Infoblog für Verdi-Betriebsgruppen in Caritas-Einrichtungen & Interessierte. In Bayern und anderswo.
Freitag, 30. Mai 2025
Donnerstag, 29. Mai 2025
Mittwoch, 28. Mai 2025
Fachkräftemangel - auch bei der Caritas
Der Deutsche Caritasverband kämpft mit einem großen Fachkräftemangel. "Aktuell ist jede fünfte Stelle unbesetzt. Und es wird noch dramatischer, weil in den nächsten Jahren etwa 200.000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Ruhestand gehen werden", sagte der Sprecher der Caritas-Dienstgeber, Johannes Brumm, am Dienstag bei der Vorstellung des "Caritas-Panels 2024" in Berlin. Insgesamt arbeiten bundesweit rund 740.000 Personen für den katholischen Wohlfahrtsverband.und das Domradio übereinstimmend berichten:
200.000 Caritasmitarbeiter gehen bald in RuhestandEs fehlt jetzt schon dramatisch an Fachkräften - und die Problematik wird sich in den nächsten Jahren massiv verschärfen.
Enormer Fachkräftemangel erwartet
Der katholische Wohlfahrtsverband sucht nach Antworten auf den Fachkräftemangel. Eine neue Umfrage zeigt, wie viele neue Mitarbeiter im wachsenden Pflegebereich gebraucht werden. Ein Schlüssel ist eine gute Bezahlung.
...
Wäre es da arg vermessen, den Caritas-Arbeitgebern den guten Rat zu geben, gemeinsam mit der Vertretung der organisierten und damit interessierten Mitarbeitenden nach Lösung zu suchen?
Ach so, ich vergaß - die Bischöfe erlauben des Caritas-Arbeitgebern ja nicht, mit den Interesenverbänden der Mitarbeitenden, also den Gewerkschaften, zu kooperieren. Beim entscheidenden Schritt steht der ideologisch begründete "Dritte Weg" dagegen. Ideologie - auch wenn sie historisch schwer belastet ist - steht halt auch bei den Katholiken höher als die eigene Soziallehre.
Und das Geschwafel von der "Tarifbindung bei der Caritas" können wir nicht mehr hören. Die Caritas hat keine Tarife, sondern "Allgemeine Vertags Richtlinien" (AVR), also Allgemeine Geschäftsbedingungen. Da kann schon rein rechtlich keine Tarifbindung entstehen. Verar...schen, liebe KollegInnen etwa bei katholisch.de, können sich die Caritas-Mitarbeitenden auch selbst. Dazu braucht es das Salbadern über eine "Tarifbindung im Dritten Weg" nicht.
Samstag, 24. Mai 2025
Zehn Jahre Umwelt- und Sozialenzyklika "Laudato si"
Das 2015 veröffentlichte Schreiben "Laudato si" gilt als erste päpstliche Umweltenzyklika. Zugleich enthält der Text soziale Aspekte, mit denen Franziskus für eine "ganzheitliche Ökologie" aus Sicht der Ärmsten wirbt.Tatsächlich beschreibt Franziskus eine "ganzheitliche Ökonomie", die Ökologie und Soziales verbindet - und dabei bezieht er sich ausdrücklich auch auf die Gewerkschaftsenzyklika "Laborem exercens" (Rd.Nr. 124).
Der Text der Enzyklika ist vom Vatikan veröffentlicht:
ENZYKLIKAEs lohnt sich, den prophetischen Text mit heutigem zeitlichem Abstand neu zu lesen.
LAUDATO SI’
VON
PAPST FRANZISKUS
ÜBER DIE SORGE FÜR DAS GEMEINSAME HAUS
Montag, 19. Mai 2025
Ausflug in die "hohe Politik": bei der Papst-Amtseinführung war die russische Kulturministerin nicht dabei
Weil es Probleme mit der Anreise gegeben haben soll, fehlte Russlands Kulturministerin bei der Amtseinführung von Papst Leo XIV. Auch der Außenamtschef der russisch-orthodoxen Kirche blieb der Zeremonie fern.Nun, manches lässt sich verifizieren - und wir haben tatsächlich einen ergänzenden Bericht bei aerotelegraph gefunden.
Bei der Amtseinführung von Papst Leo XIV. am Sonntag war Russland lediglich durch seinen Botschafter beim Heiligen Stuhl, Iwan Soltanowski, vertreten. Eigentlich sollte Kulturministerin Olga Ljubimowa für die russische Staatsführung an der Messe auf dem Petersplatz teilnehmen. Sie habe aber wegen Problemen mit der Reiseroute nicht nach Rom fliegen können, erklärte ihr Ministerium laut russischen Medien. ...
Warum drehte der russische Regierungsflieger über dem Mittelmeer ab?Wer sich an Bord der russischen Regierungsmaschine befand, ist nicht bekannt. Auch ist nicht bekannt, weshalb sie nach mehr als der Hälfte der zurückgelegten Strecke umdrehte. Die Meldung wird aber mit möglichen Erklärungen versehen. Eine (die dort zuerst genannte) Möglichkeit ist demnach, dass der Ilyushin Il-96 ein Einflug in den italienischen Luftraum verweigert wurde.
Ein russisches Regierungsflugzeug verließ Moskau mit Kurs auf Rom – kam dort aber nie an. Warum drehte die Ilyushin Il-96 über dem Mittelmeer um?
18.05.25 - 13:05
Das Ziel war Rom. Am Samstagnachmittag (17. Mai) um 14 Uhr Ortszeit startete die Ilyushin Il-96 mit dem Kennzeichen RA-96014 der Spezialflugstaffel Russlands am Flughafen Moskau-Vnukovo. Und eigentlich hätten die Insassen - die Einheit befördert Regierungsmitglieder, hohe Beamte und Militärs der Russischen Föderation - um 20:40 Uhr abends in der italienischen Hauptstadt aussteigen sollen.
Doch dort kam die Ilyushin Il-96 nie an. Denn nachdem sie die Türkei überflogen hatte und sich über dem Mittelmeer befand, drehte sie um. Dort flog der russische Regierungsflieger dann zwei Schleifen. Statt danach weiter nach Rom zu fliegen, kehrte sie um. Nach rund neun Stunden Flugzeit landete der Vierstrahler wieder in Moskau.
Auch die Caritas-Präsidentin fordert mehr Einsatz für soziale Politik
Die Caritas ist einer der wichtigsten Partner des Staates in der Sozialpolitik, ihre Appelle haben deshalb Gewicht. Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa hat die schwarz-rote Koalition zu mehr Anstrengungen in der Sozialpolitik aufgerufen. Sie äußerte sich am Donnerstagabend nach einer Aussprache zur Regierungserklärung.Wir möchten in diesem Zusammenhang auf unseren Beitrag vom Dienstag letzer Woche Kirche unterstützt Pläne zu einer Pflegereform und den vorhergehenden Beitrag zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai verweisen.
Sonntag, 18. Mai 2025
Die heutige Predigt von Leo XIV. zur Amtseinführung
...Dem Aufruf zur Einheit möchten wir uns insbesondere im Hinblick auf die merkwürdigen Sonderwege hinweisen, die manche nationale Kirchen bezüglich der Vermögensverwaltung und des anzuwendenden Arbeitsrechts beschreiten - und die mit der eigenen, kirchlichen Soziallehre nicht vereinbar sind.
Lasst uns im Licht und mit der Kraft des Heiligen Geistes an einer Kirche bauen, die auf der Liebe Gottes gegründet und ein Zeichen der Einheit ist, an einer missionarischen Kirche, die ihre Arme der Welt gegenüber öffnet, die das Wort verkündet, die sich von der Geschichte herausfordern lässt und die zum Sauerteig der Eintracht für die Menschheit wird.
Gehen wir gemeinsam, als ein Volk, alle Brüder und Schwestern, auf Gott zu und lieben wir einander.
(vatican news)
Can. 1286 — Die Vermögensverwalter haben:
1° bei der Beschäftigung von Arbeitskräften auch das weltliche Arbeits- und Sozialrecht genauestens gemäß den von der Kirche überlieferten Grundsätzen (Anm.: also der kirchlichen Soziallehre mit dem durchgehend verankerten Gewrkschaftsprinzip und dem Bekenntnis zu Tarifverträgen in "Mater et Magistra) zu beachten;
2° denjenigen, die aufgrund eines Vertrages Arbeit leisten, einen gerechten und angemessenen Lohn zu zahlen, so daß sie in der Lage sind, für ihre und ihrer Angehörigen Bedürfnisse angemessen aufzukommen.
Sonntagsnotizen - päpstliches Lehramt und kirchliche Soziallehre
Es ist ein "Spezifikum" der katholischen Kirche und damit ein Unterschied zu protestantischen Gemeinschaften.
Das "päpstliche Lehramt" soll bei unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten Orientierung geben. Es „steht nicht über dem Wort Gottes, sondern dient ihm, indem es nichts lehrt, als was überliefert ist“ - erklärt Kirche+Leben.
Und katholisch.de stellt fest:
Kein Gläubiger kann gezwungen werden, ihm auch tatsächlich im Glauben zuzustimmen. Entsprechenden Lehren des Papstes ist jedoch sehr wohl "religiöser Verstandes- und Willensgehorsam" entgegen zu bringen; "nämlich so, dass sein oberstes Lehramt ehrfürchtig anerkannt und den von ihm vorgetragenen Urteilen Anhänglichkeit gezollt wird, entsprechend der von ihm kundgetanen Auffassung und Absicht", heißt es in den Worten "Lumen gentiums" (LG 25).Das päpstliche Lehramt wird insbesondere durch die päpstlichen Enzykliken konkret dargelegt.
Von den Gläubigen wird damit gefordert, sich zunächst äußerlich an die verkündete Lehre zu halten. Das bedeutet auch, "sorgsam zu meiden, was ihr nicht entspricht", wie es im Kirchenrecht heißt. Darüber hinaus sollen die Katholiken sich jedoch auch bemühen, eine authentische Lehre als ihre persönliche Überzeugung zu übernehmen. Die "hartnäckige Ablehnung" einer Aussage des authentischen Lehramts, und damit ein Bruch der Gehorsamspflicht, ist unter Strafandrohung verboten. Gläubigen, die eine entsprechende Lehraussage trotz allem für falsch halten, rät etwa der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller zu Gehorsam und Schweigen.
Im Bereich der kirchlichen Soziallehre und damit des kirchlichen Arbeitsrechs - also unserem Blogthema - sind das insbesondere die Sozialenzykliken, sowie ergänzende Ansprachen und Briefe, die wir in unserem Beitrag vom 2. Mair des Jahres angesprochen haben.
Wer diese Verlautbarungen liest muss feststellen: das "kirchliche Arbeitsrecht" der deutschen katholischen Kirche steht im eklatanten Widerspruch zu den Vorgaben der eigenen Soziallehre. Das gefährdet nicht nur die eigene Glaubwürdigkeit der katholischen Kirche. Der "Dritte Weg" trennt die deutsche Kirche von der weltweit aktiven katholischen Kirche.
Papst Leo XIV. hat nun - so Radio Vatikan - sein Verständnis des päpstlichen Lehramtes erläutert:
Leo XIV.: „Das Lehramt ist ein gemeinsamer Weg zur Wahrheit“
In seiner Rede vor der Stiftung „Centesimus Annus Pro Pontifice“ hat Papst Leo XIV. an diesem Samstagvormittag die Bedeutung der Soziallehre der Kirche als Weg der Reflexion und des Dialogs unterstrichen. Im Zentrum stand seine Ermutigung, das kirchliche Lehramt nicht als starr, sondern als lernfähig, offen und dialogbereit zu verstehen – ein Beitrag zur Erneuerung von Glaube und Gesellschaft.
Literaturhinweis:
Herter: Das päpstliche Lehramt auf dem Prüfstand der Geschichte
Donnerstag, 15. Mai 2025
Petition: Mehr als 143.000 Unterschriften für eine starke Pflege!
👉 Hier geht´s zur Petition “Mach dich stark für Pflege”: https://weact.campact.de/petit.../mach-dich-stark-fur-pflege
Mittwoch, 14. Mai 2025
Die Bundestarifkommission (BTK) für den öffentlichen Dienst hat dem Verhandlungsergebnis vom 6. April 2025 mehrheitlich zugestimmt.
Zuvor hatten sich 52,2 Prozent der ver.di-Mitglieder für die Annahme der Tarifeinigung ausgesprochen.Alle weiteren Infos findet ihr im Bio-Link und auf unserer Website: zusammen-geht-mehr.verdi.de
Damit kann jetzt umgesetzt werden:
- ab April 2025 drei Prozent mehr Geld, mindestens aber 110 Euro
- weitere Erhöhung um 2,8 Prozent ab Mai 2026.
- Laufzeit beträgt 27 Monate (bis zum 31. März 2027)
- Zulagen für besonders belastende Arbeitszeiten steigen deutlich: von 40 auf 100 Euro monatlich für Schichtdienste, von 105 auf 200 Euro für Wechselschichtdienste, in Krankenhäusern von 155 auf 250 Euro. Alle Zuschläge werden dynamisiert, steigen also bei künftigen Tariferhöhungen prozentual mit.
- Auszubildende, Praktikant*innen und dual Studierende erhalten insgesamt 150 Euro mehr, jeweils 75 Euro ab April 2025 und ab Mai 2026.
- Bei der Arbeitszeit wurde ein zusätzlicher Urlaubstag ab dem Jahr 2027 vereinbart.
- Einführung eines Langzeitkontos sowie verbesserte Regelungen bei der Gleitzeit.
- Zudem kann die Jahressonderzahlung (13. Monatsgehalt) künftig in bis zu drei freie Tage umgewandelt werden. Die Jahressonderzahlung wird dafür insgesamt erhöht: bei den kommunalen Arbeitgebern einheitlich auf 85 Prozent, beim Bund auf 75 bis 95 Prozent des Monatsgehalts.))
Dienstag, 13. Mai 2025
Kirche unterstützt Pläne zu einer Pflegereform
Der Berliner Erzbischof Heiner Koch begrüßt, dass die neue Bundesregierung Anlauf zu einer Pflegereform nimmt.berichtet Radio Vatikan. Im Artikel wird weiter ausgeführt:
...siehe auch katholisch.de "Regierung solle Expertise von Sozialverbänden einbeziehen - Deutsche Bischofskonferenz lobt geplante Pflegereform"
Die angekündigte Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Pflegereform solle ausdrücklich auch Vorschläge zur Stärkung pflegender Angehöriger prüfen und bereits 2025 Ergebnisse vorlegen. „Dies sollte angesichts der drängenden Probleme auch tatsächlich erfolgen.“
Die Expertise der Sozialverbände mit einbeziehen
Es sei außerdem wichtig, die Expertise von Sozialverbänden wie dem Deutschen Caritasverband einzubeziehen sowie auf die Erfahrungen pflegender Angehöriger zu bauen.
...
Die katholische Kirche sei im Pflegebereich aktiv, etwa mit stationären und ambulanten Diensten der Caritas. Als Beispiel nannte er den Fachtag „Wo Menschen gepflegt werden, darf Seelsorge nicht fehlen“ am 13. Mai in Frankfurt am Main, organisiert von der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und dem Verband Katholischer Altenhilfe in Deutschland.
„Aber auch wir sind als Dienstgeberin herausgefordert, für passende Lösungen Sorge zu tragen, wenn Mitarbeitende Angehörige pflegen“, sagte Erzbischof Koch.
Nun muss man strukturell feststellen, dass sich die verfasste Kirche bei ihren Überlegungen auf die Caritas stützt - die gegenüber den Bischöfen durch die Arbeitgeber auftritt. Das wird auch im Bericht von Radio Vatikan deutlich. Ein Bezug auf die Einbeziehung der Mitarbeitenden fehlt. Dabei haben gerade die Pflegenden selbst die unmittelbarste Kenntnis von Mängeln und deren Auswirkungen. Und die Pflegenden sind nun mal - so sieht es auch die eigenen Soziallehre vor - in den Koalitionen, also den Gewerkschaften organisiert. Sie müssten "auf allen Ebenen mitwirken" können (vgl. Mater et Magistra. Rd.Nr. 97 ff). Da müsste dann ja auch konzidiert werden, dass die deutschen Gewerkschaften - insbesondere unsere, im DGB für die Pflegebranche zuständige Gewerkschaft ver.di - gewichtig bei der Pflegereform zu beteiligen sind.
Dieser Hinweis fehlt leider in der Stellungnahme von Radio Vatikan. Die reine Inbezugnahme des Caritas als kirchlicher Arbeitgeberverband in der Branche wäre also ein systemischer Mangel. Es gibt nicht nur die Arbeitgeber in leitenden Positionen, sondern vor allem diejenigen, die tatsächlich die Pflege leisten.
Aber das muss keine Lücke sein. Vielleicht wollte der Berliner Erzbischof die Vertretung der Arbeitnehmer bewusst offen lassen und auch selbst den kurzen Weg zum Paula-Thiede-Ufer direkt für eine unmittelbare Gesprächsaufnahme nutzen.
Caritas, Kirche und ver.di Hand in Hand - darf man noch träumen?
Montag, 12. Mai 2025
Zum Internationalen Tag der Pflege, am 12. Mai
wir blicken auf eine gelungene Fachtagung Pflege zurück. Am 29. April fand eine rege Diskussion zu aktuellen Entwicklungen im Berufsfeld Pflege statt. Im Fokus stand der sogenannte Pflegemix, der in der Pflege zu einer weiteren Ausdifferenzierung des Berufsfeldes führt. Unterschiedliche Qualifikationen in der Pflege können grundsätzlich eine Bereicherung für die Pflege sein, aber auch zu einer Hierarchisierung, qualifikatorischen Polarisierung, Deprofessionalisierung und Taylorisierung von Pflege führen. Damit ist eine umkämpfte Weichenstellung skizziert, die gravierende Folgen für beruflich Pflegende als auch Gepflegte beinhaltet. Mehr hierzu, samt einer Öffentlichen Erklärung der 40 Teilnehmer*innen, findet ihr auf unserer Homepage: Fachtagung Pflege am 29.04.2025 in Nürnberg | Gesundheit, Soziale Dienste, Bildung und Wissenschaft Bayern .
Nunmehr geht es um den Internationalen Tag der Pflege, am 12. Mai. Wir wünschen euch viel Erfolg bei euren Aktionen. Hierzu hat der fb-c.bayern@verdi.de eine Pressemitteilung, ein Stichprobe zur Erfüllung der PPR 2.0 und ein Flugblatt zum ver.di-Rechner PPR 2.0 bereit gestellt. Der 12. Mai wäre auch ein guter Anlass, unseren ver.di-Rechner zur PPR 2.0 zu nutzen. An unserem Aktionstag Altenpflege zum Buß- und Bettag (19. November) legen wir für die Altenhilfe nach.
Angesichts der erschreckenden Ergebnisse unserer Stichprobe, fokussieren wir auf die PPR 2.0. Die Ergebnisse entsprechen vielfach geäußerten Hinweisen unserer Betriebsräte, Personalräte und Mitarbeitervertretungen. Wir haben uns entschlossen, eine kleine Erhebung durchzuführen. Alle ver.di-Mitglieder sind folglich dazu aufgerufen, die Personalbesetzung auf ihrer Station für eine exemplarische Woche durchzuführen. Leitet eure Daten an eure ver.di-Interessenvertreter*innen weiter. Eure Gewerkschaftssekretär*innen unterstützen euch. Den Link zum Rechner findet ihr in der „Stichprobe“.
Mit der PPR 2.0 haben wir für den Krankenhausbereich Normvorgaben für gute Pflege und eine vernünftige Personalausstattung. Wir wollen wissen, wie die Erfüllungsquote in Bayern ist. Damit lässt sich auch betrieblich arbeiten! Noch folgen keine Sanktionen, wenn zu wenig Personal eingesetzt wird. Aber schon jetzt kann die PPR 2.0 ein Instrument sein, um betriebliche Verbesserungen zu erreichen. Sie macht sichtbar, wie viele Pflegepersonen auf den Stationen fehlen. Erst Transparenz schafft den Druck, den es gegenüber Arbeitgebern und der Politik bedarf, dass sich etwas ändert.
Mehr zum Tage der Pflege bei ver.di (Klick)



