Samstag, 31. Mai 2014

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu hören, dass die Dienstgeberseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission der Meinung ist, dass das Vorenthalten von Tariferhöhungen in den unteren Lohngruppen gut mit dem Vorenthalten des Streikrechts für diese Beschäftigtengruppe korrespondiert.
In den höheren Lohngruppen dagegen, denen die üblichen Tarifsteigerungen selbstverständlich nicht vorenthalten werden können, sei der Hang zum Streik ohnehin nicht so stark ausgeprägt.
Gleichzeitig wird aber überlegt, kirchengemäße Streikformen zu entwickeln, bei denen Arbeitsniederlegungen ausgeschlossen sind.

Freitag, 30. Mai 2014

Negativpreis für tarifpolitische Schandtaten an AVR

Puh! Nochmal Glück gehabt. Diesmal war es noch der Arbeitgeberverband der Volks- und Raiffeisenbanken.

Kraftvoll in die Zukunft
Kritik an den Arbeitgebern der Volks- und Raiffeisenbanken
(red.) Beschäftigte von Volks- und Raiffeisenbanken haben gemeinsam mit ver.di Mitte Mai dem Arbeitgeberverband der Volks- und Raiffeisenbanken (AVR) einen Preis verliehen. Mit einer kleinen Gala auf offener Straße in Berlin zeigten sie, mit welchen tarifpolitischen Schandtaten sich der AVR für den Negativpreis qualifiziert hat, darunter die Kappung von Berufsjahren ebenso wie Ausbildungsjahre, die nicht

Donnerstag, 29. Mai 2014

Erfolg der Hartnäckigkeit - der nächste Schritt in Richtung TVöD 1:1

AVR-Württemberg (Diakonie):

Mit großer Unterstützung durch die Gewerkschaft ver.di gab es den nächsten Schritt in Richtung TVöD 1:1!
In einer Sondersitzung der Arbeitsrechtlichen Kommission am 28.5.2014 wurde rückwirkend zum 1. Februar 2014 der Tarifvertrag Sozial- und Erziehungsdienst in die AVR-Württemberg übernommen.

meldet die
agmav-Württemberg

Das Kirchliche Arbeitsrecht findet man als Thema auf dem Katholikentag

...nicht.

Nur 3 Veranstaltungen nehmen kirchliche Arbeitnehmer in den Blick:

  • Wiederverheiratet Geschiedene und Arbeitsrecht der DBK
  • Mehr als nur ein Job. Frauen im kirchlichen Dienst. Mit Leidenschaft in der Kirche arbeiten.
  • Mitarbeit nur konfessionsgebunden?/Die ACK-Klausel - Öffnung und Begrenzung

Das ist angesichts des Umstands, dass etwa jede/r 40te Katholik/in auch Beschäftigte/r von Caritas oder Kirche ist, doch etwas verwunderlich.

Nur am inoffiziellen Rand des Katholikentags, im Programm "Katholikentag Plus" wird das Thema etwas näher in den Blick genommen:

Heute, Donnerstag, 29. Mai findet im Ökumenischen Zentrum an der Dreieinigkeitskirche, Am Ölberg 2,
von 17:00 - 18:30 Uhr
eine Podiumsdiskussion "Macht – Kirche – Staat" statt. Eine Debatte über Kirchensteuer, Arbeitsrecht und andere Streitpunkte zwischen Kirche und Staat.
Auf dem Podium sind Karin Kortmann, Vize-Präsidentin des ZDK; André Kreye, religionspolitischer Referent der Grünen Bundestagsfraktion; Erich Sczepanski, ver.di Landes- und Bundesfachkommission Kirchen;
Moderation: Johannes Grabmeier (Wir sind Kirche, Laienverantwortung Regensburg e. V. nach CIC c. 215)
Wie? Bus: Linien 1, 6, 11)

siehe auch: Publik-Forum: Wegweiser für den Katholikentag
sowie unseren Blogeintrag zum Katholikentag


Im 600seitigen Programm des offiziellen Katholikentags findet man übrigens das Stichwort "Gewerkschaft" genau zwei mal:
1. Der Arbeitnehmerempfang mit Impuls durch Reinhard Kardinal Marx findet im Gewerkschaftshaus statt
2. im Abkürzungsverzeichnis: "DGB = Deutscher Gewerkschaftsbund"

Mittwoch, 28. Mai 2014

Aktuelle Infos der Mitarbeiterseite der AK

Keine Lösung in Sicht                               

          



siehe auch unsere Beiträge zum Thema:

Caritas - quo vadis?
Caritas-Dienstgebervorschlag - Die Katze im Sack wird schon mal gezeigt



Briefwechsel OB Oldenburg (CDU) mit Bundeskanzlerin, dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) und anderen zum kirchlichen Arbeitsrecht

http://www.streikrecht-ist-grundrecht.de

informiert über einen interessanten Briefwechsel zum kirchlichen Arbeitsrecht. Wir dokumentieren diesen Blogeintrag:

Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg fordert die Gewährleistung der vollen ArbeitnehmerInnenrechte

Der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg schreibt an Bundeskanzlerin Merkel und fordert die Gewährleistung der vollen ArbeitnehmerInnenrechte. Die Antwort der katholischen Kirche erfolgte prompt. Parteienvertreter bestätigen die ver.di Forderungen.

Dienstag, 27. Mai 2014

Redaktionsverhandlungen mit Bund und VKA abgeschlossen

Einen Monat nach der Annahme des Tarifabschlusses durch die ver.di Mitglieder sind die Redaktionsverhandlungen von ver.di mit Bund und VKA zur Entgelterhöhung abgeschlossen worden.

Montag, 26. Mai 2014

Caritas - quo vadis?

Wir versuchen uns im folgenden an einen kleinen Exegese des "Lösungsvorschlags" der Dienstgeberseite zur Tarifrunde 2014/2015 und setzen die am Freitag im Blog begonnene Analyse hier fort.

Vorausgeschickt werden muss noch der Hinweis, dass die formale Logik der Beschlussfassung in der AK Caritas für wirksam werdende Tariferhöhungen deutlich komplizierter ist als im weltlichen Bereich. Einzelheiten siehe Fußnote *)

Den materiellen Wert der angebotenenTariferhöhungen im Vergleich zum TVöD, insbesondere im Hinblick auf die soziale Komponente haben wir am vergangenen Freitag schon dargestellt:
  • für alle Beschäftigten liegen der materielle Wert der Erhöhungen niedriger als im öD
  • bei den mittleren und besonders den unteren Lohngruppen verschärft sich die Benachteiligung noch.

Der "Lösungsvorschlag" der Dienstgeberseite (vgl. Dienstgeberbrief) erklärt die Verengung der Bandbreiten ("unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten" - RK Ost und Nord) generös als "verhandelbar".
Nachdem die Bandbreiten nach oben hin ohnehin völlig bedeutungslos sind, kann es hier nur um die Bandbreiten nach unten gehen. Hier strebt die Mitarbeiterseite vermutlich Begrenzungen an, um regionale tarifliche Ausfransungen zu erschweren oder zu verhindern. Bei zweimal 20 % (nach oben und unten) kann die Dienstgeberseite hier ihre Verhandlungsbereitschaft locker bekunden.

Sonntag, 25. Mai 2014

Bischöfe setzen bei Beschäftigung Andersgläubiger klare Grenzen...

...meldet das konservative Internetportal kath.net. Die Notiz bezieht sich auf das Wort der Deutschen Bischöfe Das katholische Profil caritativer Dienste und Einrichtungen in der pluralen Gesellschaft.
In der SZ wird die Information unter der Überschrift Kirche lockert Arbeitsrecht annonciert.


Verdi-Betriebsgruppe sammelt Unterschriften für eine Petition an den Arbeitgeber...

Mit ihrer Unterschrift stellten sich die Beschäftigten des VfJ hinter die Forderung an ihren Arbeitgeber, direkt mit Verdi über einen Tarifvertrag zu verhandeln und sich beim Diakonischen Werk Hessen für die Öffnung zu Tarifverträgen einzusetzen, meldet der Giessener Anzeiger am 24. Juni 2014.
Gut, diesmal handelt es sich noch um die Diakonie und nicht um die Caritas, aber...

Samstag, 24. Mai 2014

Samstag abend - Zeit für das jüngste Gerücht

Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist zu vernehmen, dass die zuständigen Funktionäre der katholischen Kirche derzeit mit großem Aufwand Modelle diskutieren und produzieren, mit denen der Forderung des BAG, die Gewerkschaften in die Kommissionen des 3. Weges einzubinden, Genüge getan werden soll.

Die Veröffentlichung dieser Modelle ist in den einschlägigen medialen Satireformaten vorgesehen.

Bei den Modellen soll es sich um jene stilistischen Spezialformen von Satireprodukten handeln, bei denen die Frage, ob es sich dabei um gute oder billige Satire handelt, nicht einmal von Experten zu klären ist.

Europa muss sozialer werden - Deshalb morgen wählen gehen!