Dienstag, 11. November 2014

Soziale Arbeit hat ihren Wert - auch in Bayern! ver.di-Betriebsgruppe Ursberg meldet sich zur entscheidenden Sitzung der Regionalkommission am 12./13. 11. 2014

Damit das, was im öffentlichen Dienst schon längst der Fall ist - mehr Geld in den Taschen der
Beschäftigten -, auch in der Caritas Bayern umgesetzt wird, müssen am 12./13. November in Nürnberg die entsprechenden Beschlüsse der Regionalkommission Bayern gefasst werden.

Die ver.di-Betriebsgruppe im Dominikus-Ringeisen-Werk Ursberg formuliert hier klar, was die Beschäftigten erwarten:

Keine weiteren Gehaltsverluste gegenüber dem TVöD!

Danke aus der Redaktion an dieses klare Zeichen aus Ursberg gegenüber dem Vorsitzenden der Regionalkommission Bayern!

Schreiben an den Vorsitzenden der Regionalkommission Bayern als pdf



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Montag, 10. November 2014

Die rechte und die linke Hand der Caritas*

Im Trierer Volksfreund war in der vergangenen Woche ein Artikel zu lesen mit dem Titel "Caritas-Lohnstreit: Berlin warnt Trier".

Der Artikel ist sehr lesenswert. Es geht um ein Entlohnungsmodell, bei dem Minijob und Übungsleiterpauschale miteinander kombiniert werden. Dieses Modell wird offensichtlich im Caritasverband Trier eingesetzt, gleichzeitig aber vom Deutschen Caritasverband kritisiert. Derzeit läuft nach Informationen des Volksfreund  ein Arbeitsgerichtsverfahren, bei dem es auch um die Legalität und Legitimität des genannten Modells geht.

Die Sache wirft zahlreiche verbands- und caritaspolitische Fragen auf, z.B. die, wieweit der Einfluß des Caritasverbandes oder auch der Kirche reicht.

"Caritas-Lohnstreit: Berlin warnt Trier".

Und wir bleiben neugierig: am 11. Januar 2015 ist die Verhandlung im Arbeitsgericht Trier angesetzt.


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*Gelegentlich werden wir ja wegen unserer Sprache gerügt: für den Fall, dass hier jemand im Titel eine unziemliche Assoziation mit einem Bud-Spencer-Film sieht (was jetzt auch nicht das Drama wäre: immerhin ist ja auch ein Schwimmbad in Schwäbisch Nazareth nach ihm benannt) - die von uns beabsichtigte Assoziation heißt Matthäus 6,3.

Sonntag, 9. November 2014

Mauerfall und Caritas - Blick auf die Region Ost

Aus gegebenem Anlaß werfen wir heute einen Blick auf die Tarifsituation in der Region Ost.
(In unseren monatlichen Tarifvergleichen stellen wir die Region Ost nicht in der nötigen Differenzierung dar, die aber auch nicht sinnvoll möglich ist: so gibt es nicht nur die Region Ost, sondern es gibt auch ein "Tarifgebiet West" in der Region Ost, Tabellen, die zwischen den Sachsen und den übrigen neuen Bundesländern differenzieren und es gibt z.B. in der Anlage 33 eine Tabelle für alle 5 West Regionalkommissionen (lediglich mit Varianten im Gültigkeitsbeginn) für die Region Ost dagegen gibt es in der Anlage 33 vier Tabellen (Tarifgebiet Ost, Tarifgebiet West, in Kindertagesstätten, außerhalb von Kindertagesstätten). 

Im Tarifbereich des öffentlichen Dienstes sind zwischen Ost und West differenzierende Vergütungstabellen seit 2008 Vergangenheit!

In den AVR Caritas kann man auch 25 Jahre nach dem Fall der Mauer die unterschiedlichen Tabellen (und damit einhergehende niedrigere Vergütungen in den neuen Bundesländern) noch immer bestaunen.

Samstag, 8. November 2014

RK Ost: die Dienstgeber informieren über ihre Vorstellungen

Inzwischen hat im aktuellen Dienstgeber-Kurzinfo die Dienstgeberseite der Regionalkommission Ost ihre Vorstellungen zur Tarifrunde 2014/2015 konkretisiert.

Es heißt dort:
Die Mitarbeiterseite hat für die Bundesländer Berlin, Hamburg und Schleswig-Holstein eine 1:1- Übernahme des Bundesmittelwertes (BMW) und für den Tarifbereich Ost eine Vergütung in Höhe von 97% des BMW jeweils zu den von der Bundeskommission beschlossenen Zeitpunkten (01.07.2014 und 01.03.2015) vorgeschlagen. Dies entspricht einer Erhöhung je nach Entgeltgruppe und Stufe von 10% bis 18%.
Das heißt auch, dass die derzeitigen Vergütungen zwischen etwa 13 und 21 % "je nach Entgeltgruppe und Stufe" unterhalb der westlichen Werte liegen.

Was den Dienstgebern vorschwebt:

Die Dienstgeber dagegen haben für alle Mitarbeitenden auf Grundlage der derzeitigen Tabellen eine Erhöhung der Vergütung in zwei Stufen vorgeschlagen: zunächst zum 1. April 2015 eine Erhöhung um 3% und zum 1. März 2016 um weitere 2,4%. Für Mitarbeitende nach Anlage 32 sollen die Termine um jeweils 3 Monate verschoben werden auf den 01.07.2015 und auf den 01.06.2016.
Das bedeutet nichts anderes, als dass der Abstand zwischen Ost und West weiter vergrößert wird.
Morgen, zum Jahrestag des Mauerfalls, legen wir eine kleine Vergleichsdarstellung der Anlage 32 vor.

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass man, nachdem es inzwischen gelungen ist, das System des 3. Weges im Tarifstärkungsgesetz zu etablieren, nun auch etwas für die öffentliche Akzeptanz des 3. Weges tun wolle.
Nachdem alle seriösen Tarifvergleiche zum Ergebnis gekommen seien, dass die Tarife des 3. Weges besser sind als die des 2. Weges, habe man inzwischen festgestellt, die Tarife des 3. Weges seien sogar besser als die des 3. Weges. So hätten etwa in Bayern die nach dem 3. Weg vergüteten Erzieherinnen bei der Katholischen Kirche deutlich bessere Vergütungen als die nach dem 3. Weg vergüteten Erzieherinnen bei der Caritas!
Aufgrund der Erkenntnis, dass der 3. Weg besser ist als der 3. Weg, planen Kirche und Caritas für das kommende Jahr eine Kommissionsstärkungskampagne mit dem Slogan:

Der 3. Weg ist der allerbeste!

Anmerkung: die notorischen Mäkler werden natürlich darauf verweisen, dass in der kommenden Woche die Caritas-Regionalkommission Bayern an der Sache etwas ändern könnte. Das ist Unfug. Das glauben nur Leute, die nichts vom 3. Weg verstehen.

Freitag, 7. November 2014

Dritter Weg auch beim Recht auf freie Meinungsäußerung?

Kritische Äußerungen von Gewerkschaften zu wirtschaftlichen Entwicklungen bestimmter Betriebe ist nichts Ungewöhnliches.
Im Bereich des kirchlichen Arbeitsrechts übt man offensichtlich noch den Umgang mit öffentlicher Kritik.
Zahlreiche Medien haben sich in den letzten Tagen mit einem Urteil des kirchlichen Arbeitsgerichts Mainz gegen das Bistum Trier und zugunsten der Gesamt-MAV des Bistums Trier vom 4. November 2014 befaßt, z.B.:
Den Meldungen zufolge will das Bistum Revision einlegen, "wegen der Rechtssicherheit, hieß es". 
 
Dritter Weg, wie gesagt: auch in Fragen der öffentlicher Kritik benötigt die Kirche einen Sonderweg?

Donnerstag, 6. November 2014

Ver.di zum Gesetzentwurf zur Tarifeinheit

ver.di lehnt Gesetzentwurf zur Tarifeinheit ab

Der Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat große Bedenken gegen den Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums zur Tarifeinheit und lehnt den Gesetzentwurf ab. "Tarifeinheit ist grundsätzlich erstrebenswert, damit Beschäftigte nicht gegeneinander ausgespielt werden, aber dies müssen wir mit gewerkschaftlichen Mitteln erreichen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

Mittwoch, 5. November 2014

Nachhaltige Aufwertung von Gesundheits-, Sozial- und Erziehungsberufen überfällig - tarifpolitische Konferenz in Berlin

ver.di-Medieninformation zur tarifpolitischen Konferenz in Berlin am 4.11.2014

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt ihre Forderungen nach einer nachhaltigen Aufwertung von Gesundheitsberufen und Berufen im Sozial- und Erziehungsdienst. Die Arbeit mit und für Menschen habe endlich mehr Anerkennung verdient. "Die Beschäftigten müssen entsprechend ihrer hohen Verantwortung und professionellen Arbeit bezahlt werden", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler am Dienstag zum Auftakt einer zweitägigen tarifpolitischen Konferenz in Berlin. Dort diskutieren Tarifexpertinnen und -experten darüber, wie sich die Gewerkschaft angesichts des wirtschaftlichen Wettbewerbs und des zunehmenden Fachkräftemangels strategisch aufstellen wird.

Dienstag, 4. November 2014

"Flächentarife sind Planwirtschaft"

So wird Bernd Meurer, der Chef des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) in der Ausgabe 11/2014 von Wohlfahrt Intern zitiert. "Im Interview", so heißt es weiter, erklärt er, "dass er in solchen gewerkschaftlichen Vereinbarungen einen Ausdruck von Planwirtschaft statt von Gerechtigkeit sieht."

Manchmal kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, wer in der "Sozialbranche" alles aktiv ist. Wer den Unterschied zwischen einem "Tarifvertrag zwischen gleichberechtigten Vertragspartnern auf Augenhöhe" und "staatlich angeordneter Planwirtschaft" nicht kennt, stellt sich schon fachlich selbst ein miserables Zeugnis aus.

Montag, 3. November 2014

Caritas - 2.Weg/3. Weg - der Stand der Dinge in der Tarifrunde 2014/2015 - Update 3. November 2014

Tarifrunden 2012 bis 2014
Wegstreckenübersicht 2. Weg/3. Weg
Update 3. November 2014

Wegen Allerheiligen und Allerseelen hat sich unser Update um zwei Tage verschoben.Seit unserer Übersicht vom 1. Oktober 2014 ist folgendes passiert:


Sonntag, 2. November 2014

Wochenrückblick: kirchliches Arbeitsrecht in den Medien

Wir hatten am vergangen Montag auf die WDR-Sendung Gottes Lohn ist nicht genug - der lange Kampf um fairen Lohn hingewiesen. Die komplette Sendung aus der Reihe "Mut gegen Macht" ist weiterhin online verfügbar.
Ergänzt wird die Internetpräsenz zur Sendung mit Bonusmaterial:
- Interview mit dem katholischen Sozialethiker Friedhelm Hengsbach SJ
- Interview mit ver.di-Sekretär Harald Meyer
- Interview mit Günter Märschbächer, Geschäftsführung Marienhaus Holding

Samstag, 1. November 2014

Samstagabend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichten Kreisen ist zu vernehmen, dass der Caritasverband ganz zufrieden sei mit der bisherigen Tarifrunde im Bereich der AVR Caritas. Die Einsparungen für die aktuelle 2-jährige Tarifrunde durch die verspätete Anpassung an den TVöD würden mindestens 160 Mio Euro betragen (ca. 400000 Vollzeitäquivalente mal 400 Euro Einsparung = 4 Monate mit mindestens 90 Euro monatlich, entsprechend aufgerundet). Auch bei Berücksichtigung der 7-stelligen Kosten für die AK führt der 3. Weg immer noch zu einem 8-stelligen Nettoertrag jährlich.