Standpunkt:Darf man gespannt sein? Hinsichtlich der kirchlichen Soziallehre mit dem Gewerkschaftsprinzip und dem Bekenntnis zum Tarifvertrag (Mater et magistra) wären wir ja schon zufrieden, wenn diese Lehre auch bei der katholischen Kirche in Deutschland umgesetzt werden würde - so wie es c. 1286 1° CIC schon seit Jahren vorgibt.
Leos Enzyklika setzt einen Impuls für Veränderungen in der Kirche
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Die Pointe bei Leo ist seine Definition der Möglichkeit der Weiterentwicklung der katholischen Lehre. "Erst im 19. Jahrhundert finden wir eine formale, absolute und universale Verurteilung der Sklaverei, insbesondere bei Leo XIII." Dies sei, so heißt es ausdrücklich, "ein klares Beispiel für das wachsende Verständnis der Kirche hinsichtlich der ewigen Wahrheiten der Offenbarung, die sie bewahrt", heißt es in Nummer 176 von "Magnifica humanitas". Natürlich geht es also bei der Offenbarung um "ewige Wahrheiten". Aber offenkundig müssen sie manches Mal erst noch in ihrer Fülle entdeckt werden und sind nicht einfach an Evangelium und Tradition abzulesen. Es fallen einem gleich mehrere Themen ein, die mit Blick auf die gleiche Würde aller Katholikinnen und Katholiken ganz in diesem Sinne behandelt werden könnten. Leo XIV. hat hier einen bedeuten Impuls für die anstehenden Diskussionen gegeben.
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Mittwoch, 10. Juni 2026
Standpunkt: Leos Enzyklika setzt einen Impuls für Veränderungen in der Kirche
Jetzt bringen wir doch noch einen Verweis auf einen Kommentar. Der Autor Dr. Stefan Orth ist Chefredakteur der "Herder Korrespondenz".
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