Sonntag, 12. Juni 2016

Medienrückblick zur Fachtagung auf Schloß Hirschberg: Grundordnung - Quo Vadis

Am  2. bis 3. Juni lud die Diözese Eichstätt zu den Hirschberger Gesprächen zur Fortentwicklung des Dritten Weges zum Thema "Grundordnung - Quo vadis?" in das Schloss Hirschberg ein. Referenten waren:

  • Prof. Dr. Hermann Reichold, Leiter der Forschungsstelle für kirchliches Arbeitsrecht in Tübingen, der die Veranstaltung organisiert hatte
  • Prof. Dr. Andreas Lob-Hüdepohl, Berliner Institut für christliche Ethik und Politik - ICEP, 
  • Prof. Herbert Landau, Richter des Bundesverfassungsgerichts, 
  • Prof. Dr. Andreas Suchanek, HHL Leipzig Graduate School of Management
  • Generalvikar Peter Beer Erzdiözese München-Freising
An den Gesprächen haben sich auch die Bischöfe von Regensburg und Eichstätt beteiligt.

Berichte gab es auf 
und (offline) in der Eichstätter Kirchenzeitung.

Als Zuhörer waren wohl auch ausgewählte einfache Beschäftigte von Kirche und Caritas geladen. Beteiligt waren an den Gesprächen aber vor allem auch die "Mehrheit der Personalleiter der 27 Bistümer". 

Eine neue Arbeitsgruppe, die sich unter Vorsitz des Münchner Generalvikars Peter Beer im Auftrag der deutschen Bischöfe konstituiert hat und der Prof. Reichold angehört,  soll künftig viermal im Jahr zusammenkommen und in den nächsten fünf Jahren Ergebnisse liefern. Der Auftrag besteht darin, "ergebnisoffen" zu prüfen, wie das Arbeitsrecht künftig "institutionenorientiert" gedacht werden kann. 

Auch wenn offensichtlich keine nichtleitenden Beschäftigten an den Diskussionen beteiligt sind, ist dennoch für Kontroversen gesorgt: zwischen innerkirchlichen Befürwortern und Kritikern der jüngsten Reform der Grundordnung ist von einem "Graben" die Rede, den man überwinden wolle. Bekanntlich hatten im vergangenen Jahr drei bayerische Bischöfe die Übernahme der neu gefaßten Grundordnung zunächst nicht realisiert. Für jene bayerischen Bischöfe hatte Prof. Reichold ein kritisches Gutachten zur Grundordnungsreform verfasst. 


Nach dem, was in den Medien zu lesen ist, ist nicht zu befürchten, dass als Arbeitnehmer betroffene Gläubige an den entsprechenden Diskussionen beteiligt werden...

Kommentare:

  1. Wenn es um das Thema "Glaubwürdigkeit" gehen würde, dann wäre die erste Tätigkeit des Arbeitskreises die Einladung an Sachverständige aus der Gewerkschaft ver.di und Sozialethiker wie Hengsbach SJ gewesen. Dass das nicht erfolgte - und die bisher bekannt gewordene Zusammensetzung - lassen erwarten, dass es der Kirche wieder nur um eine rechtlich möglichst wasserdichte Absicherung des eigenen Holzweges geht.

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  2. Reichold? Der versucht, ver.di in seinen Seminaren und Vorträgen als "musikalische Vereinigung" abzutun und der Mitarbeiterseite der KODA den Status einer "Koalition" zuerkennt, die zum Streik aufrufen dürfe? Es gäbe seriösere Juristen. Da muss man sich um das Ergebnis nicht sorgen, Landau wird da auch nichts mehr retten können. Fehlt nur noch Thüsing (wes Brot ich ess, des Lied ich sing). Dann wären die Chaostruppe perfekt.

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