Dienstag, 19. November 2019

Papst warnt vor Klerikalisierung von Laien

berichtet katholisch.de und führt weiter aus:

Gläubige dürfen nicht "klerikalisiert" werden. Das hat der Papst den Mitarbeitern der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben nun ins Stammbuch geschrieben. Das geschehe jedoch leider viel zu oft, sagte Franziskus – auch mit Blick auf Ständige Diakone. 

... "Laien zu klerikalisieren" sei nicht die Aufgabe der Kirche. Franziskus wünsche sich vielmehr eine Stärkung der Laien durch die Kurie. Es gelte ihnen zu helfen, "erwachsen" zu werden und sich "furchtlos und mutig" ins Freie zu wagen. Die Kirche wolle "wie jede Mutter, dass ihre Kinder wachsen und autonom, kreativ und unternehmend werden", so der Papst. Laien sollten ihre Talente für "neue Missionen" in Gesellschaft, Kultur und Politik einsetzen.
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Zur Frage von Führungspositionen von Frauen sagte er, man müsse in der Kurie noch weitere Frauen "auf Beraterposten, auch auf Leitungsposten" bringen.Eine Frau könne auch eine Kurienbehörde leiten, sagte Franziskus. So hätten für die Stelle des Präfekten des Wirtschaftssekretariats zwei Kandidatinnen zur Auswahl gestanden. Bei solchen Aufgaben gehe es um "Funktionalität". Wichtig sei davon unabhängig "der Rat der Frauen", so der Papst.
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Unter dem Titel "Papst wünscht Stärkung der Laien durch die Kurie" berichtet auch "Kirche-und-Leben" zum Thema. Radio Vatikan berichtet ebenso - und weist ausdrücklich darauf hin, dass der Psychotherapeut und Psychiater Manfred Lütz als einziges deutsches Mitglied der neu zusammengesetzten Dikasteriums im Publikum war. In einem Gespräch am Rande der Vollversammlung ausserte Lütz gegenüber Radio Vatikan.
Auch in der ersten Generalversammlung des Dikasteriums für Laien, Familie und das Leben sei beklagt worden, dass die katholische Kirche oft „zu sehr auf Klerikalthemen“ fixiert sei. „Warum muss denn der Pfarrer entscheiden, wie hoch der Kirchturm sein soll und wie arbeitsrechtlich zu reagieren ist, dazu ist er gar nicht ausgebildet, das können manche Laien viel besser. Auf diese Weise könnten die wenigen Priester wieder stärker für seelsorgliche Aufgaben frei sein,“ meint Lütz.  
Mit anderen Worten - das Thema "spezielles kirchliches Arbeitsrecht" und "Entweltlichung" grummelt nach wie vor in den Köpfen.

Die Kirche soll also (so verstehen wir den Papst) mitten in der Gesellschaft stehen, und nicht klerikal abgehoben eigene Wege gehen - die zur Isolierung der Kirche führen. Oder zeichnet sich das speziell kirchliche im kirchlichen Arbeitsrecht wirklich nur durch formale Loyalitätsanforderungen und die Verweigerung der Sozialpartnerschaft mit den gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten aus?

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