Donnerstag, 27. Juli 2017

Wer über Fachkräftemangel redet, darf zu den Arbeitsbedingungen nicht schweigen

Nichts wie raus
Qualifizierte Pflegekräfte flüchten wegen mieser Arbeitsbedingungen und schlechter Bezahlung aus dem Beruf. 
Runter mit der Arbeitszeit. Oder ganz raus aus dem Beruf. So machen es viele Pflegekräfte, die die Arbeitsbelastung nicht aushalten oder denen die Bezahlung zu schlecht ist. Andere werden krank oder gehen früher in Rente. Die Folge: Es fehlen Fachkräfte. Darüber jammern die Arbeitgeber ausgiebig. Dabei sind sie selbst mit für die Bedingungen verantwortlich, die Pflegekräfte aus dem Job treiben.
Nach ihrer Krankenpflege-Ausbildung hat es Ramona W. nur ein Jahr auf der Inneren Station im nordrhein-westfälischen Witten ausgehalten. »Wir waren so unterbesetzt, dass eine gute Pflege überhaupt nicht möglich war«, blickt die 30-Jährige zurück.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Sollen wir das glauben 1:2,2 auf Intensivstationen?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ver.di macht sich Tag für Tag für mehr Personal und Entlastung stark. Diesmal für die Intensivstationen.

ver.di fordert mehr Personal!



Gestern morgen war die Leiterin Gesundheitspolitik von ver.di, Grit Genster, im ARD Morgenmagazin. Der Link ist noch bis heute 26.7.2017 verfügbar:
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/gritgenster2_0108nl_8000-100.html

Darin widerspricht Grit Genster der aktuell von der Deutschen Krankenhausgesellschaft vorgelegten Studie. In dieser wird im Durchschnitt ein Betreuungsschlüssel von 1 Pflegefachkraft zu 2,2 Patient/innen auf Intensivstationen (in jeder Schicht) festgestellt. Das glauben wir nicht. Im Nachtdienst-Check haben neun von zehn Stationen diesen Schlüssel nicht erreicht.

In einer Pressemitteilung haben wir heute bekräftigt: „Nichts ist gut in der Intensivpflege“.

Das Morgenmagazin zeigte auch einen Videobeitrag mit unserer Kollegin Teresa Zikmund von einer Intensivstation in Stuttgart. Da erfahren die Zuschauerinnen, wie die Arbeit läuft und warum die Kolleginnen Überlastungsanzeigen schreiben.
http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/videos/personalsituation_0108nl_8000-100.html

Wer auf einer Intensivstation arbeitet und zu den realen Bedingungen mehr sagen kann, kann einen Leserbrief schreiben, auf facebook posten oder an die Bundestagskandidat/innen im eigenen Wahlkreis eine Forderung richten.

Auch die Beschäftigten aus kirchlichen Krankenhäusern dürfen sich beteiligen!

Alle Infos zu den ver.di-Aktivitäten für mehr Personal und Entlastung auf www.entlastung.verdi.de

Dienstag, 25. Juli 2017

ver.di-Rechtsschutz erstreitet Überstundenzuschläge - auch für Caritas-Beschäftigte!

Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten beendet


Das Bundesarbeitsgericht schafft Rechtsklarheit:


Ein in Teilzeit beschäftigter Krankenpfleger hat nach einem Urteil des BAG (23.03.2017, AZ: 6 AZR 161/16) für „Längerarbeiten“ Anspruch auch auf die tariflichen Zeitzuschläge von 30 Prozent. Klar ist nun:

  • Überstunden leistet, wer in der Schicht- oder Wechselschichtarbeit überraschend länger als für den Tag geplant arbeiten muss. Diesen Anspruch können jetzt Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte geltend machen.
  • Diese Überstunden sind zwei Monate später durch Vergütung auszugleichen.
  • Zuschläge von 30 Prozent sind zu zahlen (15 Prozent bei P11 bzw. EG 9c und höher).
  • Beschäftigte in Teilzeit und in Vollzeit sind dabei ohne Unterschied zu behandeln. Auch Teilzeitbeschäftigten stehen also Überstundenzuschläge zu, wenn sie über ihren persönlichen Beschäftigungsumfang hinaus eingesetzt werden.



Inhaltlich gleiche Regelungen wie im beurteilten TVöD-K § 7 Abs. 6 bis 8 finden sich in den Anlagen 30 -33 der AVR Caritas. 

Der Fall macht deutlich, wie wichtig ein gemeinsamer Tarifvertrag wäre. Tarifkopien sind nur ein mässiges Surrogat.

Ausführliche Informationen erhalten ver.di-Kolleginnen und -Kollegen bei ihrer Gewerkschaft.

Montag, 24. Juli 2017

Fachkräftemangel? Arbeitsbedingungen verbessern!

Im Gesundheitswesen hängt gute Versorgungsqualität zu großen Teilen davon ab, ob genug fachlich qualifiziertes Personal zur Verfügung steht. Dieser Zusammenhang ist vielfach wissenschaftlich nachgewiesen und wurde nun auch von der Expertenkommission »Pflegepersonal im Krankenhaus« anerkannt (Hickey et al. 2011; Aiken et al. 2010; Schlussfolgerungen Expertenkommission vom 7. März 2017). Deshalb fordert ver.di sowohl für die Beschäftigten im Krankenhaus als auch in der Altenpflege eine verbindliche, bundeseinheitliche gesetzliche Personalbemessung. Doch manche Arbeitgeber missbrauchen den vermeintlichen Fachkräftemangel als Argument, um Politik vom Handeln abzuhalten oder Ausnahmeregelungen zu fordern.

Wie ist die Situation wirklich? In den Krankenhäusern ist ein flächendeckender Mangel an Fachkräften bislang nicht festzustellen, mit regionalen Unterschieden. In der Altenpflege hingegen gibt es einen anerkannten Mangel an qualifizierten Beschäftigten. Dieses Problem ist allerdings hausgemacht. Sollen heute und in Zukunft genug Fachkräfte gewonnen und gehalten werden, braucht es attraktive Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung. Arbeit im Krankenhaus, in der ambulanten und stationären Pflege muss wieder Freude machen. Dafür braucht es mehr Zeit für Patientinnen und Patienten bzw. pflegebedürftige Menschen und ausreichend Personal, um fachliche Standards einhalten zu können. Der Berufsethos darf nicht länger von den Arbeitgebern ausgenutzt werden. Mit verlässlichen, planbaren Arbeitszeiten kann die Vereinbarkeit von Beruf und persönlicher Lebenssituation verbessert werden. Gesunde Arbeitsbedingungen führen dazu, dass Beschäftigte bis zum gesetzlichen Rentenalter arbeiten und ihre Tätigkeit in Vollzeit ausüben können. Mehr Auszubildende können mit attraktiven Ausbildungsbedingungen gewonnen und nach ihrer Ausbildung im Beruf gehalten werden, wenn ihnen eine gute Perspektive geboten wird.

Die Arbeitgeber müssen ihre Hausaufgaben machen, um den Fachkräftebedarf auch in Zukunft zu sichern. Die Politik steht in der Verantwortung, die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Ver.di-Positionspapier zum Thema

[Quelle (und mehr:]: https://gesundheit-soziales.verdi.de

Sonntag, 23. Juli 2017

Sonntagsnotizen - Neue Caritas dieser Woche

Das aktuelle Heft der Neuen Caritas (13/2017 vom 17. Juli 2017) befasst sich in einer ganzen Reihe von Beiträgen mit Themen, die auch in unsere Interessenssphären fallen. 

Dr. Matthias Scholz (Malteser Deutschland/AcU) informiert über die tarifpoitischen Ziele der Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen (AcU), die in der vollständigen Fassung hier verfügbar sind:  17-05-15-Tarifpolitische-Ziele-der-AcU.pdf

Klar ist und nicht neu, wo die ACU aktuell ihre Schwerpunkte sieht: in der Reform der betrieblichen Altersversorgung und in der "Stärkung der Pflege als ein attraktives Arbeitsfeld". In der betrieblichen Altersversorgung sollen, nachdem "die Organ- und Aufsichtsstruktur der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse (KZVK) in den vergangenen Monaten erneuert wurde" die Reformen fortgesetzt werden. An die Realitäten angepasst werden sollen sowohl der aktuelle Finanzierungsbeitrag als auch das Leistungsrecht. (Zu vermuten ist, dass sich Finanzierungsbeitrag und Leistungsrecht nicht in die gleiche Richtung entwickeln sollen.) Angekündigt wird, die entsprechende Diskussion mit künftigen Vergütungsrunden zu verknüpfen.

Samstag, 22. Juli 2017

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlichlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die Praxis der evangelischen Stiftung Friedehorst in Bremen, über die Domradio kürzlich berichtet hat, nämlich befristet beschäftigte Minijobber wegen fehlender Konfessionszugehörigkeit zu entlassen, während man gleichzeitig "seit langem konfessionslose" Mitarbeitende weiterbeschäftige und darüber hinaus bei Oberärzten wegen Oberärztemangel auf die Konfessionszugehörigkeit verzichte, bei den kirchlichen Wohfahrtsverbänden insgesamt auf großes Interesse stieße.

Mit solchen Maßnahmen trügen die kirchlichen Wohlfahrtsverbände nicht nur zur Beschäftigungssicherung für den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg bei, sondern es werde auch die organisationstheologisch gebotene Differenzierung zwischen Prekarität und Solidität mit Leben gefüllt: schon aus Gründen des Ganzheitlichkeitgebotes, sei es zwingend, die Merkmale geringe Bezahlung, Befristung, Teilzeitbeschäftigung mit der sanktionierten Loyalitätsverletzung zu ergänzen, während in den oberen Vergütungsgruppen zur unbefristete Vollzeitbeschäftigung selbstverständlich auch der Verzicht auf marktfremde Loyalitätserwartungen hinzukommen müsse.


Vorletztes Gerücht

Freitag, 21. Juli 2017

Möge die Stimme der Arbeiter auch weiterhin inmitten der Kirche erklingen

Diesen Wunsch drückte Papst Franziskus in einer Nachricht aus, die er ... an das Internationale Treffen der katholischen Weltbewegung Christlicher Arbeiter (WBCA) gerichtet hat.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Altenpflege - Tariflohn: Fair und refinanziert

Ein Beitrag aus https://gesundheit-soziales.verdi.de mit einer Anmerkung von uns zur Caritas:

Arbeitgeber behaupten gerne, Tariflöhne seien unwirtschaftlich und würden deshalb von den Kostenträgern nicht refinanziert werden. Das muss als Grund herhalten, um Beschäftigten faire Löhne zu verwehren. Doch damit ist jetzt Schluss. Seit Anfang 2015 gilt: Wer seine Beschäftigten in ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen nach Tarifvertrag oder kirchenarbeitsrechtlichen Vereinbarungen entlohnt, dem werden die Gehälter von den Kostenträgern in der Pflegevergütung erstattet. Tariflöhne müssen bei Vergütungsverhandlungen berücksichtigt werden und dürfen nicht als „unwirtschaftlich“ abgelehnt werden.
Die Pflegekassen haben im Gegenzug das Recht erhalten, sich nachweisen zu lassen, dass das Geld tatsächlich bei den Beschäftigten ankommt. Richtig so, denn unsere Sozialversicherungsgelder sollen auch dort ankommen (§ 85 SGB XI), wofür sie gedacht sind.

Schluss mit Ausreden!

Montag, 17. Juli 2017

Seminare Entgeltordnung und Überleitung - für die MAV

die neue Entgeltordnung im öffentlichen Dienst ist zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten. In der Caritas und in der katholischen Kirchen gibt es zwar nicht den Tarifvertrag TVöD, aber über die AVR Caritas und das ABD gelten ähnliche oder die gleichen Regelungen insbesondere auch für Verwaltungskräfte (Achtung - der Sozial- und Erziehungsdienst sowie die kirchenspezifischen Berufe wie Pastoral- und Gemeindeferenten sind hiervon nicht (!) betroffen).

Aber was hat es eigentlich mit der Entgeltordnung auf sich und wie geht die Überleitung von statten, was muss die Mitarbeitervertretung in einer Kirchenstiftung dazu beachten?

Wer kann darüber besser informieren als diejenigen, die "das Original" vereinbart haben?

Samstag, 15. Juli 2017

Friedhelm Hengsbach SJ zum 80. Geburtstag

Pater Friedhelm Hengsbach, der streitbare Jesuit, feiert heute seinen 80. Geburtstag.
Er ist einer der ganz wenigen, die Oswald von Nell-Breunings nach wie hochaktuelle sozialethische Kritik am sogenannten 3. Weg der Kirche fortsetzen.  Und er ist in unserer Wahrnehmung aktuell der einzige renommierte katholische Theologe, der diese Kritik nicht nur hochhält, sondern auch konsequent aktualisiert. 

In unserem Blog nehmen wir deswegen häufig Bezug auf Texte von Pater Hengsbach. 

Zu seinem 80. Geburtstag wünschen wir ihm Gottes Segen, und überhaupt alles Gute, und dass er es lange erlebt, wie seine Kritik an zweifelhaften Verhältnissen in Kirche, Welt und Wirtschaft fruchtbaren Boden findet.  

Freitag, 14. Juli 2017

5 Jahre Caritas-Verdi-Blog: 2100 Beiträge - 545600 Seitenaufrufe

Am Freitag, den 13. Juli 2012 erschien der erste Blogbeitrag des Caritas-Verdi-Blogs. Das Thema "Grundrechte gelten auch in kirchlichen Einrichtungen" beschäftigt uns immer noch.

Seitdem haben wir 2100 Beiträge veröffentlicht und versucht, Diskussionen, denen wir durchaus mehr Beteiligung wünschen, kritisch zu begleiten.

Und so prosaisch, wie wir gestern unser Blog-Jubiläum gefeiert haben, machen wir auch weiter.

Donnerstag, 13. Juli 2017

Bündnis für gute Pflege: Wahlprüfsteine zur Pflegepolitik

Das Bündnis für gute Pflege, das unter anderem von Caritas und Ver.di unterstützt wird, hat
WAHLPRÜFSTEINE  formuliert und veröffentlicht, mit deren Hilfe das Engagement der politischen Parteien für eine gute Pflegepolitik in den kritischen Blick genommen werden kann:
Sowohl die Beschäftigten in der Pflege als auch pflegende Angehörige erfahren für ihre Tätigkeit nach wie vor nur geringe gesellschaftliche und persönliche Wertschätzung. Um dies zu ändern, setzen sich die im Bündnis für Gute Pflege zusammengeschlossenen Organisationen gemeinsam für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen in der Pflege zugunsten der pflegebedürftigen Menschen, ihrer pflegenden und begleitenden Angehörigen und der beruflich Pflegenden ein, und fordern
  • maßgeschneiderte Leistungen für Pflegebedürftige,
  • Unterstützung und Anerkennung für pflegende Angehörige,
  • bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen der Pflegeberufe und
  • eine gerechte Finanzierung der Pflege, die nicht zu einseitigen Belastungen der Betroffenen führt, sondern von der sozialen Pflegeversicherung getragen wird. Vor diesem Hintergrund geben wir Ihnen im Folgenden unsere Erwartungen an eine künftige Regierung zur Kenntnis und bitten Sie, uns Ihre Position dazu mitzuteilen.

Mehr Personal in der Pflege...

Mittwoch, 12. Juli 2017

Regionalkommission Ost: aktuelles Info der Mitarbeiterseite zur RK-Sitzung am 6. Juli 2017

Das Info der Mitarbeiterseite der RK Ost berichtet über die Sitzung am 6. Juli 2017.

Konkrete Themen waren:

Vergütung in Berliner Kitas/Umsetzung TVL-Abschluss Land Berlin

Hier gilt rückwirkend zum 01.06.2017 wieder die Tabelle Anlage 33 Regionalkommission Ost Tarifgebiet West, zusätzlich gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von € 50,00 pro Vollzeitkraft für Mai 2017.

Antrag auf vorgezogene Vergütungssteigerungen für 2018 der Dienstgeberseite

Hier gab es keine Verständigung, weil unterschiedliche Tarifstrategien beider Seiten (Ost-West-Angleichung versus weiterer regionaler Sondergestaltung) miteinander in Konflikt stehen.


Antrag der Mitarbeiterseite auf Erhöhung der Ausbildungsvergütungen in der Anlage 7 zu den AVR. 

Auch hier kam keine Einigung zustande. Die Dienstgeberseite betrachtet die bestehenden Ausbildungsvergütung als "hoch attraktiv", die Mitarbeiterseite betrachtet die bestehenden Ausbildungsvergütungen als grenzwertig, nämlich "teilweise dicht an der zulässigen Bandbreite von 15 %".

Die Mitarbeiterseite befürchtet insgesamt die Aufgabe des "Caritas-Flächentarifs" für die Region Ost. 


(Die Position der Dienstgeberseite hatte diese bereits in ihrem Dienstgeberbrief dargestellt.)

Dienstag, 11. Juli 2017

Personalnotstand - Entlastung auch in Bayern!

Deutschlands Krankenhäuser sind während der Nacht personell zum Teil gefährlich unterbesetzt. Das ist das Ergebnis einer bundesweit erhobenen Stichprobe von ver.di. Der Nachtdienstreport.

Sonntag, 9. Juli 2017

Sonntagsnotizen - Resolution gegen Altersarmut

Im reichen Bayern droht vielen Menschen Altersarmut, insbesondere Frauen. Ver.di Bayern hat deshalb am 4. Juli 2017 in Ingolstadt zusammen mit dem Deutschen Gewerkschafsbund, Verbänden und Organisationen eine „Resolution gegen Altersarmut in Bayern, insbesondere von Frauen“ verabschiedet.

Freitag, 7. Juli 2017

Veranstaltungshinweis: Heute das Krankenhaus von morgen gestalten - Krankenhaustagung 2017 für betriebliche Interessenvertretungen am 16. und 17.11.2017 in Berlin

Eine vorzügliche Gelegenheit, sich trägerübergreifend mit der Situation und Gestaltungsmöglichkeiten in Krankenhäusern zu befassen und auszutauschen: 

Krankenhaustagung 2017

16.11.-17.11.2017 in Berlin

Flyer als pdf


Weitere aktuelle Seminare zu Spezialthemen für den Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen:

Rechtliches und betriebswirtschaftliches Grundwissen für die Arbeit im Wirtschaftsausschuss
23.08.-25.08.2017 in Walsrode

31.08.-01.09.2017 in Fulda

04.09.-06.09.2017 in Ohlstadt

Donnerstag, 6. Juli 2017

Veranstaltungshinweis: 16. Kasseler Fachtagung zum kirchlichen Arbeitsrecht 13.+14. November 2017: Wertschätzung in Diakonie und Caritas: Aufwerten, entlasten, mitbestimmen - jetzt!

Alle reden von Arbeit 4.0. Gemeint sind damit die Folgen einer umfassenden Digitalisierung der Arbeitswelt. Diese führt nicht nur zur Einführung neuer Arbeitstechniken, sondern vor allem zur Auflösung gewohnter Arbeitsformen: mobiles Arbeiten und Home-Office, Crowd-Working usw. Damit geht oft auch die Grundlage für die Beschäftigung in Arbeitsverhältnissen verloren. Diese Entwicklung greift auch auf die Sozialwirtschaft und damit auf Diakonie und Caritas über.
Hinzu kommt, dass neue inhaltliche Anforderungen wie Ambulantisierung und Inklusion und das damit verbundene Wahlrecht die traditionellen Arbeits- und Organisationsstrukturen gefährden.
Es ist nicht zu erkennen, dass sich Diakonie und Caritas diesen geradezu dramatischen Veränderungen stellen. Es scheint als ob es immer noch um die kleinliche Verteidigung gewohnter Privilegien eines kirchlichen Sonderwegs geht.




Mittwoch, 5. Juli 2017

Ver.di NEWS 10/2017

 
 
 


Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
Vor 16 Jahren wurde ver.di gegründet. Die Fachbereiche spiegeln die Organisationsbereiche der fünf Gründungsgewerkschaften wieder. Doch in den vergangenen 16 Jahren hat sich in der Arbeitswelt vieles verändert, und mit der zunehmenden Digitalisierung zeichnen sich längst weitere Veränderung ab. Als Reaktion darauf hat der ver.di-Bundesvorstand Ende Juni ein Positionspapier zur Zukunft der Fachbereiche vorgelegt. Es soll in den kommenden Wochen und Monaten auf allen Ebenen der Organisation, insbesondere aber in den Fachbereichen diskutiert werden.
Das ist auch das Schwerpunktthema der aktuellen Ausgabe der „ver.di news“, die soeben unter
www.verdi-news.de/leitartikel/ im Internet freigeschaltet worden ist.
 
Weitere Themen dieser Ausgabe sind zum Beispiel:
  • EINSTIEG MIT RISIKEN – Bericht „Diskriminierung in Deutschland“ zeigt, dass viele Benachteiligungen im Arbeitsleben passieren
  • EIN SITZ MEHR BEI DER TK – ver.di zieht eine positive Bilanz der Sozialwahlen.
    Barmer-Versicherte wählen erst im Herbst
  • PLASTISCH GREIFBAR – Ein Schwarzbuch zur Rente mit 70 zeigt, warum Forderungen, bis 70 arbeiten zu müssen, auf viele Beschäftigte wie eine Bedrohung wirken
 

IN EIGENER SACHE

Mit der Ausgabe 4/2017 ist der Online-Auftritt der „ver.di news“ auf einen neuen, schnelleren Server umgezogen. Für alle, die sich schon für den Bezug der E-Mail-Benachrichtigung entschieden haben, hat sich daher die Landeadresse geändert. Sie lautet jetzt www.verdi-news.de/leitartikel/. Der alte Link läuft mittlerweile ins Leere und bringt nur noch eine Fehlermeldung. Daher sollte er unbedingt durch den neuen Link ersetzt werden, mit dem man jederzeit auf unseren Online-Auftritt zugreifen kann.
Wer sich schon für unser Online-Angebot registriert hatte, muss sich nicht erneut registrieren. Bei der Registrierung geht es ausschließlich um den Versand der E-Mail-Benachrichtigung und nicht um die generelle Zugriffsmöglichkeit auf unser Online-Angebot
 
Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht mit kollegialen Grüßen

 
Euer „ver.di news“-Team