirft zahlreiche verbands- und caritaspolitische Fragen auf, z.B. die, wieweit der Einfluß des Caritasverbandes oder auch der Kirche reicht.

"Caritas-Lohnstreit: Berlin warnt Trier".

Und wir bleiben neugierig: am 11. Januar 2015 ist die Verhandlung im Arbeitsgericht Trier angesetzt.


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*Gelegentlich werden wir ja wegen unserer Sprache gerügt: für den Fall, dass hier jemand im Titel eine unziemliche Assoziation mit einem Bud-Spencer-Film sieht (was jetzt auch nicht das Drama wäre: immerhin ist ja auch ein Schwimmbad in Schwäbisch Nazareth nach ihm benannt) - die von uns beabsichtigte Assoziation heißt Matthäus 6,3.

Sonntag, 9. November 2014

Mauerfall und Caritas - Blick auf die Region Ost

Aus gegebenem Anlaß werfen wir heute einen Blick auf die Tarifsituation in der Region Ost.
(In unseren monatlichen Tarifvergleichen stellen wir die Region Ost nicht in der nötigen Differenzierung dar, die aber auch nicht sinnvoll möglich ist: so gibt es nicht nur die Region Ost, sondern es gibt auch ein "Tarifgebiet West" in der Region Ost, Tabellen, die zwischen den Sachsen und den übrigen neuen Bundesländern differenzieren und es gibt z.B. in der Anlage 33 eine Tabelle für alle 5 West Regionalkommissionen (lediglich mit Varianten im Gültigkeitsbeginn) für die Region Ost dagegen gibt es in der Anlage 33 vier Tabellen (Tarifgebiet Ost, Tarifgebiet West, in Kindertagesstätten, außerhalb von Kindertagesstätten). 

Im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes sind zwischen Ost und West differenzierende Vergütungstabellen seit 2008 Vergangenheit!

In den AVR Caritas kann man auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer die unterschiedlichen Tabellen (und damit einhergehende niedrigere Vergütungen in den neuen Bundesländern) noch immer bestaunen.

Samstag, 8. November 2014

RK Ost: die Dienstgeber informieren über ihre Vorstellungen

Inzwischen hat im aktuellen Dienstgeber-Kurzinfo die Dienstgeberseite der Regionalkommission Ost ihre Vorstellungen zur Tarifrunde 2014/2015 konkretisiert.

Es heißt dort:
Die Mitarbeiterseite hat für die Bundesländer Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein eine 1:1- Übernahme des Bundesmittelwertes (BMW) und für den Tarifbereich Ost eine Vergütung in Höhe von 97% des BMW jeweils zu den von der Bundeskommission beschlossenen Zeitpunkten (01.07.2014 und 01.03.2015) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Erhöhung je nach Entgeltgruppe und Stufe von 10% bis 18%.
Das heißt auch, dass die derzeitigen Vergütungen zwischen etwa 13 und 21 % "je nach Entgeltgruppe und Stufe" unterhalb der westlichen Werte liegen.

Was den Dienstgebern vorschwebt:

Die Dienstgeber dagegen haben für alle Mitarbeitenden auf Grundlage der derzeitigen Tabellen eine Erhöhung der Vergütung in zwei Stufen vorgeschlagen: zunächst zum 1. April 2015 eine Erhöhung um 3% und zum 1. März 2016 um weitere 2,4%. Für Mitarbeitende nach Anlage 32 sollen die Termine um jeweils 3 Monate verschoben werden auf den 01.07.2015 und auf den 01.06.2016.
Das bedeutet nichts anderes, als dass der Abstand zwischen Ost und West weiter vergrößert wird.
Morgen, zum Jahrestag des Mauerfalls, legen wir eine kleine Vergleichsdarstellung der Anlage 32 vor.

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass man, nachdem es inzwischen gelungen ist, das System des 3. Weges im Tarifstärkungsgesetz zu etablieren, nun auch etwas für die öffentliche Akzeptanz des 3. Weges tun wolle.
Nachdem alle seriösen Tarifvergleiche zum Ergebnis gekommen seien, dass die Tarife des 3. Weges besser sind als die des 2. Weges, habe man inzwischen festgestellt, die Tarife des 3. Weges seien sogar besser als die des 3. Weges. So hätten etwa in Bayern die nach dem 3. Weg vergüteten Erzieherinnen bei der Katholischen Kirche deutlich bessere Vergütungen als die nach dem 3. Weg vergüteten Erzieherinnen bei der Caritas!
Aufgrund der Erkenntnis, dass der 3. Weg besser ist als der 3. Weg, planen Kirche und Caritas für das kommende Jahr eine Kommissionsstärkungskampagne mit dem Slogan:

Der 3. Weg ist der allerbeste!

Anmerkung: die notorischen Mäkler werden natürlich darauf verweisen, dass in der kommenden Woche die Caritas-Regionalkommission Bayern an der Sache etwas ändern könnte. Das ist Unfug. Das glauben nur Leute, die nichts vom 3. Weg verstehen.

Freitag, 7. November 2014

Dritter Weg auch beim Recht auf freie Meinungsäußerung?

Kritische Äußerungen von Gewerkschaften zu wirtschaftlichen Entwicklungen bestimmter Betriebe ist nichts Ungewöhnliches.
Im Bereich des kirchlichen Arbeitsrechts übt man offensichtlich noch den Umgang mit öffentlicher Kritik.
Zahlreiche Medien haben sich in den letzten Tagen mit einem Urteil des kirchlichen Arbeitsgerichts Mainz gegen das Bistum Trier und zugunsten der Gesamt-MAV des Bistums Trier vom 4. November 2014 befaßt, z.B.:
Den Meldungen zufolge will das Bistum Revision einlegen, "wegen der Rechtssicherheit, hieß es". 
 
Dritter Weg, wie gesagt: auch in Fragen der öffentlicher Kritik benötigt die Kirche einen Sonderweg?

Donnerstag, 6. November 2014

Ver.di zum Gesetzentwurf zur Tarifeinheit

ver.di lehnt Gesetzentwurf zur Tarifeinheit ab

Der Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat große Bedenken gegen den Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums zur Tarifeinheit und lehnt den Gesetzentwurf ab. "Tarifeinheit ist grundsätzlich erstrebenswert, damit Beschäftigte nicht gegeneinander ausgespielt werden, aber dies müssen wir mit gewerkschaftlichen Mitteln erreichen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

Mittwoch, 5. November 2014

Nachhaltige Aufwertung von Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsberufen überfällig - tarifpolitische Konferenz in Berlin

ver.di-Medieninformation zur tarifpolitischen Konferenz in Berlin am 4.11.2014

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt ihre Forderungen nach einer nachhaltigen Aufwertung von Gesundheitsberufen und Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und für Menschen habe endlich mehr Anerkennung verdient. "Die Beschäftigten müssen entsprechend ihrer hohen Verantwortung und professionellen Arbeit bezahlt werden", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Dienstag zum Auftakt einer zweitägigen tarifpolitischen Konferenz in Berlin. Dort diskutieren Tarifexpertinnen und -experten darüber, wie sich die Gewerkschaft angesichts des wirtschaftlichen Wettbewerbs und des zunehmenden Fachkräftemangels strategisch aufstellen wird.

Dienstag, 4. November 2014

"Flächentarife sind Planwirtschaft"

So wird Bernd Meurer, der Chef des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in der Ausgabe 11/2014 von Wohlfahrt Intern zitiert. "Im Interview", so heißt es weiter, erklärt er, "dass er in solchen gewerkschaftlichen Vereinbarungen einen Ausdruck von Planwirtschaft statt von Gerechtigkeit sieht."

Manchmal kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, wer in der "Sozialbranche" alles aktiv ist. Wer den Unterschied zwischen einem "Tarifvertrag zwischen gleichberechtigten Vertragspartnern auf Augenhöhe" und "staatlich angeordneter Planwirtschaft" nicht kennt, stellt sich schon fachlich selbst ein miserables Zeugnis aus.

Montag, 3. November 2014

Caritas - 2.Weg/3. Weg - der Stand der Dinge in der Tarifrunde 2014/2015 - Update 3. November 2014

Tarifrunden 2012 bis 2014
Wegstreckenübersicht 2. Weg/3. Weg
Update 3. November 2014

Wegen Allerheiligen und Allerseelen hat sich unser Update um zwei Tage verschoben.Seit unserer Übersicht vom 1. Oktober 2014 ist folgendes passiert:


Sonntag, 2. November 2014

Wochenrückblick: kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

Wir hatten am vergangen Montag auf die WDR-Sendung Gottes Lohn ist nicht genug - der lange Kampf um fairen Lohn hingewiesen. Die komplette Sendung aus der Reihe "Mut gegen Macht" ist weiterhin online verfügbar.
Ergänzt wird die Internetpräsenz zur Sendung mit Bonusmaterial:
- Interview mit dem katholischen Sozialethiker Friedhelm Hengsbach SJ
- Interview mit ver.di-Sekretär Harald Meyer
- Interview mit Günter Märschbächer, Geschäftsführung Marienhaus Holding

Samstag, 1. November 2014

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Caritasverband ganz zufrieden sei mit der bisherigen Tarifrunde im Bereich der AVR Caritas. Die Einsparungen für die aktuelle 2-jährige Tarifrunde durch die verspätete Anpassung an den TVöD würden mindestens 160 Mio Euro betragen (ca. 400000 Vollzeitäquivalente mal 400 Euro Einsparung = 4 Monate mit mindestens 90 Euro monatlich, entsprechend aufgerundet). Auch bei Berücksichtigung der 7-stelligen Kosten für die AK führt der 3. Weg immer noch zu einem 8-stelligen Nettoertrag jährlich.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Bessere Pflege mit Gewerkschaft

Wir haben am vergangen Sonntag unter dem Titel "Wer nur ein bisschen Herz hat, den macht das fertig" Missstände im Bereich der Altenpflege thematisiert.

Hierzu ein Hinweis auf einen Beitrag in Boeckler-Impuls 16/2014: "Vertretung nützt Patienten"



entnommen aus: Boecklerimpuls 16/2014

Mittwoch, 29. Oktober 2014

ver.di fordert mehr für Kinder, Erzieherinnen und Eltern

M e d i e n i n f o r m a t i o n

 ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Bundesvorstand www.verdi.de

 ver.di fordert mehr für Kinder, Erzieherinnen und Eltern

 Berlin, 29.10.2014

 "ver.di fordert einheitliche rechtliche Mindeststandards in Kindertageseinrichtungen, gut ausgebildete Fachkräfte und eine gesicherte Finanzierung für gute frühkindliche Bildung", betont Achim Meerkamp, Bundesvorstandsmitglied der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). "Wir benötigen mehr Fachpersonal, eine bessere Qualität der Arbeitsbedingungen und eine bessere Qualität der frühkindlichen Bildung. Dazu muss deutlich mehr investiert werden."

Programmhinweis - heute im Radio/Deutschlandfunk: Mitarbeiter dringend gesucht - Den christlichen Kirchen geht das qualifizierte Personal aus

Heute, Mittwoch, den 29.10.2014 um 20:10 Uhr im Deutschlandfunk in der Reihe "Aus Religion und Gesellschaft"
Die Sendung dürfte nach der Ausstrahlung auch als podcast im Archiv verfügbar sein.

Nachtrag 30.10.2014: inzwischen ist die Sendung im DLF-Archiv verfügbar - Direktlink zum Beitrag.

Anmerkung: ein etwas irritierender Beitrag. Der Schwerpunkt liegt weniger bei den kirchlichen Wohlfahrtsverbänden Caritas und Diakonie als vielmehr beim verfassten Bereich, wo offenbar große Anstrengungen unternommen werden, Arbeitnehmern besondere Annehmlichkeiten zu bieten. Der Beitrag des WDR am Montag Mut gegen Macht/Gottes Lohn ist nicht genug hat er die Bemühungen eines kirchlichen Trägers thematisiert, den Arbeitnehmern mit besonderen Unannehmlichkeiten zu begegnen.

Dienstag, 28. Oktober 2014

Deutscher Betriebsrätetag 2014

Ausgezeichnete Praxisbeispiele im Parlament der Betriebsräte

Deutscher BetriebsräteTag 2014: Trendbarometer für Betriebsräte

Beim Deutschen BetriebräteTag in Bonn werden vom 28. bis 30. Oktober Lösungsansätze für eine moderne Betriebsratsarbeit  präsentiert, DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann hält die Eröffnungsrede. Wissenschaftler, Gewerkschafter und Praktiker diskutieren unter anderen zu den Themen Beschäftigungs- und Standortsicherung, Gesundheitsschutz,  Demografielösungen, Gleichstellung und Integration im Unternehmen.  Am 30. Oktober wird der Deutsche Betriebsräte-Preises für vorbildliche Betriebsratsarbeit verliehen.

siehe:
Deutscher Betriebsräte Tag 2014

Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände haben keine Betriebsräte, sie glauben sie sind und haben etwas besseres.
Siehe hierzu auch
Kircheninfo 24 - Gute Arbeit braucht mehr Demokratie

Montag, 27. Oktober 2014

Fernsehhinweis, heute WDR 20:15 Uhr: Gottes Lohn ist nicht genug - Der lange Kampf um fairen Lohn

aus der Vorankündigung des WDR:
Löhne weit unter Tarif, stattdessen Vertröstungen und aufgeschobener Inflationsausgleich -  das haben die Mitarbeiter einer Aachener Reha-Klinik lange geduldig ertragen. Die Einrichtung gehört einem katholischen Träger, der mit rund 12.000 Mitarbeitern zu einem der größten kirchlichen Akteure auf dem Gesundheitsmarkt zählt. "Eigentlich lieben wir unseren Job", erzählen uns zwei Mitarbeiterinnen in der Physiotherapie, "aber so geht das einfach nicht weiter". Der Film der Reihe "Mut gegen Macht" erzählt von Arbeitsverdichtung und ständig zunehmender Belastung, von erschöpften Mitarbeitern - und von Löhnen die gleich bleiben.
Montag, 27. Oktober 2014, 20:15:
 WDR: Gottes Lohn ist nicht genug - Der lange Kampf um fairen Lohn - Mut gegen Macht

Weiter heißt es:

Sonntag, 26. Oktober 2014

Wer auch nur ein bisschen Herz hat, den macht das fertig

Kein "Wochenrückblick: Kirche und Arbeitsrecht" diesmal*, stattdessen ein Lektürehinweis zum Dossier zum Thema Altenpflege in der Wochenzeitung "Die Zeit" vom 16.10.2014.

Der Artikel "Tag für Tag ein Skandal", dem wir die in der Überschrift zitierte Feststellung entnommen haben, befaßt sich ausführlich mit der Situation in Altenheimen.

Samstag, 25. Oktober 2014

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass ursprünglich geplant war, bei der Einbindung der Gewerkschaften in den 3. Weg, den Anteil der Gewerkschaftsvertreter am Umfang der kirchlichen Tariftexte zu orientieren, die 1:1 aus den im 2. Weg zustande gekommenen Tarifverträgen übernommen wurden. Von dieser Überlegung habe man aber Abstand genommen, als man die absehbaren Folgen - den unnachgiebige Widerstand der Arbeitnehmervertreter in den KODAen - betrachtet habe.


AK-Info zur Bundeskommissionssitzung vom 23. Oktober 2014


Die AK informiert mit dem nebenstehenden Info über die Beschlüsse der Bundeskommission der AK vom 23.10.2014.










AK-Info als pdf


Freitag, 24. Oktober 2014

Bundeskommission der AK: keine spektakulären Überraschungen

Gestern hat, wie bekannt, die Bundeskommission der AK in Mainz getagt. Ein wichtiger Inhalt der Sitzung war der Beschluss zur Textfassung des am 27.9.2014 in Göttingen beschlossenen Eckpunktebeschlusses. Wenn wir den Gesprächen gestern auf den Gassen rund um den Mainzer Dom richtig gelauscht haben, ist der Beschluss ohne große Komplikationen in Form gegossen worden. Auch die geplante Synode der neue  Ausschuss zur Ost-West Angleichung der Vergütungen und Entgelte soll Thema in der Sitzung gewesen sein. Den üblichen Quellen (akmas, Caritas-Dienstgeber usw.) sind bislang aber noch keine Informationen zu entnehmen.

Eine Anmerkung möchten wir dennoch machen zur Einschätzung der aktuellen tariflichen Situation bei der Caritas: die Feststellung, die Arbeit der Caritas-Mitarbeiter sei zumindest in  4 Regionen seit soundsoviel Tagen weniger wert, bedarf der mehrfachen Differenzierung und Ergänzung.

  • "weniger" ist ein Komparativ, der ein Vergleichsobjekt benötigt. Das Vergleichsobjekt ist in diesem Fall der TVöD, der von den Tarifparteien des öffentlichen Dienstes (darunter die ungenannte Gewerkschaft Ver.di) am 2. April 2014 beschlossen wurde. 
  • Auch in den nicht mehr genannten Regionen Mitte und Bawü bleibt der Sachverhalt bestehen, dass die Arbeit dort zwischen dem 1.3.2014 und dem 30.6.2014 weniger wert gewesen ist und dies auch nicht mehr zu korrigieren ist.
  • Auch in den nicht genannten Regionen Mitte und Bawü ist die Arbeit bisher und weiterhin zwischen dem 1.3.2014 und dem 28.2.2015 die Arbeit zumindest in den untereren Lohngruppen weniger wert, woran auch die 3 %ige Erhöhung zum 1.7.2014  (Region Bawü) bzw. die Einmalzahlung in Höhe von 18 % im Dezember (Region Mitte) nichts ändert.
    Und auch in den übrigen Regionen wird die um ein Jahr verschobene 90-Euro-Sockelung (wir bitten den Neologismus zu entschuldigen) dafür sorgen, dass diese geringere Wertigkeit in den unteren Lohngruppen erhalten bleibt, sofern die Regionalkommissionen, die noch nicht beschlossen haben, hier nicht gravierend vom BK-Beschluss abweichen.
Wir gehen davon aus, dass der Slogan "Seit x Tagen ist die Arbeit der Caritas-Beschäftigten ...weniger wert" gültig bleibt bis x den Wert 365 erreicht hat.

Blick in andere Verdi-Blogs: heute Hugendubel

Der hugendubelverdi.blogspot hatte am 15. Oktober einen außerordentlich schönen Beitrag, der sich mit der Frage befaßt hat, wie vernünftige Tarifregelungen zustandekommen (sie fallen nämlich nicht vom Himmel).


Und am vergangenen Samstag gab es eine schöne T-Shirt-Aktion mit Hape Kerkeling am Marienplatz in München im Rahmen der Aktionen zur Beschäftigungssicherung: Wir sind dann mal weg!? - über die der hugendubelverdi.blog berichtet

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Gerüchteweise ist zu hören, dass in bayerischen Caritas-Einrichtungen von Seiten der Dienstgeber und Träger flächendeckend keine Aktionen zur Tarifrunde in der RK Bayern erwünscht sind. Jedenfalls nicht solche, die mit öffentlicher Aufmerksamkeit auf dem Gelände von Caritaseinrichtungen stattfinden. Wie gesagt, es handelt sich um Gerüchte!

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Heute gießt die Bundeskommission der Arbeitsrechtlichen Kommission ihren Eckpunktebeschluss vom 27. September 2014 in AVR-Text-Gestalt

Über die Umsetzung in den Regionen haben wir bereits ausführlich berichtet.
Umsetzungen gab es

- am 2. Oktober in der Region Mitte mit Einbussen gegenüber dem BK-Beschluss
- am 8. Oktober in der Region Bawü die 1:1-BK-Übernahme mit irritierender Darstellung

Verhandeln oder weiterverhandeln müssen noch:

"aktiv und kreativ" - man wartet auf Lohnerhöhungen bei der Caritas nicht mehr wie Kleinlieschen auf's Christkind

Voller Stolz weisen wir auf die Aktion der Ursberger Betriebsgruppe hin und freuen uns auf viele Nachahmer!





Denn auf die ver.di-Betriebsgruppen in der Caritas wartet Großes:
Jetzt die längst fällige Tariferhöhung einzufordern und dann, ja dann:
Seit an Seit mit allen Kolleginnen und Kollegen für die Aufwertung unserer Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst zu kämpfen!



Mittwoch, 22. Oktober 2014

Sozial- und Erziehungsdienst: richtig aufwerten!

Das aktuelle Info 1/2014 informiert über den aktuellen Stand der Vorbereitungen der Tarifverhandlungen für den Sozial- und Erziehungsdienst. 
Wir haben (auf der Blogseite oben rechts) begonnen, Termine zu Forderungsdiskussionen in den Bezirken zu dokumentieren.



Info 1/14 als pdf

Dienstag, 21. Oktober 2014

Wer teilhaben will, muss teilnehmen: Aufwertungskampagne Sozial- und Erziehungsdienst

In den Bezirken hat die Forderungsdiskussion begonnen. Wir werden in den nächsten Wochen regionale Termine dokumentieren, bei denen sich die Gelegenheit bietet, sich an den Forderungsdiskussionen zu beteiligen.
Wir gehen davon aus, dass die notwendigen Ziele ehrgeizig sein müssen und bei der Durchsetzung dieser Ziele auch mit Arbeitskämpfen zu rechnen ist.

Wir gewerkschaftlich orientierte Caritasbeschäftigte werden uns in die Diskussionen einbringen und auch Wege zu finden haben, wie wir die Kolleginnen und Kollegen, die die Kopiervorlage für die AVR Caritas, den TVöD, gestalten und durchsetzen, dabei unterstützen  können.
Wir wollen uns nicht mehr damit begnügen, zuerst auf theoretische Ergebnisse zu warten und dann noch darauf, dass die AK sie für den Caritasbereich übernimmt.

Tarifautomatik ist Pflicht, ein Tarifvertrag wäre die Kür!

PS.
Ist katholische Sozialethik für Arbeitnehmer eigentlich noch ein katholisches Thema? Auch für die Beschäftigten bei Caritas und Kirche?

Montag, 20. Oktober 2014

Gottes Lohn ist nicht genug - Der lange Kampf um fairen Lohn

Die Sendereihe "Mut gegen Macht" befaßt sich in ihrem 3. Teil mit den Auseinandersetzungen um die katholische Aachener Klinik Schwertbad (wir hatten in der Vergangenheit mehrfach berichtet).
Die Sendung wird am kommenden Montag, den 27.10.2014 um 20:15 Uhr im WDR ausgestrahlt.
Aus dem WDR-Info zur Sendung:
Löhne weit unter Tarif, stattdessen Vertröstungen und aufgeschobener Inflationsausgleich -  das haben die Mitarbeiter einer Aachener Reha-Klinik lange geduldig ertragen. Die Einrichtung gehört einem katholischen Träger, der mit rund 12.000 Mitarbeitern zu einem der größten kirchlichen Akteure auf dem Gesundheitsmarkt zählt. "Eigentlich lieben wir unseren Job", erzählen uns zwei Mitarbeiterinnen in der Physiotherapie, "aber so geht das einfach nicht weiter". Der Film der Reihe "Mut gegen Macht" erzählt von Arbeitsverdichtung und ständig zunehmender Belastung, von erschöpften Mitarbeitern - und von Löhnen die gleich bleiben.
Vorab gibt es aus der Sendung bereits ein beeindruckendes Video, das von einer Betriebsversammlung berichtet.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Anlässlich der heutigen Seligsprechung von Papst Paul VI

...haben wir Anlaß uns an die wichtige Sozialenzyklika Populorum Progressio zu erinnern:

Dort findet sich der an die gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten gerichtete Gruß:
Aufrichtig bekunden Wir allen, die in diesen Organisationen im selbstlosen Dienst für ihre Brüder arbeiten, Unsere Hochschätzung. (Nr. 39)

Wochenrückblick - Kirche und Arbeitsrecht in den Medien

...fällt diese Woche wegen Überforderung der Blog-Redaktion aus.
Google-News meldete bis gestern 470 Beiträge zum Thema Bischofssynode/Familiensynode in Rom, die wegen der deutschen Besonderheiten thematisch auch Bezüge zum kirchlichen Arbeitsrecht hat. Die Außerordentliche Generalversammlung der Bischofssynode endete heute mit einem Gottesdienst.

Kurz zusammengefaßt: der Tenor der Berichterstattung schwankt zwischen "Und sie bewegt sich doch" und "Und sie bewegt sich doch nicht".

Samstag, 18. Oktober 2014

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass ver.di auf die Vorschläge der Katholischen Kirche zur Einbindung der Gewerkschaften in den 3. Weg, die in dieser Woche bekannt wurden, positiv reagieren wolle: sofern die Katholische Kirche im Gegenzug ihrerseits die Wahl von Bischöfen und Päpsten künftig durch Urwahl unter den Gläubigen durchführt, sowie die Frauenordination einführt, könne man sich einen vorläufigen Verzicht auf eine 50%ige Frauenquote beim Klerus vorstellen und sei insgesamt verhandlungsbereit.

Freitag, 17. Oktober 2014

Tarifvertrag mit der Diakonie in Niedersachsen - aktuelle Infos

Wir dokumentieren in diesem Posting 3 aktuelle Flugblätter aus Niedersachsen zu den Entwicklungen nach dem Abschluss des Tarifvertrags.
Dieser muss noch mit Leben gefüllt werden. Und das geht nicht ohne Engagement und Konflikte. Und es geht nicht ohne die Betroffenen ("Ohne die Betroffenen" ist bekanntlich die Geschäftsgrundlage der Tariffindung im 3. Weg) . 
Die Infos/Flugblätter dieses Postings: 
  • Erst der Tarifvertrag und dann? 
  • Dichtung und Wahrheit
  • Für einen "Tarifvertrag Altenpflege" in Niedersachsen

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Wie die katholische Kirche die Umsetzung der Streikurteile plant...

...lässt sich exklusiv im aktuellen Heft der ZMV (5/2014) nachlesen.

Dr. Fuhrmann, Referent der Geschäftsstelle des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) stellte bei einem Studientag zum Dritten Weg am 9. Juli 2014 die Konzeption der gepanten Regelung vor:
  • konsequente Fortführung des Dritten Weges
  • Änderungen am Verfahren nur soweit, als dies durch die BAG-Urteile gefordert ist
  • kirchengemäße Tarifverträge werden abgelehnt

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Die Arbeit mit Menschen ist viel mehr wert!



Vollständiges Flugblatt als pdf

Erfreuliche Koalitionen im Saarland

Beschäftigtenvertretungen der Evangelischen Kirche, aus dem Bistum Speyer sowie der AWO Saarland haben im Juli gemeinsam mit Ver.di und GEW ein gemeinsames Positionspapier zur Verbesserung der Rahmenbedingungen in Kitas des Saarlandes veröffentlicht.



PDF-Fassung des Positionspapiers
Positionspapier in Broschürendruckfassung

Kürzlich hatten wir ja bereits auf eine Veranstaltung zur Aufwertungskampagne im Sozial- und Erziehungsdienst in Mainz hingewiesen, auf der die Beteiligung der Kirchen lediglich in der Teilnahme von Kardinal Lehmann erkennbar war: Tolle Aktion in Mainz.
Die Beteiligung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Caritasbereich ist vielleicht tatsächlich noch ausbaufähig. Man sollte nicht alles den Kardinälen und Kommissionen überlassen!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Grundrechnen und Prozentrechnung sind nicht unbedingt die Kernkompetenzen

...der Medienschaffenden in der AK und in den Branchenmedien, die der Verbreitung der Beschlüsse der AK dienen?

Caritas/Lambertus hat kurz nach dem Beschluss der BK dieses Ergebnis so wiedergegeben (wir gehen davon aus, dass die Darstellung des Beschlusses korrekt ist):
Am 27. September hat die Bundeskommission in der AK beschlossen, dass die Gehälter der über 500.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Caritas rückwirkend zum 1. Juli 2014 um 3 Prozent erhöht werden. Im März 2015 wird die Gehaltssteigerung zunächst auf mindestens 90 Euro angehoben (Mindestbetragsregelung), bevor die zweite Tarifsteigerung um weitere 2,4 Prozent erfolgt.

Also am Beispiel der Ausgangsbasis von 2.000. Euro:
Erhöhung zum 1.7.2014 um 3 % ===> ergibt 2.060,- Euro
Erhöhung zum 1.3.2014 auf mindestens 90,- Euro ===> ergibt 2.090,- Euro (also gegenüber dem TVöD ein Jahr später)
Erhöhung dann um 2,4 % ====> ergibt 2.140,16 Euro.

Montag, 13. Oktober 2014

Info RK Nord zur Kommissionssitzung am 8. Oktober 2014

Die Regionalkommission Nord informiert über die
Kommissionssitzung am 8. Oktober 2014, in der es
nicht gelungen ist, zu einem Beschluss in der aktuellen
Caritas-Tarifrunde zu kommen.

RK-Info als pdf


Auch die Dienstgeber der Region Nord haben sich inzwischen zu Wort gemeldet, und zwar mit einer Pressemitteilung und einem Dienstgeberbrief.
Insbesondere in der Pressemitteilung werden die Positionen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer noch einmal dargestellt. Die Arbeitgeber streben offensichtlich neben den stark - selbstverständlich nach hinten - verschobenen Tariferhöhungen auch Regelungen im Bereich der Altenpflege an, bei denen die "Anzahl der Gehaltsstufen verringert wird".

Sonntag, 12. Oktober 2014

Passend zur regionalen Caritas-Tarifrunde in der vergangenen Woche: Reichtum in Deutschland wächst weiter

...meldet der Boeckler-WSI-Report

siehe auch:

Besserverdienende bauen ihre Stellung aus


Wochenrückblick: Kirche und Arbeitsrecht in den Medien

Die Tätigkeit der Regionalkommissionen hat in der vergangenen Woche ihren Niederschlag in verschiedenen Medien gefunden:

Passauer Neue Presse 7.10.2014: Caritas-Kundgebung: Mitarbeiter wollen mehr als Gotteslohn
FAZ 7.10.2014: Mehr Lohn für 88000 Mitarbeiter der Caritas
Fernsehen TRP1 Passau 8.10.2014: Kundgebung und Interviews zum Tarifkonflikt im Bistum Passau
Neue Osnabrücker Zeitung 8.10.2014: Caritas unterbricht Tarifgespräche: Altenpfleger müssen auf Lohnerhöhung warten

Die Diskussion um die Loyalitätsverpflichtungen (wiederverheirateter Geschiedener im kirchlichen Dienst) hat breiten Niederschlag in den Medien und Satiresendungen gefunden. Wir ersparen es uns, hier auf einzelne Beiträge aufmerksam zu machen. Hier müssen wir uns in den öffentlichen Austausch zwischen Kirche, Zivilgesellschaft und Kirche nicht auch noch einmischen...

Samstag, 11. Oktober 2014

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass die PWK, der DCV, IGMiCK, die Zentralkoda, der Arbeitsrechtsausschuss, die BAG-MAV, die AK Caritas sowie alle regionalen und diözesanen KODAen überlegen, nach dem großen Medienecho, das der Welttag für menschenwürdige Arbeit am 7. Oktober ausgelöst hat und das die Gewerkschaften genutzt haben, um ihre Bedeutung in den Vordergrund zu stellen, mit einem Welttag für den 3. Weg zu reagieren. Es sei bereits ein Arbeitskreis geplant, mit dem Auftrag, nach einem geeigneten Datum zu suchen.

Ältere Gerüchte:

Sehenden Auges in die Katastrophe: ver.di ruft zum "Aufstand in Homburg" - heute 12:30 Uhr

Jedes zweite saarländische Krankenhaus in Gefahr


Nachdem am 8. Oktober 2014 die saarländischen Krankenhäuser Gesundheitsminister Storm eindringlich aufgefordert haben, sich wegen absehbarer wirtschaftlicher Schieflagen der Kliniken für eine angemessene Finanzierung der Krankenhäuser einzusetzen, sieht  die Gewerkschaft ver.di aktuell jedes zweite Krankenhaus im Saarland und damit die gesundheitliche Versorgung in Gefahr. „Das beruhigende Gerede des Ministers ist nicht zielführend, er verkennt vollkommen den Ernst der Lage. Wir laufen mit sehendem Auge in die Katastrophe," erklärte der für Gesundheitspolitik zuständige Gewerkschaftssekretär Michael Quetting in Saarbrücken.