Dienstag, 21. November 2023

EICHSTÄTTER BISCHOF Hanke: Veränderungen von Regeln nicht Ansatz für Reform der Kirche

Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke gehörte zu den deutlichsten Kritikern der Reformideen des Synodalen Wegs. Er äußerte sich im Verlauf des Prozesses immer wieder kritisch zu einzelnen Reformvorschlägen und gehört zu den vier Bischöfen, die sich nicht am Synodalen Ausschuss beteiligen, der die Arbeit des Reformprozesses weiterführen soll. Hanke teilt wohl die pästliche „Sorge“ über den deutschen Reformkurs.
Wenn Hanke dann trotzdem in einem Interview Kritik an den 'Verhältnissen äussert und Veränderungen anmahnt", dann gibt das zu denken. Hanke meint - so katholisch.de - in einem Interview:
dass viele Themen des Synodalen Weges ernstzunehmen seien. Als Beispiele nannte er Macht und Machtmissbrauch sowie die Frage, wie der Priester seinen Dienst ausübe.
Damit spricht Hanke den Kern unserer Kritik am spezifisch deutschen "kirchlichen Arbeitsrecht" an. Wir wollen uns nicht wiederholen. Aber wir haben mehrfach deutlich gemacht:
wir haben zwar Theologen in unseren Reihen - aber glaubens-inhaltliche und theologische Fragen sind nicht unser Metier. Es geht uns nicht um sakramentale Befugnisse sondern um das, was der deutsche Papst Benedikt seiner Kirche unter dem Stichwort "Entweltlichung" so sehr nahe gelegt hat. "Anstatt das "Heil" in immer nochen Gremien zu suchen und in einer gewissen Selbstbezogenheit die immer gleichen Themen zu erörtern ..."(wie die WELT aus einem päpstlichen Schreiben zitiert) wäre es nötig, diese beständige Ermahnung ernst zu nehmen - und mit der Umsetzung der eigenen, katholischen Soziallehre (und das auch dort verankerte Gewerkschaftsprinzip) gerade im kirchlichen Dienst wenigstens etwas an Glaubwürdigkeit zurück zu gewinnen.
Es gilt - so Papst Franziskus:
unermüdlich jede Form von Missbrauch zu bekämpfen, sexuellen ebenso wie Macht- und Gewissensmissbrauch,
Daran arbeiten wir, denn der scheinheilige "Dritte Weg" mit seinem Tanz um den historisch schwer belasteten Begriff der Dienstgemeinschaft ist letzendlich nichts anderes als Macht- und Gewissensmissbrauch, mit der sich die katholische Kirche in Deutschland von der Weltkirche separiert.
Es geht um eine faire Partnerschaft in kirchlichen Einrichtungen und nicht um fürstbischöfliche Gnadenakte, die nach Gutdünken entzogen oder verteilt werden.

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