Mittwoch, 16. Januar 2019

Einkommensrunde öffentlicher Dienst der Länder - Forderungen und Verhandlungsbeginn

wenn sich die Medien heute über das für May desaströse Abstimmungsergebnis zum Austrittsvertrag mit der EU und den möglichen, tatsächlichen oder vermuteten Auswirkungen austoben, möchten wir (unter Erinnerung auf unseren Beitrag vom 9. Januar) das Augenmerk auf die in einer Woche beginnenden Tarifverhandlungen für die Bundesländer richten.
Wie die Gewerkschaft mitteilte, geht unsere ver.di
mit einer Forderung von 6,0 Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr in die Tarif- und Besoldungsrunde für die knapp 2,3 Millionen Beschäftigten der Bundesländer. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Das hat die ver.di-Bundestarifkommission am 20. Dezember beschlossen. Verhandlungsauftakt ist am 21. Januar in Berlin.
Quelle und mehr: ver.di

Zusätzlich fordert "die Tariflokomotive" ver.di
- Regelungen für die Ausbildungsbedingungen von Studierenden in ausbildungs- und praxisintegrierten dualen Studiengängen
- Wiederinkraftsetzung der Übernahmenregelungen
- Anhebung der Tabellenwerte der Pflegetabelle um 300 €

Montag, 14. Januar 2019

Katholische Kirche kritisiert Kita-Reform in NRW

berichtet katholisch.de und führt weiter aus:
 
Die Kirche ist der größte freie Träger von Kitas im Land. Ursprünglich sollten genau diese Träger durch Reformen der Landesregierung entlastet werden. Doch passiert ist etwas anderes.
 
... der Leiter des Katholischen Büros bei Landtag und Landesregierung, Antonius Hamers ... zeigte sich "sehr irritiert", dass der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp (FDP) mit den kommunalen Spitzenverbände über die Pläne für ein zweites beitragsfreies Kita-Jahr gesprochen, die freien Träger aber am eigentlichen Pakt nicht beteiligt habe. Die katholische Kirche sei immerhin der größte Träger von Kitas im Land. ...
 
Quelle: katholisch.de unter Bezug auf www.kirche-und-leben.de  Dort wird weiter berichtet:
 
Bistümer in NRW befürchten Kita-Schließungen
 
Es ist "fünf Minuten vor Zwölf" - also höchste Zeit, dass die Deutsche Bischofskonferenz das im Sommer letzten Jahres erneuerte Angebot von ver.di annimmt, in Gesprächen gemeinsame Ziele auszuloten und dann die Instrumenten zu prüfen, mit denen diese Ziele erreicht werden können.  

Gute-Kita-Gesetz noch nicht da – Geld schon weg

unter diesem Titel hat "DER PARITÄTISCHE" zusammen gestellt, wie die Länder die Gelder aus dem Gesetz der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der Qualität und zur Teilhabe in der Kindertagesbetreuung (KiGuTG, BT-Drucksache 19/4947) verwenden wollen. Mit dem - als "Gute-KiTa-Gesetz" bekannten Werk will der Bund ausdrücklich "bundesweit gleichwertige qualitative Standards" in den Kindertagesstätten erreichen.

Sonntag, 13. Januar 2019

Sonntagsnotizen - Wir stehen vor einer kirchlichen Zeitenwende

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck mahnt eine Diskussion in der katholischen Kirche an über Priesterbild und Weiheamt, Hierarchie, Zölibat, Frauenamt und Sexualmoral. Wegen grundlegender Missstände stünden diese Themen auf der Tagesordnung
berichtet das Domradio und führt weiter aus:
"Die alte Zeit ist zu Ende!", heißt es in dem Bischofsschreiben ("Wort des Bischofs", das am Wochenende in allen Kirchen der Diözese verlesen wurde)
Die Unruhe und der Zorn vieler Menschen zeigten, dass eine kirchliche Zeitenwende bevorstehe, erklärte Overbeck. Es gebe keine Tabus und keine Fragen, die nicht gestellt werden dürften. Die Kirche habe einen "dramatischen Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust erlitten" und müsse sich in Fragen von Priesterbild, Hierarchie, Gleichberechtigung und Sexualmoral weiterentwickeln.
und
... deshalb will er wirklich über alles sprechen: egal ob Weihe, Zölibat oder Frauenamt.

Freitag, 11. Januar 2019

Würzburger Bischof Jung: Kirche steht vor radikalem Wandel - Einsparungen beim Personal angekündigt

berichtet das Domradio heute https://www.domradio.de/themen/glaube/2019-01-10/bischof-jung-kirche-steht-vor-radikalem-wandel und führt weiter aus:
Die katholische Kirche in Deutschland muss sich nach Worten des Würzburger Bischofs Franz Jung auf einen Umbruch einstellen. "Vieles, auf das wir uns vielleicht auch zu sehr verlassen haben, wird wegbrechen", so Jung in einem Interview.

Die Kirche werde in Zukunft mit weniger Geld und hauptamtlichem Personal auskommen müssen; das gelte nicht nur für Priester, sondern auch für Pastoral- und Gemeindereferenten *) …
Auch Kardinal Marx hat sich in einem Interview mit der KNA zu Jahresbeginn zum anstehenden "schwierigen Jahr für die katholische Kirche" geäußert.
Quellen: Katholisch.de und Domradio

Donnerstag, 10. Januar 2019

Kardinal Koch (Berlin): Lehren aus Missbrauchsskandal ziehen

Das Domradio (Köln) berichtet aktuell:
 
Der Berliner Erzbischof Heiner Koch hat Kirche und Gesellschaft zu mehr Lernbereitschaft auch im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal aufgerufen. Er kritisierte auch eine Entscheidungsschwäche in der Kirche.
 

Mittwoch, 9. Januar 2019

2019 könnte das Jahr der Streiks werden

berichtet die Frankfurter Rundschau http://www.fr.de/wirtschaft/verdi-2019-koennte-das-jahr-der-streiks-werden-a-1649717 und führt weiter aus:
 
In diesem Jahr werden die Löhne für mehr als sieben Millionen Beschäftigte in Deutschland neu verhandelt. Besonders die Gewerkschaft Verdi macht Druck.
...
In diesem Jahr müssen Löhne und Gehälter für 7,3 Millionen Beschäftigte ausgehandelt werden. Wobei die Verhandlungen für die Bediensteten im öffentlichen Dienst der Länder die wichtigsten werden. Hier geht es um mehr als 930 000 Angestellte. Aber auch die Einkommen von 2,1 Millionen Beamten und Pensionären hängen davon ab. Verdi hat hier sechs Prozent mehr Geld gefordert. Am 21. Januar soll hier wieder verhandelt werden.
 
Klar ist aber auch:
die "Tariflokomotive ver.di" kann auch im öffentlichen Dienst und den daran angekoppelten sozialen Diensten nur voran kommen, wenn nicht einzelne Waggons blockieren, sich quer legen oder gar aufgrund einer falschen Weichenstellung auf das Abstellgleis geraten. Und auch der Umweg über die alten Güterbahngleise bremst, wenn stattdessen die neue ICE-Trasse genutzt werden könnte.
Wie "durchsetzungsfähig" ver.di sein wird, hängt an den Mitgliedern - und bei den sozialen Diensten nicht zuletzt auch daran, ob sich die Mitarbeiter*Innen in den kirchlichen Einrichtungen unterstützend mobilisieren lassen.

Montag, 7. Januar 2019

Dramatische Personalnot in Kindertagesstätten

berichtet das Bildungsmagazin NEWS4TEACHERS:
Dramatische Personalnot: Manche Kita muss mittlerweile tageweise dichtmachen

4. Januar 2019

BERLIN. In vielen Kitas fehlen Erzieherinnen und Erzieher. Mitunter ist die Not so groß, dass Einrichtungen die Betreuungszeiten herunterfahren oder tageweise schließen müssen – extrem schwierig für berufstätige Eltern.


Die Brisanz der Lage zeigen exemplarisch die Zahlen der niedersächsischen Stadt Achim zum Kita-Jahr 2017/2018: An 78 Tagen musste diese Kita mit mehreren Gruppen das Betreuungsangebot reduzieren oder schließen. «Wir wissen, wie schwer das für Eltern ist», sagt Wiltrud Ysker, die in Achim für den Fachbereich Bildung zuständig ist.


Die Gewerkschaft geht davon aus, dass Deutschland bis 2025 mindestens 300.000 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher braucht, um den jetzigen Standard zu halten. Wenn Deutschland die Qualität verbessern wolle, seien wahrscheinlich rund 500.000 zusätzliche Fachkräfte nötig, sagt Köhler, der darauf verweist, dass ein großer Teil der Frauen in den Kitas älter als 50 Jahre ist. Eine Studie für das Familienministerium geht davon aus, dass bis 2030 fast 200.000 Fachkräfte in Kindergärten und Grundschulen fehlen. Auch wenn die Zahlen von Gewerkschaft und Ministerium weit auseinander liegen: Der Ernst der Lage ist klar. Von Helen Hoffmann, dpa

Quelle: https://www.news4teachers.de/2019/01/dramatische-personalnot-manche-kita-muss-tageweise-dichtmachen/

Dienstag, 1. Januar 2019

Schluß mit #unbezahlt

Seit heute erhalten betrieblich-schulischen Auszubildenden in kommunalen Krankenhäusern und Unikliniken eine Vergütung. ver.di und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) hatten am 30. Oktober 2018 vereinbart, dass Auszubildende zu Medizinisch-Technischen Assistent/innen, Physiotherapeut/innen, Diätassistent/innen, Orthoptist/innen, Logopäd/innen und Ergotherapeut/innen in den Tarifvertrag für Auszubildende des öffentlichen Dienstes (TVAöD) einbezogen werden.
Das gleiche hat ver.di auch mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) für die Universitätskliniken im Geltungsbereich des Tarifvertrags für Auszubildende der Länder (TVAL) vereinbart. Hinzu kommt, dass künftig auch die Notfallsanitäter/innen im Bereich der Länder in den Tarifvertrag für Auszubildende in der Pflege aufgenommen wurden.

Quelle und mehr: ver.di