Selbst Prämien locken Pfleger nicht
Mehrere Heime im Landkreis nehmen keine neuen Bewohner auf, weil Personal fehlt. Da finanzielle Anreize wenig bringen, setzen viele Träger auf die gezielte Anwerbung und Ausbildung ausländischer Fachkräfte
Infoblog für Verdi-Betriebsgruppen in Caritas-Einrichtungen & Interessierte. In Bayern und anderswo.
Mittwoch, 14. Februar 2018
Nicht nur im Krankenhaus, auch in der Altenpflege ...
wie desaströs die Situation in der Pflege ist, macht ein aktúeller Artikel der Süddeutschen Zeitung deutlich. Diese berichtete am 9. Februar:
Montag, 12. Februar 2018
Flugblätter zur Tarifforderung in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst
Die ver.di-Bundestarifkommission für den öffentlichen Dienst hat in ihrer Sitzung am 8. Februar 2018 die Forderung für die Tarif- und Besoldungsrunde 2018 mit dem Bund und der Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeberverbände beschlossen.
Das was in dieser Tarifrunde durchgesetzt wird, bildet bekanntlich den Rahmen dafür, was im sogenannten 3. Weg für die Beschäftigten der Caritas vereinbart werden kann (die Vokabel "durchsetzen" ist für die dienstgemeinschaftliche Konsenssystem, das über 3/4-Mehrheiten seine Beschlüsse organisieren muss, eher nicht angemessen).
Es ist derzeit nicht herauszufinden, was in den einschlägigen Berufsfeldern durchsetzbar wäre, wenn sich auch die Beschäftigten der Caritas am Kampf für gute Tarifverträge zusammen mit den anderen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, in der Gesundheitshilfe und in der Altenpflege beteiligen würden.
Die FAZ beklagt derweil (FAZ, 9.2.2018), dass die Tarifforderung eine Steigerung um über 11 Prozent bedeuten würde:
Das was in dieser Tarifrunde durchgesetzt wird, bildet bekanntlich den Rahmen dafür, was im sogenannten 3. Weg für die Beschäftigten der Caritas vereinbart werden kann (die Vokabel "durchsetzen" ist für die dienstgemeinschaftliche Konsenssystem, das über 3/4-Mehrheiten seine Beschlüsse organisieren muss, eher nicht angemessen).
Es ist derzeit nicht herauszufinden, was in den einschlägigen Berufsfeldern durchsetzbar wäre, wenn sich auch die Beschäftigten der Caritas am Kampf für gute Tarifverträge zusammen mit den anderen Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst, in der Gesundheitshilfe und in der Altenpflege beteiligen würden.
Die FAZ beklagt derweil (FAZ, 9.2.2018), dass die Tarifforderung eine Steigerung um über 11 Prozent bedeuten würde:
Sonntag, 11. Februar 2018
Sonntagsnotiz zum Weltkrankentag - Papst warnt katholische Krankenhäuser vor Gewinnstreben
In seiner Botschaft zum heutigen Weltkrankentag warnt der Papst die katholischen Krankenhäuser davor, Krankenpflege nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu betreiben:
„Dieses Erbe der Vergangenheit hilft dabei, ... katholische Krankenhäuser vor der Gefahr der Betriebsmentalität zu bewahren, die auf der ganzen Welt versucht, die Gesundheitspflege in den Bereich des Marktes eintreten zu lassen und so darin endet, die Armen auszuschließen. Die empathische Intelligenz und die Liebe verlangen vielmehr, dass die Person des Kranken in ihrer Würde geachtet wird und immer im Mittelpunkt des Behandlungsprozesses gehalten wird. ,so der Papst.
Samstag, 10. Februar 2018
Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht
Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass - anders als im Umgang mit den Finanzen - den Bistümern im Umgang mit den Mitarbeitern deutlich weniger Fehler und insbesondere auch keine der kostspieligen Art oder der medialen Skandalisierung unterlaufen. Verstöße kirchlicher Einrichtungen etwa gegen das Betriebsverfassungsgesetz seien praktisch unbekannt.
Vorletztes Gerücht
Vorletztes Gerücht
Freitag, 9. Februar 2018
ver.di-Tarifkommission für den öffentlichen Dienst fodert sechs Prozent, mindestens 200 Euro mehr und 100 Euro für Auszubildende
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Die Vorschrift, Auszubildende nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zu übernehmen, will ver.di wieder in Kraft setzen. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen. Das hat die Bundestarifkommission der Gewerkschaft heute (8.2.) in Berlin beschlossen.
Donnerstag, 8. Februar 2018
Koalitionsvereinbarung zu Krankenhaus und Altenpflege: ver.di mahnt zügige und konsequente Umsetzung an
Richtige Weichenstellungen im Krankenhaus
Die geplanten Maßnahmen von SPD, CDU und CSU im Bereich der Krankenhauspflege bezeichnet Sylvia Bühler, Mitglied im Vorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) als "teils kleine, teils große Schritte in die richtige Richtung“. Die Koalitionsvereinbarung sieht vor, dass für alle bettenführenden Abteilungen in Krankenhäusern Untergrenzen für die Personalausstattung eingeführt werden sollen. Ein entsprechender Auftrag an die Krankenkassen und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) aus dem letzten Jahr solle erweitert werden. GKV und DKG hatten zuletzt Untergrenzen für sechs Stationen diskutiert, was aus Sicht von ver.di die Gefahr eines "Verschiebebahnhofs" in den Krankenhäusern berge. Auch seien Untergrenzen nun nicht mehr nur für die "Vermeidung unerwünschter Ereignisse" gedacht. Nach Auskunft der SPD sollen sie sich am Pflegebedarf der Patienten orientieren und für Entlastung der Beschäftigten sorgen. „Wir werden Union und SPD daran messen, wie diese qualitativen Verbesserungen umgesetzt werden“, so Bühler.
Mittwoch, 7. Februar 2018
Altenpflege - höhere Gehälter? - Das geht!
Altenpflege
Höhere Gehälter – mehr Fachkräfte
Münchens kommunaler Pflegeheimbetreiber zahlt Pflegefachkräften in den ersten zehn Jahren mehr als im Flächentarif TVöD. Seither hat er weniger Probleme bei der Personalgewinnung.
Arnim ThomaßAltenpflege
ver.di meint: Fachkräfte in der Pflege sollten mindestens 3.000 Euro brutto im Monat verdienen. Im Münchenstift wird das bereits seit einem Jahr umgesetzt – mit positiven Folgen, auch für den Arbeitgeber. Der kommunalen Pflegeheimbetreiber hat deutlich weniger Schwierigkeiten, neues Personal zu finden, die Ausgaben für Leasingkräfte sind drastisch gesunken. Hintergrund ist ein von ver.di bei der Münchenstift GmbH Ende 2016 unterzeichneter Tarifvertrag, der unter dem Titel »TVöDplus« firmiert, weil er teilweise über dem Niveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst liegt. In anderen Münchner Betrieben soll das nun Nachahmer finden.
Dienstag, 6. Februar 2018
Die GroKo und die Pflege
unter dieser Überschrift berichtete gestern Abend das ZDF und erläutert dazu:
Eine wesentliche Verbesserung der Situation dürfte erreichbar sein, wenn der Beruf deutlich attraktiver wird. Der Kosten- und Preiswettbewerb der unterschiedlichen Träger ist dazu kontraproduktiv.
... 8.000 neue Pflegerstellen soll es geben, so der Plan der Großen Koalition. Die überwiegende Reaktion darauf: "Das kann nur der Anfang sein". Denn diese Stellen verändern nur wenig am aktuellen Pflegenotstand.Quelle und Video (verfügbar bis 05.02.2019, 19:25 Uhr)
Eine wesentliche Verbesserung der Situation dürfte erreichbar sein, wenn der Beruf deutlich attraktiver wird. Der Kosten- und Preiswettbewerb der unterschiedlichen Träger ist dazu kontraproduktiv.
Montag, 5. Februar 2018
Koalitionseinigung zu Krankenhäusern: Gutes Signal, Skepsis bleibt
Koalitionseinigung zu Krankenhäusern: ver.di begrüßt Pläne für mehr Personal und bessere Finanzierung - Beschäftigte mahnen rasche und konsequente Umsetzung an
Als "gutes Signal an die Krankenhausbeschäftigten" hat ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler die Einigung von SPD und CDU/CSU in Bezug auf die Personalausstattung und Finanzierung des Pflegepersonals in den Krankenhäusern gewertet. Bei einem ver.di-Vernetzungstreffen von Krankenhausbeschäftigten in Kassel am 3. Februar 2018 sagte Bühler: "Wir hören aus Verhandlungskreisen, dass die Untergrenzen sich nun am Pflegebedarf der Patienten orientieren und Pflegekräfte entlasten sollen." Es sei bereits ein Fortschritt gegenüber der bisherigen Gesetzeslage gewesen, dass Union und SPD in den Sondierungsgesprächen Personaluntergrenzen für alle bettenführenden Stationen wollten, also nicht nur für sogenannte pflegesensitive Bereiche. Untergrenzen seien aber immer nur dafür gedacht gewesen, unerwünschte Ereignisse zu vermeiden. Eine bedarfsgerechte oder gar gute Versorgung sei damit noch nicht sichergestellt. Die Einigung der Koalitionsanwärter ginge jetzt weiter. "Das ist im Interesse der Beschäftigten ebenso wie der Patientinnen und Patienten", so Bühler.
Sonntag, 4. Februar 2018
Sonntagsnotizen: Warum wir Flüchtlinge und Zuwanderer brauchen
Ihre Vorsorge de - ein Portal der deutschen Rentenversicherer - berichtet unter dem Titel
Rente / 26.01.2018aus der Jahrestagung des Forschungsnetzwerks Alterssicherung (FNA) in Berlin :
Zuwanderer lösen Probleme nur teilweise
Wissenschaftler einig: Deutschland braucht langfristig Ausländer - doch auch sie werden die demografische Herausforderung allein nicht bewältigen.
In den kommenden Jahrzehnten stehen die Systeme der Alterssicherung in Deutschland vor einer Herkules-Aufgabe. Die geburtenstarken Jahrgänge treten spätestens ab Mitte der 2020-er Jahre verstärkt in den Ruhestand, während eine - sehr wahrscheinlich - sinkende Zahl von Erwerbstätigen die Rentenansprüche der in den Wirtschaftswunder-Jahren geborenen Frauen und Männer befriedigen muss. Eine Situation, die bis vor wenigen Jahren auch die Bevölkerungsforscher einhellig in Alarmstimmung versetzte.
Samstag, 3. Februar 2018
Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht
Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die großen Player der Pflegebranche, Diakonie, Caritas und BPA von den Absichten der Groko, mit flächendeckenden Tarifverträgen die bewährten Arbeitsvertragsrichtlinien von Diakonie, Caritas und BPA in Frage zu stellen, irritiert seien. Man wolle doch bekanntermassen keine Tarifverträge, für die man womöglich sogar Gewerkschaften benötige.
Bei den Kirchen, hört man, keimten Überlegungen, das Streikrecht für Beschäftigte der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände für den Fall einzuräumen, dass es sich gegen Tarifverträge richte und sich der Verteidigung des 3. Weges widme.
Vorletztes Gerücht
Bei den Kirchen, hört man, keimten Überlegungen, das Streikrecht für Beschäftigte der Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände für den Fall einzuräumen, dass es sich gegen Tarifverträge richte und sich der Verteidigung des 3. Weges widme.
Vorletztes Gerücht
Freitag, 2. Februar 2018
24 Stunden Pflegestreik
- nicht in Deutschland, sondern in Frankreich. So jedenfalls berichtet die FAZ in ihrer Ausgabe vom 31. Januar 2018. Das System stehe "am Ende seiner Belastbarkeit“ wird der Präsident der Heimdirektoren, Pascal Champvert, zitiert.
Siehe hierzu auch das Thema bei Stefan Sell:
Auf Deutschland bezogen gab es die Titelstory im Spiegel in dieser Woche:
Siehe hierzu auch das Thema bei Stefan Sell:
Auf Deutschland bezogen gab es die Titelstory im Spiegel in dieser Woche:
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