Sonntag, 1. November 2020

Sonntagsnotizen - ein leidenschaftlicher Appell an Europa

Pästliches Plädoyer an ein gespaltenes Europa.
"Ich träume von einem solidarischen und großzügigen Europa."

„Ich träume also von einem menschenfreundlichen Europa; von einem Kontinent, in dem die Würde eines jeden respektiert wird, in dem der Mensch an sich einen Wert darstellt und nicht zu einem Gegenstand wirtschaftlichen Kalküls oder zu einer Ware wird; von einem Kontinent, der das Leben zu jedem Zeitpunkt schützt, von dem Moment an, in dem es unsichtbar im Mutterleib entsteht, bis zu seinem natürlichen Ende, denn kein Mensch ist Herr über das Leben, weder über das eigene noch das anderer; von einem Kontinent, der die Arbeit als vorzügliches Mittel sowohl für das persönliche Wachstum als auch für den Aufbau des Gemeinwohls fördert und Beschäftigungsmöglichkeiten vor allem für die Jüngeren schafft. Menschenfreundlich zu sein, bedeutet, Bildung und kulturelle Entwicklung zu fördern.“

"Was ist mit dir los, humanistisches Europa, Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit?"

"Europa, finde zu dir selbst! Entdecke deine Ideale wieder, die tiefe Wurzeln haben. Sei du selbst!",
schreibt Franziskus. Europa dürfe keine Angst haben vor seiner jahrtausendealten Geschichte, vor der Wahrheitssuche des antiken Griechenland, dem Streben nach Gerechtigkeit, wie es das römische Justizsystem formte, vor dem Verlangen nach Ewigkeit aus der jüdisch-christlichen Tradition.
Quellen und mehr:
Radio Vatikan
Domradio
Katholisch.de

Was los ist? Auch in der Kirche und ihren Wohlfahrtseinrichtungen hat die rein finanzielle, betriebswirtschaftliche Betrachtungsweise Einzug gehalten - unter der Leitung auch von Laien, die sich besonders kirchentreu halten, wenn Sie eine "Kultur der Angst" verbreiten.


Heute vor 75 Jahren starb der Jesuit "Sozialapostel" und "Münchner Volksheilige" Pater Rupert Mayer. Das Domradio (Köln) würdigt ihn in einem eigenen Bericht und meint
Die Not der Menschen lindern und das Wort erheben, wo es nötig ist, lautete seine Maxime. So schwieg der Ordensmann nicht, als die Nazis die Macht übernahmen: "Ich werde ihnen ganz klar sagen, dass ein deutscher Katholik niemals Nationalsozialist sein kann." Papst Johannes Paul II. sprach den NS-Widerstandskämpfer 1987 selig und würdigte ihn als "entschiedenen und unerschrockenen Kämpfer für die Wahrheit des Glaubens und für die Rechte der Kirche".

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